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Magura 24h von Duisburg 2015 – mal als Zuschauer.

Auch 2015 waren wir wieder in Duisburg dabei – wenn auch etwas anders als die letzten 3 Jahre, weil Julia gefahren ist und ich „nur“ Support gespielt habe.

Um es vorweg zu nehmen: über 2000 Radfahrer beim Radfahren zu beobachten und selbst nicht Radfahren zu können, ist ziemlich sickig 🙂 Aber man hat ja noch andere Hobbys, was dazu führt, das ich Euch ja gestern schon >1.600 Fotos verlinkt habe.

Wir hatten für den Wohnwagen, wie immer freundliche Leihgabe der Familie Illusionlabs, einen perfekten und schattigen Standplatz gefunden und nach und nach kamen auch die Fahrzeuge von Julias Teampartner/-innen an. Angesichts der Hitze vor allem am Sonntag, war die Wahl eines Schattenplatzes das absolut Beste, was wir machen konnten.

Das Rennen selbst war übrigens durchaus gut. Zumindest was die Organisation anging. Aus den letzten Jahren lernend hatte man es den Besuchern deutlich leichter gemacht, an die Strecke zu kommen – auch wenn viele spannende Abschnitte (z. B. die Treppe) nach wie vor nicht erreichbar waren.

Immer wieder erstaunlich ist, dass von Anfang an die meisten Fahrer (von den Solisten mal abgesehen) Vollgas geben. Dabei sein mag alles sein, Gewinnen ist aber offensichtlich das +1 🙂

Dabei sein ist alles? Gewinnen ist alles!
Dabei sein ist alles? Gewinnen ist alles!

Dabei scheint der eine oder die andere dann auch gerne mal zu vergessen, dass es darum geht 24h am Stück mehr oder weniger konstante Leistung zu bringen. Das ist zwar mit zunehmender Teamgröße einfacher, weil die Rundenanzahl niedriger wird. Aber trotzdem sollte man gut mit seinen Kräften haushalten und sich eine gute Taktitk zurecht legen. Die erste Taktik-Änderung bei vielen war dann übrigens die Erkenntnis, dass bei DEM Staub auch NUR 8 km pro Runde ohne Trinkflasche schwierig sind.

Als dann endlich der Abend, und damit etwas kühlere Temperaturen kamen, ging das Rennen in seine Entscheidungsschlacht. In Duisburg werden die Sieger über Nacht gekührt und besonders schön kann man das am Monte Schlacko sehen: Auf der geraden geht es oft noch zivilisiert zu. Aber am „Berg“ wird dem Tier im Manne (oder der Frau) Freilauf gelassen und alle ballern die wenigen Höhenmeter mit maximaler Leistung hoch – denn wenn man irgendwo Zeit verliert, dann hier:

Duell @ Night - Monte Schlacko als die ultimative Wettkampfbühne
Duell @ Night – Monte Schlacko als die ultimative Wettkampfbühne

Unbestritten ist der Montet Schlacko aber natürlich das Highlight – vor allem wenn es dunkel wird. Ist der Landschaftspark Nord schon an „normalen“ Wochenende einen Besuch wert, steigert sich das mit dem Fahrerlahrer und der bunten Expo-Area natürlich noch mal um das Doppelte:

LaPaDu @ Night
LaPaDu @ Night

Irgedwann, meist so ab 23 oder 24 Uhr wird es dann auch zunehmend ruhiger im Fahrerlager. Die Taktiker haben festgelegt, wer wann schlafen kann und darf und Schlaf ist auch dringend notwendig. Die Nachteulen drehen ihre Runden und die Solisten kämpfen mit dem Sekundenschlaf. Aus Partymeile wird Ruhezone.

Auch die Besten müssen irgendwann schlafen - und so wird es dann doch ruhiger. So ab Mitternacht ;-)
Auch die Besten müssen irgendwann schlafen – und so wird es dann doch ruhiger. So ab Mitternacht 😉

Der nächste Morgen gehört dann wieder den Menschen mit Excel-Tabellen und Taschenrechner. Ging die Taktik auf? Wie haben sich die anderen Teams positioniert? Wer muss noch mal mit welcher Rundenzeit auf die Strecke geschickt werden? Stimmt (in den Mix-Teams) die Frauenquote noch?

Und da das Rennen absehbar zu Ende geht, gibt jeder auch noch mal sein Bestes. Und haut raus, was noch in den Beinen steckt.

Die Treppe des Todes ;-)
Die Treppe des Todes 😉

Irgendwann ist aber spürbar die Luft raus. Man merkt den Fahrerinnen und Fahrern die Belastung an – abgesehen davon das man sie bei vielen an der dicken Schmutzkruste auch sehen kann. Und dann wird jede Runde zu einem Kalkül: Wie schnell muss ich fahren, um den letzten Wechsel zu schaffen? Bin ich der letzte Fahrer – wie langsam muss ich dann fahren, damit ich nicht doch noch eine Runde muss?

Noch ein Mal den Monte Schlacko hoch. Nocht ein Mal den Monte Schlacko runter. Rechts. Links. Wechselzone. Noch ein Wechsel.

Eine letzte Abfahrt vom Monte Schlacko. Nur noch dieses eine Mal. Hoffentlich.
Eine letzte Abfahrt vom Monte Schlacko. Nur noch dieses eine Mal. Hoffentlich.

Und irgendwie ist dann doch eine deutliche Erlösung zu spüren, wenn man nach der 00:00:00 über die Ziellinie fährt. Das Rennen ist aus. Vorbei. Man hat es geschafft und denkt nicht einmal mehr über die Platzierung nach. Man ist einfach froh die 24h durchgehalten zu haben. Das das Material gehalten hat. Das Team und Support funktioniert haben. Das man gerade ernsthaft 24 Stunden lang im Kreis gefahren ist, auf einer Strecke auf der man genug Staub für 10 Lebensjahre unter Tage einatmet. Na gut, vielleicht nicht ganz so viel. Aber mehr als genug.

Aus! Aus! Das Rennen ist Aus! 24 Stunden sind dann aber auch wirklich genug.
Aus! Aus! Das Rennen ist Aus! 24 Stunden sind dann aber auch wirklich genug.

Die wenigen Teams, die dann auf das Podium dürfen, freuen sich natürlich einen Extra-Ast. Aber insgesamt will wohl jeder nur noch abbauen, nach Hause, 3 bis 4 mal duschen und dann lange schlafen. In einem Bett. Mit dem Wissen, nicht nach wenigen Stunden geweckt zu werden und wieder auf das Rad zu müssen.

Und fast jeder dürfte sich denken, dass er sich den Streß nicht noch einmal antut. Nicht um auf einer so langweiligen Strecke mitten im Pott im Kreis zu fahren. Nicht um sich eine Staublunge zu holen. Nicht um so übermüdet zu sein.

Dabei wissen wir genau, was passieren wird, wenn die Anmeldung 2016 öffnet. Wir werden alle wieder da sein. Und wir werden wieder genau so einen Spaß haben.

Oh, Stichwort Spaß:

Nach wie vor das Geilste was es im LPN während des Rennens gibt, sind die Menschen die am Monte Schlacko stehen und jeden einzelnen Fahrer mit Klatschen, Rufen und Feiern nach oben treiben. Egal ob Morgens, Mittags oder Abends und selbst in der Nacht stehen sie dort. Und man sollte an der Stelle auch mal sagen: Ohne Euch wäre es nur halb so schön.

P.S. Julias Team (Starbikewear & Friends) hat dann in der 8er-Mixed-Wertung den dritten Platz gemacht. Angesichts der Fahrerliste von Sieger und Nummer 2 ist das ein super Ergebnis 🙂 Ich bin ganz doll stolz auf das Team. Haben sich trotz widriger Umstände einfach super geschlagen!

UCI MTB-Worldcup – ein Erfolg auch auf den Bildschirmen

Mountainbike scheint alles zu sein – aber kein Nischensport. Ein sehr deutlicher Hinweis darauf sind nicht nur die steigenden Zuschauerzahlen bei Rennen, sondern auch die jüngste Veröffentlichung der UCI, was die „Einschaltquoten“ angeht.

Derzeit werden die UCI-Worldcup-Rennen in 19 Länder ins TV übertragen, darunter Australien, Canada, Tschei, Dänemark, Schweden, die Slowakei und andere. Dort haben unglaubliche 39 Millionen Menschen die Rennen verfolgt.

Im Vorjahr waren das „nur“ 16 Millionen und in Deutschland konnten sich die großen und kleinen Sender wohl noch nicht durchringen, zwischen Ski, Fußball und Formel 1 einen Platz zu finden, schade.

Aber hier kann man ja immerhin die hervorragend aufbereiteten Livestreams von RedBull TV genießen. Einen Service, den Live 1,2 Millionen Menschen und als Video on Demand noch mal 800.000 in Anspruch nahmen – absolut beeindruckende Zahlen, wenn man überlegt, dass die Übertragungen deutlichen Mehrwert bieten, als z. B. Beiträge in der ARD-Mediathek: Zusatzmaterial und unbegrenzte Verfügbarkeit, auch International.

Dabei ist die Qualität, die Red Bull Media liefert, inzwischen sicherlich das Beste, was es auf dem Sportmarkt zu sehen gibt. Von daher freuen wir uns natürlich auch schon auf die Übertragungen dieses Jahres – die Renntermine stehen bereits fest.

Übrigens stellt Red Bull auch zahlreiche andere (Extrem-)Sportvideos online – also nicht nur für Fans des schnellen Geländerades eine Empfehlung wert…

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Disclaimer: Der Autor hat in der Vergangeheit auf zahlreichen Veranstaltungen von und mit Red Bull auf Einladung der Firma fotografiert. Und beabsichtigt das auch in Zukunft zu machen. So z. B. auch beim Worldcup in Albstadt 2015 😀

Ist Gravitation verhandelbar???

Für manche Mountainbiker scheinen andere Gesetze der Physik zu gelten, als z. B. für mich.

Vor allem die Gesetze der Gravitation scheinen, wenn auch nicht aussetzzbar, so doch durchaus verhandelbar zu sein. Anders kann ich mit den Frontflip von Tom can Steenbergen nicht erklären.

Gefilmt während der Produktion des neuen Anthill-Films „Unreal“, der im Sommer 2015 raus kommen soll – ich bin schon ganz gespannt:

 

How to make a sick edit

Von den Machern von „How to be a Mountainbiker“ und „How to be a Roadbiker“ gibt es ein überaus sehenswertes neues Video darüber, wie man am besten Videos macht…

Interessant ist, wie viele Punkte die Filmemacher treffen, die einem normal gar nicht auffallen. Sich aber offensichtlich wirklich zu einem „Standard“ gemacht haben. Und auch offensichtliche Einstellungen (Googles über Helm ziehen) kriegen ihr fett weg – sehr amüsant.

„British Cycling“ verbietet Action-Cams. Oder versucht es zumindest…

Ich bin heute morgen auf Twitter über einen Tweet von Rachel Atherton gestoßen, den ich etwas irritierend fand:

Ich hab mir deswegen das Ziel ihres Links mal angesehen und war schon milde erstaunt. Tatsächlich scheint es so, als würde man in Great Britain, ausgerchnet dem Land der omnipräsenten Überwachungskameras, genau diese verbieten wollen. Und zwar, um die Situation vollends kurios zu machen: Weil deren Aufnahmen wohl als Beweismittel in Prozessen nicht mehr auftauchen sollen:

It comes, we’re told, from British Cycling’s increasing nervousness about legal action following accidents at their events. Riders (allegedly) are using the footage as evidence to pursue legal claims against BC which is meaning they are being successfully sued.

Eine kurze Google-Suche hat noch keine andere Quelle dafür gefunden, dass Kameras wirklich verbannt werden sollen. Ich halte das aber für gut möglich und würde eine solche Regel in eine Reihe mit solchen stellen, über die ich im April vergangenen Jahres schon gebloggt habe.

Ich finde das wieder ein schönes Beispiel dafür, wie Funktionäre Sport im finanziellen Interesse ruinieren. Denn besonders der Rennrad und MTB-Sport lebt doch von den vielen POV-Filmchen, die ich mir auf Youtube ansehen kann. Und ich muss nur mal gucken, wie viele Fahrer heute auf der Cape Epic wieder mit GoPro unterwegs sind. Oder mal bei RedBull schauen, woraus viele deren Filme zusammen geschnitten sind. Und das ist auch gut so, denn die Abdeckung im Fernseh mit professionellen Filmteams ist ja jenseist der Tour de France eher Mau.

Den Bikern in Großbritannien wünsche ich die Stärke, sich gegen diese unsinnige Regel erfolgreich aufzulehnen. Und dem Radsport insgesamt wünsche ich viele tolle Aufnahmen und weniger wenig tolle Funktionäre.

Noch knappe 5 Monate

Noch knappe 5 Monate, bis zur Zillertal Bike Challenge 2014. Und wir haben beide unsere Startplätze zugesagt bekommen 😀

Inzwischen sind auch die Streckenpläne und Höhenprofile online und genau wie für die 4Peaks gibt es ein Teaser-Video:

http://www.youtube.com/watch?v=9dm0VTiDROI

Oh und wo wir gerade von der Four Peaks reden: Wir haben uns gestern die Videos angesehen… reizt ja schon, das mal für 2015 in den Plan zu schreiben 😀 Ob wir dann einen Monat später noch die ZBC ’15 fahren? 😉

Zum Bergtraining nach Frankreich – mit der Tacx zum Gipfel

Montags ist eigentlich Ruhetag in meinem Trainingsplan. Aber animiert durch den jüngsten Blogbeitrag von Daniel und getrieben von einem schlechten Gewissen nach der Currywurst mit großer Pommes, hab ich dann doch die Rolle herausgeholt. Rad drauf, hintern auf das Rad und ab dafür…

In den vergangenen Tagen bin ich zwischendurch immer wieder das Tacx-Video „Dordogne Valley CycleTour“ gefahren, das landschaftlich schön ist und eigentlich nur gemäßigte Steigungen und längere Abfahrten bietet. Da man sich aber ja fordern muss, und weil Daniel ja mit den Steigungen auf der Bkool-Fahrt gut was vorgelegt hat, habe ich heute die Tour „Gorges du Verdon“ gefahren. Zum Bergtraining nach Frankreich – mit der Tacx zum Gipfel weiterlesen