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Geismayr und Pernsteiner verteidigen BIKE Transalp-Titel | Süss und Stenerhag feiern Gesamtsieg in der Damenwertung | Termin für 2018 bestätigt

Riva del Garda, 22. Juli 2017 – Daniel Geismayr und Hermann Pernsteiner haben ihren Titel bei der BIKE Transalp powered by Sigma erfolgreich verteidigt. Der österreichische Meister und sein Landsmann saßen für die insgesamt 544,80 km und 17.987 Höhenmeter der Jubiläumsauflage, die über sieben Tage von Mayrhofen an den Gardasee führte, 22:43.02,2 Stunden im Sattel. Das österreichische Duo von Centurion Vaude ist erst das vierte Team, das seinen Vorjahreserfolg wiederholen kann.

 Die erfolgreichen Transalptitelverteidiger Pernsteiner und Geismayr © Miha Matavz
2017 BIKE Transalp powered by Sigma / Finish of 7th stage which led from Lavarone – Riva del Garda on July 22, 2017

Die finale Etappe von Lavarone nach Riva del Garda (79,12 km; 2.117 m) beendeten die alten und neuen Transalp-Champions als zweitschnellstes Team (3:08.45,2) direkt hinter ihren deutschen Teamkollegen Jochen Käß und Markus Kaufmann (3:08.44,4), die damit für eine perfekte Woche für den schwäbischen Rennstall sorgten.

Die Top-4 sicherte sich nicht nur jeden Etappensieg, sondern beendete die 20. Rennauflage der BIKE Transalp auch mit Platz eins und zwei im Gesamtranking.

Rang drei heute (3:09.52,7) wie auch im Endergebnis (22:52.36,4) ging an die Topeak Ergon Racing 1-Paarung Jeremiah Bishop (USA) und Kristian Hynek (CZE), die erst zwei Tage vor Start der einwöchigen Hatz über den Alpenhauptkamm als Team zusammengestellt worden waren.

Wie an den Tagen zuvor auch legten die dominierenden Fahrer der diesjährigen Transalp den Grundstein zum Erfolg in den Anstiegen.

Die Top-3 Teams der Transalp: Centurion Vaude 2 und 1 und Topeak Eargon © Miha Matavz
2017 BIKE Transalp powered by Sigma / Finish of 7th stage which led from Lavarone – Riva del Garda on July 22, 2017

Vor allem in den steilen Auffahrten präsentierten sich die Centurion Vaude-Fahrer in einer eigenen Liga – so auch heute auf dem Weg zum Passo Coé sowie dem Monte Faé, wo sich das Quartett dank guten Teamworks entscheidend absetzen konnten.

„Unsere Taktik ist heute wieder perfekt aufgegangen. Wir haben am ersten Anstieg ordentlich Tempo gemacht, damit wir eine Lücke bekommen zu den Verfolgern. Dann sind die anderen unten in der Fläche wieder herangekommen. Am letzten Anstieg haben wir dann wieder Ernst gemacht und sind weggefahren. Der Sieg war nie Gefahr. Das war ein super Gefühl heute, mit dem ganzen Team vorne wegzufahren“, so Pernsteiner.

Der 26-Jährige weiter: „Der erste Sieg ist natürlich immer etwas Besonderes. Es ist schwer, einen Titel zu verteidigen, aber das war unser Ziel. Wir haben gewusst, dass wir es drauf haben, nachdem die Saison schon dementsprechend gelaufen ist.“

Sein Mitstreiter Geismayr fügte noch an: „Es tut gut, mit dem zweiten Titel zu bestätigen, dass der erste Sieg letztes Jahr kein Zufall war. Das ist schon eine Genugtuung.

Wir fahren jetzt seit drei Jahren im Team zusammen und wissen genau, was wir wann tun müssen. Das hat uns mit Sicherheit noch stärker gemacht.“

Zur Dominanz des Centurion Vaude-Rennstalls in diesem Jahr meinte der WM-Dritte aus diesem Jahr: „Wir haben gezeigt, dass wir zu den Besten gehören.“

Meerendal CBC dominiert Damenwertung

Die Damensieger Esther Süss und Jennie Stenerhag © Miha Matavz
2017 BIKE Transalp powered by Sigma / Finish of 7th stage which led from Lavarone – Riva del Garda on July 22, 2017

Bei den Damen feierten Esther Süss (SUI) und Jennie Stenerhag (SWE) ihren Titel ebenso eindrucksvoll, nachdem das Team Meerendal CBC auch am siebten Renntag ungeschlagen blieb (4:05.27,1).

Für ihren dritten bzw. ersten Transalp-Sieg benötigten die Schweizerin und ihre schwedische Teamkollegin insgesamt 29:33.43,7 Stunden.

„Es ist natürlich super, wenn man nach zwölf Jahren wieder die Transalp fährt und gewinnt. Wir hatten eine super Woche, ohne Defekte, ohne Stürze“, so die 43-Jährige, die im März in Südafrika bereits mit Stenerhag das Cape Epic gewonnen hatte.

„Es wäre schön, wenn bei der Transalp mehr und stärkere Frauenteams am Start wären, denn es ist definitiv machbar. Allerdings sind die Anstiege hier richtig lang, was viele abschreckt“, so Süss abschließend.

Eine Aussage, die auch die 42-jährige Stenerhag, erst seit diesem Jahr ihre Teamkollegin, so bestätigte: „Ich habe noch nie so viele Anstiege hinter mich gebracht. Ich bin sehr, sehr müde, aber auch sehr, sehr glücklich.“

Wertungsführende setzen sich durch

In der Masterklasse sicherten sich Ex-Weltmeister Massimo Debertolis (ITA) und der beinamputierte Costa Ricaner Dax Jaikel von Wilier Force 7C ihren Gesamtsieg (24:55.06,9) ebenfalls mit dem siebten Sieg in Folge in 3:25.06,7 Stunden.

In der Mixed-Kategorie fuhren Silke Ulrich (GER) und Sascha Schwindling (GER) vom Team Herzlichst Zypern 1 nicht nur ihren sechsten Tageserfolg ein (3:38.07,3), sondern auch ihren dritten Titel nach 2014 und 2015 (26:53.08,0).

In der Grand Masters-Wertung unterstrichen Thorsten Damm (GER) und Peter Vesel (SLO) vom Scott Fahrradladen Gudensberg mit ihrem vierten Etappenerfolg heute (3:41.20,6), dass sie das grüne Trikot zu Recht an den Gardasee getragen haben (26:15.03,1).

Weitere Informationen stehen auf der Event-Homepage zur Verfügung.

Packende Finals: Simon Stiebjahn und Clara Brehm holen Sprint-Titel

Vor einer tollen Zuschauerkulisse gingen am Freitagabend in Bad Salzdetfurth die ersten Entscheidungen der Deutschen Cross-Country-Meisterschaften über die Bühne. Bei den Damen holte sich sensationell die Juniorin Clara Brehm das Meister-Jersey im Eliminator Sprint. Simon Stiebjahn gewann zum zweiten Mal nach 2014 DM-Gold in dieser Disziplin. 

(c) Kuestenbrueck

Nie gewann er den Startsprint bis zur ersten 180-Wende, im Halbfinale wäre er um Haaresbreite im Zweikampf gegen Felix Klausmann  (Hausach) rausgeflogen, doch am Ende triumphierte Simon Stiebjahn (Titisee-Neustadt) mit aller seiner Erfahrung, seinem Stehvermögen und seiner Fahrtechnik.

Der Schwarzwälder war auch im Finale der besten Vier nie an erster Position. Erst auf der Zielgeraden jagte er mit dem größten Punch noch an David Horvath (Freiburg) vorbei und gewann eine Rad-Länge Vorsprung seinen zweiten Sprint-Titel nach 2014. 

Zuvor hatte es etliche turbulente Renn-Situationen gegeben. Der Qualifikations-Schnellste Niklas Schehl war als Erster an der ersten Wende, doch David Horvath schnitt gerade in die Kurve hinein, dass Schehl die Bande touchierte und ausklicken musste.

Diese Situation nutzte Julian Schelb (Münstertal) aus der dritten Position heraus, um die Führung zu übernehmen, während sich Stiebjahn vor seinem Bulls-Teamkollegen Schehl an die dritte Stelle setzte.

In der zweiten Runde war es wieder Horvath, der diese 180-Grad-Wende zu einer harten Attacke nutzte, Schelb dabei touchierte und vorbei gehen konnte. 

„Ich bin schon ganz innen gefahren, da war eigentlich kein Platz mehr“, sollte Julian Schelb diese Szene später kommentieren, während Horvath fand, dass man „im Sprint mit einer gewissen Härte“ fahren müsse. 

Schelb fiel durch Horvaths Manöver an die dritte Stelle zurück und Stiebjahn versuchte sich ans Hinterrad von Horvath zu heften. Das gelang dem Allrounder auf der vorletzten Geraden auch. 

Auf der Zielgeraden zeigte Stiebjahn großes Stehvermögen und schoss auf den letzten Metern noch an seinem Konkurrenten vorbei, dem wie 2016 nur die Silber-Medaille blieb. 

„Ich bin überwältigt und erst mal noch sprachlos“, sagte Stiebjahn. So sprachlos war er dann aber dann doch nicht. „Die anderen waren eigentlich besser, wie man in der Quali gesehen hat, wo ich nur Zwölfter geworden bin. Aber Finals haben ihre eigenen Gesetze, da muss man auch clever fahren. Ich wusste, dass ich von Lauf zu Lauf besser werden würde“, erklärte Stiebjahn. „Ich hatte im Halbfinale Glück, aber ich habe meine Chance genutzt. Die Kulisse hier war super, das war eine Werbung für den Sport.“ 

David Horvath gratulierte Stiebjahn. „Klar wollte ich gerne den Titel, aber Stiebi war besser. Für die Zuschauer haben wir eine geile Show geliefert.“ 

Julian Schelb, der 2015 in einem Weltcup-Sprint schon mal Fünfter war, ärgerte sich ein wenig über die entgangene Chance auf mehr als Bronze. „Es ist schon schade. Ich bin zwar schon lange keinen Sprint mehr gefahren, aber ich wusste, dass ich hier mit einer Medaille weggehen werde. Der Angriff von David war hart, aber es gehört im Sprint natürlich auch dazu.“

Für Niklas Schehl blieb nur Rang vier und er war entsprechend enttäuscht. Für ihn war die Aktion gegen ihn nicht in Ordnung. „Ich denke im Finale waren alles super Fahrer, da hätte man schon etwas softer agieren können. Irgendwie habe ich bei Deutschen Meisterschaften immer Pech, ich hätte mich über eine Medaille riesig gefreut“, meinte Schehl enttäuscht, der alle seine Läufe bis ins Finale dominiert und mit elegantem Fahrstil überzeugt hatte. 

Damen: Clara Brehm zittert und gewinnt

Nicht weniger Spannung boten die Damen. Und eine echte Sensations-Siegerin. Clara Brehm drückte der Konkurrenz ihren Stempel auf. Sie lieferte die schnellste Qualifikations-Zeit ab, fuhr Viertel- und Halbfinale jeweils souverän von vorne und nutzte im Finale einen kleinen Fahrfehler von Katleen Bock (Hülben) zur entscheidenden Attacke. 

„Ich wusste, Sprint liegt mir. Ich mag so kurze Distanzen, aber ich konnte im Vorfeld die Konkurrenz im Vorfeld natürlich nicht einschätzen“, erklärte Clara Brehm. Dass sie als Juniorin im jüngeren Jahrgang auch das Stehvermögen über alle Finalläufe hinweg haben würde, das hätte zu Beginn wohl auch kaum jemand gedacht. 

Der Kampf um den Titel wurde auch noch zu einer hauchdünnen Entscheidung. Lena Putz kam aus der zweiten Position auf der Zielgeraden mit immenser Power angeschossen, doch eine Reifenbreite genügte Brehm zu ihrem Sensations-Titel. Das Zitat des Götz von Berlichingen fiel ihr als Erstes ein als ihr Sieg feststand.

„Ich habe mich umgedreht und schon noch ein bisschen gezittert. Das ist der Hammer. Damit habe niemals gerechnet, auch nicht als ich die schnellste Quali hatte“, kommentierte die 17-jährige aus dem bayrischen Waldaschaff. 

Dass mit Katleen Bock eine zweite Juniorin im Finale stand, war bemerkenswert. Ihr fehlte nach ihrem kleinen Hinterrad-Rutscher einfach die Kraft um sich gegen Lena Putz (Hutthurm) und Susann Frey zu behaupten. 

Lena Putz hätte sich zwar über ihren erste Sprint-Meister-Titel gefreut, doch sie nahm es sportlich. „Ich hatte ein zu schlechtes Zeitfahren und daher immer eine schlechter Position am Start. So ist das. Aber ich fand es war ein geiler Event und Bad Salzdetfurth hat uns eine tolle Strecke geboten“, sagte Putz. 

Mit Susann Frey (Warmbronn) stand eine weitere große Überraschung auf dem Podest. „Ich kann das noch gar nicht glauben. Ich wusste zwar, das sich sprinten kann, aber mit einer Medaille habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich bin ganz ohne Erwartungen hierher gekommen“, sagte die 21-Jährige. 

 

Packende Duelle, großartige Manöver, hauchdünne Entscheidungen, sportliche Dramen, die sechsten Deutschen Meisterschaften im Eliminator Sprint hatten alles, was den Sport attraktiv macht. Und eine Kulisse an der Lamme, die für eine lautstarke und großartige Atmosphäre sorgte. 

 

Nicht erst im Finale, sondern schon in den Läufen zuvor gab es tollen Sport zu sehen und bisweilen sogar Szenen-Applaus für gelungene Überhol-Aktionen. 

RS 1 – eine Erfolgsnummer?

Ich bin ja großer Fan des RS 1 und ähnlicher Projekte.

Jetzt hat die Metropole Ruhr einen Image-Film veröffentlicht, der einen interessante Satz enthält, der die gesamte gesellschaftliche Sprengkraft von Radschnellwegen ausdrückt:

(bei ca. 1200 Radfahrern täglich) „das besonders Spannende: Wir können die Berufsverkehrzeiten sehr deutlich ablesen“

Eines der Gründe für den RS 1 ist ja eben die Entlastung der Umwelt und Autobahn, in dem man Menschen die Möglichkeit nutzt, im Ruhrgebiet schnell und sicher mit dem Rad von A nach B zu kommen.

Das das schon so (deutlich) genutzt wird, wo erst ein kleiner Teil überhaupt gebaut ist, ist durchaus beeindruckend.

Und beweist: Die Mobilitätswende ist längst da. Und wird nur von den Großen in Wirtschaft und Politik verschlafen.

Garmin Fenix 5x – Ein Zwischenbericht

Seit knapp einem Monat spiele ich jetzt mit der Garmin Fenix 5X (Amazon). Und ich bin nach wie vor sehr angetan.

Was mir am Besten gefällt ist vor allem die wirklich lange Akku-Laufzeit, selbst wenn man wie ich gerne mit der Uhr spielt. GPS ist (wenig überraschend) das was am meisten Strom zieht, ansonsten ist die Uhr extrem genügsam.  Auch wenn man die Pulsmessung dauerhaft an hat.  Gar kein Vergleich zur Apple Watch oder anderen Gadgets.

Was auch sehr gut funktioniert ist „MoveIQ“, also das automatische erkennen von Bewegungsabläufen: Meine Sportarten werden zuverlässig als solche erkannt.

Ebenfalls positiv ist das Wachstum der Apps und Widgets im Garmin eigenen App-Store.  Lediglich eine native Geocaching-App fehlt mir noch.

Ebenfalls überraschend gut funktioniert die Erkennung komplizierter Bewegungsabläufe, wie z. B. Wendemanöver beim Schwimmen. Auch das Betätigen der Tasten bei Nässe ist keine echte Herausforderung für die Uhr.

Also alles Taco?

Mitnichten, denn wo so viel Licht ist, ist natürlich auch Schatten:

Es gibt einige Dinge, die an der Fenix 5x noch nicht zu Ende gedacht oder zu Ende entwickelt sind. Das ist teils verzeihlich, denn die 5x betritt ja durch die Integration von Karten und Co auch ein Stück weit Neuland. Allerdings sind andere Probleme schon länger vorhanden und könnten langsam mal gelöst werden:

Das vermutlich größte Ärgernis ist, dass sich die verschiedenen Garmin-Geräte nicht austauschen. Das ist nicht verständlich, weil jedes Gerät sich mit der Garmin Connect-App und der Connect-Website synchronisiert.

Wie kann es also sein, dass ich sehr regelmäßig trainiere und die Fenix sagt, es gäbe keinen Trainingszustand?

Die Erklärung ist, dass z. B. die vom Edge aufgezeichneten Bike-Einheiten hier keinen Einfluß nehmen.

Jetzt könnte man natürlich sagen, jedes Gerät berichtet nur in Richtung App, nicht aber von der App ins Gerät. So einfach ist das aber nicht, weil die Bewegungszeit tatsächlich über die Geräte hinweg synchronisiert wird.

Diese halbherzige Synchronisation führt dazu, dass Trainingspeak 2.0 auf der Fenix völlig unbrauchbar ist – wenn man nicht nur die Uhr für den Sport nimmt. Sondern eben auch spezialisierte Geräte.

Auch nervend ist, wenn Garmin aus meiner Schritt-Zahl ableitet, heute sei ein Tag mit unterdurchschnittlicher Bewegung – und dabei die 150km Rennrad ignoriert.

Hier hat Garmin noch einiges zu korrigieren. Vor allem müssen die Geräte endlich den Datenbestand komplett austauschen. Das gilt auch für HFV und Co.

Übrigens, Garmin Connect App: Vielleicht könnte Garmin auch noch mal darüber nachdenken, der App einen lokalen Cache zu installieren. Dass ich die Uhr nur per Bluetooth mit der App synchronisieren kann, wenn die wiederum via UMTS oder WLAN im Internet ist. Das ist müssig, wenn man mal im Funkloch sitzt.

Ebenfalls nachbessern muss Garmin in der Navigation. Hier stören mich vor allem zwei Dinge:

Das Erste ist, dass die Uhr Karten falsch interpretiert. In Köln zum Beispiel werden Domplatz und Co als nicht begehbare Fläche erkannt und die zuführenden Wege als Sackgasse. In der Folge will einen die Uhr weiträumig umleiten.

Überhaupt ist die Zieleingabe eine echte Schwäche. Warum kann ich denn nicht in der App nach Adressen suchen und die dann an die Uhr übertragen? Warum ist das WGS84-Format abweichend von allen(!) anderen Garmin-Devices ausgeführt?

Die Basis-Funktionen wie Ort speichern, POI in der Nähe finden etc. funktionieren natürlich problemlos. Aber wenn ich erst eine Adresse mit dem Handy suchen muss, dann eine Website zum Umrechnen in GPS-Koordinaten und die dann über die Tasten eingeben muss… das ist echt nicht 2017.

Wobei, und hier kommen wir mal wieder zu den positiven Dingen des Lebens:

Die Bedienlogik über die Tasten ist nach kurzer Eingewöhnungszeit wirklich durchdacht. Niemand vermisst den Touch-Screen, wenn er die Idee der 5 verstanden hat. Was aber niemanden, der die die Uhr zum ersten Mal sieht, davon abhält über das Display zu wischen 😉

Im Zwischenfazit ist die Garmin nach wie vor die beste Sport-Smartwatch, die mir je untergekommen ist.

In der Bedienung zeigen sich aber, vor allem in der zugehörigen App, Mängel und nicht alle Funktionen scheinen ausgereift. Da das alles aber Software ist, steht hier Nachbesserungen nichts im Wege.

Außer vielleicht der Tatsache, dass gerade die Software immer die Schwachstelle von Garmin-Geräten war 😉

Radon Slide Carbon 160 9.0 – Ein Zwischenbericht

Nachdem ich ja gerade den Zwischenbericht zum Canyon gepostet habe, wollte ich auch noch mal kurz das Slide updaten.

Zur Erinnerung: Nachdem ich mit dem Hardtail auf den Trails rund um Saalbach und Leogang unterwegs war, sollte was mit mehr Federweg ins Haus.

Nach relativ kurzer Suche, wegen der berühmten Liebe auf den ersten Pedaltritt, wurde es das Radon Slide Carbon 160 9.0.

Und sehr schnell  war klar: Das Bike ist eine Spaßmaschine. Natürlich nicht sprintstark oder so, dafür bügelte es bergab dank guter Dämpfer & Gabel – Kombination so ziemlich alles weg.

Inzwischen hat es 350km überwiegend bergab auf dem Tacho und das schließt Besuche in Trailparks und Bikeparks mit ein. Also Zeit noch mal auf das Bike zu schauen.

Das allererste, was ich damals gemacht habe war, die Schläuche raus zu nehmen. Die DT-Swiss Felgen sind ab Werk Tubeless-Ready und passende Ventile liefert Radon gleich mit. Durch den Umbau konnte ich die fetten Hans-Dampf-Pellen mit deutlich weniger Druck fahren, was den Gripp nach oben schob. 🙂

Etwas ärgerlich war die Shimano XT M8000 in 2016: Ich hatte das Pech eine Kombo am Bike zu haben, die den viel verfluchten wandernden Druckpunkt hatte. Das fand ich absolut Sch….ade, denn die XT ist ja meine Standard-Bremse an allen MTB.

Nach einiger Kommunikation mit Shimano flog sie dann aber vom Bike und wurde gegen eine Saint ausgetauscht. Die Idee dahinter war ja, dass ich mit meinem hohen Eigengewicht eine wirklich kräftige Bremse brauche. Und ich sag mal so: Die Saint hat mehr als genug Power.

Übrigens: bei dem 2017er Canyon ist die verbaute XT völlig unauffällig. Auch bei langen Abfahrten.

Was mir von Anfang an gar nicht an dem Slide gefallen hat, war die Kombination der 36/26-Kurbel mit der E13-Kettenführung. Abgesehen vom spürbaren Mehrbedarf an Kraft durch die Reibungserhöhung ist mir die Kette ein paar mal so abgesprungen, dass ich sie nur mit Werkzeug wieder drauf bekam. Schuld daran ist meiner Meinung nach die Kettenführung selbst gewesen.

Da ich das Slide eh als Enduro und nicht als All-Mountain sehe, ist die 2-fach-Kurbel runter geflogen und gegen eine 1-fach mit 30 Zähnen getauscht worden. Um den Verlust des 26er Kettenblattes zu verschmerzen habe ich die 11-40-Kassette gegen die 11-46 getauscht, die ehedem am Canoyn war. Das führt zu einem Übersetzungsverhältnis von 1:1,46 statt 1:1,68

Die Kassette bringt 69 Gramm mehr auf die Wage. Dafür spart die Kurbel dann 49 Gramm. Die Bremse haut noch mal 130 Gramm drauf, dafür ist die Kettenführung mit 190 Gramm weg. Insgesamt sparte mir der Umbau 200 Gramm.

Das ist nicht viel. Aber so kommt das Rad jetzt auf ein Kampfgewicht von 12,4 Kg. Das ist nicht nur für ein Enduro ein verflucht guter Wert. Vor allem Verglichen mit den 11,2 Kg des Canyon wird klar, dass Radon hier ein extrem gutes Bike auf den Markt gebracht hat.

Ich möchte gar nicht wissen, wie viel ich noch sparen könnte, wenn ich wie am Canyon die schmalen und leichteren Reifen verbauen würde und die versenkbare Sattelstütze weg lasse.

Und meine eigenen Erfahrungen unterstreichen das: Seit das Radon im Haus ist, fiebere ich gutem Wetter entgegen und der Möglichkeit „mal eben“ in einen Trail- oder Bikepark fahren zu können.

Fazit: Wer ein „All-Mountain taugliches“ Enduro sucht, dass ausgesprochen leicht ist, gut läuft, dem Fahrer viel verzeiht und gleichzeitig eine Spaßmaschine ist:

Das Slide Carbon ist die Eierlegende Wollmilchsau unter den Rädern.

Canyon Lux CF 7.9 Race – Ein Zwischenbericht

Vor ein paar Wochen hatte ich mir ja eher spontan ein Canyon Lux 7.9 Race gekauft (hier die Website von Canyon). Inzwischen habe ich knapp 400 km mit dem Bike geradelt – Zeit für ein kleines Zwischenfazit.

Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Das Bike ist ein Spaß-Garant!

Auf gerader Strecke nicht so pfeilschnell wie das Bergamont Revox oder gar das Trek ProCaliber von Julia. Aber ausreichend 😉

Dafür ist es auf den Trails absolut genial. Durch die entsprechende Geometrie ist es sehr verspielt und zirkelt um deutlich engere Kurven als die beiden Anderen. Sowohl bergauf, als auch bergab.

Aber auch wenn sich die technische Ausstattung bei Canyon ja total gut las, ein paar Haken hatte das Bike dann doch:

1. Die Reifen

Ab Werk kam das Bile mit Conti RaceSport. Und ich liebe Conti. Das Problem war, dass ich die Mistdinger einfach nicht Dicht bekommen habe. Das Problem kenn ich ja von Conti schon, deswegen habe ich dann doch schweren Herzen Schwalbe aufgezogen. Und ihr könnt mir sagen, was Ihr wollt: Die sind auf trockenem, losen Boden nicht annähernd so bissig wie die Conti. Aus Pannenschutzgründen habe ich die TLE, nicht die Snake-Skin gewählt:

Wir wissen inzwischen, dass die Snake-Skin zwar auch extrem leicht auf TL umzurüsten sind (ist am Trek so passiert), aber dass sie eben auch deutlich empfindlicher z. B. auf Dornen reagieren. Und da ich eh nicht der filigranste unter den Fahrern bin…. 😉

 

2. Die Schaltung

Das Lux war mein erstes 1×11-Bike und ich war skeptisch, wie ich mit der Schaltung zurecht kommen würde. Und gerade die war eine herbe Enttäuschung.

Zuerst war mir nicht klar, was mich eigentlich so ansickt. Doch inzwischen kann ich sagen, dass es die XT-Kassette 46-11 ist. Bzw. die Abstände  zwischen den großen Ritzeln: 46-37-32-28

Das führte dazu, dass ich immer das Gefühl hatte, entweder einen zu leichten oder zu schweren Gang zu erwischen.

Jetzt habe ich mal eine SunRace-Kassette 50-11 installiert. Dort ist die Abstufung: 50-42-36-32-28 und ich bin mal gespannt ob das Besser ist. Die 46-11 wandert auf das Enduro, dass ich demnächst auf 1-fach umbaue.

Die SunRace ist natürlich riesig und mit 527 Gramm auch 50 Gramm schwerer als die XT. Andersherum kann man auch sagen, sie ist nur 50 Gramm schwerer und da ich schon bei den Reifen nicht so auf das Gewicht geachtet habe…

3) Der Rahmen

Offensichtlich spart man heute wo man kann: Das Lux ist top verarbeitet (unser Team-Schrauber ist voll des Lobes), aber offensichtlich nicht bis ins Letzte durchdacht:

Obwohl der Rahmen für eine Innenverlegung vorgesehen ist, laufen die meisten Leitungen auf dem Rahmen.  Sieht man ganz oben auf dem Bild gut.

Und das ist ein Problem:

Denn der Lack ist so dünn, das schon jetzt überall dort, wo Leitungen in rauem Gelände aufschlagen können, Macken im Lack sind.

Ich habe jetzt überall da, wo das passieren kann, Folien aufgeklebt. Bin aber ehrlich gesagt ein bisschen agepisst, weil das ja eigentlich nicht sein kann. Da muss ich doch als Hersteller entweder den Lack so aufbringen, dass er deutlich weniger empfindlich ist – oder die Leitungen anders verlegen.

Denn gerade das Lux ist ja kein Bike für die Straße. Das es da schon mal rauer wird, sollte klar sein.

4. Das Gewicht:

Mit den serienmäßigen Laufrädern, der fetten Kassette und ansonsten weitestgehend im Originalzustand kommt das Bike auf aktuell 11,21 KG

Das ist etwas schwerer als das Revox und deutlich schwerer als das Trek. Dafür nur etwas leichter als das Enduro. Für ein Marathon-Bike eigentlich schon recht schwer.

Interessanter Weise merkt man das kaum. Denn vor allem im Antritt bergauf ist es um ein vielfaches besser zu beschleunigen, als das Enduro, dass Stand heute (vor dem finalen Umbau) bei 12,5 kg liegt – was allerdings für so ein Bike schon ausgesprochen gut ist.

Fazit

Ich ärgere mich über den Lack. Aber das ist echt das Einzige, was ich wirklich an dem Bike auszusetzen habe. Das ich mit der Kassette nicht so glücklich werde, ist sicherlich eine Frage der Gewohnheit Und ich bin mal gespannt wie die sich am Enduro (28er Kurbel) macht, im Vergleich zu der 32-Kurbel am Lux.

Insgesamt aber muss ich sagen, dass das Canyon Lux sein Geld echt wert ist. Die Verarbeitung ist top, der Rahmen ausgesprochen Steif und auch mit meinem Gewicht von 95kg nicht überfordert.

Was das Verblüffenste ist, mit welcher Leichtigkeit es auch bergab etwas härtere Trails mit Stufen, Kickern und Wurzeln meistert. Das führt zu der lustigen Situation, dass Besuche auf Trails, auf denen ich sonst nur mit dem Radon oder Bergamont war, zu wilden Strava-PR-Sammelaktionen werden:

In der Zusammenfassung:

Wer nicht auf jedes Gramm schaut und ein wendigs und vortriebsstarkes Race Dully sucht, der ist mit dem Lux gut beraten.

Mal wieder ein Fall von Selbstverletzung (mit Todesfolge)

Manchmal ist es echt nicht zu fassen.

Wieder ist ein Radfahrer von einem PKW-Fahrer tödlich verletzt worden. Wobei, eigentlich kann der Fahrer gar nichts dafür und der Tod hat auch nix mit dem Unfall direkt zu tun.

Aus den KA-News:

In einer langgezogenen Rechtskurve fuhr der Pkw von hinten auf den Radfahrer auf und schleuderte ihn auf die Fahrbahn.

Wohlgemerkt: Der PKW fuhr auf den Radfahrer auf. Nicht der PKW auf das Rad und nicht der PKW-Fahrer auf den Radfahrer. Sondern ganz bewußt der PKW auf den Radfahrer. Ach hätte der PKW-Fahrer doch nur irgendwas tun können. So wie das Sichtfahrprinzip einhalten. Oder langsamer fahren. Oder oder oder. Aber seine Möglichkeiten waren beschränkt, denn es war der PKW, nicht er.

Übrigens wurde laut Zwischenüberschrift der Radfahrer weder vom PKW noch PKW-Fahrer getötet. Das war er schon ganz alleine, irgendwie – zumindest laut Zwischenüberschrift:

Tödliche Verletzungen zog sich am Samstagmorgen um 7.45 Uhr ein Radfahrer auf der L608 zwischen Malsch und Freiolsheim zu.

Könnten wir mal aufhören, so Autofahrer-freundliche Artikel lesen zu müssen? Wieso steht da nicht, dass der PKW-Fahrer  den Radfahrer anfuhr und dieser an den Folgen des Unfalls  gestorben ist?

Statt dessen wird ein  Mal mehr der PKW-Fahrer aus der „Schusslinie“ genommen und der Radfahrer zog sich halt selbst die tödlichen Verletzungen zu.

Ekelhaft, diese autombilfreundliche Berichterstattung.

 

Deutscher Kommentar auf redbull.tv / Drei SWR-Beiträge zum Albstadt-Weltcup

Novum bei der fünften Auflage des UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano in Albstadt: Der Livestream redbull.tv wird erstmals zusätzlich in Deutsch kommentiert. Und der SWR kündigt drei Beiträge zum MTB-Highlight im Bullentäle an.

 

von links: Stephan Salscheider, Mike Kluge und Sven Simon 2016 beim Kommentieren im Bullentäle ©Benno Dietrich
von links: Stephan Salscheider, Mike Kluge und Sven Simon 2016 beim Kommentieren im Bullentäle ©Benno Dietrich

Zum ersten Mal überhaupt werden die vom Red Bull Media House großartig produzierten Bilder des Weltcups in deutscher Sprache kommentiert. Neben dem üblichen englischen Kommentar von Rob Warner und Bart Brentjens fungiert Christopher Ryan als Sprecher in deutscher Sprache. Ihm zur Seite steht die deutsche MTB-Legende Mike Kluge.

 

Nach wie vor ist Kluge der letzte deutsche Sieger eines (Elite-)Weltcup-Rennens (1993) bei den Herren. Seinen Nachfolger wird er kaum kommentieren dürfen, vielleicht aber einen Fahrer, respektive Fahrerin auf den Podiums-Plätzen. An Expertise wird es der Kombination jedenfalls nicht mangeln.  

Der Stream läuft wie gewohnt auf redbull.tv. im Internet.

 

Der SWR hat gleich drei Sende-Termine mit Bezug zum Albstadt-Weltcup angekündigt. Am Samstag, 27. Mai wird um 19.30 Uhr in SWR Aktuell Baden-Württemberg ein Hintergrundstück zu Sabine Spitz gesendet, die mit Platz zwei in Nove Mesto viel Hoffnung für den Heimweltcup gemacht hat.

Am Sonntag, 28. Mai berichtet der SWR um 19.30 Uhr in SWR Aktuell BW und noch mal mit einem Beitrag in Sport im Dritten ab 22.15 Uhr.

Garmin Fenix 5x

Schon länger schaue ich mir recht aufmerksam den Markt der „Wearables“ an. Privat trage ich ein Garmin VivoSmart (Link zu Amazon) HR-Armband und fand das bisher auch völlig ausreichend.

Allerdings habe ich natürlich schon länger mit Smartwatches geliebäugelt. Wobei ich keine Apple Watch suche, die nichts ohne Handy wirklich kann. Sondern eher was robustes für Draußen und vor allem für den Sport: Biken, Klettern, Schwimmen, Laufen, Cachen… das alles wäre schon geil gewesen.

Gab es aber nicht. Natürlich gab und gibt es GPS-Uhren und ich habe einige ausprobiert, wie z. B. die Garmin VivoActive Sport (Link zu Amazon) oder die Suunto Ambit 3 (Link zu Amazon). Aber so wirklich begeistern konnte mich keine. Alle gingen zurück, es blieb beim Armband.

Um so gespannter war ich, als der UPS-Mann mir am Donnerstag ein Paket von Garmin brachte.

Und darin in einer wunderschön schlichten, aber eleganten Verpackung verbarg sich Garmins aktuelles Meisterstück:

Die Fenix 5X in der Version mit Metallarmband und Saphirglas.

Mit dabei ein zweites Armband aus schwarzem Silikon, ein USB-Ladekabel und eine kurze Anleitung – die vor allem den Hinweis enthält, das Metall-Armband bitte nur von einem Fachmann kürzen zu lassen 😉

Die Inbetriebnahme der Uhr gelingt völlig problemlos über die Garmin App oder Garmin Connect am PC.

Die Bedienung gelingt über die insgesamt 5 Tasten nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr gut. Gibt man die Uhr allerdings jemadem, der nicht Garmin gewohnt ist, folgt schnell die Ernüchterung: Kein Touchscreen.

Das dürfte allerdings dem doch sehr festen Sapphir-Glas geschuldet sein und auch nur mit den Tasten kommt man gut zurecht. Zumal man einiges eh lieber am PC machen möchte. Wie z. B. die Eingabe des WLAN-Passworts.

Damit sind wir auch schon bei der Ausstattung:

Die Fenix 5x kommt daher mit

  • GPS & Glonass
  • Bluetooth (zur Verbindung z. B. mit dem Smartphone)
  • WLAN (zur Verbidung mit Garmin Connect, eigentlich überflüssig bei BT-Verbindung zum Smartphone)
  • ANT+ für die üblichen Verdächtigen
  • Display mit 240×240 Pixel, Vollfarbe, 1,2 Zoll
  • 12 GB Ram, davon ca 6GB frei, wenn man alle Karten installiert hat
  • Maps für Europa, Asien, Nord- und Südamerika, Pazifik

Das ist übrigens das Besondere an der 5x: Als einziges Modell der Fenix5-Reihe verfügt die Uhr über eine Kartendarstellung.

240×240 Pixel auf weniger als 1,5 Zoll und Karte, geht das?

Es geht, und das sogar sehr gut!

Im Vergleich zu den anderen Uhren der Fenix5-Serie kann sie dann auch nicht 200 Punkte sondern 10.000 Punkte im Log speichern und 100 Tracks.

Wobei Garmin da eh einen eigenen Weg geht und leider schon immer geht: Gleichwohl die insgesamt 12 GB reichen, werden die Speicherplätze für Track-Punkte, Tracks und auch für Add-On von Garmin Connect IQ künstlich beschränkt.

Völlig unverständlich, warum das passiert und 2017 auch nicht mehr zeitgemäß.

Ebenfalls nicht zeitgemäß und unverständlich ist noch etwas. Zwar kann ich über die Fenix wie auch über die Armbänder die Musik-Wiedergabe an einem Smartphone remote steuern.

Warum aber kann ich keine Bluetooth-Kopfhörer an der Fenix koppeln und einfach MP3 direkt auf der Uhr ablegen? Speicher ist genug da und neben all der Technik noch einen MP3-Player zu „spendieren“ dürfte keinen finanziellen Unterschied machen.

Anyway,

ansonsten kann die Uhr alles, was man erwarten würde und was auch ein Edge 820 kann: Group Track, Smart Notifications; (Roundtrip-)Navigation, Tracking, Leistungstests und so weiter. Neben dem Radsport wird dann allerdings auch noch so ziemlich jede andere Sportart unterstützt: Bergsteigen, Schwimmen, Laufen, Golf, nennt was und ich sage Euch es geht 😉

Aber wo ich gerade Edge 820 schreibe: Der Kern der UHR ist ja ihre GPS-Funktionalität. Also wollte ich heute mal testen wie gut die wirklich ist und habe 3 Geräte mit auf den Trail genommmen: Die Fenix5x am Arm, das Edge 820 am Lenker und das GPSmap 64s als Referenz am Rucksack.

Dabei durften Edge und Fenix nur GPS, das GPSmap auch Glonass verwenden. Der Trail führte überwiegend durch wirklich dichten Wald.

Relativ schnell ist mir aufgefallen, dass die Fenix im Zweifel lieber einen Höhenmeter mehr zählt, als einen zu wenig.

Am Ende meiner ersten Runde war der Unterschied auf den Geräten deutlich, nach der zweiten Runde logischer Weise noch größer. Interessanter Weise nivellierte sich der Unterschied nach dem Upload auf Garmin Connect:

Der oberste Eintrag ist die Fenix 5X, der zweite das Edge 820 und der Dritte das GPSmap64s (Link zu Amazon) – wie man sehen kann liegen alle 3 Geräte beieinander. Aus meiner Erfahrung heraus ist das GPSmap das Genauste und der Eindruck, dass die Fenix 5x lieber einen Höhenmeter zu viel als zu wenig speichert, kann man da gut sehen.

Was man auch sehen kann ist, dass bei den Distanzen das Edge am großzügisten ist, während die Fenix nah an den Referenz-Wert kommt.

Die Durchschnittszeit darf nicht mit dem Edge verglichen werden, da das Edge auf Auto-Pause stand, während Fenix und GPSmap durchliefen.

Auf der Karte verglichen sind sowohl Fenix als auch Edge ziemlich gleich auf. Das eine Gerät weicht hier mal ab, das andere da:

Die Abweichung der Tracks betrug im Maximum etwas über 30 Meter:

Gleiches gilt auch, wenn ich das GPS-Map zu schalte, dass als einziges GPS und Glonass verwenden durfte:

Spannend fand ich auch die Frage nach der Pulsmessung: Die Fenix misst ja auf der Haut, während das Edge einen Brustgurt braucht.

Zu meiner erheblichen Verblüffung liegen beide sehr nah bei einander, trotz der teilweise geknickten Handhaltung und der anderen Unwägbarkeiten bei der Hautmessung:

Edge:

Fenix:

Interessant in den beiden Grafiken ist übrigens, dass Garmin wohl keine Korrektur-Funktion für die Temperatur in der Fenix 5x verwendet. Die von der Uhr ermittelte Temperatur überstieg die des Edge und des GPSmap deutlich.

Und das leidige Thema Akku?

Seit Donnerstag spiele ich mit der Uhr und teste. Ich habe x mal die Synchronisation via Bluetooth gestartet, diverse Apps installiert und gelöscht, hier versucht und da, mal Brustgurte verbunden, mal Tracks geladen und so weiter. Stand Samstag Abend ist der Akku jetzt bei 74%. Absolut top.

Fazit:

Die Garmin Fenix 5x (Link zu Garmin) ist die mit Abstand beste GPS-Smartwatch, die ich je in den Fingern hatte.

Die UVP von Garmin, knapp 900€ ist natürlich eine Ansage. Dafür bekommt man aber eine Uhr, die anders als andere Smartwatches eben auch ohne Handy ihre Stärken ausspielt. Die Technisch absolut auf der Höhe der Zeit ist und so solide wie ein Panzer wirkt.

Ganz persönlich kann ich sagen: Die gebe ich nicht mehr her.  😀

 


Disclaimer: Die Uhr wurde mir von Garmin kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt.  Es gab jedoch keine Vorgaben, was ich testen soll oder wie oder wie ich darüber schreibe.

UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano in Albstadt: Noch besserer Blick aufs Spektakel

Die WM 2020 in Albstadt wirft ihre Schatten voraus. Mit Blick auf die Weltmeisterschaften in drei Jahren wird die Strecke des UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano in Albstadt schon jetzt weiterentwickelt. Zur fünften Auflage des Cross-Country-Weltcups vom 26. bis 28. Mai kommen bereits bedeutende Änderungen zum Tragen, auch wenn das Wetter-Chaos der vergangenen Wochen für Verzögerungen gesorgt hat.  Tickets sind im Vorverkauf erhältlich. 

 

Es gibt Neues, sowohl für die Fahrer als auch für die Zuschauer.  Die wichtigste Änderung betrifft den ersten Teil des vier Kilometer langen Kurses. Das Bullentäle wurde ja schon vorher als „Hexenkessel“ beschrieben, doch 2017  bekommen die Zuschauer noch eine Ecke mehr geboten. Vom bisherigen „Red Bull Climb“, eine Bergauf-Passage, in der zwischen zwei Strecken-Varianten gewählt werden kann, verschwinden die Weltcup-Biker jetzt nicht mehr auf dem Schotterweg hinter Bäumen , sondern fahren nach rund 30 Metern wieder rechts über einen Felsen hinab und dann über einen neuen Trail (in Fahrtrichtung), der als „Shimano Climb“ den Hang entlang führt und in Serpentinen mündet. An deren Ende biegen die Biker schließlich in den Schotterweg ein und fahren wie bisher im Bogen zum „Mitas Devil’s Corner“.

Damit wird der breite Weg einerseits für die Zuschauer zugänglich und im Bullentäle gewissermaßen zu einem Oberrang mit hervorragendem Blick auf das Spektakel, das sich unterhalb davon abspielt. Dort wird dann auch die große Videowall platziert.

Eine zweite Änderung erkennt man nach dem „Mitas Devils Corner“. Dort geht es für die Fahrer jetzt rechts vom bisherigen breiten Weg in Stufen nach oben, bevor die Linie links runter führt in Richtung „Albstadt Drop“.

Markus Ringle von der SKYDER TRACK COMPANY LIMITED: „Das hat keinen streckenphilosophischen Grund, sondern bietet mehr Komfort für die Zuschauer.“

 

Kleiner Rock Garden als Eye-Catcher

Für die Zuschauer ist auch die zweite große Maßnahme gedacht.   Die Quer-Verbindung vom Talkessel zur zweiten Kletterpassage, dem „Gonso Uphill“ und auch zum anschließenden „Mazda Slalom“ wurde ausgebaut. Somit lässt es sich für die Beobachter einfach vom einen Brennpunkt zum anderen wechseln. In den Downhill haben die Streckenbauer einen „Rock Garden“ eingebaut, der für die Zuschauer dort noch mal ein Eye-Catcher ist, bevor man in Richtung „Voba Albstadt Deep Hole“ nach unten spaziert. Auch dieser Zuschauer-Pfad ist neu und lässt jetzt ein Streckenteil bequem erleben, das bisher ein wenig unterbelichtet war.  

Tickets für den Event gibt es im Vorverkauf auf reservix.de