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Vor der Tour noch schnell ein doppeltes Espresso-Doping?

Im Sport gehört der Konsum von (vermeintlich) Leistung fördernden Mitteln für viele Menschen dazu. Dabei geht es nicht nur um das „klassische“ Doping wie mit EPO, sondern auch schon um die Verwendung von Schmerzmitteln oder „Nahrungsergänzungsmitteln“. In wie weit das dann wirklich hilft, sei dahin gestellt. Fakt ist, dass ziemlich viele Sportler gerne zum Riegel, Pulver, Gel und der Pille greifen. Aus den unterschiedlichsten Gründen.

Es ist dabei nicht schwierig, eine Linie zu ziehen zwischen „normaler“ Ernährung und solcher, auf die man zurück greift um die eigene Leistung zu steigern. Ich kann vor dem Rennen eine Banane essen – oder einen speziellen Riegel. Ich kann auf der Tour Wasser oder Tee trinken, oder ein spezielles Sportgetränk. Ich kann mir danach einen Kakao machen – oder einen Recovery-Drink.

Schwierig wird es, wenn ganz normale Lebensmittel plötzlich wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit gelangen. Wie zum Beispiel Koffein. Klar, es gibt Leute die sagen, sie brauchen Kaffee um wach zu bleiben. Und Leute die sagen, sie können auch um 22 Uhr Kaffee trinken und trotzdem schlafen (ich). Wissenschaftlich belegt ist aber wohl eine zumindest rudimentäre „Leistungssteigerung“ durch Koffein. Und die kommt jetzt auch im Sport wieder in die Diskussion:

In endurance sports, low to moderate doses of caffeine (up to 3mg/kg) appear to improve performance by an average of around 2-5%.

Daran anschließend muss man sich dann die Frage stellen: Ist der Espresso am Morgen schon Doping?

Wenn jemand sagen würde, er trinkt RedBull vor dem Rennen, würde man annehmen, dass er das macht um die Leistung zu verbessern. Aber Kaffee schien bisher unverdächtig und einfach ein „Kultgetränk“, insbesondere auch bei Radfahrern.

Sollte sich allerdings der Verdacht medizinisch erhärten lassen, dass der Genuss von Koffein (auch im Kaffee) tatsächlich die eigene Leistung um bis zu 5% erhöhen kann, so stellen sich im Anschluss eine Reihe von interessanten Fragen. Für die Öffentlichkeit (ist Kaffee Doping?) aber auch für jeden selbst. Vor allem dann, wenn man eigentlich vor hatte, seinem Sport ohne künstliche Booster nachzukommen…

Matsch, Regen, Stum, eine gute Woche :-)

Die heute endende Woche war – unter sportlichen Aspekten  – eine sehr gute Woche. Ich konnte fast alle Einheiten meines Trainingsplans nutzen und habe zudem reichlich verschiedene Sportarten kombinieren können. Sofern sie was mit dem Radfahren zu tun haben 😉 Insgesamt eine anstrengende, aber erfolgreiche Woche. Wenn auch (dank Spinning und Co) mit wenig gefahrenen Kilometern. Aber egal, Hauptsache moving moving 😀

sportwoche

Heute dann gemeinsam mit Julia, Kirsten und Markus noch mal eine Runde in Wesel, Richtung Rees gedreht.

Und obwohl es beim gemeinsamen Frühstück noch sehr nach Dauerregen aussah, hat uns ziemlich schnell die Sonne überrascht. Das hat die Temperaturen zwar nur von 4 °C auf 6°C angehoben – aber die Stimmung dafür um so mehr. Und so machte auch der dreckigste und schlammigste Trail irgendwie Spaß.

runtastic_20131110_1400_Mountainbiking

Nicht, dass es jetzt mein Lieblingshobby würde, in Regen und Matsch zu fahren. Aber zusammen mit den Drei durch den aufgeweichten Wald zu düsen und ab und an die Sonne zu spüren, das hat schon was. Und wenn man ehrlich ist, ist doch so eine Dreckstour  genau das richtige für das Kind im Manne 😉

Und, das gehört dazu, man freut sich um so mehr auf die heiße Dusche und vor allem auf…

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IBC Winterpokal ’13/’14

Wie schon im vergangenen Jahr nehme ich auch dieses Jahr wieder am Winterpokal der Internet Bike Community teil – diesmal gemeinsam mit den Freunden von Coffee & Chainrings:

winterpokal

Kritiker des Winterpokal bemängeln, dass die reine Vergabe von Punkten nach Zeit nicht effektiv ist: Man kann bewußt langsam fahren, niemand kontrolliert was ich eintrage und so weiter. Die Türen zum Schummeln stehen weit offen.

Ich glaube aber darum geht es gar nicht. Der Winterpokal ist nur ein schönes Instrument gegen den inneren Schweinehund – der im Winter öfter als im Sommer beklagt, dass man doch eigentlich keine Lust habe, Sport zu machen. Das Wetter ist doof und es ist so früh dunkel und so weiter.

Meiner Meinung nach geht es also nicht darum die meisten Punkte im Team oder der Gesamtwertung zu haben. Auf der anderen Seite will man aber natürlich nicht letzter im Team sein (ups… bin ich gerade) und man will sein Team ja auch nicht im Stich lassen.

winterpokal

Und so werde ich auch dieses Jahr wieder brav meine Touren draußen, auf der Rolle, auf dem Ergometer und an den Geräten im Studio loggen. Aber nicht für irgendwas, sondern für mich ganz allein. Um dann am Ende des Winterpokals sagen zu können: Wow, das war es wert. Und ich will dabei nicht verschweigen:

Es sind nur noch 7 Monate und 27 Tage bis zur ZBC ’14 – und dafür lohnt es alle Mal 🙂

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Nachtrag:

Hier gibt es die Ergebnisse vom Vorjahr – die dann ja auch die „to beat“-Werte darstellen:

 unkreativ hat 118 Einheiten mit einer Gesamtdauer von 11.246 Minuten (187:26 h) eingetragen.

Diese Einträge sind insgesamt 683 Punkte wert.

unkreativ befindet sich damit momentan auf dem 391. Platz des Gesamtrankings.

Trainingsrunde zum Abwinken

Heute morgen war ich mit Julia und Eddi zum Training verabredet. Pünktlich da, Wetter super, es hätte ein schöner Tag werden können. Hätte, hätte, Fahrradkette 🙁

Denn schon nach wenigen KM im Gelände war klar: das ist nicht mein Tag. Und das ist der größte Euphemismus, den man sich vorstellen kann. Denn nachdem ich auf der Straße überhaupt keine Probleme hatte, habe ich plötzlich meinen Puls nicht mehr unter 170 bekommen. Ohne dabei wirklich schnell oder steil bergan zu fahren. Im Gegenteil, plötzlich war 175-180 Schläge in der Minute die Regel, statt der Ausnahme. Mit den zu erwartenden Folgen.

Und am Ende der Runde? Also nachdem ich mehr als 2,5h überlegt habe, warum ich mir das antue? 10km Straße mit lockeren 40 km/h und einem Puls von gerade mal 160-165. Ohne jede Erschöpfung.

Lieber Körper, was war das und was wolltest Du mir damit sagen???

201311032

Hallo Welt

Oh, mal wieder ein neuer Blog 😉

Der hier soll eine ganz spezielle Zielrichtung verfolgen: Ich möchte Euch hier die Gelegenheit geben, unseren Fahrradsport zu begleiten. Denn was am Anfang Spass war, ist jetzt Ernst. Aber nicht bitterer.

In 2011 habe ich versucht, Julia davon zu überzeugen, mal Rennrad zu fahren. Statt dessen hat sie mich dann überzeugt, mal Mountainbike zu fahren. Da man das ohne Bike nicht kann, habe ich mir Anfang 2012 ein 26er Hardtail gekauft, dass Cube LTD. Das war ein schönes Fahrrad und hat durchaus Spaß gemacht. Julia hatte ebenfalls ein 26 Hardtail ein Cube LTD Pro, dass etwas älter – aber nicht minder gut – war.

Kurz danach ging es auf eine Fahrradmesse in Essen, wo wir uns spontan in das Threesome von Bergamont verguckt haben. Und ehe man sich versieht, bringt der Postbote auch schon zwei sehr große Pakete und unser Fuhrpark wuchs auf vier Räder an.

Nachdem wir dann mit den Fullys von Bergamont los gelegt haben, hat Julia ihr Hardtail aufgegeben und verkauft. Ich bin während dessen meinen ersten Marathon in Grafschaft gefahren. Das Ergebnis beschämend, der Spaßfaktor extrem hoch.

Ein paar CTF kamen auch dazu, vor allem die technisch anspruchsvolleren haben uns schnell geholfen zu verstehen, was vor uns liegt.

Im November 2012 dann habe ich mir „spontan“ ein Revox 9.3 von Bergamont bestellt – ein Carbon Hardtail mit 29″-Bereifung. Etwa zu der Zeit hatte ich auch angefangen, mich mehr konzentriert fit zu machen. Mein Cube habe ich verkauft und dann ging das Warten los.

Etwa zur Jahreswende hat Julia dann spontan ein Cube Super HPC pro für sich entdeckt und kurzentschlossen gekauft – damit war sie dann auch auf Carbon unterwegs, allerdings derzeit noch mit 26″-Rädern.

Anfang 2013 haben wir dann beschlossen „richtig“ Rennen zu fahren.

Der erste Schritt war zu überlegen, welche Art von Rennen: Für mich eher Marathon und für Julia eher XC. Aber für uns beide auch von dem anderen.

Tja…

Und dann haben wir im Januar von der Zillertal-Bike-Challenge gehört. 3 Tage, viele Berge und eine Million Gründe es nicht zu tun. Deswegen haben wir uns angemeldet.

Weil uns klar war, dass das jetzt alles mal ein wenig professioneller werden muss, haben wir uns dann in die Hände von ProFormance gegeben und einen Stufen-Laktat-Test gemacht. Das Ergebnis war besser als befürchtet und zusammen mit Steffi haben wir dann einen Trainingsplan von März bis Ende Juni ausgearbeitet.

Dazwischen wollten wir noch ein paar „Trainingsrennen“ einbauen, die letztlich besser liefen als erwartet. Und da stehen wir jetzt: Noch weniger als ein Monat bis zum Zillertal und mehr als genug Gründe, hier mal niederzuschreiben, wohin unser Weg uns so führt…

P.S. Wer sich für meine älteren Einträge interessiert, die sind hier: Klick!