Archiv der Kategorie: Mountainbike

Internationale Elite kämpft beim Ziener BIKE Festival Garda Trentino powered by FSA um Marathon-Sieg

Riva del Garda, 27. April 2017 – Auch im 24ten Jahr seines Bestehens hat das Ziener BIKE Festival Garda Trentino powered by FSA nichts von seiner Strahlkraft eingebüßt und lockt einige der besten Mountainbiker an den Gardasee, wo die Szene traditionell ihren europäischen Saisonauftakt zelebriert. Beim Rocky Mountain BIKE Marathon gehen nicht nur mehrere Tausend Amateure an den Start, sondern auch einige der besten internationalen Profis.

Angeführt wird das Feld von Urs Huber (SUI). Der Team Bulls-Profi aus der Schweiz hat es in den letzten vier Jahren jedes Mal in die Top-3 der Ronda Extrema, der anspruchsvollsten von vier Renndistanzen, geschafft und peilt am Samstag, 29. April, ab 7:30 Uhr seinen dritten Sieg seit 2014 an. 

Allerdings ist der Titelverteidiger, der im Vorjahr die 93,93 km und 3.813 Höhenmeter in beeindruckenden 4:17.03,3 Stunden absolvierte und insgesamt vier mal in Riva zuoberst auf dem Treppchen stand, nicht der alleinige Favorit auf den Sieg. 

Mit Hermann Pernsteiner (AUT) will der letztjährige Dritte und Fünfte von 2015 an seine starken Performances anknüpfen. 

Der Österreicher ist einer von vier Athleten des durch die Bank gut besetzten Team Centurion Vaude, der voll auf Angriff gehen wird. Auch Jochen Käß (GER), Markus Kaufmann (GER) und Daniel Geismayr (AUT), der nicht nur 2010 am Gardasee als Erster die Ziellinie überqueren konnte, sondern gemeinsam mit Pernsteiner auch bei der letztjährigen BIKE Transalp triumphiert hat, haben sich viel vorgenommen. 

Ein weiteres ganz heißes Eisen hat Topeak Ergon im Feuer. Alban Lakata (AUT), 2012 und 2013 bereits siegreich, will kommenden Samstag ebenfalls ganz oben stehen.

Reichlich Erfahrung werfen darüber hinaus Vorzeigeprofi Karl Platt (GER) vom Team Bulls sowie Uwe Hochenwarter (AUT) vom Craft Rocky Mountain Factory Team, 2016 immerhin guter Sechster sowie der mehrfache dänische Champion Sören Nissen vom Racing Team Stevens-LAUF im Kampf um den Gesamtsieg in die Waagschale.

Weitere Informationen zum Festival-Programm, Hinweise zu Unterkünften und Anmeldeformulare für die unterschiedlichen Events stehen unter riva.bike-festival.de zur Verfügung.

MTB Festival in Riva am Gardasee setzt auch weiterhin auf NUTRIXXION

Europas größtes MTB-Festival in Riva am Gardasee wird auch weiterhin auf Premiumsporternährung von Nutrixxion setzen. Die weitere Zusammenarbeit wurde von der Hamburger Agentur Ley und dem Hause Nutrixxion bestätigt.

„Warum ein Erfolgsteam neu besetzen, wenn die vergangenen Jahre erfolgreich verlaufen sind. Sowohl aus Teilnehmer-  als auch Veranstaltersicht kann man mit dieser Zusammenarbeit sehr zufrieden sein“, so die Veranstalteragentur aus Hamburg. Auch aus der Nutrixxion-Zentrale kommen nette Worte. „Wir sind froh einen Teil zum Gelingen dieser Topveranstaltung beitragen zu können“, so Nutrixxion Gründer Mark Claußmeyer.

Seit 2014 ist Nutrixxion bereits Partner des Bike-Festivals und keine geringeren als die Profis des Team Bulls um Karl Platt und Urs Huber, Sieger von 2014 & 2016, setzen bereits seit Jahren auf die Produkte „made in Germany“.

Vom 28. April bis 01. Mai öffnet Europas führendes MTB-Festival in Riva am Gardasee die Tore. Dann heißt es Landschaft, Strecke und Atmosphäre dieser Veranstaltung zu geniessen. Weitere Infos finden sich auch unter http://riva.bike-festival.de/en/news.html

15. UCI Mountainbike Marathon-Weltmeisterschaften

Studiert an der Uni und den Kurs:

Titelverteidigerin Jolanda Neff

 

Jolanda Neff wird bei den UCI Mountainbike Marathon-Weltmeisterschaften am 25. Juli in Singen als Titelverteidigerin an den Start gehen. Die Schweizerin vom Kross Racing Team lebt auf der anderen Seite des Bodensees und ist mit ihren erst 24 Jahren bereits eine bestimmende Figur ihres Sports. Mit dem Hegau Bike-Marathon hat sie vor zwei Jahren schon Bekanntschaft gemacht, als sie bei der EM knapp geschlagen Silber gewann.  

 Marathon, das ist für Jolanda Neff gewissermaßen ein Neben-Schauplatz.  Sie tummelt sich vor allem in der olympischen Cross-Country-Disziplin. Allzu viele Langstrecken-Rennen hat sie deshalb auch noch nicht bestritten. Wenn, dann allerdings sehr erfolgreich, wie nicht nur der WM-Titel im französischen Laissac belegt.

Vor einem Jahr war sie die Glückliche, nachdem die Dänin Annika Langvad Pech mit einem Defekt hatte. Vor zwei Jahren bei den Europameisterschaften in Singen war sie die Verliererin eines heißen Duells mit Sabine Spitz.

„Damals bin ich ja am Tag zuvor noch das Cross-Country-Rennen in Solothurn gefahren und dann in Singen“, blickt Neff zurück und schmunzelt. „Ich habe sicherlich was draus gelernt, vor allem über die Strecke.“

 Die WM: 2017 ihr erster Marathon

Worauf sie augenzwinkernd anspielt ist der letzte Kilometer, wo ihr Sabine Spitz durch Streckenkenntnis ein Schnippchen geschlagen und den Titel gewonnen hat.

„Ich freue mich darauf, das Rennen noch mal zu fahren. Es ist auf jeden Fall jetzt schon geplant und nicht so ad hoc wie vor zwei Jahren. Es wird aber wohl der erste Marathon sein, den ich dieses Jahr bestreite. Voriges Jahr bin ich ja vor der WM noch den Marathon in Riva gefahren“, sagt Jolanda Neff zu ihren Plänen.

Die fahrtechnisch enorm versierte Cross-Country-Europameisterin kann auf dem Kurs im Hegau ihre Fähigkeiten auf diesem Gebiet weniger ausspielen. Beim Hegau Bike-Marathon kommt es neben konditionellen Ansprüchen auch auf taktisches Verhalten an. Aber da kann Jolanda Neff auch mitreden. In den vergangenen beiden Jahren hat sie etliche Straßenrennen auf höchstem Niveau bestritten, die Tour de Pologne gewonnen und war für die Schweiz auch im olympischen Straßenrennen am Start (8.).

Von der anderen Seite des Sees

„Die Strecke ist auf jeden Fall ganz, ganz anders als die vom vorigen Jahr in Frankreich. Aber ich finde es cool, dass ich sie bereits kenne. Es wird sicher ein ganz anderes Rennen werden. Jedes Bike-Rennen ist anders, aber es ist auch ein Mountainbike-Rennen und ich hoffe die Stärkste wird gewinnen“,  meint Neff, die aus Thal im Kanton St. Gallen kommt, 2,5 Kilometer Luftlinie vom Bodensee entfernt.  Nur eine gute Autostunde von Singen entfernt, das am anderen Ende des Sees liegt.

Im vergangenen Herbst hat sie begonnen in Zürich im Hauptfach Geschichte und in den Nebenfächern Englisch und Französisch zu studieren. Das zeigt, dass sie trotz allen sportlichen Ehrgeizes über den Tellerrand hinaus denkt.  Allerdings hat sie das auch die eine oder andere Trainingsstunde gekostet und so dauert es dieses Jahr etwas länger bis sie in Top-Form ist.  Das erklärt auch die von ihr ungewohnten Resultate von Montichiari und Bad Säckingen, wo sie vor kurzem nur Achte und Zehnte wurde. Ende Juni, zum Zeitpunkt der Marathon-WM sollte sie den Rückstand aber wieder aufgeholt haben.  

 In der Schweiz ist Jolanda Neff zu einer Medien-Figur geworden, die auch im Boulevard auftaucht. Mit zwei Weltcup-Gesamtsiegen und acht Einzel-Siegen ist sie schon jetzt die erfolgreichste Eidgenossin im MTB-Weltcup. Bei den olympischen Spielen gehörte sie zu den Favoritinnen, doch am Ende stand da nur Rang sechs in den Büchern. Ein Trainingssturz, eine Rippenprellung und daraus folgend Rückenprobleme bremsten sie aus.    

Im Rampenlicht? Ja, aber lieber auf dem Bike und im Regenbogen-Trikot

Doch die mediale Aufmerksamkeit ist da. Ihr zum Teil spektakulärer Fahrstil, ihr lockiger, wallender Blondschopf, das sichere Auftreten und eine reflektierte Rede-Gewandtheit spielen ihr da in die Karten.

„Jolanda tritt in die Pedale, sie ist eine Femme Fatale“, dichtete Sänger Herbert Grönemeyer bei den Swiss Sports Awards 2015 spontan und etwas holprig.  

Sie selbst liebt allerdings den Staub und den Dreck mehr als das Parkett.

„Von mir aus könnte man alle diese Termine streichen. Ich finde, wir Sportler gehören aufs Rad und sind keine Schauspieler.“  Das Interesse sei ja aber schon nachvollziehbar. „Wenn ich dann schon da bin, dann versuche ich das Beste draus zu machen. Man trifft ja auch auf coole Leute und so versuche ich mit Freude hinzugehen“, hat sie das an anderer Stelle schon mal eingeordnet. 

Im Rampenlicht einer Weltmeisterschaft, auf einer Siegerehrungs-Bühne steht sie allerdings lieber. Am besten auch am 25. Juni am Singener Rathaus. Ganz oben, mit dem Regenbogen-Jersey über den Schultern. 

Kurzporträt Jolanda Neff

  • Geb.: 5. Januar 1993
  • Wohnort: Zürich und Thal (SG)
  • Seit 2016: Studium der Geschichte in Zürich
  • Trainer: Vater Markus Neff

Wichtigste Erfolge:

  • Marathon: Weltmeisterin 2016,  Vize-Europameisterin 2015,
  • Cross-Country: U23-Weltmeisterin 2012, 2013, 2014,
  • 2x Weltcup-Gesamtsiegerin 2014, 2015, Europameisterin 2015, 2016,
  • Weltranglisten-Erste am Ende der Jahre 2014 bis 2016

 Auf hegau-bike-marathon.de findet man alle weiteren Informationen zum Hegau Bike-Marathon 2017

New Bike Day :-)

Ich hatte überlegt,  im Herbst 2017 ein neues Bike als Ersatz für das Bergamont Revox anzuschaffen. Herbst, weil dann üblicher Weise die Preise sinken, wenn die neuen Modelle für ’18 angekündigt sind.

Da ich gerne weiß was ich tue und niemals überstürzt etwas kaufen würde 😉 , habe ich angefangen, mich mal auf die Suche zu machen. Es sollte ein Hardtail werden, dass gewisse Kompromisse hinsichtlich meines Fahrstils (Technik: Keine) und Alters (Senioren II) eingehen sollte.

Ich kaufe ungern im Internet, also mal lokal lokal umgesehen: Rose in Bocholt hat nichts, was mich umgehauen hätte. Wüster in Voerde hat geile Bikes von Specialized und die Edelhelfer in Recklinghausen bietet geile Bikes von Trek.

Leider haben beide Marken aktuell nichts, was ich gleichzeitig geil und bezahlbar gefunden hätte.

Da ich vor einiger Zeit ja in Bonn bei Radon ein Slide 160 gekauft habe, führte mich der nächste Weg dorthin. Das Radon ZR Race ist ja nur in Alu erhältlich und das neue Hardtail aus Carbon ist ja das Jealous.

Und das ist, wenn man drau sitzt, ein echt geiles Bike. Nur die Form und Farbe… irgendwie… aber der Vortrieb ist phänomenal und Preis-/Leistung kamen mir eher entgegen.

Trotzdem: Umgehauen hat es mich gar nicht.  Es war „nice“ aber eben kein „burner“. Hätte aber trotzdem im Herbst in der engeren Wahl sein können.

Wenn ich aber schon bis Bonn fahre, kann ich auch nach Koblenz und so bin ich bis Canyon gefahren.  Zum Vergleich, das ist 200km einfache Strecke – das Bergamont kam aus Hamburg, 400km eine Strecke 😉

Ich hatte mir auf der Website das Exceed 7.9 angesehen. Klar, wegen der DI2 😉  Und erwartet hatte ich, was den Umgang mit Kunden angeht, nicht wirklich viel.

Und wurde „enttäuscht“. Nach einer kurzen Wartezeit, die man uns mit einem kostenlosen Kaffee verkürzte (Rose, hört Ihr das? 😉 ), hatten wir einen Berater an unserer Seite. Der hat uns erst mal vermessen hat und dann nach unseren Vorlieben und Erfahrungen ausfragte.

Schließlich holte er für Julia und mich passende Exceed in verschiedenen Ausstattungen aus dem Lager und wir konnten so viel probieren wie wir wollten. Hier war allerdings ein kleiner Wehmutstropfen:

Wegen schlechter Erfahrungen mit Kunden die sich überschätzt haben, durften wir nicht auf den Hauseigenen Pumptrack 😀

Dummerweise nur war ich sofort enttäuscht. Das Exceed ist im Vergleich zu meinem Bergamont ein wobbely-dobbely Bike, das mich so gar nicht überzeugen konnte. Na da, geht gar nicht 🙁

Julia kam dann auch die Idee, mal das Feld ein wenig zu erweitern und das Lux, das Race-Fully anzusehen. Wir bekamen 2 in M und L und ich fuhr meine Testrunde. Und noch eine. Und noch eine. Und noch eine. Was für eine Spaßrakete!

Und beim gemeinsamen Durchschauen der Konfigurationen ist aufgefallen, dass das Lux CF 7.9 Race eigentlich schon ziemlich genau so ausgestattet ist, wie ich es gern hätte.

Glücklicher Weise hatte ich alles zu Hause gelassen, was man bräuchte um ein Bike zu kaufen. Also sind wir, mit kurzem Stopp bei Freunden und einem Besuch im Godesburger heim gefahren.

Ich habe dann ein paar Tage mit mir gerungen. Gerade auch weil Canyon zwar einen „Store“ hat, der aber ja primär als Showroom gedacht ist. Die Räder bestellt man letztlich doch im Internet und bekommt sie nach Hause geliefert oder holt sie ab.

Das „Blöde“ ist nur, dass eigentlich alle Fahrradgeschäfte heute so arbeiten. Was letztlich an der Vielfalt möglicher Kombinationen von Komponenten liegt. Will man eine SRAM Eagle oder doch eine XTR? Eine Guide oder Magura?  Bei Rose hätte man mein Rad „custombuild“, bei den anderen Läden wäre auch ein wiederkommen angesagt gewesen. Ist das jetzt „lokal kaufen“?

Anyway, ich habe dann bei Canyon bestellt. Und war gespannt: Die Bestellung gint raus am 04.04 und als Liefertermin wurde der 17. bis 21. April genannt. Nur zu gut hatte ich die Lieferprobleme 2015 – 2016 in Erinnerung und wer das damals nicht mitbekommen hat: Das Internet ist voll davon.  Aber „Bezahlung bei Abholung“ lässt einen da entspannt sein.

Völlig überraschend kam aber schon am 12.04. die Mail, dass mein Bike abholbereit sei. Wow. Also sind wir am Ostersamstag nach Koblenz (erwähnte ich eigentlich, dass man von Voerde nach Koblenz mit dem Zug kann, ohne ein Mal umsteigen zu müssen?).

Die Abwicklung war ungefähr wie erwartet: Freundlich empfangen wurden wir an „unseren“ Schrauber durchgereicht, der das Bike schon im Aufbau hatte.

Canyon macht das ungefähr wie ein gutes Autohaus, was marketingtechnisch Genial ist. Schnell noch die mitgebrachten Pedale angeschraubt und schon ging es an eine grobe Anpassung an Körpergröße und Gewicht für die Federelemente. Das ist weit weg von einem Fitting, wie es z. B. die Edelhelfer machen, aber das war ja auch nicht bestellt.

Zudem wurde ausführlich auf die „Eigenheiten“ hingewiesen, z. B. das man den Speichenschutz an der Kassette selber entfernen kann, Canyon das aber nicht macht. Das die Aufkleber so angebracht sind, dass sie Rückstandslos ab gehen. Und natürlich der Hinweis auf das mitgelieferte Reflektorenset. Das hätte ich am Liebsten noch vor Ort dran gemacht 😉

Zudem gibt es noch einen Drehmomentschlüssel, Carbon-Montagepaste, Tubeless-Umrüstventile und eine Dämpferpumpe.

Danach konnte das Rad bezahlt werden, es gab noch was oben drauf und wir waren wieder raus. So leicht geht das 🙂

Wir sind dann zu Freunden (siehe oben) gefahren und mit denen erst mal eine „entspannte“ Runde durch das Siebengebirge. Denn ob ein Bike was kann oder nicht sieht man halt nicht auf dem Parkplatz von Canyon und da man 30 Tage Rückgaberecht hat, wäre das ein „Point of Return“ gewesen.

Um es kurz zu machen: Umtauschen werd ich das Bike mit Sicherheit nicht mehr 🙂

Es ist defintiv völlig anders als das Revox. Es entlastet als Fully den Rücken schon enorm und bietet satte Traktion. Wenn es schnell, richtig schnell, wird, ist es allerdings nicht so „panzerartig“ Spurstabil wie das Revox. Dafür ist es in den Trails deutlich wendiger.

Das Fahrwerk ist insgesamt extrem gut abgestimmt und die Geometrie macht klar, dass es kein Bike ist zum langsam fahren. Allerdings muss ich mich daran gewöhnen, dem Dämpfer zu locken: Die Float – CTD am Revox kann ich auch Bergauf gut im Trailmodus fahren. Leider haben die Federelemente am Lux nur den Zustand auf oder zu – und auf ist Bergauf eine Strafe, weil natürlich viel Kraft in Schwingbewegung verloren geht.

Ich habe aber eine andere sehr erfreuliche Entdeckung gemacht: es ist das erste Bike bei dem ich nicht das Gefühl habe, zum Fitting zu müssen. Ich muss den Vorbau 10mm kürzer haben und die Ergon-Griffe sind scheisse für meine verwöhnten zarten Hände. Aber alles andere passt auf Anhieb – einschließlich Sattel. Zumindest ist das mein Eindruck nach den ersten Trails und geraden Strecken gestern. Weitere Tests folgen natürlich.

Tja.

Und so kommt es, dass jetzt neben diversen anderen Marken auch die Marke Canyon in unserem Fuhrpark  zu finden ist.  Und ich glaube, das Lux und ich werden sehr, sehr gute Freunde.

P.S. Und natürlich endete der Abend wieder im Godesburger 😀

UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano in Albstadt: Cross-Country-Stars laufen sich warm

Noch verbleiben fünf Wochen bis zum Auftakt des UCI Mountainbike Weltcups presented by Shimano. Doch die Cross-Country-Biker haben begonnen Fahrt aufzunehmen. In Bad Säckingen, im Schweizer Rivera und im italienischen Nals tauchten am Wochenende Namen auf der Siegerliste auf, die sich gezielt auf das Weltcup-Doppel in Nove Mesto und Albstadt vorbereiten.

 

©SCOTT
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Olympiasieger Nino Schurter vor Weltcup-Gesamtsieger Julien Absalon in Rivera, Mathias Flückiger vor Maxime Marotte und Jordan Sarrou in Bad Säckingen und Marco Fontana vor Stephane Tempier und Florian Vogel in Nals. Die besten Cross-Country-Biker legen mehr und mehr die Karten auf den Tisch.

©SCOTT
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Auch bei den Damen ist das so: Jenny Rissveds vor Pauline Ferrand Prevot und Sina Frei im Tessin, Yana Belomoina und Maja Wloszczowska fast gleichauf in Bad Säckingen, Gunn-Rita Dahle-Flesjaa nicht weit vor Linda Indergand in Nals, eine Woche zuvor war in Montichiari die Reihenfolge noch anders herum.

Das sind alles Namen, die man am 28. Mai im Bullentäle auf dem Podium stehen könnten. Sechs Wochen vor den beiden ersten Weltcup-Rennen in Nove Mesto und Albstadt laufen sich die Stars langsam warm und in jedem Statement zu den Rennen kommt das Wort „Weltcup“ mindestens einmal vor.

„Meine Vorbereitung auf die Weltcup-Rennen ist voll im Plan“, erklärte etwa Weltmeister Nino Schurter, nachdem der Schweizer im Tessin seinen Dauer-Rivalen Julien Absalon aus Frankreich knapp geschlagen hatte. Nicht so knapp wie voriges Jahr in Albstadt, als es zu einem dramatischen Sprint-Finish kam, aber Absalon ist aktuell durch eine Allergie noch etwas gehandicapt. „Ich brauche etwas Geduld, aber bis zum  Weltcup-Auftakt bin ich zuversichtlich“, so der Weltcup-Rekordsieger.

 Keine Motivations-Probleme beim Olympiasieger

©SCOTT
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Schurter hat ja vor knapp drei Wochen seinem Palmares ein weiteres Glanzstück hinzugefügt und mit seinem neuen Teamkollegen Matthias Stirnemann das Cape Epic in Südafrika gewonnen. Er scheint nach seinem olympischen Gold in Rio keine Motivationsprobleme zu haben. Auch seine Scott-Sram-Teamkollegin Jenny Rissveds nicht. War Rang zwei in Albstadt vor einem Jahr noch eine Überraschung, ist die Schwedin jetzt als Olympiasiegerin die Gejagte. In Rivera ließ sie Ex-Weltmeisterin Pauline Ferrand Prevot keine Chance. Die fährt im April auch die Straßenklassiker, will aber auch bei den Weltcup-Rennen in Nove Mesto und Albstadt an den Start gehen.  

Bei Fumic läuft bisher „alles perfekt nach Plan“

Zu einem Jäger von Schurter und Co. will auch Manuel Fumic dieses Jahr wieder werden. In Bad Säckingen landete er am Sonntag zwar nur auf dem siebten Rang, doch damit war er für sich selber im Soll.  Fumic war mit seinem brasilianischen Cannondale-Kollegen Henrique Avancini auch beim Cape Epic und dort fünf Tage lang in Gelb gefahren. Deshalb war der Kirchheimer noch etwas müde. 

„Alles läuft bisher perfekt nach Plan. Jetzt geht es noch an die Detail-Arbeit. In Nove Mesto und Albstadt will ich top fit an den Start gehen und eine bessere Rolle spielen als die Jahre zuvor“, sagt Fumic.

Deutsches Damentrio kommt in Schwung

In Bad Säckingen war gegen Mathias Flückiger (Radon Factory Racing) kein Kraut gewachsen. Auch nicht für Fumic’ neuen Teamgenossen, den Olympia-Vierten Maxime Marotte aus Frankreich, der im Vorjahr in Albstadt ja als Dritter auf dem Podest stand.

Was die Damen-Welt angeht hat Gunn-Rita Dahle-Flesjaa mit dem Sieg in Nals ihren Finger gehoben. Dort konnte die Norwegerin Sprint-Weltmeisterin Linda Indergand bezwingen und das nur eine Woche nachdem die Schweizerin sie in Italien deutlich geschlagen hatte.  Auch Sabine Spitz, die ihre Cross-Country-Karriere ja doch noch mal verlängert hat, und Adelheid Morath zeigten sich beim Cape Epic in starker Frühjahrs-Verfassung und Helen Grobert deutete in Bad Säckingen auch Aufwärtstendenz an.

Es sind noch gut fünf Wochen bis zum Weltcup-Auftakt am 20. und 21. Mai in Tschechien, aber die Formkurven steigen stetig an. 

Trailground Brilon: I like. :-) :-) :-)

Eigentlich wollte ich heute die RTF in Haltern fahren. 111 flache KM mit dem Rennrad abreißen. Dann wurde das Wetter für heute als super gut vorhergesagt und ich dachte eher mein Enduro auf die Halde Hoppenbruch zu entführen.

Und irgendwie, so beim Surfen gestern, bin ich auf den Trailground Brilon gestoßen.

Und weil ich ja bekannt bin für dumme Entscheidungen,  habe ich Julia überredet, heute etwas früher aufzustehen.

Bisschen doof war nur, dass nach dem Aufstehen das Thermometer so gar nicht nach den für heute angesagten 20  Grad und mehr aussah…. hmmm. Also erst noch mal ausgiebig gefrühstückt und dann los. Obwohl es arg kalt war, sah der Himmel verdächtig gut aus. Ich also in Kurz-Kurz. Julia zur Vorsicht mit langen Sachen.

Was sich als völlig unnötig erwies, denn als wir in Brilon ankamen, war es schon über 20 Grad warm. Und wenig überraschend waren wir wohl nicht die Einzigen, die sich gedacht hatten, dort mal biken zu fahren. Um es aber vorweg zu nehmen: Stau gab es in den Trails keinen.

Der Trailground bietet 3 Strecken, die sich eigentlich an alle Niveau-Klassen richten. Die technischen Stellen sind alle so angelegt, dass auch ein panischer Neuling gut durchkommt und ein geübter Fahrer viel Spaß haben kann. Die Strecken sind dabei 7km/175hm, 10,8km/315hm und 17,3/505hm lang.

Zum größten Teil wird Fläche genutzt, die rund um einen teils noch aktiven Steinbruch liegt.

Wirklicher „Wald“ ist dort relativ wenig, aber auch vorhanden.

Die Auffahrten sind alle gut machbar und durchaus auch für Leute zu schaffen, die jetzt keinen Alpencross fahren würden.

Das Panorama allerdings ist stellenweise wirklich irre. Mal bist Du im Wald. Mal auf dem Gipfel. Und mal auf dem Mond.

Auf der großen Runde macht man die 500 Höhenmeter nur voll, wenn man einen kleinen Umweg einlegt.

Dieser führt einen auf ein Gipfelplateu auf dem irgendwas steht von dem ich keine Ahnung habe was es sein soll.  Ändert aber nix datran, dass es Spaß macht, dorthin zu radeln 🙂

Aber der besondere Clou und das, wofür wir eigentlich ja da waren, sind die Abfahrten.

Beim ersten Mal noch zaghaft an die Strecke rangestatet, hat es beim zweiten Mal in Strava PR’s für mich und QOM’s für Julia gehagelt – obwohl wir es eigentlich entspannt angehen wollten. Aber es ist einfach zu geil, einfach Laufen zu lassen

Am Start/Ziel gibt es ein kleines Hotel-Restaurant, wo man zwischen den Runden was futtern kann. „Mittig“ auf der roten Strecke ist eine Biker-Kneipe, wo es ebenfalls Kuchen, Bratwurst und Pommes so wie kalte Getränke gibt. Man kann also sagen, dass die Verpflegungsstationen durchaus was hergeben 😉

Wir sind letztlich zwei Mal die lange Runde gefahren.

Das waren dann 36km und 920 Höhenmeter, weil wir beim zweiten Mal nicht mehr auf das Plateu gefahren sind.

Am Ende der Tour hatten wir etwa 5 Liter Apfelschorle und reichlich Kuchen vertilgt und waren ziemlich angefixt.

Natürlich ist es was anderes, ob man mit dem Lift hoch kommt oder sich jeden HM erarbeiten muss. Aber die Anlage der Strecke in Brilon ist so, dass man im steten Wechsel hoch und runter fährt.

Irgendwie ist das für uns befriedigender als immer mit dem Lift zu fahren. Und das die Strecken wirklich universell sind sieht man auch daran, dass ich mit einem 160mm Enduro gefahren bin – und Julia mit einem 100mm Hardtail. Ohne das der eine oder die andere es bereut hätte.

Wenn Ihr noch nicht da gewesen seid und ich Euch einen guten Tip geben darf: Fahrt mal hin. Es lohnt sich echt.

Deutsche MTB Enduro Meisterschaft erstmals in Willingen

Das Enduro-Rennen des Ziener BIKE Festival Willingen ist 2017 so wichtig wie noch nie! Nach dem Aus der bekannten Enduro-Rennserie, die in den Vorjahren Station in Hessen gemacht hat, haben sich die Veranstalter mit dem Bund Deutscher Radfahrer e.V. darauf geeinigt, im Rahmen des SCOTT Upland Enduro die Deutsche MTB Enduro Meisterschaft auszutragen.

Am Sonntag, den 21. Mai 2017, geht es im Hochsauerland erstmals um nationale Meisterehren in den Klassen Elite Men und Elite Women.

  Action-Foto Enduro © Benjamin Prescher

Action-Foto Enduro
© Benjamin Prescher

„Die Vergabe der Deutschen Meisterschaften an den Standort Willingen bestätigt die positive Entwicklung des BIKE Festivals, die vor allem in sportlicher Sicht für uns wichtig ist. Zumal sich das BIKE Festival weiterhin treu bleibt, da niemand vom SCOTT Upland Enduro ausgeschlossen wird“, so Johannes Niemann, der verantwortliche Projektleiter des BIKE Festivals.

Wie in den Jahren zuvor wird es auch die Kategorien Pro Masters, Open Men, Open Women und Open Junior male geben.

  Action-Foto Enduro © Benjamin Prescher
Action-Foto Enduro © Benjamin Prescher

Während für die Elite Men, Elite Women und Pro Masters-Kategorie eine gültige Lizenz des Internationalen Radsportverbandes (UCI) notwendig ist, stehen die Klassen Open Men, Open Women und Open Junior male allen Enduro-Begeisterten offen.

Am Ablauf der Veranstaltung ändert sich im Vergleich zu 2016 nichts.

Das Training findet am Samstag, den 20. Mai 2017, von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr statt. Am Sonntag folgt um 7:30 Uhr der Startschuss zum Rennen, das auf flowigen Strecken stattfinden wird.

Die Anmeldung zum Rennen öffnet am 7. März online.

Trailsurfen Amerogen

Auf Einladung von Freunden haben wir heute unser Bike-Mobil mal gesattelt und sind nach Holland gedüst, genauer nach Amerogen.

Dort gibt es einen „Trailpark“ mit 3 ausgeschilderten und gut ausgebauten Routen. Und da wir in unterschiedlichen Teams unterwegs waren, bin ich dann die Grüne und die lila Route (die dafür doppelt) gefahren…

und Julia ist die Grüne und die rote Tour gesurft:

Die Ausgangsbedingungen waren nicht die Besten, denn schon auf dem Weg hatten wir immer wieder Regen. Entsprechend sahen wir am Ende der Tour auch aus. Bzw. unsere Bikes 😉

Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir sau viel Spaß hatten. Denn die Strecken sind wirklich durchdacht angelegt und der Boden ist so aufbereitet, dass wir zwar genug Dreck zum rumspritzen hatten – der Matsch aber so oberflächig war, dass die Reifen immer genug Gripp hatten 🙂

Insgesamt waren wir „nur“ 2 Stunden auf den Trails – das hat aber für eine ausreichende Portion Sonntags-Fun genügt. Und macht Lust auf mehr, wenn auch dann bei besserem Wetter.

Übrigens war die „Zielankunft“ auch gut vorbereitet. Ich weiß gar nicht wo der Korb auf ein Mal her kam… aber plötzlich war er da 😀

Um auf den Trails fahren zu dürfen, muss man übrigens eine Jahres-Vignette lösen. Die kostet 12 Euro, ist dann aber auch u. a. auf den Tracks Montferland gültig. Und für die Arbeit, die man sich ganz offensichtlich gemacht hat, lohnt das Geld auf jeden Fall.

Die Vignetten gibt es übrigens im Ort im Cafe Prologue – in dem es auch sehr gut hausgemachtes Essen über „Radfahrerspezialitäten“ bis hin zum klassischen Apfelkuchen und Pommes & Frikandel gibt.

Wenn Ihr also mal wieder Lust habt, ein paar Trails zu surfen, ohne zu viel Technik und mit moderaten HM, die Trails dort kann man uneingeschränkt empfehlen 😀

UCI Mountain Bike Weltcup presented by Shimano: Selber Biken und Weltcup-Atmosphäre schnuppern

Die Gonso Albstadt MTB Classic, welche im Rahmen des UCI Mountain Bike Weltcup presented by Shimano in Albstadt stattfinden, haben das Anmeldeportal geöffnet. Der beliebte Kurz-Marathon findet am 27. Mai statt und erhält in diesem Jahr eine neue Start-Zeit, eine E-Bike-Kategorie und setzt jüngere und ältere Traditionen fort.  

 

Die zwölfte Auflage des Kurz-Marathons im Rahmen der Gonso Albstadt MTB Classic bricht mit einer Tradition. Der Start am Samstag wurde auf 16:10 Uhr nach hinten verlegt. Das entzerrt einerseits den Zeitplan und andererseits gibt es auch Teilnehmern mit einem längeren Weg die Gelegenheit  zur stressfreien Anreise.

„Wir denken, dass die vorabendliche Stimmung beim UCI Mountain Bike Weltcup ihren speziellen Reiz haben wird und wir dann in einer gemütlichen Atmosphäre in die Siegerehrung mit After-Race-Party übergehen können“, erklärt Jo Triller von der Stadt Albstadt, die bereits im zweiten Jahr als Veranstalter auftritt.

 

E-Bike-Wertung, Generation Race und Deutsche Meisterschaften

Das Konzept mit der 23 Kilometer langen Runde, die ein oder zweimal gefahren werden kann, dem Generationen Race mit einem Mindest-Altersunterschied von 20 Jahren und die 11. Auflage der Deutschen Meisterschaften für die Heilberufe bleibt gleich. Die Deutsche Meisterschaft der Ärzte und Apotheker blickt bereits auf eine zehnjährige Tradition zurück und das Generation Race ist auf dem besten Weg eine Tradition zu werden.

Eine extra Wertung gibt es für die Kategorie E-Bike. Die Pedelecs finden zunehmend Freunde – auch unter sportlich ambitionierten Bikern. Entgegen der landläufigen Meinung muss auch auf den E-Bikes mächtig in die Pedale getreten werden und der Puls schlägt am Ende doch in denselben Regionen wie ohne die leichte motorisierte Hilfe.

„Daher sei es logisch, dass man bei den Gonso Albstadt MTB Classic auch eine E-Bike-Kategorie  anbietet,“ So Stephan Salscheider von der Agentur SKYDER SPORTPROMOTION, in deren erfahrenen Händen die Organisation liegt.

Um 16:10 Uhr fällt für die „Hilfsmotorisierten“ der Startschuss, die Teilnehmer ohne elektrische Unterstützung werden um 16:20 Uhr auf die Strecke geschickt.

 

Anmeldeportal und neue Homepage

Auf www.albstadt-mtb-classic.de findet man alle Informationen zur Ausschreibung und das Meldeportal, das ab sofort freigeschaltet ist. Zudem wurde die Webseite des Events einem Relaunch unterzogen.