Vorweihnachtliche Selbstverletzung

Es geht weiter:

In der Berliner Morgenpost gibt es einen Fall von Radfahrerin mit Hang zur Selbstverletzung:

Schon die Einleitung ist Klasse. In der Headline steht nicht, dass eine PKW-Fahrer unachtsam die Autotür öffnete.  Sondern „Autotür plötzlich geöffnet“.  Damit konnte die Radfahrerin ja nicht  rechnen.

Moment, zu plötzlich für die Radfahrerin öffnet sich einfach die Türe? Eigentlich hat doch da jemand vor dem Öffnen der Türe seiner Sorgfaltspflicht nicht genüge getan? Warum also steht da nicht: „PKW-Tür unaufmerksam geöffnet – Radfahrerin verletzt“?
Schön auch wieder:

„Die Radfahrerin stieß mit der Pedale ihres Fahrrads gegen die Fahrertür und stürzte.“

Ähm ja. Eigentlich ja eher: „Der PKW-Fahrer stieß die Tür gegen das Pedal der Radfahrerin, die darauf stürzte“.

Aber, man muss auch mit Kleinigkeite glücklich sein: Am Anfang des Textes gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer:

Eine 43 Jahre alte Fahrradfahrerin ist in der Nacht zu Sonntag bei einem Unfall in Prenzlauer Berg schwer verletzt worden.

Ich bin ja froh, dass wenigstens ein Mal in einer solchen Meldung klar gemacht wird, dass die Radfahrerin verletzt worden ist und nicht sich selbst verletzt hat…

Ein Gedanke zu „Vorweihnachtliche Selbstverletzung“

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