Archiv der Kategorie: Presse

Wieder ein Toter :-(

Aus der inzwischen traurig populären Gruppe „Das Fahrzeug war es“ gibt es einen neuen Beitrag.

Diesmal leider mit einem Toten.

Schon die Headline stellt allerdings klar, dass es auf keinen Fall an einem Menschen gelegen haben kann. Die MZ schreibt:

Auto fährt in Gruppe von Radfahrern

Nicht: Autofahrer fährt in Gruppe von Radfahrern. Auch nicht Auto fährt in Gruppe von Fahrrädern. Sondern Ding fährt in Mensch.

Und so geht es leider auch weiter:

Um die Mittagszeit war ein Pkw zwischen Lubast und Kemberg von der Fahrbahn abgekommen und in eine Gruppe von Radfahrern geraten.

Mehrere Menschen wurden verletzt, einer der Schwerverletzten erlag inzwischen seinen Verletzungen, (…)

Warum genau ist das eigentlich wird immer (noch) so geschrieben, als würden LKW und PKW völlig losgelöst von den in ihnen sitzenden Personen irgendwie in eine Situation kommen (eher zufällig), bei der dann Radfahrer und Fußgänger zu Schaden kommen?

Warum wird der Unfallgegner (-Verursacher?) immer hinter einer Sache versteckt? Warum steht da nicht, dass der Fahrzeugführer/ die -in mit dem Fahrzeug von der Straße abkam?

Der einzige Grund der mir einfallen will ist, dass (vielleicht sogar unbewußt) der Eindruck vermieden werden soll, dass Autos ganz schnell zu tödlichen Waffen werden. Über die Menschen oft(!) die Kontrolle verlieren. 

 

Der LKW war es!

Aus der Rubrik der sich selbst tödlich verletztenden Radfahrer. Bzw. aus der Unterrubrik „es war das Fahrzeug!!!EinsEinsElf„:

Wieder hat ein nach rechts abbiegender Lkw eine Radfahrerin überrollt und getötet. (…)

Nach ersten Angaben wollte der Lastwagen von der Oberspreestraße nach rechts in die Grünauer Straße abbiegen.

Das Unfallopfer war übrigens eine Radfahrerin, bzw. Frau. Den Unfallverursacher als LKW-Führer/-in zu bezeichnen oder wenigstens als Fahrer/-in kommt der Zeitung nicht in den Sinn.

Denn das würde die Mitwirkung ja personifizieren. So war es nur das Ding, dass sich falsch verhalten hat und einen Menschen getötet hat.

 

Geismayr und Pernsteiner verteidigen BIKE Transalp-Titel | Süss und Stenerhag feiern Gesamtsieg in der Damenwertung | Termin für 2018 bestätigt

Riva del Garda, 22. Juli 2017 – Daniel Geismayr und Hermann Pernsteiner haben ihren Titel bei der BIKE Transalp powered by Sigma erfolgreich verteidigt. Der österreichische Meister und sein Landsmann saßen für die insgesamt 544,80 km und 17.987 Höhenmeter der Jubiläumsauflage, die über sieben Tage von Mayrhofen an den Gardasee führte, 22:43.02,2 Stunden im Sattel. Das österreichische Duo von Centurion Vaude ist erst das vierte Team, das seinen Vorjahreserfolg wiederholen kann.

 Die erfolgreichen Transalptitelverteidiger Pernsteiner und Geismayr © Miha Matavz
2017 BIKE Transalp powered by Sigma / Finish of 7th stage which led from Lavarone – Riva del Garda on July 22, 2017

Die finale Etappe von Lavarone nach Riva del Garda (79,12 km; 2.117 m) beendeten die alten und neuen Transalp-Champions als zweitschnellstes Team (3:08.45,2) direkt hinter ihren deutschen Teamkollegen Jochen Käß und Markus Kaufmann (3:08.44,4), die damit für eine perfekte Woche für den schwäbischen Rennstall sorgten.

Die Top-4 sicherte sich nicht nur jeden Etappensieg, sondern beendete die 20. Rennauflage der BIKE Transalp auch mit Platz eins und zwei im Gesamtranking.

Rang drei heute (3:09.52,7) wie auch im Endergebnis (22:52.36,4) ging an die Topeak Ergon Racing 1-Paarung Jeremiah Bishop (USA) und Kristian Hynek (CZE), die erst zwei Tage vor Start der einwöchigen Hatz über den Alpenhauptkamm als Team zusammengestellt worden waren.

Wie an den Tagen zuvor auch legten die dominierenden Fahrer der diesjährigen Transalp den Grundstein zum Erfolg in den Anstiegen.

Die Top-3 Teams der Transalp: Centurion Vaude 2 und 1 und Topeak Eargon © Miha Matavz
2017 BIKE Transalp powered by Sigma / Finish of 7th stage which led from Lavarone – Riva del Garda on July 22, 2017

Vor allem in den steilen Auffahrten präsentierten sich die Centurion Vaude-Fahrer in einer eigenen Liga – so auch heute auf dem Weg zum Passo Coé sowie dem Monte Faé, wo sich das Quartett dank guten Teamworks entscheidend absetzen konnten.

„Unsere Taktik ist heute wieder perfekt aufgegangen. Wir haben am ersten Anstieg ordentlich Tempo gemacht, damit wir eine Lücke bekommen zu den Verfolgern. Dann sind die anderen unten in der Fläche wieder herangekommen. Am letzten Anstieg haben wir dann wieder Ernst gemacht und sind weggefahren. Der Sieg war nie Gefahr. Das war ein super Gefühl heute, mit dem ganzen Team vorne wegzufahren“, so Pernsteiner.

Der 26-Jährige weiter: „Der erste Sieg ist natürlich immer etwas Besonderes. Es ist schwer, einen Titel zu verteidigen, aber das war unser Ziel. Wir haben gewusst, dass wir es drauf haben, nachdem die Saison schon dementsprechend gelaufen ist.“

Sein Mitstreiter Geismayr fügte noch an: „Es tut gut, mit dem zweiten Titel zu bestätigen, dass der erste Sieg letztes Jahr kein Zufall war. Das ist schon eine Genugtuung.

Wir fahren jetzt seit drei Jahren im Team zusammen und wissen genau, was wir wann tun müssen. Das hat uns mit Sicherheit noch stärker gemacht.“

Zur Dominanz des Centurion Vaude-Rennstalls in diesem Jahr meinte der WM-Dritte aus diesem Jahr: „Wir haben gezeigt, dass wir zu den Besten gehören.“

Meerendal CBC dominiert Damenwertung

Die Damensieger Esther Süss und Jennie Stenerhag © Miha Matavz
2017 BIKE Transalp powered by Sigma / Finish of 7th stage which led from Lavarone – Riva del Garda on July 22, 2017

Bei den Damen feierten Esther Süss (SUI) und Jennie Stenerhag (SWE) ihren Titel ebenso eindrucksvoll, nachdem das Team Meerendal CBC auch am siebten Renntag ungeschlagen blieb (4:05.27,1).

Für ihren dritten bzw. ersten Transalp-Sieg benötigten die Schweizerin und ihre schwedische Teamkollegin insgesamt 29:33.43,7 Stunden.

„Es ist natürlich super, wenn man nach zwölf Jahren wieder die Transalp fährt und gewinnt. Wir hatten eine super Woche, ohne Defekte, ohne Stürze“, so die 43-Jährige, die im März in Südafrika bereits mit Stenerhag das Cape Epic gewonnen hatte.

„Es wäre schön, wenn bei der Transalp mehr und stärkere Frauenteams am Start wären, denn es ist definitiv machbar. Allerdings sind die Anstiege hier richtig lang, was viele abschreckt“, so Süss abschließend.

Eine Aussage, die auch die 42-jährige Stenerhag, erst seit diesem Jahr ihre Teamkollegin, so bestätigte: „Ich habe noch nie so viele Anstiege hinter mich gebracht. Ich bin sehr, sehr müde, aber auch sehr, sehr glücklich.“

Wertungsführende setzen sich durch

In der Masterklasse sicherten sich Ex-Weltmeister Massimo Debertolis (ITA) und der beinamputierte Costa Ricaner Dax Jaikel von Wilier Force 7C ihren Gesamtsieg (24:55.06,9) ebenfalls mit dem siebten Sieg in Folge in 3:25.06,7 Stunden.

In der Mixed-Kategorie fuhren Silke Ulrich (GER) und Sascha Schwindling (GER) vom Team Herzlichst Zypern 1 nicht nur ihren sechsten Tageserfolg ein (3:38.07,3), sondern auch ihren dritten Titel nach 2014 und 2015 (26:53.08,0).

In der Grand Masters-Wertung unterstrichen Thorsten Damm (GER) und Peter Vesel (SLO) vom Scott Fahrradladen Gudensberg mit ihrem vierten Etappenerfolg heute (3:41.20,6), dass sie das grüne Trikot zu Recht an den Gardasee getragen haben (26:15.03,1).

Weitere Informationen stehen auf der Event-Homepage zur Verfügung.

Packende Finals: Simon Stiebjahn und Clara Brehm holen Sprint-Titel

Vor einer tollen Zuschauerkulisse gingen am Freitagabend in Bad Salzdetfurth die ersten Entscheidungen der Deutschen Cross-Country-Meisterschaften über die Bühne. Bei den Damen holte sich sensationell die Juniorin Clara Brehm das Meister-Jersey im Eliminator Sprint. Simon Stiebjahn gewann zum zweiten Mal nach 2014 DM-Gold in dieser Disziplin. 

(c) Kuestenbrueck

Nie gewann er den Startsprint bis zur ersten 180-Wende, im Halbfinale wäre er um Haaresbreite im Zweikampf gegen Felix Klausmann  (Hausach) rausgeflogen, doch am Ende triumphierte Simon Stiebjahn (Titisee-Neustadt) mit aller seiner Erfahrung, seinem Stehvermögen und seiner Fahrtechnik.

Der Schwarzwälder war auch im Finale der besten Vier nie an erster Position. Erst auf der Zielgeraden jagte er mit dem größten Punch noch an David Horvath (Freiburg) vorbei und gewann eine Rad-Länge Vorsprung seinen zweiten Sprint-Titel nach 2014. 

Zuvor hatte es etliche turbulente Renn-Situationen gegeben. Der Qualifikations-Schnellste Niklas Schehl war als Erster an der ersten Wende, doch David Horvath schnitt gerade in die Kurve hinein, dass Schehl die Bande touchierte und ausklicken musste.

Diese Situation nutzte Julian Schelb (Münstertal) aus der dritten Position heraus, um die Führung zu übernehmen, während sich Stiebjahn vor seinem Bulls-Teamkollegen Schehl an die dritte Stelle setzte.

In der zweiten Runde war es wieder Horvath, der diese 180-Grad-Wende zu einer harten Attacke nutzte, Schelb dabei touchierte und vorbei gehen konnte. 

„Ich bin schon ganz innen gefahren, da war eigentlich kein Platz mehr“, sollte Julian Schelb diese Szene später kommentieren, während Horvath fand, dass man „im Sprint mit einer gewissen Härte“ fahren müsse. 

Schelb fiel durch Horvaths Manöver an die dritte Stelle zurück und Stiebjahn versuchte sich ans Hinterrad von Horvath zu heften. Das gelang dem Allrounder auf der vorletzten Geraden auch. 

Auf der Zielgeraden zeigte Stiebjahn großes Stehvermögen und schoss auf den letzten Metern noch an seinem Konkurrenten vorbei, dem wie 2016 nur die Silber-Medaille blieb. 

„Ich bin überwältigt und erst mal noch sprachlos“, sagte Stiebjahn. So sprachlos war er dann aber dann doch nicht. „Die anderen waren eigentlich besser, wie man in der Quali gesehen hat, wo ich nur Zwölfter geworden bin. Aber Finals haben ihre eigenen Gesetze, da muss man auch clever fahren. Ich wusste, dass ich von Lauf zu Lauf besser werden würde“, erklärte Stiebjahn. „Ich hatte im Halbfinale Glück, aber ich habe meine Chance genutzt. Die Kulisse hier war super, das war eine Werbung für den Sport.“ 

David Horvath gratulierte Stiebjahn. „Klar wollte ich gerne den Titel, aber Stiebi war besser. Für die Zuschauer haben wir eine geile Show geliefert.“ 

Julian Schelb, der 2015 in einem Weltcup-Sprint schon mal Fünfter war, ärgerte sich ein wenig über die entgangene Chance auf mehr als Bronze. „Es ist schon schade. Ich bin zwar schon lange keinen Sprint mehr gefahren, aber ich wusste, dass ich hier mit einer Medaille weggehen werde. Der Angriff von David war hart, aber es gehört im Sprint natürlich auch dazu.“

Für Niklas Schehl blieb nur Rang vier und er war entsprechend enttäuscht. Für ihn war die Aktion gegen ihn nicht in Ordnung. „Ich denke im Finale waren alles super Fahrer, da hätte man schon etwas softer agieren können. Irgendwie habe ich bei Deutschen Meisterschaften immer Pech, ich hätte mich über eine Medaille riesig gefreut“, meinte Schehl enttäuscht, der alle seine Läufe bis ins Finale dominiert und mit elegantem Fahrstil überzeugt hatte. 

Damen: Clara Brehm zittert und gewinnt

Nicht weniger Spannung boten die Damen. Und eine echte Sensations-Siegerin. Clara Brehm drückte der Konkurrenz ihren Stempel auf. Sie lieferte die schnellste Qualifikations-Zeit ab, fuhr Viertel- und Halbfinale jeweils souverän von vorne und nutzte im Finale einen kleinen Fahrfehler von Katleen Bock (Hülben) zur entscheidenden Attacke. 

„Ich wusste, Sprint liegt mir. Ich mag so kurze Distanzen, aber ich konnte im Vorfeld die Konkurrenz im Vorfeld natürlich nicht einschätzen“, erklärte Clara Brehm. Dass sie als Juniorin im jüngeren Jahrgang auch das Stehvermögen über alle Finalläufe hinweg haben würde, das hätte zu Beginn wohl auch kaum jemand gedacht. 

Der Kampf um den Titel wurde auch noch zu einer hauchdünnen Entscheidung. Lena Putz kam aus der zweiten Position auf der Zielgeraden mit immenser Power angeschossen, doch eine Reifenbreite genügte Brehm zu ihrem Sensations-Titel. Das Zitat des Götz von Berlichingen fiel ihr als Erstes ein als ihr Sieg feststand.

„Ich habe mich umgedreht und schon noch ein bisschen gezittert. Das ist der Hammer. Damit habe niemals gerechnet, auch nicht als ich die schnellste Quali hatte“, kommentierte die 17-jährige aus dem bayrischen Waldaschaff. 

Dass mit Katleen Bock eine zweite Juniorin im Finale stand, war bemerkenswert. Ihr fehlte nach ihrem kleinen Hinterrad-Rutscher einfach die Kraft um sich gegen Lena Putz (Hutthurm) und Susann Frey zu behaupten. 

Lena Putz hätte sich zwar über ihren erste Sprint-Meister-Titel gefreut, doch sie nahm es sportlich. „Ich hatte ein zu schlechtes Zeitfahren und daher immer eine schlechter Position am Start. So ist das. Aber ich fand es war ein geiler Event und Bad Salzdetfurth hat uns eine tolle Strecke geboten“, sagte Putz. 

Mit Susann Frey (Warmbronn) stand eine weitere große Überraschung auf dem Podest. „Ich kann das noch gar nicht glauben. Ich wusste zwar, das sich sprinten kann, aber mit einer Medaille habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich bin ganz ohne Erwartungen hierher gekommen“, sagte die 21-Jährige. 

 

Packende Duelle, großartige Manöver, hauchdünne Entscheidungen, sportliche Dramen, die sechsten Deutschen Meisterschaften im Eliminator Sprint hatten alles, was den Sport attraktiv macht. Und eine Kulisse an der Lamme, die für eine lautstarke und großartige Atmosphäre sorgte. 

 

Nicht erst im Finale, sondern schon in den Läufen zuvor gab es tollen Sport zu sehen und bisweilen sogar Szenen-Applaus für gelungene Überhol-Aktionen. 

Deutscher Kommentar auf redbull.tv / Drei SWR-Beiträge zum Albstadt-Weltcup

Novum bei der fünften Auflage des UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano in Albstadt: Der Livestream redbull.tv wird erstmals zusätzlich in Deutsch kommentiert. Und der SWR kündigt drei Beiträge zum MTB-Highlight im Bullentäle an.

 

von links: Stephan Salscheider, Mike Kluge und Sven Simon 2016 beim Kommentieren im Bullentäle ©Benno Dietrich
von links: Stephan Salscheider, Mike Kluge und Sven Simon 2016 beim Kommentieren im Bullentäle ©Benno Dietrich

Zum ersten Mal überhaupt werden die vom Red Bull Media House großartig produzierten Bilder des Weltcups in deutscher Sprache kommentiert. Neben dem üblichen englischen Kommentar von Rob Warner und Bart Brentjens fungiert Christopher Ryan als Sprecher in deutscher Sprache. Ihm zur Seite steht die deutsche MTB-Legende Mike Kluge.

 

Nach wie vor ist Kluge der letzte deutsche Sieger eines (Elite-)Weltcup-Rennens (1993) bei den Herren. Seinen Nachfolger wird er kaum kommentieren dürfen, vielleicht aber einen Fahrer, respektive Fahrerin auf den Podiums-Plätzen. An Expertise wird es der Kombination jedenfalls nicht mangeln.  

Der Stream läuft wie gewohnt auf redbull.tv. im Internet.

 

Der SWR hat gleich drei Sende-Termine mit Bezug zum Albstadt-Weltcup angekündigt. Am Samstag, 27. Mai wird um 19.30 Uhr in SWR Aktuell Baden-Württemberg ein Hintergrundstück zu Sabine Spitz gesendet, die mit Platz zwei in Nove Mesto viel Hoffnung für den Heimweltcup gemacht hat.

Am Sonntag, 28. Mai berichtet der SWR um 19.30 Uhr in SWR Aktuell BW und noch mal mit einem Beitrag in Sport im Dritten ab 22.15 Uhr.

UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano in Albstadt: Noch besserer Blick aufs Spektakel

Die WM 2020 in Albstadt wirft ihre Schatten voraus. Mit Blick auf die Weltmeisterschaften in drei Jahren wird die Strecke des UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano in Albstadt schon jetzt weiterentwickelt. Zur fünften Auflage des Cross-Country-Weltcups vom 26. bis 28. Mai kommen bereits bedeutende Änderungen zum Tragen, auch wenn das Wetter-Chaos der vergangenen Wochen für Verzögerungen gesorgt hat.  Tickets sind im Vorverkauf erhältlich. 

 

Es gibt Neues, sowohl für die Fahrer als auch für die Zuschauer.  Die wichtigste Änderung betrifft den ersten Teil des vier Kilometer langen Kurses. Das Bullentäle wurde ja schon vorher als „Hexenkessel“ beschrieben, doch 2017  bekommen die Zuschauer noch eine Ecke mehr geboten. Vom bisherigen „Red Bull Climb“, eine Bergauf-Passage, in der zwischen zwei Strecken-Varianten gewählt werden kann, verschwinden die Weltcup-Biker jetzt nicht mehr auf dem Schotterweg hinter Bäumen , sondern fahren nach rund 30 Metern wieder rechts über einen Felsen hinab und dann über einen neuen Trail (in Fahrtrichtung), der als „Shimano Climb“ den Hang entlang führt und in Serpentinen mündet. An deren Ende biegen die Biker schließlich in den Schotterweg ein und fahren wie bisher im Bogen zum „Mitas Devil’s Corner“.

Damit wird der breite Weg einerseits für die Zuschauer zugänglich und im Bullentäle gewissermaßen zu einem Oberrang mit hervorragendem Blick auf das Spektakel, das sich unterhalb davon abspielt. Dort wird dann auch die große Videowall platziert.

Eine zweite Änderung erkennt man nach dem „Mitas Devils Corner“. Dort geht es für die Fahrer jetzt rechts vom bisherigen breiten Weg in Stufen nach oben, bevor die Linie links runter führt in Richtung „Albstadt Drop“.

Markus Ringle von der SKYDER TRACK COMPANY LIMITED: „Das hat keinen streckenphilosophischen Grund, sondern bietet mehr Komfort für die Zuschauer.“

 

Kleiner Rock Garden als Eye-Catcher

Für die Zuschauer ist auch die zweite große Maßnahme gedacht.   Die Quer-Verbindung vom Talkessel zur zweiten Kletterpassage, dem „Gonso Uphill“ und auch zum anschließenden „Mazda Slalom“ wurde ausgebaut. Somit lässt es sich für die Beobachter einfach vom einen Brennpunkt zum anderen wechseln. In den Downhill haben die Streckenbauer einen „Rock Garden“ eingebaut, der für die Zuschauer dort noch mal ein Eye-Catcher ist, bevor man in Richtung „Voba Albstadt Deep Hole“ nach unten spaziert. Auch dieser Zuschauer-Pfad ist neu und lässt jetzt ein Streckenteil bequem erleben, das bisher ein wenig unterbelichtet war.  

Tickets für den Event gibt es im Vorverkauf auf reservix.de

Nutrixxion® wird Partner beim Schleck Gran Fondo in Luxemburg

Nutrixxion wird offizieller Ernährungspartner des Schleck Gran Fondo, der vom ehemaligen Tour-de-France-Fahrer Frank Schleck veranstaltet und persönlich betreut wird. Das „Schleck Gran Fondo“ startet am 20. Mai mit Start und Ziel in Bad Mondorf im Großherzogtum Luxemburg.

Der Begriff Gran Fondo genießt im Radsport einen exzellenten Ruf. Und in der „UCI Granfondo World Cup Serie“ sind sozusagen die besten und schönsten Jedermannrennen der Welt vertreten. Krönender Abschluß dieser internationalen Rennserie ist die Jedermann WM Ende August in Frankreich.

„Die Nutrixxion-Produkte passen ausgezeichnet zu unserer Veranstaltung. Auf den anspruchsvollen Strecken über 89 Kilometer mit 1400 Höhenmetern oder 162 Kilometer und 2400 Höhenmetern brauchen die Fahrer bis zum Schluss Energie. Und wer Luxemburg kennt, der weiß, dass die Topografie nicht einfach ist“, erklärt der Tour-de-France-Dritte von 2011 und Tour-de-Suisse-Sieger von 2010, warum er in puncto Ernährung auf Nutrixxion setzt. Er kenne die Qualität und schätze die zahlreichen Geschmacksrichtungen der Nutrixxion-Produkte, so Schleck. Zumal Nutrixxion in Luxemburg quasi ein Begriff in Sachen Sporternährung ist. Die MTB-Rundfahrt Mill-Man-Trail durch das sogenannte Mullerthal setzt ebenso auf Nutrixxion wie das luxemburgischer Pro-Team Leopard.

Und was bei den Profis bestens ankommt, dürfen jetzt auch die Jedermänner probieren. Landschaftlicher Höhepunkt sind dabei die Strecken entlang der Mosel und durch das Mullerthal. „Wir sind natürlich schon stolz darauf, dass wir als Ernährungspartner Teil eines solch hochklassigen Jedermannrennens sind“, freute sich Nutrixxion-Gründer Mark Claußmeyer auf die Zusammenarbeit mit dem Luxemburger Nationalhelden Frank Schleck.

Weitere Infos finden Sie auch: www.schleckgranfondo.com

20 Jahre Ziener BIKE Festival Willingen – ein mit Höhepunkten gespicktes Programm zum runden Jubiläum

Vom 19. bis 21. Mai 2017 findet das Ziener BIKE Festival Willingen bereits zum 20. Mal statt. Was vor zwei Dekaden dank einer strammen Pionierleistung begann, ist mittlerweile nicht nur eines der größten MTB-Spektakel in Europa, sondern auch dank seiner sportlichen Side-Events nicht mehr aus dem Radsport-Kalender wegzudenken. Zumal das Festival im waldeckischen Upland auch zu seinem runden Jubiläum wieder neue Maßstäbe setzt.

Denn erstmals in der langen Geschichte der deutschlandweit einzigartigen Outdoormesse findet mit dem Warsteiner Sauerland-Giro auch ein Rennen für die dünnbereiften Radsportler statt.

„Das Willinger BIKE Festival wird im Bereich Rennrad um attraktive Inhalte erweitert. Letztes Jahr gab es bereits ein Gravel-Rennen“, so Volker Schröder (das komplette Interview ist hier zu lesen).

Das Willinger Original, das seit dem Startschuss 1998 federführend mit der Entwicklung des Events betraut war und sich in diesem Zeitraum den Spitznamen „Bike-Papst“ redlich verdiente, erklärt weiter:

„Den klassischen Radrennsport nehmen wir mit dem Giro auf, bei dem eine 30 km lange Runde mit rund 500 Höhenmetern entweder zwei-, drei- oder viermal absolviert wird. Alles in allem kann sich damit das Jubiläumsprogramm mit dem Rocky Mountain BIKE Marathon, der Deutschen Enduro MTB Meisterschaft, der SCOTT Junior Trophy, dem CAMELBAK Pump Battle sowie dem Downhill-Rennen sehen lassen. Es ist ein mit Höhepunkten gespicktes Festival-Programm.“

Hinzu kommt mit der Bosch eMTB Challenge supported by Trek ein für Willingen ebenfalls neues Rennformat, das vor wenigen Wochen bei der Saisoneröffnung durch das Ziener BIKE Festival Garda Trentino powered by FSA am Gardasee eine erfolgreiche Premiere gefeiert hat und damit das Sportprogramm noch breiter fächert.

Das war nicht immer so umfangreich, wie sich Schröder erinnert: „Bei der Premiere gab es ein Cross Country-Rennen, das später durch den Marathon ersetzt wurde.“

Wichtiger Bestandteil für die Entwicklung des Festivals allgemein war aber schon immer die Ettelsberg Seilbahn, damals noch Sessellift, heute moderne Kabinenbahn.

„Die Fahrer stürzten sich mit den nur mit einer Federgabel ausgestatteten Bikes den mit Flatterband abgesperrten Weg am Willinger Hausberg hinunter. Das ist für mich unvergesslich, eine neue Ära, das Freeriden, war geboren,“ so der Insider der lokalen Mountainbike-Szene.

Später folgten dann fest installierte Strecken, ein Konzept, das viele Regionen erfolgreich übernommen haben. Zwei Tripple-Weltcups mit Cross Country, Four Cross und Downhill brachten Willingen und der weiteren Umgebung weltweites Interesse ein; der Ausbau der Strecken vor Ort sorgte für den Anschub des Bike-Tourismus und die Weiterentwicklung des BIKE Festivals.

Neben der großen sportlichen Event-Vielfalt, stehen über das Wochenende hinweg aber auch Produktneuheiten und Weiterentwicklungen im Fokus, die auf dem Messeareal auf dem Parkplatz der Ettelsbergbahn vorgestellt und getestet werden können.

Rund 150 Aussteller sind auf den Ansturm von mehr als 35.000 erwarteten Besucher gut vorbereitet. Weitere Informationen zum Festival stehen online zur Verfügung.

Baja-Epic: Neues Rennen wirft seinen Schatten voraus :-)

Das Baja Epic ist auf dem besten Weg eines der aufregendsten internationalen Mountainbike-Etappenrennen zu werden. Die erste Austragung vom 11. bis 14. Oktober 2017 geht aus dem seit bereits 10 Jahren stattfindenden Baja Ultra Endurance Tages MTB Rennen hervor und wird in einer der schönsten Gegenden Mexikos stattfinden, in Ensenada, Baja California. Das Baja Epic lockt Teilnehmer aus der ganzen Welt an, es sind in 2017 etwa 400 MTB Fahrer am Start zu erwarten. Das Rennen ist offen für Professionals und Amateure ab 15 Jahren, es zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Organisation auf höchstem Sicherheits- und Qualitätsniveau aus.

Die Teilnahme kann in der Solo oder Duo Kategorie erfolgen. Das Baja Epic wird mit einem Prolog durch die Innenstadt und dem Strand von Ensenada gestartet, es folgen drei Etappen mit je 80-110 km, in denen eine Gesamtdistanz von ca. 300 Kilometern mit etwa 8.800 Höhenmetern zurückgelegt werden. In diesem einzigartigen Abenteuer führt die Strecke über fantastische Trails, durch Weinberge und Ranches, über Hügelketten mit einem herrlichen Panoramablick auf Baja California und die Pazifikküste Mexikos.

Neben der körperlichen und mentalen Challenge bietet das Baja Epic seinen Teilnehmern und Begleitern ein geniales Erlebnis welches die kulturellen Sehenswürdigkeiten, die herrliche mexikanische Küche und vor allem unvergessliche Momente mit neuen Freunden in einer großartigen Umgebung umfasst. Dieses breitgefächerte Angebot macht das Baja Epic nicht nur zu einem Mountainbike Abenteuer.

Hintergrund des Rennen’s

Das Baja Epic ist aus einer Zusammenarbeit und Initiative von Bajadventours Promotions, Vogel Investment AG (Swiss Epic MTB Stage Race, TORTOUR Ultracycling & Cyclocross) und dem Tracking Technologie Anbieter Tractalis hervor gegangen.

Bajadventours, ein seit 2007 bestehender Mountainbike Race Promoter hat sich in Mexiko durch die Austragung des Baja Ultra Endurance 100 km MTB Rennens in Lateinamerika einen Namen gemacht. Dank der ausgezeichneten Organisation dieses Rennens seit 2007 und die gute Referenz des Events entstand die Partnerschaft mit VOGEL Investments and Tractalis. Die beiden Schweizer Unternehmen, seit langem im internationalen Sporteventbereich aktiv, konnten den mexikanischen Partner davon überzeugen, gemeinsam aus dem etablierten Tagesrennen ein mit internationalem Teilnehmerfeld gespicktes Mehr-Etappen Rennen zu organisieren.

 

Referenz aus dem Baja Ultra Endurance 2016
Mehr als 400 Teilnehmer, 160+ Staff, 32 Paramedics, 7 Medical Units, 1 Helikopter, 3 Teams auf Motorrädern.

Professional Men Teilnehmer in 2016
•Héctor Leonardo Paez león (Colombia)
•Julio Humberto Caro Silva (Colombia)
•Marzio Deho (Italy)
•Jeremiah Bishop (USA)
•Juan Carlos Núnez (Mexico)
•Abraham Martinez Hernández (Mexico)
•Miguel Valadez (Mexico)
•Marco Antonio Escarcega Salazar (Mexico)
•Evan Plews (USA)
•Ricardo Arturo Estrada Ramirez (Mexico)

Professional Women Teilnehmer in 2016
•Lorenza Morfin (Mexico)
•Anayantzi Guzmán (Mexico)
•Violeta Fernández (Mexico)

Premierenesiege für Elferink und Pernsteiner beim Rocky Mountain BIKE Marathon in Riva del Garda

Riva del Garda, 29. April 2017 – Hielke Elferink (NED) und Hermann Pernsteiner (AUT) haben beim Saisonauftakt der europäischen Mountainbike-Szene im italienischen Riva del Garda die Langdistanz des Rocky Mountain BIKE Marathons gewonnen. Während Elferink mehr als 5:49 Stunden im Sattel saß benötigte der Österreicher für seinem Premierensieg beim Ziener BIKE Festival Garda Trentino powered by FSA 4:29.47,8 Stunden. 

Urs Huber (SUI; 4:31.21,0), letztjähriger Gewinner und insgesamt schon vier mal Titelträger über die Ronda Extrema sowie Topeak Ergon-Racer Alban Lakata (AUT; 4:31.21,4), der den Auftakt der MarathonMan Europe-Serie bereits zwei Mal für sich hatte entscheiden können, wurden Zweiter bzw. Dritter, nachdem die zunächst größere Verfolgergruppe es nicht geschafft hatte, auf den letzten Kilometern gemeinsam die Lücke zu Pernsteiner zu schließen.

Der Centurion Vaude-Fahrer hatte sich zuvor im 400 Höhenmeter-Schlussanstieg der 90,43 km langen und mit insgesamt 3.838 Höhenmetern gespickten Strecke hoch zum Bocca di Tovo von der knapp zehn Mann starken Spitzengruppe absetzen können. 

Der Sieger der letztjährigen Transalp ging dann mit einem ordentlichen Zeitpolster auf die lange Schlussabfahrt, profitierte zudem von einem Sturz und der Uneinigkeit seiner Verfolger, um erstmals den prestigeträchtigen und durch die Bank gut besetzten Event zu gewinnen. 

„Das ist sicher einer meiner größten Erfolge. In Riva will jeder gewinnen. Es ist cool, dass ich das jetzt geschafft habe“, so der Österreicher, der 2015 Fünfter und im Vorjahr Dritter geworden war.

„Der Sieg ist wirklich genial. Ich habe schon gestern daran gedacht, dass ich diese Serie fortsetzen sollte und der Sieg drin ist. Aber unter dem Rennen selbst habe ich nicht mehr so recht dran geglaubt. Die Beine waren am Anfang nicht so besonders, und ich bin einmal gestürzt. Aber die anderen sind wohl auch am Limit gefahren, sodass ich am Schluss noch einmal etwas im Tank hatte.“

Pernsteiner weiter: „Ich habe gewusst, dass ich mit Vorsprung auf Huber in die letzte Abfahrt gehen muss und habe die Karten im letzten Berg auf den Tisch gelegt. Dann ist die Lücke aufgegangen, und ich habe voll durchgezogen.“

Der entthronte Titelverteidiger vom Team Bulls versuchte zwar noch alles, um seinen Kontrahenten noch einmal einzufangen, musste aber nach der Zieleinfahrt und dem gewonnen Sprint um Platz zwei seine in seinen Augen auch selbst verschuldete Niederlage eingestehen.

„Ich bin zwar schon zufrieden, weil es heute ein gutes Rennen war. Aber den Sieg habe ich verschenkt. Ich bin als Zweiter in die letzte Abfahrt gegangen und habe gedacht, dass ich die Lücke schließen kann. Aber ich war etwas zu überhastet und bin direkt gestürzt“, so der Schweizer Meister, der noch anfügte:

„Aber Hermann [Pernsteiner] hat verdient gewonnen. Er ist heute einfach stark gefahren.“

Elferink technisch herausragend

Ein ebenfalls starkes Rennen lieferte bei den Damen Hielke Elferink ab. Die Niederländische Meisterin der letzten vier Jahre sicherte sich ihren ersten Sieg am Gardasee allerdings nicht alleine dank ihrer Kletterqualitäten, sondern durch Geschick auf der vor allem in der zweiten Hälfte technisch anspruchsvollen Routenführung. 

Nachdem sie zwischenzeitlich auf Rang vier gelegen hatte, fuhr die Athletin im Dienste von Craft-Rocky Mountain ab der zweiten Zwischenzeit bis ins Ziel einen komfortablen Vorsprung von über zehn Minuten heraus (5:49.31,4).

„Es war mega hart heute. Aber man merkt mittlerweile, dass es beim Mountainbiken nicht nur ums Bergauffahren geht. Ich war am Berg nicht die Stärkste. Aber da die Abfahrten anspruchsvoll waren, habe ich sehr viel Zeit herausfahren können“, so die letztjährige Zweite. 

Hinter Elferink reihten sich Michalina Ziólkowaska (POL; 5:59.52,9) vom Volkswagen Samochody Uzytkowe MTB Team sowie Katrin Schwing (GER; 6:13.18,4) als Zweite bzw. Dritte der Damenwertung ein.

Die kompletten Ergebnisse aller Klassen und aller knapp 2.000 Teilnehmer aus mehr als 30 Ländern stehen auf www.datasport.com zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Festival stehen unter riva.bike-festival.de zur Verfügung.