Wesenloser LKW tötet (mal wieder) eine Radfahrerin

Am frühen Morgen kam es in Berlin zu einem tödlichen Verkehrsunfall mit einer Radfahrerin. Unter anderem berichtet der Tagesspiegel und es ist leider wie immer:

Der getöteten Person steht ein wesensloser LKW gegenüber. Wie immer war es nicht der Fahrer oder die Fahrerin, sondern der LKW, was irgendwie den Eindruck des Unvermeidlichen macht:

Ein rechtsabbiegender Lastwagen tötet eine Radfahrerin.

oder, im gleichen Artikel:

Die Radfahrerin wollte von der Kolonnenstraße kommend nach links in die Hauptstraße abbiegen. Der dreiachsige Lastwagen kam aus der gleichen Richtung und wollte nach rechts in die Hauptstraße, also Richtung Kleistpark abbiegen. Dabei erfasste der Lastwagen die Radlerin.

Müssig zu erwähnen, dass nicht der LKW nach rechts abbiegen wollte. Sondern der/die Person am Lenkrad.

Was aber fast noch betroffener macht ist die Einleitung des Artikels:

Es ist der klassische Unfall

So weit ist es mittlerweile also, dass wir solche Unfälle als „Klassich“ hinnehmen. So als hätten wir uns dran gewöhnt oder müssten uns dran gewöhnen, dass solche Klassiker halt irgendwie „passieren“.

Ich wünschte mir, die Presse würde endlich aufhören, die Unfallgegner hinter ihren Gefährten zu verstecken.

Noch mehr wünschte ich mir allerdings, dass solche Unfälle nicht die Klassiker sind. Sondern die Ausnahme von der Ausnahme der Ausnahme.

Aber das wird ein frommer Wunsch bleiben.

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