Mal wieder ein Fall von Selbstverletzung (mit Todesfolge)

Manchmal ist es echt nicht zu fassen.

Wieder ist ein Radfahrer von einem PKW-Fahrer tödlich verletzt worden. Wobei, eigentlich kann der Fahrer gar nichts dafür und der Tod hat auch nix mit dem Unfall direkt zu tun.

Aus den KA-News:

In einer langgezogenen Rechtskurve fuhr der Pkw von hinten auf den Radfahrer auf und schleuderte ihn auf die Fahrbahn.

Wohlgemerkt: Der PKW fuhr auf den Radfahrer auf. Nicht der PKW auf das Rad und nicht der PKW-Fahrer auf den Radfahrer. Sondern ganz bewußt der PKW auf den Radfahrer. Ach hätte der PKW-Fahrer doch nur irgendwas tun können. So wie das Sichtfahrprinzip einhalten. Oder langsamer fahren. Oder oder oder. Aber seine Möglichkeiten waren beschränkt, denn es war der PKW, nicht er.

Übrigens wurde laut Zwischenüberschrift der Radfahrer weder vom PKW noch PKW-Fahrer getötet. Das war er schon ganz alleine, irgendwie – zumindest laut Zwischenüberschrift:

Tödliche Verletzungen zog sich am Samstagmorgen um 7.45 Uhr ein Radfahrer auf der L608 zwischen Malsch und Freiolsheim zu.

Könnten wir mal aufhören, so Autofahrer-freundliche Artikel lesen zu müssen? Wieso steht da nicht, dass der PKW-Fahrer  den Radfahrer anfuhr und dieser an den Folgen des Unfalls  gestorben ist?

Statt dessen wird ein  Mal mehr der PKW-Fahrer aus der „Schusslinie“ genommen und der Radfahrer zog sich halt selbst die tödlichen Verletzungen zu.

Ekelhaft, diese autombilfreundliche Berichterstattung.

 

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