Man muss halt Prioritäten setzen

Manchmal möchte ich echt schreien:

Eine meiner üblichen Trainingsrunden mit dem Rennrad führt mich über die B58, die Richtung Schermbeck seit geraumer Zeit schon eine große Baustelle hat.

Die B58 ist eine überaus gut befahrene Landstraße, insbesondere LKW Richtung A31 und Münsterland fahren dort viele.

Einen Rad- oder Fußweg gibt es nicht. Es ist aber keine Schnellstraße, auf der Radfahrer nicht erlaubt wären. Also nutzen dir Radfahrer logischer Weise den Pannenstreifen. Das gibt den LKW auch genug Raum um vorbei zu kommen. 

Und wie sieht das jetzt in der Praxis im Bereich der Baustelle aus? So:

Da wird der Streifen einfach mal auf ungefähr 30-45 cm geschmälert. So schmal, dass mein Lenker die meiste Zeit breiter als der Streifen ist.

Das birgt logischer Weise gefahren: Ich kann dort nicht sicher fahren und die LKW und PKW haben auch so nicht genug Fläche um vorbei zu kommen. Gleichzeitig ist das Fahren auf der Fahrbahn aber ja kein bisschen weniger gefährlich. Mal abgesehen von dem Hupkonzert hinter mir, ausgelöst von den Fahrern die nicht einsehen, hinter mir bleiben zu müssen, weil selbst WENN ich rechts von dem Streifen fahren würde, ein sicheres Überholen nicht möglich ist.

2017. Und in Baustellen werden Fahrräder immer noch einfach vergessen 🙁

Ein Gedanke zu „Man muss halt Prioritäten setzen“

  1. Das schlimme ist, wenn man jemanden findet, der damit zu tun hat, wird aufgrund der Einfachheit ein Schild aufgestellt, dass Radfahrer dort nicht mehr entlang dürfen. Sollte die Kommune, oder wer auch immer, der für die Baustelle zuständig ist nett sein, wird es eine vernünftige Umleitung für Radfahrer geben. Es wird eher so aussehen, dass so etwas nicht geben wird.

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