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Saisonende 2017: Die Münsterland-Giro

Wie schon in 2016 markierte die am 03. Oktober statt findende Münsterland-Giro für mich das Ende der Rennsaison. Wobei „Rennsaison“ vielleicht etwas übertrieben ist:

Denn in Wahrheit bestand das Jahr im Wesentlichen aus einem MTB-Marathon in Grafschaft, einem MTB-24h-Rennen in Idstein und eben Münster.

Angesichts des Wahlkampfes war in diesem Jahr ohnehin nicht an richtiges Training zu denken – in sofern ging es in Münster für mich auch nur um’s dabei sein.

Letztes Jahr reichte es für Platz 61 von 220 in meiner Altersklasse, bzw. 253 von 1209 Starter/-innen. Damals war ich nur 15 Minuten hinter dem Ersten durch das Ziel gerollt.

Und es wäre ein großer Erfolg gewesen, wenn ich das hätte wiederholen können.

Ich war gegen 6:30 in Münster, weil ich noch meine Startnummer abholen musste und Start um 8:12 sein sollte. Um die Zeit waren zwar schon einige Helfer unterwegs, die Stadt lag aber noch im Schlaf.

Einer der größten Vorteile, wenn man im Team Nutrixxion fährt ist sicher, dass man bei diversen Rennen im ersten Block starten darf. So auch in Münster, wo ich für die 65km-Runde eine schön kleine Startnummer bekommen hatte.

Das Wetter war okay, weil es nicht regnete. Leider hatte es aber die ganze Nacht davor geregnet und die Straße war (und sollte bis zum Ende des Rennens auch so bleiben) feucht bis nass. Das mag ich ja gar nicht mit dem Rennrad 🙂

Ab ca. 7:30 sammelten sich dann die Starter-/innen am etwas entfernten Start, der aber gut ausgeschildert zu finden war. Die Spannung stieg so langsam, ich stand in Reihe 3.

Mit dem Startschuss setzte sich das Feld direkt in Bewegung und ich konnte bei der „Führungsgruppe“ Anschluss finden. Wobei die Gruppe aus ungefähr 150 Fahrer/-innen bestand und vom Team Moskovskays geführt wurde. Die hatten sich wohl zum Ziel gesetzt die Gruppe durch ständige Tempowechsel zu zermürben.

Mir war das wurscht, ich konnte die Wechsel gut mithalten und mit einem Schnitt von nur knapp über 40km/h ging es durch das Münsterland.

Etwas unangenehm war, dass das Tempo in Kurven immer extrem niedrig wurde – das bedeutete, dass danach für kurze Zeit Vollgas folgte. Völlig unnötig.

Unnötig war auch der erste große Crash bei KM 40, der Teile der hinteren Hälfte der Gruppe raus riß: Zwei Fahrer waren sich zu nahe gekommen und der Rest ist Geschichte.

Bei KM 50 gab es den nächsten Crash, als in einer regennassen Kurve einer der Fahrer die Kontrolle verlor und abflog. Fast hätte er mich mitgerissen, ich konnte aber noch stoppen – muste dann aber den Anschluß wiederfinden.

1 km vor dem Ziel, unsere Gruppe war noch knapp 100 Leute groß, ging das Tempo dann hoch. Leider war es so dicht gedrängt, dass ich keine Chance hatte, irgendwie noch nach Vorne durchzukommen.

Und so kam ich dann nach 1 Stunde 35 Minuten und 37 Sekunden ins Ziel. Und dann die Überraschung:

Ich war 26. meiner AK (aus 272) und 81. Gesamt (aus 963).

So weit vorne war ich zuletzt als Schüler – mit 20kg weniger auf den Rippen! Irre. Total irre!

Und der absolute Hammer: ich war 11(!) Sekunden hinter dem Führenden.

Insgesamt sind von 1:35:26 bis 1:35:45 dann 91 Fahrer/innen über die Ziellinie geschossen – so groß war unsere Gruppe noch. Irre, eine Spitzengruppe mit über 90 Leuten 😀

Danach bin ich dann erst mal zur Dusche, Massage und dann habe ich mich über die gute Verpflegung von Nutrixxion gefreut.

Und so gehe ich mit dem breitesten Grinsen in das Wintertraining: Zwar habe ich mir nach dem Rennen eine tödliche Männergrippe eingefangen, aber 11 Sekunden nach dem Führenden? Holy Moly! Und das mit meinem Gewicht und Trainingsstand.

Was das für das nächste Jahr bedeutet, ist klar: ich will in die Top 10. Und mit etwas mehr taktischem Geschick und ein klein bisschen Glück sollte das auch möglich sein.

Ach übrigens: Wer auch Lust auf Team hat, kann sich jetzt bei Nutrixxion für das Team 2018 bewerben 🙂

Stadtradeln 09-2017

Heute beginnt die neue Stadtradel-Periode und Voerde hat zum ersten Mal ein eigenes Teams am Start.  Ehrensache, dass Julia und ich da mit fahren.

Heute war Tourauftakt. Von Voerde nach Wesel, wo wir auf die Gruppe aus Hamminkeln trafen, und von dort dann nach Rheinberg zum Ziel der Sternfahrt.

Das Wetter war bombastisch gut und ich fand es richtig Klasse, dass den Aufrufen zur Teilnahme, u. a. auch vom ADFC Dinslaken-Voerde, schon alleine bei uns über 30 Teilnehmer/innen mit allen Arten Rädern und in jedem Lebensalter gefolgt sind.

Das Tempo war so gewählt, dass alle mitkamen. Spätenstens ab Wesel war das eine Herausforderung, weil es ja dann noch mehr, ich schätze insgesamt 40 bis 45, Radler/innen waren.

Die Strecke war aber, gemessen an den verfügbaren Routen, sehr gut gewählt und auch das Fahren im Verband klappte nach leichten Startschwierigkeiten dann recht gut. Einzig der fast beständige Gegenwind war für einige doch eher ungewohnt und eine Herausforderung. Aber: Es kamen alle ins Ziel und das ist ja die Hauptsache 🙂

In Rheinberg angekommen gab es Waffeln, Würstchen und kalte Getränke, die auch reichlich in Anspruch genommen wurden. Und im Anschluss machten sich die Teilnehmer/-innen dann in den unterschiedlichsten Gruppen auf den Weg.

Julia und ich sind alleine gefahren und dann über die Fähre Orsoy, um noch mal ein bisschen Tempo machen zu können. Was dank des dann im Rücken blasendne Wind auch hervorragend geklappt hat.

Fazit: Sehr schöne Tour und die ersten 48km im Stadtradeln-Tagebuch eingeloggt 🙂

 

P.S: Mehr zu lesen gibt es bei Rene: Klick!

Canyon Lux CF 7.9 Race – Ein Zwischenbericht

Vor ein paar Wochen hatte ich mir ja eher spontan ein Canyon Lux 7.9 Race gekauft (hier die Website von Canyon). Inzwischen habe ich knapp 400 km mit dem Bike geradelt – Zeit für ein kleines Zwischenfazit.

Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Das Bike ist ein Spaß-Garant!

Auf gerader Strecke nicht so pfeilschnell wie das Bergamont Revox oder gar das Trek ProCaliber von Julia. Aber ausreichend 😉

Dafür ist es auf den Trails absolut genial. Durch die entsprechende Geometrie ist es sehr verspielt und zirkelt um deutlich engere Kurven als die beiden Anderen. Sowohl bergauf, als auch bergab.

Aber auch wenn sich die technische Ausstattung bei Canyon ja total gut las, ein paar Haken hatte das Bike dann doch:

1. Die Reifen

Ab Werk kam das Bile mit Conti RaceSport. Und ich liebe Conti. Das Problem war, dass ich die Mistdinger einfach nicht Dicht bekommen habe. Das Problem kenn ich ja von Conti schon, deswegen habe ich dann doch schweren Herzen Schwalbe aufgezogen. Und ihr könnt mir sagen, was Ihr wollt: Die sind auf trockenem, losen Boden nicht annähernd so bissig wie die Conti. Aus Pannenschutzgründen habe ich die TLE, nicht die Snake-Skin gewählt:

Wir wissen inzwischen, dass die Snake-Skin zwar auch extrem leicht auf TL umzurüsten sind (ist am Trek so passiert), aber dass sie eben auch deutlich empfindlicher z. B. auf Dornen reagieren. Und da ich eh nicht der filigranste unter den Fahrern bin…. 😉

 

2. Die Schaltung

Das Lux war mein erstes 1×11-Bike und ich war skeptisch, wie ich mit der Schaltung zurecht kommen würde. Und gerade die war eine herbe Enttäuschung.

Zuerst war mir nicht klar, was mich eigentlich so ansickt. Doch inzwischen kann ich sagen, dass es die XT-Kassette 46-11 ist. Bzw. die Abstände  zwischen den großen Ritzeln: 46-37-32-28

Das führte dazu, dass ich immer das Gefühl hatte, entweder einen zu leichten oder zu schweren Gang zu erwischen.

Jetzt habe ich mal eine SunRace-Kassette 50-11 installiert. Dort ist die Abstufung: 50-42-36-32-28 und ich bin mal gespannt ob das Besser ist. Die 46-11 wandert auf das Enduro, dass ich demnächst auf 1-fach umbaue.

Die SunRace ist natürlich riesig und mit 527 Gramm auch 50 Gramm schwerer als die XT. Andersherum kann man auch sagen, sie ist nur 50 Gramm schwerer und da ich schon bei den Reifen nicht so auf das Gewicht geachtet habe…

3) Der Rahmen

Offensichtlich spart man heute wo man kann: Das Lux ist top verarbeitet (unser Team-Schrauber ist voll des Lobes), aber offensichtlich nicht bis ins Letzte durchdacht:

Obwohl der Rahmen für eine Innenverlegung vorgesehen ist, laufen die meisten Leitungen auf dem Rahmen.  Sieht man ganz oben auf dem Bild gut.

Und das ist ein Problem:

Denn der Lack ist so dünn, das schon jetzt überall dort, wo Leitungen in rauem Gelände aufschlagen können, Macken im Lack sind.

Ich habe jetzt überall da, wo das passieren kann, Folien aufgeklebt. Bin aber ehrlich gesagt ein bisschen agepisst, weil das ja eigentlich nicht sein kann. Da muss ich doch als Hersteller entweder den Lack so aufbringen, dass er deutlich weniger empfindlich ist – oder die Leitungen anders verlegen.

Denn gerade das Lux ist ja kein Bike für die Straße. Das es da schon mal rauer wird, sollte klar sein.

4. Das Gewicht:

Mit den serienmäßigen Laufrädern, der fetten Kassette und ansonsten weitestgehend im Originalzustand kommt das Bike auf aktuell 11,21 KG

Das ist etwas schwerer als das Revox und deutlich schwerer als das Trek. Dafür nur etwas leichter als das Enduro. Für ein Marathon-Bike eigentlich schon recht schwer.

Interessanter Weise merkt man das kaum. Denn vor allem im Antritt bergauf ist es um ein vielfaches besser zu beschleunigen, als das Enduro, dass Stand heute (vor dem finalen Umbau) bei 12,5 kg liegt – was allerdings für so ein Bike schon ausgesprochen gut ist.

Fazit

Ich ärgere mich über den Lack. Aber das ist echt das Einzige, was ich wirklich an dem Bike auszusetzen habe. Das ich mit der Kassette nicht so glücklich werde, ist sicherlich eine Frage der Gewohnheit Und ich bin mal gespannt wie die sich am Enduro (28er Kurbel) macht, im Vergleich zu der 32-Kurbel am Lux.

Insgesamt aber muss ich sagen, dass das Canyon Lux sein Geld echt wert ist. Die Verarbeitung ist top, der Rahmen ausgesprochen Steif und auch mit meinem Gewicht von 95kg nicht überfordert.

Was das Verblüffenste ist, mit welcher Leichtigkeit es auch bergab etwas härtere Trails mit Stufen, Kickern und Wurzeln meistert. Das führt zu der lustigen Situation, dass Besuche auf Trails, auf denen ich sonst nur mit dem Radon oder Bergamont war, zu wilden Strava-PR-Sammelaktionen werden:

In der Zusammenfassung:

Wer nicht auf jedes Gramm schaut und ein wendigs und vortriebsstarkes Race Dully sucht, der ist mit dem Lux gut beraten.

Garmin Fenix 5x

Schon länger schaue ich mir recht aufmerksam den Markt der „Wearables“ an. Privat trage ich ein Garmin VivoSmart (Link zu Amazon) HR-Armband und fand das bisher auch völlig ausreichend.

Allerdings habe ich natürlich schon länger mit Smartwatches geliebäugelt. Wobei ich keine Apple Watch suche, die nichts ohne Handy wirklich kann. Sondern eher was robustes für Draußen und vor allem für den Sport: Biken, Klettern, Schwimmen, Laufen, Cachen… das alles wäre schon geil gewesen.

Gab es aber nicht. Natürlich gab und gibt es GPS-Uhren und ich habe einige ausprobiert, wie z. B. die Garmin VivoActive Sport (Link zu Amazon) oder die Suunto Ambit 3 (Link zu Amazon). Aber so wirklich begeistern konnte mich keine. Alle gingen zurück, es blieb beim Armband.

Um so gespannter war ich, als der UPS-Mann mir am Donnerstag ein Paket von Garmin brachte.

Und darin in einer wunderschön schlichten, aber eleganten Verpackung verbarg sich Garmins aktuelles Meisterstück:

Die Fenix 5X in der Version mit Metallarmband und Saphirglas.

Mit dabei ein zweites Armband aus schwarzem Silikon, ein USB-Ladekabel und eine kurze Anleitung – die vor allem den Hinweis enthält, das Metall-Armband bitte nur von einem Fachmann kürzen zu lassen 😉

Die Inbetriebnahme der Uhr gelingt völlig problemlos über die Garmin App oder Garmin Connect am PC.

Die Bedienung gelingt über die insgesamt 5 Tasten nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr gut. Gibt man die Uhr allerdings jemadem, der nicht Garmin gewohnt ist, folgt schnell die Ernüchterung: Kein Touchscreen.

Das dürfte allerdings dem doch sehr festen Sapphir-Glas geschuldet sein und auch nur mit den Tasten kommt man gut zurecht. Zumal man einiges eh lieber am PC machen möchte. Wie z. B. die Eingabe des WLAN-Passworts.

Damit sind wir auch schon bei der Ausstattung:

Die Fenix 5x kommt daher mit

  • GPS & Glonass
  • Bluetooth (zur Verbindung z. B. mit dem Smartphone)
  • WLAN (zur Verbidung mit Garmin Connect, eigentlich überflüssig bei BT-Verbindung zum Smartphone)
  • ANT+ für die üblichen Verdächtigen
  • Display mit 240×240 Pixel, Vollfarbe, 1,2 Zoll
  • 12 GB Ram, davon ca 6GB frei, wenn man alle Karten installiert hat
  • Maps für Europa, Asien, Nord- und Südamerika, Pazifik

Das ist übrigens das Besondere an der 5x: Als einziges Modell der Fenix5-Reihe verfügt die Uhr über eine Kartendarstellung.

240×240 Pixel auf weniger als 1,5 Zoll und Karte, geht das?

Es geht, und das sogar sehr gut!

Im Vergleich zu den anderen Uhren der Fenix5-Serie kann sie dann auch nicht 200 Punkte sondern 10.000 Punkte im Log speichern und 100 Tracks.

Wobei Garmin da eh einen eigenen Weg geht und leider schon immer geht: Gleichwohl die insgesamt 12 GB reichen, werden die Speicherplätze für Track-Punkte, Tracks und auch für Add-On von Garmin Connect IQ künstlich beschränkt.

Völlig unverständlich, warum das passiert und 2017 auch nicht mehr zeitgemäß.

Ebenfalls nicht zeitgemäß und unverständlich ist noch etwas. Zwar kann ich über die Fenix wie auch über die Armbänder die Musik-Wiedergabe an einem Smartphone remote steuern.

Warum aber kann ich keine Bluetooth-Kopfhörer an der Fenix koppeln und einfach MP3 direkt auf der Uhr ablegen? Speicher ist genug da und neben all der Technik noch einen MP3-Player zu „spendieren“ dürfte keinen finanziellen Unterschied machen.

Anyway,

ansonsten kann die Uhr alles, was man erwarten würde und was auch ein Edge 820 kann: Group Track, Smart Notifications; (Roundtrip-)Navigation, Tracking, Leistungstests und so weiter. Neben dem Radsport wird dann allerdings auch noch so ziemlich jede andere Sportart unterstützt: Bergsteigen, Schwimmen, Laufen, Golf, nennt was und ich sage Euch es geht 😉

Aber wo ich gerade Edge 820 schreibe: Der Kern der UHR ist ja ihre GPS-Funktionalität. Also wollte ich heute mal testen wie gut die wirklich ist und habe 3 Geräte mit auf den Trail genommmen: Die Fenix5x am Arm, das Edge 820 am Lenker und das GPSmap 64s als Referenz am Rucksack.

Dabei durften Edge und Fenix nur GPS, das GPSmap auch Glonass verwenden. Der Trail führte überwiegend durch wirklich dichten Wald.

Relativ schnell ist mir aufgefallen, dass die Fenix im Zweifel lieber einen Höhenmeter mehr zählt, als einen zu wenig.

Am Ende meiner ersten Runde war der Unterschied auf den Geräten deutlich, nach der zweiten Runde logischer Weise noch größer. Interessanter Weise nivellierte sich der Unterschied nach dem Upload auf Garmin Connect:

Der oberste Eintrag ist die Fenix 5X, der zweite das Edge 820 und der Dritte das GPSmap64s (Link zu Amazon) – wie man sehen kann liegen alle 3 Geräte beieinander. Aus meiner Erfahrung heraus ist das GPSmap das Genauste und der Eindruck, dass die Fenix 5x lieber einen Höhenmeter zu viel als zu wenig speichert, kann man da gut sehen.

Was man auch sehen kann ist, dass bei den Distanzen das Edge am großzügisten ist, während die Fenix nah an den Referenz-Wert kommt.

Die Durchschnittszeit darf nicht mit dem Edge verglichen werden, da das Edge auf Auto-Pause stand, während Fenix und GPSmap durchliefen.

Auf der Karte verglichen sind sowohl Fenix als auch Edge ziemlich gleich auf. Das eine Gerät weicht hier mal ab, das andere da:

Die Abweichung der Tracks betrug im Maximum etwas über 30 Meter:

Gleiches gilt auch, wenn ich das GPS-Map zu schalte, dass als einziges GPS und Glonass verwenden durfte:

Spannend fand ich auch die Frage nach der Pulsmessung: Die Fenix misst ja auf der Haut, während das Edge einen Brustgurt braucht.

Zu meiner erheblichen Verblüffung liegen beide sehr nah bei einander, trotz der teilweise geknickten Handhaltung und der anderen Unwägbarkeiten bei der Hautmessung:

Edge:

Fenix:

Interessant in den beiden Grafiken ist übrigens, dass Garmin wohl keine Korrektur-Funktion für die Temperatur in der Fenix 5x verwendet. Die von der Uhr ermittelte Temperatur überstieg die des Edge und des GPSmap deutlich.

Und das leidige Thema Akku?

Seit Donnerstag spiele ich mit der Uhr und teste. Ich habe x mal die Synchronisation via Bluetooth gestartet, diverse Apps installiert und gelöscht, hier versucht und da, mal Brustgurte verbunden, mal Tracks geladen und so weiter. Stand Samstag Abend ist der Akku jetzt bei 74%. Absolut top.

Fazit:

Die Garmin Fenix 5x (Link zu Garmin) ist die mit Abstand beste GPS-Smartwatch, die ich je in den Fingern hatte.

Die UVP von Garmin, knapp 900€ ist natürlich eine Ansage. Dafür bekommt man aber eine Uhr, die anders als andere Smartwatches eben auch ohne Handy ihre Stärken ausspielt. Die Technisch absolut auf der Höhe der Zeit ist und so solide wie ein Panzer wirkt.

Ganz persönlich kann ich sagen: Die gebe ich nicht mehr her.  😀

 


Disclaimer: Die Uhr wurde mir von Garmin kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt.  Es gab jedoch keine Vorgaben, was ich testen soll oder wie oder wie ich darüber schreibe.

Ja ist denn schon Weihnachten?

Julia und ich „nullen“ beide dieses Jahr an unseren Geburtstagen. Das nutzt der eine oder andere für hübsche Geschenke und dieses Wochenende kamen zwei etwas verfrüht ins Haus.

Bisher sind wir immer mit Brillen von SwissEye gefahren und waren auch super zufrieden damit. Inzwischen haben wir ein ganzes Arsenal an verschiedenen Brilen für verschiedene Anlässe.

OAKLEY Radar EV Path / Sapphire Iridium

Allerdings haben andere Firmen ja bekanntlich auch sehr schöne und leichte Brillen.

Und deswegen freut es uns, dass jetzt auch 2 Brillen von Oakley unsere Fahrten noch besser machen.

Für mich gab es die „Radar EV Path“ mit dem „Sapphire Iridium“-Glas. Einem relativ dunklen, polarisierten Glas. Das eine sehr interessante Farb- und Detailwahrnehmung erlaubt, die ich bisher noch bei keiner Brille erlebt habe.

 

OAKLEY Radar EV Path / PRIZM TRAIL

FürJulia gab es ebenfalls die „Radar EV Path“, allerdings mit den „Prizm Trail„-Gläsern.

Die sind kontrastverstärkend und nach einem ersten Test kann man nur sagen: holy moly!

Beide Brillen sind super leicht (unter 30 Gramm, ich dachte erst die Waage ist kaputt) und tragen sich auffallend unauffällig.

Insgesamt scheinen die beiden Brillen die Skala dessen, was man gut findet weit nach oben zu verschieben.

Ich glaube, dass ich bei wechselhaftem Wetter und bei anderen Sportarten als Biken trotzdem weiter meine SwissEye nutzen werde.  Aussortiert sind die nicht.

Aber die Oakley spielen halt in einer ganz anderen Liga. Vor allem bei Sonne und auch bei schnell wechselnden Lichtbedingungen auf dem Trail.

Und weil die so geil sind, bin ich mal so frech und verleite Euch mit einem Amazon-Affiliate-Link dazu, die selber mal zu testen:

Oakley Radar EV Path ab 99€

R2NSC – Outer Ruhr Tour 2017

Im letzten Jahr bin ich mehr zufällig an einen Startplatz für die Ruhr-Around-Challenge mit 200km gekommen. Weil das Spaß gemacht hat und weil ich einen guten Bike-Buddy gefunden habe, wollte ich dieses Jahr das komplette Trippel aus 100, 200 und 300 km fahren.

Und so kam es, dass ich heute morgen um kurz vor 8 an der Arena in Duisburg stand und es kurz danach los ging: Ein Mal Schloss Raesfeld und zurück bitte.

Ich sag mal: Lief.

Nach ziemlich genau 3 Stunden (3:01 auf dem Garmin, 3:02 auf Strava) hatte mein Team mit 4 guten Fahrern die Runde beendet. Da meine 3 Begleiter einen taktischen Fehler gemacht haben, bin ich sogar als Erster über die Ziellinie 🙂

Das Wetter war heute morgen eher ungemütlich und kalt, weswegen ich zu Armlingen, Beinlingen, Schühüberziehern und Windweste gegriffen habe. Rückblickend eine gute Entscheidung, denn der Windchill war schon nicht ohne.

Trotzdem kam relativ schnell die Sonne raus und machte uns das Leben zum Traum.

Das kann man über die Orga leider nicht sagen. Bei (ungefähr) KM 22 überholte uns das Team für den Verpflegungspunkt bei KM 25 und als wir dort waren, waren die Team-Mitglieder gerade ausgestiegen.

Der Checkpoint bei 25 KM ist auch der bei 75 KM und wir waren überrascht, dass der so spät aufgebaut wurde. Auch überrascht, um nicht zu sagen ziemlich angesäuert, waren wir allerdings bei KM 50, dem Schloss Raesfeld.

Wir hatten mit dem Veranstalter ausgemacht, dass wir nix zu Essen brauchen, dort aber Getränke. Letztes Jahr hätte mir eine Warnung sein sollen, denn wie damals war auch heute vom Orga-Team niemand zu sehen. Es war kein Mensch da.

Letztes Jahr schrieb ich:

Für das „Chaos“ bei der Organisation möchte in an dieser Stelle dem Veranstalter keinen Vorwurf machen. Das wir so geheizt sind, war ja unser eigener Wunsch und das wir damit den Zeitplan – und vor allem den Ressourceneinsatz sprengen – kann man ihm nicht anlasten.

Das kann ich dieses Jahr NICHT so stehen lassen.  Vor allem aus einem Grund nicht:

Im Profil sind alle Fahrer aufgefordert, eine Durchschnittsgeschwindigkeit einzutragen. Da steht unter anderem bei mir, relativ eindeutig: 30 km/h

Und so stand ich heute morgen auch im 30 km/h Startblock!

Wenn ich sowas schon abfrage und wenn ich die Startblöcke schon so baue, dann muss ich als Veranstalter auch dafür sorgen, dass (nach einer einfachen Rechnung) bei 30 km/h auf 50 KM auch nach 1,5 Stunden mit einer Ankunft zu rechne ist.

Na gut 1,6 oder so – aber es war schlicht niemand dort!

Logischer Weise war dann im Ziel (100 km durch 30 km/h – so schwer nicht) eigentlich niemand der uns weiterhelfen konnte.

Die Jungs die das Zielgitter aufgebaut hatten, haben sich total erschreckt als wir kamen und sprachen kein Deutsch. Gut, wir konnten uns auf Englisch unterhalten, aber das ist nicht Sinn der Übung.

Zumal die Jungs nix vom Finisher-Foto, der Urkunde oder sonstwas wußten. Oder auch nur hätten sagen können, wie es jetzt weiter geht.

Ich muss sagen, das Fahren selbst war angenehm. Der GPX-Track präzise, die Strecke deutlich besser Rennrad-tauglich als letztes Jahr.

Aber die Organisation der Verpflegungspunkte war ein echtes Desaster. Was bei 100km nicht schlimm ist, da komme ich mit 2 Falschen am Bike und den Gels im Trikot aus. Bei 200km und 300 km sieht das aber natürlich ganz anders aus.

Und hier muss dringend nachgebessert werden!

New Bike Day :-)

Ich hatte überlegt,  im Herbst 2017 ein neues Bike als Ersatz für das Bergamont Revox anzuschaffen. Herbst, weil dann üblicher Weise die Preise sinken, wenn die neuen Modelle für ’18 angekündigt sind.

Da ich gerne weiß was ich tue und niemals überstürzt etwas kaufen würde 😉 , habe ich angefangen, mich mal auf die Suche zu machen. Es sollte ein Hardtail werden, dass gewisse Kompromisse hinsichtlich meines Fahrstils (Technik: Keine) und Alters (Senioren II) eingehen sollte.

Ich kaufe ungern im Internet, also mal lokal lokal umgesehen: Rose in Bocholt hat nichts, was mich umgehauen hätte. Wüster in Voerde hat geile Bikes von Specialized und die Edelhelfer in Recklinghausen bietet geile Bikes von Trek.

Leider haben beide Marken aktuell nichts, was ich gleichzeitig geil und bezahlbar gefunden hätte.

Da ich vor einiger Zeit ja in Bonn bei Radon ein Slide 160 gekauft habe, führte mich der nächste Weg dorthin. Das Radon ZR Race ist ja nur in Alu erhältlich und das neue Hardtail aus Carbon ist ja das Jealous.

Und das ist, wenn man drau sitzt, ein echt geiles Bike. Nur die Form und Farbe… irgendwie… aber der Vortrieb ist phänomenal und Preis-/Leistung kamen mir eher entgegen.

Trotzdem: Umgehauen hat es mich gar nicht.  Es war „nice“ aber eben kein „burner“. Hätte aber trotzdem im Herbst in der engeren Wahl sein können.

Wenn ich aber schon bis Bonn fahre, kann ich auch nach Koblenz und so bin ich bis Canyon gefahren.  Zum Vergleich, das ist 200km einfache Strecke – das Bergamont kam aus Hamburg, 400km eine Strecke 😉

Ich hatte mir auf der Website das Exceed 7.9 angesehen. Klar, wegen der DI2 😉  Und erwartet hatte ich, was den Umgang mit Kunden angeht, nicht wirklich viel.

Und wurde „enttäuscht“. Nach einer kurzen Wartezeit, die man uns mit einem kostenlosen Kaffee verkürzte (Rose, hört Ihr das? 😉 ), hatten wir einen Berater an unserer Seite. Der hat uns erst mal vermessen hat und dann nach unseren Vorlieben und Erfahrungen ausfragte.

Schließlich holte er für Julia und mich passende Exceed in verschiedenen Ausstattungen aus dem Lager und wir konnten so viel probieren wie wir wollten. Hier war allerdings ein kleiner Wehmutstropfen:

Wegen schlechter Erfahrungen mit Kunden die sich überschätzt haben, durften wir nicht auf den Hauseigenen Pumptrack 😀

Dummerweise nur war ich sofort enttäuscht. Das Exceed ist im Vergleich zu meinem Bergamont ein wobbely-dobbely Bike, das mich so gar nicht überzeugen konnte. Na da, geht gar nicht 🙁

Julia kam dann auch die Idee, mal das Feld ein wenig zu erweitern und das Lux, das Race-Fully anzusehen. Wir bekamen 2 in M und L und ich fuhr meine Testrunde. Und noch eine. Und noch eine. Und noch eine. Was für eine Spaßrakete!

Und beim gemeinsamen Durchschauen der Konfigurationen ist aufgefallen, dass das Lux CF 7.9 Race eigentlich schon ziemlich genau so ausgestattet ist, wie ich es gern hätte.

Glücklicher Weise hatte ich alles zu Hause gelassen, was man bräuchte um ein Bike zu kaufen. Also sind wir, mit kurzem Stopp bei Freunden und einem Besuch im Godesburger heim gefahren.

Ich habe dann ein paar Tage mit mir gerungen. Gerade auch weil Canyon zwar einen „Store“ hat, der aber ja primär als Showroom gedacht ist. Die Räder bestellt man letztlich doch im Internet und bekommt sie nach Hause geliefert oder holt sie ab.

Das „Blöde“ ist nur, dass eigentlich alle Fahrradgeschäfte heute so arbeiten. Was letztlich an der Vielfalt möglicher Kombinationen von Komponenten liegt. Will man eine SRAM Eagle oder doch eine XTR? Eine Guide oder Magura?  Bei Rose hätte man mein Rad „custombuild“, bei den anderen Läden wäre auch ein wiederkommen angesagt gewesen. Ist das jetzt „lokal kaufen“?

Anyway, ich habe dann bei Canyon bestellt. Und war gespannt: Die Bestellung gint raus am 04.04 und als Liefertermin wurde der 17. bis 21. April genannt. Nur zu gut hatte ich die Lieferprobleme 2015 – 2016 in Erinnerung und wer das damals nicht mitbekommen hat: Das Internet ist voll davon.  Aber „Bezahlung bei Abholung“ lässt einen da entspannt sein.

Völlig überraschend kam aber schon am 12.04. die Mail, dass mein Bike abholbereit sei. Wow. Also sind wir am Ostersamstag nach Koblenz (erwähnte ich eigentlich, dass man von Voerde nach Koblenz mit dem Zug kann, ohne ein Mal umsteigen zu müssen?).

Die Abwicklung war ungefähr wie erwartet: Freundlich empfangen wurden wir an „unseren“ Schrauber durchgereicht, der das Bike schon im Aufbau hatte.

Canyon macht das ungefähr wie ein gutes Autohaus, was marketingtechnisch Genial ist. Schnell noch die mitgebrachten Pedale angeschraubt und schon ging es an eine grobe Anpassung an Körpergröße und Gewicht für die Federelemente. Das ist weit weg von einem Fitting, wie es z. B. die Edelhelfer machen, aber das war ja auch nicht bestellt.

Zudem wurde ausführlich auf die „Eigenheiten“ hingewiesen, z. B. das man den Speichenschutz an der Kassette selber entfernen kann, Canyon das aber nicht macht. Das die Aufkleber so angebracht sind, dass sie Rückstandslos ab gehen. Und natürlich der Hinweis auf das mitgelieferte Reflektorenset. Das hätte ich am Liebsten noch vor Ort dran gemacht 😉

Zudem gibt es noch einen Drehmomentschlüssel, Carbon-Montagepaste, Tubeless-Umrüstventile und eine Dämpferpumpe.

Danach konnte das Rad bezahlt werden, es gab noch was oben drauf und wir waren wieder raus. So leicht geht das 🙂

Wir sind dann zu Freunden (siehe oben) gefahren und mit denen erst mal eine „entspannte“ Runde durch das Siebengebirge. Denn ob ein Bike was kann oder nicht sieht man halt nicht auf dem Parkplatz von Canyon und da man 30 Tage Rückgaberecht hat, wäre das ein „Point of Return“ gewesen.

Um es kurz zu machen: Umtauschen werd ich das Bike mit Sicherheit nicht mehr 🙂

Es ist defintiv völlig anders als das Revox. Es entlastet als Fully den Rücken schon enorm und bietet satte Traktion. Wenn es schnell, richtig schnell, wird, ist es allerdings nicht so „panzerartig“ Spurstabil wie das Revox. Dafür ist es in den Trails deutlich wendiger.

Das Fahrwerk ist insgesamt extrem gut abgestimmt und die Geometrie macht klar, dass es kein Bike ist zum langsam fahren. Allerdings muss ich mich daran gewöhnen, dem Dämpfer zu locken: Die Float – CTD am Revox kann ich auch Bergauf gut im Trailmodus fahren. Leider haben die Federelemente am Lux nur den Zustand auf oder zu – und auf ist Bergauf eine Strafe, weil natürlich viel Kraft in Schwingbewegung verloren geht.

Ich habe aber eine andere sehr erfreuliche Entdeckung gemacht: es ist das erste Bike bei dem ich nicht das Gefühl habe, zum Fitting zu müssen. Ich muss den Vorbau 10mm kürzer haben und die Ergon-Griffe sind scheisse für meine verwöhnten zarten Hände. Aber alles andere passt auf Anhieb – einschließlich Sattel. Zumindest ist das mein Eindruck nach den ersten Trails und geraden Strecken gestern. Weitere Tests folgen natürlich.

Tja.

Und so kommt es, dass jetzt neben diversen anderen Marken auch die Marke Canyon in unserem Fuhrpark  zu finden ist.  Und ich glaube, das Lux und ich werden sehr, sehr gute Freunde.

P.S. Und natürlich endete der Abend wieder im Godesburger 😀

Trailground Brilon: I like. :-) :-) :-)

Eigentlich wollte ich heute die RTF in Haltern fahren. 111 flache KM mit dem Rennrad abreißen. Dann wurde das Wetter für heute als super gut vorhergesagt und ich dachte eher mein Enduro auf die Halde Hoppenbruch zu entführen.

Und irgendwie, so beim Surfen gestern, bin ich auf den Trailground Brilon gestoßen.

Und weil ich ja bekannt bin für dumme Entscheidungen,  habe ich Julia überredet, heute etwas früher aufzustehen.

Bisschen doof war nur, dass nach dem Aufstehen das Thermometer so gar nicht nach den für heute angesagten 20  Grad und mehr aussah…. hmmm. Also erst noch mal ausgiebig gefrühstückt und dann los. Obwohl es arg kalt war, sah der Himmel verdächtig gut aus. Ich also in Kurz-Kurz. Julia zur Vorsicht mit langen Sachen.

Was sich als völlig unnötig erwies, denn als wir in Brilon ankamen, war es schon über 20 Grad warm. Und wenig überraschend waren wir wohl nicht die Einzigen, die sich gedacht hatten, dort mal biken zu fahren. Um es aber vorweg zu nehmen: Stau gab es in den Trails keinen.

Der Trailground bietet 3 Strecken, die sich eigentlich an alle Niveau-Klassen richten. Die technischen Stellen sind alle so angelegt, dass auch ein panischer Neuling gut durchkommt und ein geübter Fahrer viel Spaß haben kann. Die Strecken sind dabei 7km/175hm, 10,8km/315hm und 17,3/505hm lang.

Zum größten Teil wird Fläche genutzt, die rund um einen teils noch aktiven Steinbruch liegt.

Wirklicher „Wald“ ist dort relativ wenig, aber auch vorhanden.

Die Auffahrten sind alle gut machbar und durchaus auch für Leute zu schaffen, die jetzt keinen Alpencross fahren würden.

Das Panorama allerdings ist stellenweise wirklich irre. Mal bist Du im Wald. Mal auf dem Gipfel. Und mal auf dem Mond.

Auf der großen Runde macht man die 500 Höhenmeter nur voll, wenn man einen kleinen Umweg einlegt.

Dieser führt einen auf ein Gipfelplateu auf dem irgendwas steht von dem ich keine Ahnung habe was es sein soll.  Ändert aber nix datran, dass es Spaß macht, dorthin zu radeln 🙂

Aber der besondere Clou und das, wofür wir eigentlich ja da waren, sind die Abfahrten.

Beim ersten Mal noch zaghaft an die Strecke rangestatet, hat es beim zweiten Mal in Strava PR’s für mich und QOM’s für Julia gehagelt – obwohl wir es eigentlich entspannt angehen wollten. Aber es ist einfach zu geil, einfach Laufen zu lassen

Am Start/Ziel gibt es ein kleines Hotel-Restaurant, wo man zwischen den Runden was futtern kann. „Mittig“ auf der roten Strecke ist eine Biker-Kneipe, wo es ebenfalls Kuchen, Bratwurst und Pommes so wie kalte Getränke gibt. Man kann also sagen, dass die Verpflegungsstationen durchaus was hergeben 😉

Wir sind letztlich zwei Mal die lange Runde gefahren.

Das waren dann 36km und 920 Höhenmeter, weil wir beim zweiten Mal nicht mehr auf das Plateu gefahren sind.

Am Ende der Tour hatten wir etwa 5 Liter Apfelschorle und reichlich Kuchen vertilgt und waren ziemlich angefixt.

Natürlich ist es was anderes, ob man mit dem Lift hoch kommt oder sich jeden HM erarbeiten muss. Aber die Anlage der Strecke in Brilon ist so, dass man im steten Wechsel hoch und runter fährt.

Irgendwie ist das für uns befriedigender als immer mit dem Lift zu fahren. Und das die Strecken wirklich universell sind sieht man auch daran, dass ich mit einem 160mm Enduro gefahren bin – und Julia mit einem 100mm Hardtail. Ohne das der eine oder die andere es bereut hätte.

Wenn Ihr noch nicht da gewesen seid und ich Euch einen guten Tip geben darf: Fahrt mal hin. Es lohnt sich echt.

Man muss halt Prioritäten setzen

Manchmal möchte ich echt schreien:

Eine meiner üblichen Trainingsrunden mit dem Rennrad führt mich über die B58, die Richtung Schermbeck seit geraumer Zeit schon eine große Baustelle hat.

Die B58 ist eine überaus gut befahrene Landstraße, insbesondere LKW Richtung A31 und Münsterland fahren dort viele.

Einen Rad- oder Fußweg gibt es nicht. Es ist aber keine Schnellstraße, auf der Radfahrer nicht erlaubt wären. Also nutzen dir Radfahrer logischer Weise den Pannenstreifen. Das gibt den LKW auch genug Raum um vorbei zu kommen. 

Und wie sieht das jetzt in der Praxis im Bereich der Baustelle aus? So:

Da wird der Streifen einfach mal auf ungefähr 30-45 cm geschmälert. So schmal, dass mein Lenker die meiste Zeit breiter als der Streifen ist.

Das birgt logischer Weise gefahren: Ich kann dort nicht sicher fahren und die LKW und PKW haben auch so nicht genug Fläche um vorbei zu kommen. Gleichzeitig ist das Fahren auf der Fahrbahn aber ja kein bisschen weniger gefährlich. Mal abgesehen von dem Hupkonzert hinter mir, ausgelöst von den Fahrern die nicht einsehen, hinter mir bleiben zu müssen, weil selbst WENN ich rechts von dem Streifen fahren würde, ein sicheres Überholen nicht möglich ist.

2017. Und in Baustellen werden Fahrräder immer noch einfach vergessen 🙁

Gesundheit, Sport und Puls

Ich finde das immer wieder fazinierend, wie der Körper so tickt. Ich trage ja eines dieser Sportarmbänder von Garmin, dass unter anderem meine Aktivitäten und den Puls rund um die Uhr misst.

Im letzten Monat war ich nun leider etwas gesundheitlich angeschlagen. So mit einer längeren Phase Fieber und Co. Und so sieht das dann im Ruhepuls aus:


Direkt geht der Ruhepuls nach oben. Diese Trendbewegung kann man übrigens auch sehr schön nehmen um über das Jahr (auch wenn ich noch kein ganzes Jahr messe) die aktiven von den faulen Phasen zu unterscheiden 😉

Denn ziemlich offensichtlich bin ich aus dem Herbst kommend relativ faul geworden. Und das stimmt (leider) auch. Die Spitze durch Krankheit ist aber sogar hier deutlich zu sehen.

Gehe ich jetzt auf eine Monats-Sicht, wird es aber deutlich, dass ich offensichtlich das Ruder rumgerissen habe:

Und tatsächlich: ich habe in den letzten 2 Wochen mein Trainingspensum auf dem Bike deutlich gesteigert. Also von Null auf wenigstens ein bisschen. Der „Lohn der Müh“:

Ich finde das krass, wie schnell der Körper auf sportliche Betätigung reagiert. Natürlich sind es in Summe immer nur einige wenige Schläge hoch und runter, aber man kann offensichtlich sehr gut faule, aktive und kranke Phasen am Ruhepuls unterscheiden.

Bisher hat mich eigentlich nur der Puls während der Aktivitäten interessiert, weil  ich bisher nur die Pulszonen im Auge hatte. Jetzt frage ich mich, ob ich Ermüdungsgrad und Trainingsintensität vielleicht auch über den Ruhepuls mitsteuern kann. Eigentlich müsste ich darüber auch ein Feedback darüber bekommen, wie gut die „Grundfitness“ ist. Muss ich mal Google fragen.

Und vorab: Wie sieht das bei Euch aus?