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Stadtradeln 09-2017

Heute beginnt die neue Stadtradel-Periode und Voerde hat zum ersten Mal ein eigenes Teams am Start.  Ehrensache, dass Julia und ich da mit fahren.

Heute war Tourauftakt. Von Voerde nach Wesel, wo wir auf die Gruppe aus Hamminkeln trafen, und von dort dann nach Rheinberg zum Ziel der Sternfahrt.

Das Wetter war bombastisch gut und ich fand es richtig Klasse, dass den Aufrufen zur Teilnahme, u. a. auch vom ADFC Dinslaken-Voerde, schon alleine bei uns über 30 Teilnehmer/innen mit allen Arten Rädern und in jedem Lebensalter gefolgt sind.

Das Tempo war so gewählt, dass alle mitkamen. Spätenstens ab Wesel war das eine Herausforderung, weil es ja dann noch mehr, ich schätze insgesamt 40 bis 45, Radler/innen waren.

Die Strecke war aber, gemessen an den verfügbaren Routen, sehr gut gewählt und auch das Fahren im Verband klappte nach leichten Startschwierigkeiten dann recht gut. Einzig der fast beständige Gegenwind war für einige doch eher ungewohnt und eine Herausforderung. Aber: Es kamen alle ins Ziel und das ist ja die Hauptsache 🙂

In Rheinberg angekommen gab es Waffeln, Würstchen und kalte Getränke, die auch reichlich in Anspruch genommen wurden. Und im Anschluss machten sich die Teilnehmer/-innen dann in den unterschiedlichsten Gruppen auf den Weg.

Julia und ich sind alleine gefahren und dann über die Fähre Orsoy, um noch mal ein bisschen Tempo machen zu können. Was dank des dann im Rücken blasendne Wind auch hervorragend geklappt hat.

Fazit: Sehr schöne Tour und die ersten 48km im Stadtradeln-Tagebuch eingeloggt 🙂

 

P.S: Mehr zu lesen gibt es bei Rene: Klick!

Ja ist denn schon Weihnachten?

Julia und ich „nullen“ beide dieses Jahr an unseren Geburtstagen. Das nutzt der eine oder andere für hübsche Geschenke und dieses Wochenende kamen zwei etwas verfrüht ins Haus.

Bisher sind wir immer mit Brillen von SwissEye gefahren und waren auch super zufrieden damit. Inzwischen haben wir ein ganzes Arsenal an verschiedenen Brilen für verschiedene Anlässe.

OAKLEY Radar EV Path / Sapphire Iridium

Allerdings haben andere Firmen ja bekanntlich auch sehr schöne und leichte Brillen.

Und deswegen freut es uns, dass jetzt auch 2 Brillen von Oakley unsere Fahrten noch besser machen.

Für mich gab es die „Radar EV Path“ mit dem „Sapphire Iridium“-Glas. Einem relativ dunklen, polarisierten Glas. Das eine sehr interessante Farb- und Detailwahrnehmung erlaubt, die ich bisher noch bei keiner Brille erlebt habe.

 

OAKLEY Radar EV Path / PRIZM TRAIL

FürJulia gab es ebenfalls die „Radar EV Path“, allerdings mit den „Prizm Trail„-Gläsern.

Die sind kontrastverstärkend und nach einem ersten Test kann man nur sagen: holy moly!

Beide Brillen sind super leicht (unter 30 Gramm, ich dachte erst die Waage ist kaputt) und tragen sich auffallend unauffällig.

Insgesamt scheinen die beiden Brillen die Skala dessen, was man gut findet weit nach oben zu verschieben.

Ich glaube, dass ich bei wechselhaftem Wetter und bei anderen Sportarten als Biken trotzdem weiter meine SwissEye nutzen werde.  Aussortiert sind die nicht.

Aber die Oakley spielen halt in einer ganz anderen Liga. Vor allem bei Sonne und auch bei schnell wechselnden Lichtbedingungen auf dem Trail.

Und weil die so geil sind, bin ich mal so frech und verleite Euch mit einem Amazon-Affiliate-Link dazu, die selber mal zu testen:

Oakley Radar EV Path ab 99€

Trailground Brilon: I like. :-) :-) :-)

Eigentlich wollte ich heute die RTF in Haltern fahren. 111 flache KM mit dem Rennrad abreißen. Dann wurde das Wetter für heute als super gut vorhergesagt und ich dachte eher mein Enduro auf die Halde Hoppenbruch zu entführen.

Und irgendwie, so beim Surfen gestern, bin ich auf den Trailground Brilon gestoßen.

Und weil ich ja bekannt bin für dumme Entscheidungen,  habe ich Julia überredet, heute etwas früher aufzustehen.

Bisschen doof war nur, dass nach dem Aufstehen das Thermometer so gar nicht nach den für heute angesagten 20  Grad und mehr aussah…. hmmm. Also erst noch mal ausgiebig gefrühstückt und dann los. Obwohl es arg kalt war, sah der Himmel verdächtig gut aus. Ich also in Kurz-Kurz. Julia zur Vorsicht mit langen Sachen.

Was sich als völlig unnötig erwies, denn als wir in Brilon ankamen, war es schon über 20 Grad warm. Und wenig überraschend waren wir wohl nicht die Einzigen, die sich gedacht hatten, dort mal biken zu fahren. Um es aber vorweg zu nehmen: Stau gab es in den Trails keinen.

Der Trailground bietet 3 Strecken, die sich eigentlich an alle Niveau-Klassen richten. Die technischen Stellen sind alle so angelegt, dass auch ein panischer Neuling gut durchkommt und ein geübter Fahrer viel Spaß haben kann. Die Strecken sind dabei 7km/175hm, 10,8km/315hm und 17,3/505hm lang.

Zum größten Teil wird Fläche genutzt, die rund um einen teils noch aktiven Steinbruch liegt.

Wirklicher „Wald“ ist dort relativ wenig, aber auch vorhanden.

Die Auffahrten sind alle gut machbar und durchaus auch für Leute zu schaffen, die jetzt keinen Alpencross fahren würden.

Das Panorama allerdings ist stellenweise wirklich irre. Mal bist Du im Wald. Mal auf dem Gipfel. Und mal auf dem Mond.

Auf der großen Runde macht man die 500 Höhenmeter nur voll, wenn man einen kleinen Umweg einlegt.

Dieser führt einen auf ein Gipfelplateu auf dem irgendwas steht von dem ich keine Ahnung habe was es sein soll.  Ändert aber nix datran, dass es Spaß macht, dorthin zu radeln 🙂

Aber der besondere Clou und das, wofür wir eigentlich ja da waren, sind die Abfahrten.

Beim ersten Mal noch zaghaft an die Strecke rangestatet, hat es beim zweiten Mal in Strava PR’s für mich und QOM’s für Julia gehagelt – obwohl wir es eigentlich entspannt angehen wollten. Aber es ist einfach zu geil, einfach Laufen zu lassen

Am Start/Ziel gibt es ein kleines Hotel-Restaurant, wo man zwischen den Runden was futtern kann. „Mittig“ auf der roten Strecke ist eine Biker-Kneipe, wo es ebenfalls Kuchen, Bratwurst und Pommes so wie kalte Getränke gibt. Man kann also sagen, dass die Verpflegungsstationen durchaus was hergeben 😉

Wir sind letztlich zwei Mal die lange Runde gefahren.

Das waren dann 36km und 920 Höhenmeter, weil wir beim zweiten Mal nicht mehr auf das Plateu gefahren sind.

Am Ende der Tour hatten wir etwa 5 Liter Apfelschorle und reichlich Kuchen vertilgt und waren ziemlich angefixt.

Natürlich ist es was anderes, ob man mit dem Lift hoch kommt oder sich jeden HM erarbeiten muss. Aber die Anlage der Strecke in Brilon ist so, dass man im steten Wechsel hoch und runter fährt.

Irgendwie ist das für uns befriedigender als immer mit dem Lift zu fahren. Und das die Strecken wirklich universell sind sieht man auch daran, dass ich mit einem 160mm Enduro gefahren bin – und Julia mit einem 100mm Hardtail. Ohne das der eine oder die andere es bereut hätte.

Wenn Ihr noch nicht da gewesen seid und ich Euch einen guten Tip geben darf: Fahrt mal hin. Es lohnt sich echt.

Trailsurfen Amerogen

Auf Einladung von Freunden haben wir heute unser Bike-Mobil mal gesattelt und sind nach Holland gedüst, genauer nach Amerogen.

Dort gibt es einen „Trailpark“ mit 3 ausgeschilderten und gut ausgebauten Routen. Und da wir in unterschiedlichen Teams unterwegs waren, bin ich dann die Grüne und die lila Route (die dafür doppelt) gefahren…

und Julia ist die Grüne und die rote Tour gesurft:

Die Ausgangsbedingungen waren nicht die Besten, denn schon auf dem Weg hatten wir immer wieder Regen. Entsprechend sahen wir am Ende der Tour auch aus. Bzw. unsere Bikes 😉

Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir sau viel Spaß hatten. Denn die Strecken sind wirklich durchdacht angelegt und der Boden ist so aufbereitet, dass wir zwar genug Dreck zum rumspritzen hatten – der Matsch aber so oberflächig war, dass die Reifen immer genug Gripp hatten 🙂

Insgesamt waren wir „nur“ 2 Stunden auf den Trails – das hat aber für eine ausreichende Portion Sonntags-Fun genügt. Und macht Lust auf mehr, wenn auch dann bei besserem Wetter.

Übrigens war die „Zielankunft“ auch gut vorbereitet. Ich weiß gar nicht wo der Korb auf ein Mal her kam… aber plötzlich war er da 😀

Um auf den Trails fahren zu dürfen, muss man übrigens eine Jahres-Vignette lösen. Die kostet 12 Euro, ist dann aber auch u. a. auf den Tracks Montferland gültig. Und für die Arbeit, die man sich ganz offensichtlich gemacht hat, lohnt das Geld auf jeden Fall.

Die Vignetten gibt es übrigens im Ort im Cafe Prologue – in dem es auch sehr gut hausgemachtes Essen über „Radfahrerspezialitäten“ bis hin zum klassischen Apfelkuchen und Pommes & Frikandel gibt.

Wenn Ihr also mal wieder Lust habt, ein paar Trails zu surfen, ohne zu viel Technik und mit moderaten HM, die Trails dort kann man uneingeschränkt empfehlen 😀

Aus! Aus! Die Sainson ist aus! Und die Münsterland-Giro auch ;-)

Heute stand das letzte Rennen für 2016 auf dem Plan, die Münsterland-Giro und hier die Kurzstrecke mit 70km.

m_nsterland_giro

Mit dem Ergebnis kann ich sehr zufrieden sein: Platz 61 von 220 in meiner Altersklasse, bzw. 253 von 1209 Starter/-innen. Und nur 15 Minuten hinter dem Ersten durch das Ziel gerollt.

Ein sehr schönes, schnelles Rennen (dank super Gruppe), dass mir vor allem aber wegen des dichten Nebels und der vielen Crashes in Erinnerung bleiben wird. Vor allem die Gruppe, die sich auf der Ziellinie völlig unnötig lang gemacht hat… naja, sei es drum.

2016 war Rad-technisch ein komisches Jahr. Ich bin deutlich weniger Rennen gefahren als geplant. Und die, die ich gefahren bin, waren schon irgendwie „durchwachsen“. Neben den Rennen standen auch einige Touren auf dem Programm, die mir gut in Erinnerung geblieben sind.

So bin ich ja im Mai eher spontan die „Ruhr Around Challenge“ gefahren. Seit bestimmt 20 Jahren keine Distanz über 100km abgerissen und dann mal eben 200km gefahren. Kann man machen, ist aber sehr speziell. Aber es hat mit meinem Mitfahrer Tobi so viel Spaß gemacht, dass wir 2017 alle 3 Touren (100, 200 und 300km) fahren werden. Außerdem hat unser „Fahrstil“ zu einer Neuplanung beim Veranstalter geführt, die wir testen dürfen.

Insgesamt war ich überrascht, wie gut die 200km liefen 🙂

Ein geplantes „Highlight“ war natürlich auch 2016 das 24h-Rennen von Duisburg. Das dieses Jahr allerdings so grottenschlecht war, dass wir unsere Teilnahme für 2017 abgesagt haben.

Im gleichen Monat folgte auch der Marathon Grafschaft, der mich emotional extrem (über)(ge)fordert hat. Leider, denn eigentlich ist Grafschaft ja ein „Must Have“ für mich.

Nachdem ich aber über 20 Jahre nicht mehr an einem Rennrad-Rennen teilgenommen habe, war ich dann im September beim Race am Rhein. Und ich war total geflasht. Nicht nur, weil es auf Anhieb wirklich gut lief und ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden war. Sondern auch wegen des „warum habe ich eigentlich damals damit aufgehört“-Gefühls 🙂

Was dann letztlich dazu führte, dass ich heute morgen in Münster stand. Und eine wirklich irre Runde gefahren bin. Mit Gegenwind, Seitenwind, Rückenwing, Nebel mit Sichtweiten um die 50 Meter und Spässkes inne backen.

Abschließend gab es dann Verpflegung bei Nutrixxion am Bus. Und hier liegt jetzt mein Formular für Nutrixxion 2017 – ich werde dem Team wohl treu bleiben. 🙂

Jetzt steht erst mal die obligatorische Herbst-Leistungsdiagnostik bei Steffi an.  Darauf folgt dann, was niemand so richtig mag: Das Wintertraining mit viel Rolle. Aber mal gucken: in 2017 möchte ich definitiv mehr Rennrad-Rennen fahren und vielleicht reiße ich mich auch endlich mal zusammen und nehme ab 😉 Denn mal ehrlich: 15 Minuten auf 70 km sollten doch irgendwie zu machen sein 😉

Für das abgelaufene Jahr muss ich aber ein paar Leuten danke sagen:

  • Julia, dafür, dass sie allen Quatsch mit macht, immer dabei ist und auch aufopferungsvoll pflegt, wenn ich mich mal wieder abgelegt habe.
  • Nutrixxion für die Betreuung. Die ist zwar, wie immer, ausbaubar, aber ich habe viel Spaß im Team. Vielen Dank auch für die unzähligen Gele, Flaschen, Getränke. Besondere Grüße an dieser Stelle an Volker, den Chefmotivator 😉
  • Powerbar aus Voerde, die uns als „Heimlieferant“ mit zusätztlichen Riegeln und Muffins versorgt haben 🙂
  • Garmin für die neuen Geräte, die wir im Training und Rennen nutzen dürfen.
  • Chalkr, die uns bei unserem Alternativ- und Wintersport, dem Klettern so tatkräftig unterstützen.
  • ERG 1900 e.V., unsere sportliche „Wahlheimat“. Vor allem für die unzähligen gemeinsamen Trainingsrunden 🙂

 

Es wird Herbst….

Heute morgen auf dem Weg zur Halde ist mir aufgefallen, dass viele Bäume schon bunte Farben tragen.

Aber die Abendsonne hat es dann ganz deutlich gemacht: Der goldene Herbst ist angebrochen.

IMG_8524webJetzt ist sie da, die kurze Zeit zwischen dem Sommer der viel zu kurz war und dem Winter der viel zu lang sein wird. Zumindest für uns Radfahrer…

Grenzfahrer vs. Rose – 2 RTF die sich (k)ein bisschen ähneln

In den letzten Tagen bin ich zwei RTF gefahren, die sich in vielem ähneln und doch ganz unterschiedlich waren.

Da war zuerst die RTF der „Grenzfahrer„, die uns (grob) von Willich nach Holland und zurück führte:

Grenzfahrer_RTF_

Wir sind die 110km-Runde gefahren und waren sehr angetan. Die Startgebühr war 6 Euro für „Trimmdich-Fahrer“ ohne Wertungskarte. Dafür gab es dann..

  • eine sehr gut ausgewählte Strecke,
  • die sehr gut beschildert war und
  • alle 20km einen Verpflegungspunkt.

Die Verpflegungspunkte verdienen eine besondere Aufmerksamkeit: denn neben Nutellabroten, Waffeln und Bananen gab es für die Fahrer so viele Riegel und Gele von Xenofit, wie man tragen konnte. Witziger Weise hat das niemand wirklich in übertriebenem Maß ausgenutzt.

Die Strecke war insgesamt sehr schnell, weil vor allem große Straßen oder schnelle (niederländische) Radwege zu fahren waren.

Dann sind wir die RTF „Rose Bikes – RC77“ gefahren, die uns von Bocholt nach Holland und zurück führte:

RTF_Bocholt_70km_mit_viel_Wind_

Weil es sehr windig war, sind wir allerdings von der 110km-Runde auf die 70er ausgewichen. Der Startpreis betrug ebenfalls 6 Euro und dafür gab es dann:

  • eine sehr gut ausgewählte Strecke,
  • die sehr gut beschildert war und
  • …. äh einen Haken.

Denn erst nach 35km sind wir an den ersten Verpflegungspunkt gekommen und dort lagen nur ein paar, größtenteils deutlich grüne Bananen. Sonst nix. Kurz bevor wir fahren wollten, tauchten plötzlich noch Aldi-Müsliriegel auf.  Besser als nix, aber als Julia 3 davon holte (für sie, unseren Mitfahrer und mich), gab es noch einen dummen Spruch „da kommt ja die richtige“, als sie die genommen hat.

Un-fucking-fassbar.

Nach der Rückkehr gab es dann ein Funktions-T-Shirt von Rose und RC77, dass für die „ersten 1000 Fahrer“ vorgesehen war – ich glaube nicht, dass so viele da waren.

Die Shirts sind toll. Und auch die Strecke war gut: Nicht so schnell wie die Grenzfahrer-RTF, aber durch viele Kurven auf der Strecke war man immer vergleichsweise kurz dem doch starken Wind von vorne ausgesetzt.

Beide teilten sich, dass man hier eine sehr schöne grenzüberschreitende, flache Strecke fuhr. Beide Strecken waren wirklich gut ausgewählt und präpariert. Während die Grenzfahrer aber mehr auf Speed setzten, sprach die Rose-RTF eher die Genießer an.

In beiden Fällen bekam man für sein Geld auch wirklich viel geboten. Allerdings rettet die Rose-RTF hier das Shirt. Denn nach dem „Verpflegungsstop“ waren wir schon  reichlich angefressen.

Bei beiden gab es übrigens hinterher auch sehr leckere Würstchen, Getränke und viel Kuchen zu sehr fairen Preisen.

 

(Bike-)Urlaub im Paradies

Wenn es für Mountainbiker in Europa sowas wie das Paradies gibt, dann ist es sicherlich die Gegend zwischen Leogang und Saalbach-Hinterglemm.

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Und wir müssen es wissen, denn wir waren für 10 Tage da 🙂

Aber der Reihe nach:

Für den Urlaub dieses Jahr hatten wir uns Saalbach-Hinterglemm ausgesucht, dass wir mal ausprobieren wollten. Ein wenig enttäuscht waren wir ja letztes Jahr von Meran.

In Hinterglemm hatten wir im Hotel Hasenauer ein paar Übernachtungen gebucht.  Das Hasenauer wirbt für sich selbst als „Sport- und Wohlfühlhotel“ und beides ist mit absoluter Sicherheit nicht übertrieben.

In dem familiär geführten Betrieb wird viel Wert darauf gelegt, dass sich die Gäste wohl fühlen. Und das wird vor allem über „Kleinigkeiten“ erreicht: Das Essen ist morgens wie abends einfach super (wir hatten HP gebucht) und die Kräfte die dort arbeiten wissen ab dem zweiten Tag, welche Eigenart welcher Gast hat. Dementsprechend muss man auch nie sagen, welche Zimmernummer man hat oder das man einen Kaffee zum Frühstück möchte.

Daneben gibt es täglich geführte Wandertouren, auf Wunsch Bike-Guides und so weiter und so fort.

Die Zimmer sind auch wirklich angenehm eingerichtet, in unserem Fall zusätzlich mit großem Bad und Balkon. Herrlich. Insgesamt ist das Hotel uneingeschränkt empfehlenswert.

Angekommen stellt sich dann aber die Frage: was machen wir denn jetzt?

Das Problem ist nämlich: man kann so viel machen, dass man gar nicht weiß womit man anfangen möchte 🙂

Wir haben uns für die erste Aktion überlegt, die Milka-Line zu fahren – angeblich auch Hardtail-tauglich. Weil wir ja nun mal nichts anderes mit hatten, als unsere Hardtails 😀

DSCF1287Hier offenbarte sich dann auch gleich ein „Problemchen“: Julias für Marathons im Sauerland getrimmtes Trek hatte nur sehr (sehr) kleine Bremsscheiben. Das geht auf die Dauer in die Hände.

Aber in  Saalbach sollte es doch kein Problem sein, die Bremsscheibe zu wechseln?

Ist es auch nicht: Der Laden gegenüber vom Hotel montierte die neue Bremsscheibe (ohne Aufpreis für die Montage) und schickte uns zum nächsten Laden, wo es den passenden Bremsadapter gab 😀

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Wenn doch nur alles so unkompliziert wäre im Leben 🙂 Kein „Haben wir nicht, kriegen wire nicht“,  sondern überall ein „das kriegen wir schon hin“.  Wer mal ein ganzes Tal erleben will, dass sich auf den Kunden einstellt, der sollte mal versuchen dort ein „unlösbares“ Problem zu haben.

Anyway, mit neuer Bremse wiedser auf den Weg zum Trail!

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Für den nächsten Tag hatten wir uns bei Bike ’n Soul zum XC-Training angemeldet. Inhaltlich war das für uns jetzt eher… nicht so ergiebig. Es hatte aber den interessanten Nebeneffekt, dass wir einige witzige Leute kennen gelernt haben – mit einigen davon haben wir dann auch noch mehrfach was unternommen.

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Nach dem Technik-Training war noch eine gemeinsame Tour geplant, die wir leider absagen mussten. Ich hatte mich mit einem Bekannten verabredet, den Adolari-Klettersteig zu gehen.

DSCF1301Nach den Trockenübungen im Landschaftspark unser erster richtiger Klettersteig. Bei dem Julia leider raus fand, dass das nicht ihr Sport ist. Ganz im Gegensatz zu mir: Ich finde das ausgesprochen cool 🙂

Aber wir waren alle erfolgreich und am Ende gibt es ja eine Zwangs-Belohung bei diesem kurzen, aber schönen Steig:

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Die Rückfahrt sind wir dann mal andersherum angegangen. Dazu muss man wissen, dass man mit dem Rad vom Hotel in 20km am Steig ist. Über den Berg. Mit dem Auto aber sind es 60 – um den Berg herum. Und die Idee war: Wenn man links rum fahren kann … steht man rechts rum im Kuhstau 😀

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Am nächsten Tag sind wir dann noch mal zu Bike ’n Soul und haben eine Tour mit den Leute vom Vortag gefahren. Die war technisch jetzt nicht sonderlich anspruchsvoll, hatte aber schon ein paar Höhenmeter.

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Morgenradfahrt

In Leogang haben wir aber den Lift nach oben genommen 😉

IMG_7955Von Leogang ging es dann noch mal nach Saalbach zurück und dort noch mal die Milka-Line runter. Die übrigens eine schöne Verlängerung des Panorma-Trail ist.

Der nächste Tag führte uns dann zur Bike-Academy von Kurt Exenberger.  Dort hatten wir ein mehrstündiges Individualtraining gebuchgt, für das sich unser Coach Rainer auch ordentlich Zeit nahm.

Dabei fiel allerdings sehr schnell auf, dass Julia deutlich besser ist. Ich habe die Weichei-Variante des Trainings genossen 😉

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Und falls Ihr Euch fragt, was das da auf dem Parkplatz ist:

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Das ist  die Euro-Bike. Bzw. die Eurobike-Mediadays, zu der nur Journalisten Zugang hatten. Und so wurden, während wir Training hatten, rund um uns die Fotos für die Zeitschriften der kommenden Monate geknipst.

Übriges, Training: Gleich zu Anfang haben wir gelernt, dass wir total „oldschool“ sind. Und Julia hat dann im Anschluss ein paar „Videosichtungen“ vorgenommen und festgestellt: So wie Rainer das sagt, fahren heute wirklich die Profis. Kein Wunder, sind doch auch so Größen wie Lakata dort Kunde.

Am Tag danach war mal wieder biken angesagt, diesmal mit den Leuten von Bike ’n Soul – aber ohne Bike ’n Soule. Auf dem Programm. Nachdem inzwischen Juli war und damit alle Lifte liefen, konnten wir auch den Berg direkt hinter dem Hotel in Angriff nehmen. Dor gehen der Hackelberg Trail 1 in den Trail 2 über und der direkt in den Buchegg-Trail übergeht. Etwas über 10 KM mit über 1000 Tiefenmetern.

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Da man ja nicht immer nur Rad fahren kann, musste natürlich Abwechslung her. Für Julia hatte ich mir da schon im Vorfeld etwas ausgedacht und so sind wir zum Flying Fox XXL in Leogang gefahren. Nicht billig, aber war ja Geburtstag 😉MST_4819

Den Geräuschen nach war es allerdings entweder besonders gut – oder besonders grausam, mit weit über 100km/h nur an einem Drahtseil hängend über das Tal zu rasen 😀

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Gemeinsam abgewechselt vom Radfahren haben wir uns dann beim Rafting auf der Salzach, wo wir etliche Stunden (4? 5?) gemeinsam mit unserem Guide vom Raftingcenter Taxenbach doch eine Menge Spaß hatten.

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Der Fluß ist zwar deutlich ruhiger als der Kicking Horse River, aber durch die Länge der Tour wurde es schon ganz schön anstrengend 🙂

Eine Stelle muss leider umgangen werden, weil dort vor einigen Jahren mal eine ganze Bootsladung verunfallt und in der Folge nur noch tot geborgen werden konnte.

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Man darf halt nicht vergessen, dass bei all der Technik die Natur gerne mal am längeren Hebel sitzt. Aber bei uns ging alles gut und es landete nur der im Wasser, der freiwillig rein gesprungen ist 😉

In Saalbach war übrigens während unserer Anwesenheit die European Bowhunter Championchip 2016, eine Veranstaltung zu der mal eben 2000 Bogenschützen aus der ganzen Welt angereist kamen.

MST_4799Und da die Austragungsorte über das ganze Tal verteilt waren, hatte das zwei Folgen: die erste war, dass schon Lifte liefen die eigentlich im Juli erst öffnen. Die zweite Folge war, dass wir quasi überall auch auf Bogenschützen trafen.

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Und so langsam kann unser Urlaub dann auch zum Ende kommen – denn die 10 Tage waren viel zu kurz um all das zu machen, was wir uns vorgenommen hatten.

Doch halt! Eins fehlt noch! Das Kitzsteinhorn!

Denn was wäre ein Besuch in den Alpen, ohne wenigstens mal einen hohen Berg zu erklimmen? Also in dem Fall ohne die zahlreichen Seilbahnen zu nutzen? Eben, nichts.

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Also sind wir am letzten Tag noch hoch auf den Gipfel, wo es uns sogar gelang, so zu tun als wäre das Wetter gar nicht so schlecht:

MST_4895Denn in Wahrheit wechselte die Wetterlage quasi sekündlich zwischen „geht doch“

IMG_8037und „man sieht die Hand vor Augen nicht“:

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Aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben ;-)Allerdings  haben die schlauen Österreicher vorgesorgt: Im (!) Gipfel findet man den Eingang zu einem Museums-Stollen:

MST_4880Und in dem Musium erfährt man dann einiges über die Geschichte und die Geologie des Berges auf / in dem man sich gerade herum treibt:

MST_4885Und das alles für 0€ 🙂

Übrigens, am Fuße des Kitzsteinhorn liegt die Sigmund-Thun-Klamm, die auch einen eigenen Besuch wert ist:

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Und wenn man den Weg noch ein wenig ausdehnt, kommt man am Ende der Klamm zu einem der typsischen Wasserkraftwerke…

MST_4854Und wenn man den Damm erklimmt, kann man sogar noch eine Runde um den Stausee drehen…MST_4864

Das war jetzt der Versuch, 10 absolut unglaubliche Tage im Herzen Europas zu beschreiben. Eigentlich kann ich aber nur zusammenfassend sagen: Wer gerne draußen ist, egal ob zum Wandern, Biken oder sonst wie: das Salzburger Land, Saalbach und Umgebnnung haben wahnsinnig viel zu bieten. Und mit der Joker-Card erübrigt sich in den meisten Fällen auch die Angst vor Zusatzkosten.

Und während wir vorher noch über den Slogan Witze gemacht haben, sagen auch wir jetzt:

Saalbach – Home of Lässig!

Eigentlich

Eigentlich bin ich, trotz der paar (vielen) Kilo die ich zu viel mit mir rum schleppe, ja nicht ganz unsportlich. Eigentlich bin ich auch niemand der sonderlich Probleme mit Muskelkater und so einem Quatsch hat. Eigentlich.

IMG_7604Heute morgen war das Wetter richtig geil und ich habe mich gefreut, mit Freunden mal wiedser im Landschaftspark Duisburg klettern zu gehen.

Wieder erwarten waren heute auch nicht alle Leute bei irgendwelchen 1. Mai-Kundgebungen, sondern hatten den gleichen Gedanken wie wir:

Raus in die Sonne!

IMG_7605Das führte natürlich dazu, dass – kaum war ich da – wir auch schon in den Seilen hingen und über die Tritte hangelten.

Und dabei das Glück hatten, genau die Lücke zwischen zwei größeren Gruppen zu erwischen.

Leider war meine Form heute echt Scheisse und ich musste wirklich um jeden Meter kämpfen, sobald die Schwierigkeit über B lag. Aber das hat man ja mal. Dafür entschädigte natürlich das Wetter und gute Laune hatte ich sowieso.

IMG_7607Wir haben uns dann ein ruhiges Eckchen gesucht und noch ein bisschen Abseilen geübt.

Das war auch das erste Mal, dass ich das neue Seil, das Julia mir geschenkt hat, ausprobieren konnte.

Und ich muss zugeben, am Seil runter zu rutschen relativiert die Strapazen von vorher doch erheblich.

DSC_0001Direkt im Anschluss haben wir noch mit dem Aufstieg am Seil experimentiert und dabei eine sehr schöne Technik entwickelt, mit der man entspannt am Seil hoch kommt. Prima Sache das.

Während dessen schlug Julia vor, mit einem Freund aus Voerde noch eine Runde Rad zu fahren. Eine entspannte GA1-Runde. Der Freund von uns bestand darauf, weil er schon länger nicht  trainiert hatte – uns sollte das Recht sein.

Dummerweise nur wollte er dann irgendwie zeigen, dass er „mit uns mithalten“ kann und so wurde aus einer entspannten Runde eine, die zwischendurch ganz und gar nicht entspannt war – viele Tempowechsel und sehr viel Gegenwind inklusige.

_Lockere_Runde_haben_se_gesagt_

Und jetzt sitze ich zu Hause und bin froh das ich noch tippen kann. Ich habe schon jetzt einen unglaublichen Muskelkater in den Oberarmen und Oberschenkeln. Und eine ganz leise Ahnung, dass ich morgen auf dem Weg mit dem Rad zur Arbeit sehr leiden werde.

Aua.

Aber: Das war es wert. Mit guten Freunden in der Sonne Sport treiben zu können, ist echt was wert.

Vom Kopf und Körper

Nachdem ich eigentlich ganz gut in / durch die dunkle Jahreszeit gekommen bin, war vor ein paar Wochen ein Tiefpunkt erreicht: ich hatte schlicht keine Lust mehr auf Rolle.

Obwohl bei regelmäßigen Tests gut sichtbar war, dass ich deutlich an Kraft zulegen konnte… ich wollte einfach nicht mehr im Keller fahren.

Und da ich ja noch gut in Erinnerung habe, wie fatal das sein kann gegen den inneren Schweinehund anzukämpfen und letztlich mit deutlichen Symptomen von Übertrainiert kämpfen zu müssen, habe ich das Training drastisch reduziert.

Seit das Wetter besser wird, ist auch die Laune wieder besser. Und seit auch draußen fahren wieder regelmäßig klappt, geht es auch wieder bergauf.

fittnessSehr schön sieht man das auch auf Strava, wenn ich mir dort meine Fittnesskurve ansehe.

Die erste „entspannte“ Haldenrunde seit langem hat allerdings gezeigt, dass ich mich in den letzten Wochen zu sehr auf das Rennrad konzentriert habe und dringend wieder mehr mit dem MTB raus muss.

Ein_Mal_Kopf_frei_bitte_

Unzufrieden bin ich natürlich nicht, es war ja eine Runde zum Kopf frei pusten. Aber erst der erste Marathon wird zeigen, wie gut ich auf dem MTB bin, wenn es auch mal bergauf geht.

Wobei… was die reine Ausdauer angeht, bin ich relativ entspannt. Wenn ich in der Ebene auf knapp 110km einen Schnitt von fast 32 halten kann, dann sollten 55km im Sauerland auch zügig fahrbar sein.

RTF_Bochum

Was Julia angeht:

Die muss noch bis Mitte Mai an ihrer Master-Arbeit schreiben. Danach wird sie aber wohl auch wieder ins Training einsteigen. Und vielleicht noch ein paar XCO-Rennen fahren können 🙂

Insgesamt beginnt das Jahr also ganz gut. Mal sehen, wie sich die Saison so entwickelt. Auch mit den beiden Rennrad-Rennen, die ich dieses Jahr bestreiten möchte.

Wohl wissend, dass durch Ehrenamt und Job meine Trainingszeiten drastisch beschränkt sind.