Radfreundliche Arbeitgeber?

Ich bin immer wieder irritiert davon, wie stark man nach wie vor den Fokus auf Autos setzt, wenn es um die Mobilität von Mitarbeitern und Besuchern eines Hauses geht.

Nehmen wir mal meinen Brötchengeber, der unter anderem ein Gebäude mit einer 7(!) Etagen Tiefgarage besitzt. Einige Parkplätze sind für Mitarbeiter (aber nur wenige), einige für Firmenwagen. Der Großteil aber für Besucher unseres Hauses und des „Unternehmens“ nebenan, dass keine eigene Tiefgarage hat.

In der Tiefgarage gibt es zudem Fahrradstellplätze. Und so sieht das dann tagtäglich aus:

img_8635Während die Besucherparkplätze nur zu einem kleinen Teil genutzt werden, sollen die Räder an der Wand an Stahlrohren festgemacht werden. Abgesehen davon, dass man die Stahlrohre 90° verkehrt herum angebracht hat, um sie vernünftig zu nutzen, sind es natürlich viel zu wenig.

Und so stapeln sich mehr oder weniger ungesichert die Räder in einer mehr oder weniger öffentlich zugänglichen Parkgarage, während die teuren PKW-Plätze leer bleiben.

Wenn man nur 3-4 der Parkplätze nutzen würde und einen zugangsgesicherten „Käfig“ bauen würde, in dem dann normale Fahrradständer wären – wie viele Bikes man dort sicher abstellen könnte!

Aber in Deutschland und NRW 2016 lässt man lieber Parkplätze leer, als die Mitarbeiter zu fördern, die der Umwelt und dem Portomonai zu liebe eben nicht mit dem Auto kommen.

Ein Trauerspiel 🙁

P.S. Natürlich würde ich keines meiner teuren Räder dort abstellen. Vorsichtshalber hat man aber schon mal per Dienstanweisung verboten, Räder im Büro abzustellen. Ist klar, ne?

Ein Gedanke zu „Radfreundliche Arbeitgeber?“

  1. Ja, hier hat man echt an der Realität vorbei geplant. Aktuell explodieren die Zahlen der eBikes. So wie ich sehe gibt es auch keine Ladestecker dafür. Aber das ist anderswo auch nicht anders 🙁

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