Radon Slide Carbon 160 9.0 – Ein Zwischenbericht

Nachdem ich ja gerade den Zwischenbericht zum Canyon gepostet habe, wollte ich auch noch mal kurz das Slide updaten.

Zur Erinnerung: Nachdem ich mit dem Hardtail auf den Trails rund um Saalbach und Leogang unterwegs war, sollte was mit mehr Federweg ins Haus.

Nach relativ kurzer Suche, wegen der berühmten Liebe auf den ersten Pedaltritt, wurde es das Radon Slide Carbon 160 9.0.

Und sehr schnell  war klar: Das Bike ist eine Spaßmaschine. Natürlich nicht sprintstark oder so, dafür bügelte es bergab dank guter Dämpfer & Gabel – Kombination so ziemlich alles weg.

Inzwischen hat es 350km überwiegend bergab auf dem Tacho und das schließt Besuche in Trailparks und Bikeparks mit ein. Also Zeit noch mal auf das Bike zu schauen.

Das allererste, was ich damals gemacht habe war, die Schläuche raus zu nehmen. Die DT-Swiss Felgen sind ab Werk Tubeless-Ready und passende Ventile liefert Radon gleich mit. Durch den Umbau konnte ich die fetten Hans-Dampf-Pellen mit deutlich weniger Druck fahren, was den Gripp nach oben schob. 🙂

Etwas ärgerlich war die Shimano XT M8000 in 2016: Ich hatte das Pech eine Kombo am Bike zu haben, die den viel verfluchten wandernden Druckpunkt hatte. Das fand ich absolut Sch….ade, denn die XT ist ja meine Standard-Bremse an allen MTB.

Nach einiger Kommunikation mit Shimano flog sie dann aber vom Bike und wurde gegen eine Saint ausgetauscht. Die Idee dahinter war ja, dass ich mit meinem hohen Eigengewicht eine wirklich kräftige Bremse brauche. Und ich sag mal so: Die Saint hat mehr als genug Power.

Übrigens: bei dem 2017er Canyon ist die verbaute XT völlig unauffällig. Auch bei langen Abfahrten.

Was mir von Anfang an gar nicht an dem Slide gefallen hat, war die Kombination der 36/26-Kurbel mit der E13-Kettenführung. Abgesehen vom spürbaren Mehrbedarf an Kraft durch die Reibungserhöhung ist mir die Kette ein paar mal so abgesprungen, dass ich sie nur mit Werkzeug wieder drauf bekam. Schuld daran ist meiner Meinung nach die Kettenführung selbst gewesen.

Da ich das Slide eh als Enduro und nicht als All-Mountain sehe, ist die 2-fach-Kurbel runter geflogen und gegen eine 1-fach mit 30 Zähnen getauscht worden. Um den Verlust des 26er Kettenblattes zu verschmerzen habe ich die 11-40-Kassette gegen die 11-46 getauscht, die ehedem am Canoyn war. Das führt zu einem Übersetzungsverhältnis von 1:1,46 statt 1:1,68

Die Kassette bringt 69 Gramm mehr auf die Wage. Dafür spart die Kurbel dann 49 Gramm. Die Bremse haut noch mal 130 Gramm drauf, dafür ist die Kettenführung mit 190 Gramm weg. Insgesamt sparte mir der Umbau 200 Gramm.

Das ist nicht viel. Aber so kommt das Rad jetzt auf ein Kampfgewicht von 12,4 Kg. Das ist nicht nur für ein Enduro ein verflucht guter Wert. Vor allem Verglichen mit den 11,2 Kg des Canyon wird klar, dass Radon hier ein extrem gutes Bike auf den Markt gebracht hat.

Ich möchte gar nicht wissen, wie viel ich noch sparen könnte, wenn ich wie am Canyon die schmalen und leichteren Reifen verbauen würde und die versenkbare Sattelstütze weg lasse.

Und meine eigenen Erfahrungen unterstreichen das: Seit das Radon im Haus ist, fiebere ich gutem Wetter entgegen und der Möglichkeit „mal eben“ in einen Trail- oder Bikepark fahren zu können.

Fazit: Wer ein „All-Mountain taugliches“ Enduro sucht, dass ausgesprochen leicht ist, gut läuft, dem Fahrer viel verzeiht und gleichzeitig eine Spaßmaschine ist:

Das Slide Carbon ist die Eierlegende Wollmilchsau unter den Rädern.

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