Archiv der Kategorie: Marathon

SKS Bike-Marathon Sundern

Nachdem ich ja relativ lange Pause gemacht habe, bin ich gestern zum ersten Mal seit langem wieder einen Mountainbike-Marathon gefahren. Gemäß alter Tradition war es der SKS Bike-Marathon in Sundern.

IMG_7553Die 1600 verfügbaren Startplätze waren nach Angaben des Veranstalters binnen 20 stunden ausverkauft.

Und man kann ich ungefähr ausmalen, was das für ein beschauliches Städtchen im Sauerland bedeutet, wenn so viele Mountainbiker einfallen, kann man sich vorstellen.

IMG_7563Der Start war wieder auf dem Firmengelände von SKS und alles wie gewohnt reibungslos. Das Wetter war, wie es sich für Sundern gehörte, nicht so doll. Aber man darf dort im April offensichtlich auch nichts anderes erwarten. Oder anders ausgedrückt: Wir hatten keinen Schnee und das ist schon was wert.

IMG_7568Regen hatte es auch nicht. Es war nur bescheuert kalt. Bescheuert in dem Sinne, als das es zu warm für Wintersachen und zu kalt für Kurze Sachen war. Weil wir ja eine Stunde im Startblock warten mussten – da wird einem kalt. Aber eben klar war, dass einem beim Fahren warm wird. Klassicher Fuckup 😉

Irgendwann ging es dann aber los und die Strecke war im Wesentlichen identisch mit den Anläufen 2013 und 2014. Einige Segmente waren neu, einige Schlüsselstellen waren neu. Der technische Anspruch ging – sieht man von einer Auf- und einer Abfahrt ab, eher gering.

Das Tempo war am Anfang mörderisch, pendelte sich aber nach der Hälfte der Strecke ein. Ich persönlich hatte massive Leistungsprobleme, weil ich offensichtlich ja seit über einem Jahr schon nicht mehr MTB-Rennen gefahren bin. Und zu viel auf dem Rennrad gesessen habe.

IMG_7572Nach 2 Stunden 52 Minuten hatte ich dann die 53 km und 1280 Hm hinter mich gebracht. Das reichte nur für Platz 73 meiner AK. Aber weit weg vom gefürchteten letzten Platz.

Zum Vergleich: 2014 waren die Strecke genau so lang, hatte aber 1540hm und ich habe 2 Stunden 44 Minuten gebraucht. Beim aller ersten Mal 2013 waren es 3 Stunden und 6 Minuten.

IMG_7575Die Strecke war super ausgeschildert und mit zahlreichen Kontrollstellen versehen. Die Abfahrten konnten sehr schnell gefahren werden und der Schlamm war zwar da, hielt sich aber in Grenzen. Richtigen Mountainbikern wird die Strecke fast schon zu langweilig gewesen sein – ich hatte aber meinen Spaß und komme nächstes Jahr bestimmt wieder 🙂

 

Vom Kopf und Körper

Nachdem ich eigentlich ganz gut in / durch die dunkle Jahreszeit gekommen bin, war vor ein paar Wochen ein Tiefpunkt erreicht: ich hatte schlicht keine Lust mehr auf Rolle.

Obwohl bei regelmäßigen Tests gut sichtbar war, dass ich deutlich an Kraft zulegen konnte… ich wollte einfach nicht mehr im Keller fahren.

Und da ich ja noch gut in Erinnerung habe, wie fatal das sein kann gegen den inneren Schweinehund anzukämpfen und letztlich mit deutlichen Symptomen von Übertrainiert kämpfen zu müssen, habe ich das Training drastisch reduziert.

Seit das Wetter besser wird, ist auch die Laune wieder besser. Und seit auch draußen fahren wieder regelmäßig klappt, geht es auch wieder bergauf.

fittnessSehr schön sieht man das auch auf Strava, wenn ich mir dort meine Fittnesskurve ansehe.

Die erste „entspannte“ Haldenrunde seit langem hat allerdings gezeigt, dass ich mich in den letzten Wochen zu sehr auf das Rennrad konzentriert habe und dringend wieder mehr mit dem MTB raus muss.

Ein_Mal_Kopf_frei_bitte_

Unzufrieden bin ich natürlich nicht, es war ja eine Runde zum Kopf frei pusten. Aber erst der erste Marathon wird zeigen, wie gut ich auf dem MTB bin, wenn es auch mal bergauf geht.

Wobei… was die reine Ausdauer angeht, bin ich relativ entspannt. Wenn ich in der Ebene auf knapp 110km einen Schnitt von fast 32 halten kann, dann sollten 55km im Sauerland auch zügig fahrbar sein.

RTF_Bochum

Was Julia angeht:

Die muss noch bis Mitte Mai an ihrer Master-Arbeit schreiben. Danach wird sie aber wohl auch wieder ins Training einsteigen. Und vielleicht noch ein paar XCO-Rennen fahren können 🙂

Insgesamt beginnt das Jahr also ganz gut. Mal sehen, wie sich die Saison so entwickelt. Auch mit den beiden Rennrad-Rennen, die ich dieses Jahr bestreiten möchte.

Wohl wissend, dass durch Ehrenamt und Job meine Trainingszeiten drastisch beschränkt sind.

Das Duell der Duelle in Bad Säckingen: Weltcup-Generalprobe mit Weltmeister Nino Schurter

Besser geht’s nicht: Weltmeister Nino Schurter kommt zur Gold Trophy Sabine Spitz. So kommt es bei der KMC MTB-Bundesliga am 10. April am Waldbad Bad Säckingen zum Duell der Duelle mit Olympiasieger Julien Absalon. Der Schweizer und der Franzose sind seit Jahren die beherrschenden Figuren in der olympischen Cross-Country-Disziplin.

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MTB-Historisch betrachtet ist Nino Schurter so was wie der Thronfolger von Julien Absalon. Der noch nicht ganz 30-jährige Schweizer ist mit jetzt vier Weltmeister-Titeln in der Elite-Kategorie, mit vier Weltcup-Gesamtsiegen, sowie Olympia-Silber in London und Olympia-Bronze in Peking Absalon auch in Sachen Titel-und Medaillensammlung auf den Fersen. Mit 17 Weltcup-Einzelsiegen hat Nino Schurter bereits mit seinem Förderer und Team-Manager bei Scott-Odlo, Thomas Frischknecht, gleichgezogen.

Doch aktuell betrachtet ist Schurter bereits das Non-Plus-Ultra im Cross-Country-Geschehen. Spätestens seit seinem ersten Weltmeister-Titel 2009 in Canberra, duelliert sich der Superstar der Szene mit Julien Absalon, mit Vorteilen für den Eidgenossen. In den vergangenen beiden Jahren gewann Nino Schurter sieben von 13 Weltcup-Rennen, Julien Absalon vier. Zwei gingen an den derzeit verletzten London-Olympiasieger Jaroslav Kulhavy (Cze).  Was die Zuschauer am 10. April in Bad Säckingen zu sehen bekommen, ist also das Duell der Duelle! Besser geht’s nicht.

Rollen-Modell und Schweizer Sport-Star

2, Schurter, Nino, Scott-Odlo, , SUI
2, Schurter, Nino, Scott-Odlo, , SUI

Nino Schurter ist für zahlreiche junge Mountainbiker das Rollen-Modell. Nicht nur wegen seiner Erfolge. Der in Chur lebende Vater einer fünf Monate alten Tochter verkörpert den modernen Mountainbiker wie kein anderer. Fahrtechnisch extrem versiert und schnell, nimmt er Sprünge gerne auch mit einem spielerischen Element. Er ist außergewöhnlich dynamisch und hat sich an die Anforderungen moderner Strecken, wie die in Bad Säckingen, optimal angepasst. Nach vielen Richtungswechseln immer wieder antreten, das Laktat in der Muskulatur kompensieren und gewandt in den nächsten technischen Abschnitt gehen, darin ist er der Meister.

In der Schweiz ist der im kleinen Graubündner Bergdorf Tersnaus aufgewachsene Schurter schon zu einem Sport-Star geworden. Bei der Wahl zum Sportler des Jahres wurde er nur von den Tennis-Größen Stan Wawrinka und Roger Federer geschlagen und TV-Auftritte bei verschiedensten Gelegenheiten gehören inzwischen zum Profi-Dasein.

Nino Schurter: Absalon ist der Gradmesser schlechthin

In Bad Säckingen bestreitet Nino Schurter sein letztes Rennen vor dem Weltcup im australischen Cairns. Nach einem perfekt verlaufenen Winter, ohne Krankheit oder Verletzung, wird er am Hochrhein in optimaler Verfassung antreten.

„Auch wenn das Bauchgefühl positiv ist, will man sich die Bestätigung möglichst noch vor dem ersten ganz wichtigen Rennen holen. Bad Säckingen ist also die Generalprobe für den Weltcup-Auftakt“, sagt Nino Schurter.

Und dass er dort auf seinen Dauer-Rivalen Absalon trifft, das schätzt er umso mehr. „Julien ist der Gradmesser schlechthin. Er wird wohl, wie ich auch, in Bad Säckingen an den Start gehen, um mit einem guten Gefühl nach Australien reisen zu können“, meint der Bike-Profi.

In Bad Säckingen werden sie sich duellieren, in australischen Cairns und am Ende natürlich auch in Rio, wenn es im August bei den Olympischen Spielen um die Goldmedaille geht, das einzige Edelmetall, das Nino Schurter in seiner Sammlung noch fehlt.

Wie bereits bekannt stehen ja viele weitere Weltklasse-Biker bei den Herren auf der Startliste und es werden bis nach Ostern wohl noch ein paar weitere dazu kommen. Es deutet für den 9. und 10. April also alles auf einen absoluten sportlichen Hochgenuss und formidablen Start in die Olympiasaison hin.

 

Mehr auf www.goldtrophy-sabinespitz.de

Cape-Epic-Sieger kommen nach Singen

Die 14. Auflage des Rothaus Hegau Bike-Marathon steht am 8. Mai im Glanz des MTB-Etappenrennens Cape Epic. Das Sieger-Duo Karl Platt und Urs Huber bestreitet neben ihrem Bulls-Teamkollegen und Lokalmatadoren Tim Böhme das Rennen der UCI Marathon Serie. Und auch bei den Damen hat sich eine Siegerin angekündigt.

 Karl Platt_Urs Huber_winning_by Sportograf

Glanz und Gloria sind den Siegern gewiss, der Hitze und dem Staub Südafrikas zum Trotz. Karl Platt, am Western Cape ohnehin schon längst zu einer Sport-Größe geworden, hat das weltweit renommierteste MTB-Etappenrennen der Welt zum fünften Mal in seiner Karriere gewonnen und so mit dem Schweizer Christoph Sauser gleichgezogen. „Ich bin sprachlos. Ich kann es noch gar nicht beschreiben, was es für mich bedeutet. Es war ein Traum von mir, das Cape Epic zum fünften Mal zu gewinnen“, sagte Karl Platt nach der Champagner-Dusche. Seit seinem letzten Sieg 2010 hat er darauf gewartet.

 

Für Platt’s Partner Urs Huber war es indes der erste und lang ersehnte Erfolg beim Cape Epic. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“, bekannte Huber. Für die Marathon-Spezialisten ist das Cape Epic, was für Straßenfahrer die Tour de France.

 

Mit drei Etappensiegen in den ersten vier Tagen legte das Bulls-Duo die Grundlage für den Erfolg bei der achttägigen Tortur.

Nach den Feierlichkeiten, die dort „Stage Nine“ genannt werden und obligatorisch sind, wird das pfälzisch-Schweizer Duo erst mal eine kleine Pause einlegen, bevor die nächsten großen Aufgaben anstehen.

Dazu gehört auch die WM-Generalprobe. Karl Platt und Urs Huber wollen bei Rothaus Hegau Bike-Marathon die veränderte Strecke unter Wettkampf-Bedingungen in Augenschein nehmen und gleich noch ein paar Punkte für die Startaufstellung bei der Marathon-WM Ende Juni in Laissac, Frankreich.

Auch wenn die Marathon-EM in Singen im vergangenen Jahr für das Bulls-Team aus gesundheitlichen Gründen nicht erfolgreich verlief, Karl Platt hat an den Rothaus Hegau Bike-Marathon durchaus positive Erinnerungen. Dort feierte er 2008 seinen ersten Deutschen Meistertitel auf der Langdistanz.

 

Neben den beiden Heroen steht natürlich auch ihr Teamkollege Tim Böhme am Start. Für den Lokalmatador aus Singen endete das Cape Epic mit Partner Simon Stiebjahn auf dem siebten Rang. Einmal sprang auf einer Etappe ein zweiter Platz heraus.

Es wäre sicher mehr drin gewesen für diese Paarung, die gemeinsam schon mal Dritter war, doch Tim Böhme plagte sich über weite Strecken mit Magen-Problemen durch die Extrem-Belastung. Das sollte bis zum 8. Mai aber wieder behoben sein.

 

Damen-Siegerin Ariane Kleinhans

Nicht nur bei den Herren, sondern auch bei den Damen hat sich eine Cape-Epic-Siegerin angekündigt. Die in Südafrika lebende Ariane Kleinhans gewann die Rundfahrt mit der Dänin Annika Langvad zum dritten Mal in Folge.

Nach einer wohl verdienten Pause, so hat sie es im Interview nach ihrem Triumph angekündigt, sei das nächste Ziel das Rennen der UCI Marathon Serie in Deutschland, genauer: in Singen.

Auch für Ariane Kleinhans dürfte der Start besonders unter den Blickwinkel Weltmeisterschaften 2017 stehen.

Anmeldungen und Infos für alle Wettbewerbe auf www.hegau-bike-marathon.de

MTB-Marathon Langenberg: Das war es für 2014

Am Wochenende fand im Sauerlang der letzte Lauf zur Nutrixxion Trophy statt. Und nach vielen Rennen an denen wir aus unterschiedlichen Gründen nicht teilgenommen haben, wollten wir hier an den Start.

Da aber vor allem mein Leistungszustand eher suboptimal ist, haben wir uns „nur“ für die Kurzsstrecke angemeldet. Und wir hatten als Plan B überlegt gar nicht zu starten, falls es Katzen und Hunde regnet. Denn als wir am Samstag im Sauerland ankamen, waren die Wetterprognosen alles andere als gut:

IMG_4204Ich meine, das freut doch das Herz. Nicht. Samstag gutes Wetter, Montag gutes Wetter und am Rennsonntag nicht. Juhuu.

Aber zuerst einmal hieß es, Zimmer beziehen. Wir waren im Oversum untergebracht, einem 4*-Hotel mit  Sternchen, dass beim nächsten Durchgang geren 5 Sterne hätte. Und uns vor allem wegen seiner außergewöhnlichen Architektur schon gefiel:

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Und ich sag mal so: Das Hotel hält durchaus, was es verspricht. Was man schon an dem riesigen Zimmer ermessen kann. Aber auch Service und Küche sind 1a…

IMG_4206 IMG_4208Mehr oder weniger gut ausgerucht sind wir dann Sonntag morgen aufgestanden und… Überraschung: Kein Regen. Nicht mal böse Wolken. Sondern, so unglaublich das auch klingt, Sonne 🙂

Also ab zum Startort und dann darüber gefreut, dass das Völvchen doch etwas geländegängiger ist: Gemeinsam mit vielen anderen auf der nassen und zerfurchten Kuhwiese geparkt und dann schnell die Räder fertig gemacht:

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Und kaum waren wir fertig, hieß es auch schon 3, 2, 1 und los.

Die Einführungsrunde war schon geil. Fast flach und mit einer langen Geraden konnte ich hier Vmax fahren und war am Ende der Runde unter den ersten 20  – geschätzt. 9 Minuten 28 Sekunden für die ersten 5km 😉

Danach kam aber direkt der erste wirklich böse Anstieg. Mit 250 HM am Stück brauchte ich dann für die nächsten 3km 20 Minuten – ich wollte Kraft sparen. Ne, in Wahrheit wollte ich hier abbrechen. Nach Hause. Ich hatte keine Lust mehr. Und an dem Berg holte dann Julia erst ein und überholte dann – was ja auch zu erwarten war.

Ich hab mich dann doch hoch gequält, weil ich sicher war, dass es nicht mehr schlimmer würde. Wurde es dann aber doch nocht – und im Ergebnis bin ich absolut unregelmäßig gefahren 🙁

BzL2_R1IYAEe_5pTrotzdem war das Rennen cool: die Wurzelpassage war etwas nervig, weil vor mir die Leute gefährlich langsam wurden und ich echte Mühe hatte, auch so langsam zu werden und nicht zu stürzen. Ansonsten wechselten sich nervende Auffahrten mit sehr schnellen Abfahrten ab, die ich voll genossen habe 🙂

runtastic_20141005_1308_Mountainbiking

Als ich dann im Ziel war, war Julia natürlich schon da. Und nicht nur das, sie hatte auch mal eben souverän gewonnen:

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Was allerdings das Tannenbaumgeschenk soll, bleibt wohl das Geheimnis des Veranstalters. Auch, warum die Siegerehrung so knapp nach Zieleinfahrt vorgenommen wurde. In der all der Hektik ist dann nämlich leider Julias X-Bionic-Bib und der Brustgurt von Polar verloren gegangen 🙁

Naja, ich war zumindest pünktlich zur Ehrung auch im Ziel und bin natürlich nicht zufrieden mit meiner eigenen Leistung. Aber wat willste machen?

Wenn ich in meinen Kalender gucke, war der Langenberg-Marathon wohl das letzte Rennen für 2014. Nächste Woche steht Leistungsdiagnostik bei Pro-Formance an und dann mal sehen, wie ich durch den Winter komme.

Für 2015 steht aber fest, dass wir wieder mehr Rennen fahren wollen. Denn mit der Stimmung kann einfach nix mithalten 🙂 Und auch nicht mit dem Gefühl, wenn man dann am Ende darniederliegt, die Schmerzen in den Beinen nachlassen und man sich denkt: Jo, war schon cool 🙂

24h von Duisburg – die Fotos

Nachdem ich ja schon aus meiner Perspektive die besonderen Herausforderungen der 2014er Ausgabe der 24h von Duisburg beschrieben hatte, habe ich noch auf die Fotos gewartet.

Offizielles Team-Foto von KöPi
Offizielles Team-Foto von KöPi

Da Julia und ich ja beide gefahren sind, lag unsere ganze Hoffnung auf Sportograf. Die auch durchaus ansehnliche Bilder geschossen haben. Oder sagen wir, zumindest in meinem Fall versucht haben das Beste daraus zu machen 😉

24h von Duisburg – die Nachlese

Ihr kommt nicht drumherum. Natürlich gibt es auch einen Bericht zu den 24h von Duisburg in diesem Jahr. Einem sehr ungewöhnlichen 24h-Rennen, in meinen Augen.

Für mich kam es ja eher spontan dazu, dass ich an dem Rennen im Landschaftspark überhaupt teilgenommen habe. Der Plan war ja eigentlich, Julia zu supporten, aber so ist das mit Plänen: „Life is what happens while you are making plans“, wie der Franzose sagt.

Die Organisation unseres Team-Sponsors König-Pilsener war eher verbesserungswürdig. Das zeichnete sich schon vor dem Rennen ab, wurde während dessen aber leider auch nicht besser.

Ich bin am Freitag schon mal morgens hingefahren, und habe den Wohnwagen strategisch günstig platziert. Da auch schon der Teamleader von Julia da war, konnten wir uns ein schönes Plätzchen sichern – etwas „ab vom Schuss“, aber im Laufe des Abends sollten wir die Ruhe noch schätzen lernen. Auf jeden Fall besser als letztes Jahr auf der Wiese in Sektor E, wo wir überhaupt keine Ruhe hatten.

Unsere Wagenburg - eigenes Foto
Unsere Wagenburg – eigenes Foto

Von KöPi wurde am Freitag der Pavillon gebracht – leider die selbe 3×3-Meter-Variante, wie unserer. Das rote Ding rechts in der Ecke vom Foto. Die beiden Fahrer machten auch klar, dass sie nur und nur dafür da waren…

Am Samstag morgen waren dann sowohl Julias 8er Team als auch mein 4er Team früh zur Stelle. In unserem Team wurde sich erst mal vorgestellt und grob herausgearbeitet, wer wie am Besten fahren kann und will. Schon hier zeigte sich wie problematisch ist, wenn man quasi eine Woche vor dem Rennen erst das Team zusammen stellt – ohne jede Möglichkeit sich kennen zu lernen.

Dann kam unsere Einladerin und brachte einen großen Kühlschrank mit Pils, Pils Alkoholfrei, Radler und Wasser. Oh und unsere Klamotten natürlich. Das KöPi und zu den KöPi-Radlern gemacht hat, gefiel nicht jedem, ist aber natürlich ein nettes Wortspiel. Die Sachen passten und auch die Helme saßen und ab ging es zu den obligatorischen Gruppenfotos.

Danach war leider auch das Engagement von KöPi zu Ende: Bis zu meiner Abfahrt habe ich nichts mehr von denen gesehen oder gehört. Plötzlich waren alle wieder weg und bis wir Sonntag abgereist sind, kam auch niemand mehr – ziemlich enttäuschend.

Aber gut, wir waren ja da um ein Rennen zu fahren.

4268 - unsere Glücksnummer - eigenes Foto
4268 – unsere Glücksnummer – eigenes Foto

Die Einführungsrunde machte dann auch schnell wieder deutlich, was ich schon 2013 nicht leiden konnte: Staub, Staub und Staub. Und zwar von der fiesen Sorte, der einem das Atmen schwer macht und bei dem man nicht wissen möchte, was man da eigentlich einatmet. Denn unter uns: Gesund kann das nicht sein.

Dummerweise gab es dann in der ersten Runde auch schon direkt ein paar Stürze, was schon irritierend war. Denn technisch heraufordernd ist die Strecke ja in Duisburg jetzt nicht gerade. Ich hatte den Eindruck, dass alle Unfälle die ich gesehen habe, völlig vermeidbar gewesen wären. Aber gut, dann hätten die Bruchpiloten sie vermutlich vermieden 😉 Auf jeden Fall bremst sowas dann schon mal gehörig aus.

Erste Runde - Foto Christoph Lachnicht, https://plus.google.com/photos/102632142838459714166/albums/6043055839391973409?banner=pwa&authkey=CNjWxOLfoPzQkgE
Erste Runde – Foto Christoph Lachnicht, https://plus.google.com/photos/102632142838459714166/albums/6043055839391973409?banner=pwa&authkey=CNjWxOLfoPzQkgE

Und auch wenn ich nicht wie letztes Jahr mich auf das Rennen vorbereitet hatte, konnte ich doch recht schnell feststellen, dass sich meine Leistung im Vergleich zu 2013 verbessert hatte. Ziemlich schnell war dann auch abzusehen, dass wir alle 4 etwa auf dem gleichen Niveau waren. Und ein Platz im ersten Drittel des sehr starken Feldes der 4er Männer-Teams schien möglich. Wenn das keine Motivation ist.

Dummerweise verschlechterte sich gegen Abend das Wetter rapide, als eine Unwetterfront über Duisburg hinweg zog. Auf Grund einer amtlichen Unwetterwarnung musste dann auch für mehrere Stunden das Rennen unterbrochen werden. Hat natürlich mich erwischt: ich durfte die Runde zwar zuende fahren, musste dann aber auch runter:

Unwetterpause - Foto Thomas Rodenbücher, http://xtranews.de/imagedesk/index.php/Duisburg/24stunden-rennen
Unwetterpause – Foto Thomas Rodenbücher, http://xtranews.de/imagedesk/index.php/Duisburg/24stunden-rennen

Und so haben wir uns dann durch das Rennen gekämpft und ich muss sagen, die Stimmung war echt gut. Nach dem Regen hatte sich das Staubproblem erledigt (und wurde zu einem Matschproblem – aber man konnte wenigstens Atmen) und so ging es in die Nacht.

Ich hatte das Vergnügen die erste Dunkelrunde zu fahren und auch die Runde in den Sonnenaufgang. Irgendwie habe ich dabei zwar meinen Wechselpartner verpasst, aber ein bisschen Schwund ist ja immer. Dank der beiden Langstreckenfahrer in unserem Team konnte ich diesmal sogar Nachts ein paar Stunden im Wohnwagen pennen – perfekt.

Das größte Plus im Unterschied zu 2013 war allerdings, dass die Nudeln auf der Pasta-Party dieses Jahr sogar geschmeckt haben 😉

Immerhin, irgendwann geht auch das Beste Rennen zuende. Und in Duisburg ist das halt nach 24h der Fall.

Meine letzte Runde - Foto Thomas Rodenbücher, http://xtranews.de/imagedesk/index.php/Duisburg/24stunden-rennen
Meine letzte Runde – Foto Thomas Rodenbücher, http://xtranews.de/imagedesk/index.php/Duisburg/24stunden-rennen

Nachdem unsere Strategen dann die Schlussrunde gefahren sind, haben wir immerhin den Platz 51 halten könnten. Knapp an der 50 vorbei, aber im Vergleich zu Platz 63 (2013) und 67 (2012) wohl das beste Ergebnis, dass KöPi je hatte.

Und immerhin Platz 124 aus ungefähr 500 Teams!

Nach dem Rennen war leider von KöPi immer noch nix zu sehen. Also haben wir abgebaut und dann musste ich auch schon die Heimreise abtreten. Allerdings dieses Jahr viel fitter als 2013, wo ich (als Beifahrer) schon im Auto extreme Mühen hatte, wach zu bleiben.

Für 2015 hoffe ich, wieder in einem coolen Team starten zu können. Und vielleicht auch wieder für KöPi, wenn das mit der Organisation ein bisschen besser klappt. Aber, wer mich kennt der weiß, dass ich längst angeboten habe, bei der Ausrichtung und Aufstellung des Teams für nächstes Jahr mitzuwirken. Von wegen nur Meckern gilt nicht und so.

Insgesamt war ich ziemlich genau 5 Stunden auf der Strecke und habe in 17 Stunden ca. 7000kcal verbraucht. Die übrigen 7 Stunden gingen für Rennunterbrechung und Schlafen drauf… Leider habe ich am Samstag vergessen, das Tracking im GPS einzuschalten, daher gibt es nur einen Teil auch als GPS-Daten…

LPN

Achja,

natürlich muss man am Ende eines solchen Rennens auch wieder allen möglichen Leute noch mal unter die Nase reiben, dass es ohne sie nicht ginge. Das gilt für Julias Eltern, die uns wieder mit Lebensmitteln versorgt haben. Genau so für Daniel für die Unterstützung mit dem Wohnwagen. Aber halt auch für die Mitarbeiter der König-Brauerei, die uns Trikots, Helme und Getränke haben zukommen lassen. Dann natürlich Eddi, der mein Bike getunt hat. Markus, der meine Reifen Tubeless umgerüstet hat. Und an all die zahlreichen Besucher, bekannt und unbekannt, die sich an unserem Stand (Freibier !!!!EINSEINSELF) und an der Strecke eingefunden haben. Um uns anzufeuern. Und um mit uns zu feiern.

Duisburg, da kann man sagen was man will, rockt einfach!

Und zum Abschluss an der Stelle noch Grüße an Tim. Der als Einzelfahrer unterwegs war, bis auf einmal seine Frau bei uns stand, mit einem Hinterrad mit gebrochener Speiche. Das bedeutete, das Tim mit einem 26er Ersatzbike unterwegs sein musste. Leider konnten wir einen Speichenbruch nicht reparieren – aber Glück für Tim. dass er das gleiche Trek fährt wie Julia – und wir für unsere Räder Ersatzlaufräder mithatten. So konnten wir Tims Bike wieder fahrtüchtig machen – was um so schöner ist, als das Tim in der Woche vor dem Rennen ein paar Mal mit Rat und Tat zur Seite stand, als ich Probleme hatte. Und es war ein tolles Gefühl, davon ein wenig zurück geben zu können 🙂

24h im Landschaftspark 2014

Es sind ja oft die Rennen, bei denen gar nichts funktioniert, die den größten Spaß machen. Und ich hoffe, dass das nächste Woche auch so ist:

Am 21. habe ich erfahren, dass ich doch selbst am 24h-Rennen im LPN teilnehmen werde. Eigentlich wollte ich ja nur Julia im 8er Mixed des Starbikewear-Team supporten. Aber erstens kommt es bekanntlich anders und zweitens als man denkt:

KöPi hat ein 4er-Team verlost und ich hab mich beworben. Nicht weil ich KöPi so toll finde, sondern weil die einen kompletten Bekleidungs-Satz von Protective und einen Helm von Giro drauf legen. 100€ Startgebühr gespart + 250€ neue Klamotten, da überlegt man. Und tatsächlich, ich bin dabei.

Mit dabei sind auch 3 Leute aus dem IBC-Forum: Curago aus Hamm, der s-works speci aus Mülheim a. d. R. und Endura aus Lübbecke. Daran sieht man auch schön, dass ein Vorher-Treffen nicht mehr möglich sein wird.

Ein wenig ungünstig ist auch die Organisation von KöPi: Einen Standplatz für unser Team hat man leider nicht vorgesehen – jetzt hoffe ich natürlich, dass wir noch einen kriegen. Bevorzugt in Segment T, also bei Julia um die Ecke – da wird der Wohnwagen stehen.

KöPi stellt auch nicht wie letztes Jahr für jede Runde eine Kiste Bier. Statt dessen gibt es ein „Team-Zelt zur Regeneration mit kalten Getränken“. Mit KöPi (mag ich nicht), Radler (mag ich nicht), KöPi Alkoholfrei (mag ich auch nicht) und Wasser. Naja. Dafür das ich kein Bier mag kann KöPi nix. Aber dann nur Wasser ist vielleicht ein bisschen mager. Aber gut, für Iso-Drinks hat vermutlich eh jeder sein eigenes Pulver dabei.

Wo sie allerdings was für können ist, dass das Zelt nur Tagsüber zur Verfügung steht. Ich meine WTF? Wann wird mann denn am ehesten mal ausruhen müssen? Wenn wir jetzt nicht bei Starbike „Asyl“ bekommen könnten und falls wir keinen eigenen Standplatz mehr bekommen, wie genau stellen die sich das denn vor, was wir die ganze Nacht über machen?

Die Voraussetzungen sind also alles andere als optimal. Ich finde, das spricht für das Rennen. Denn mal ehrlich, es wäre doch langweilig, wenn alles perfekt organisiert wäre 😉

Inzwischen habe ich wohl so viel gemeckert, dass man für nach dem Rennen angeboten hat, mal zur Manöverkritik zusammen zu finden. Und ich hätte da schon eine Liste mit Punkten die man 2015 besser machen könnte. 🙂

Egal. Jetzt heißt es erst mal: Fit werden und nächste Woche dann Spaß haben!!!

24h von Duisburg

Julia fährt dieses Jahr für ein Team in Duisburg mit. 8er mixed.

Und ich?

Tja, ich fahre dann jetzt plötzlich doch mit: Auf Einladung der König-Brauerei und ausgestattet von Protective 🙂 In einem 4er Männer-Team.

Was da auf mich zukommt? Ich habe keine Ahnung, weil sich das Kö-Pi-Team nicht vorher trifft und auch nicht vorher kennenlernt. Sondern erst am Samstag vor dem Rennen.

Na, das kann ja was geben 😀