Archiv der Kategorie: Nutrixxion 4fun

Nutrixxion® wird Partner beim Schleck Gran Fondo in Luxemburg

Nutrixxion wird offizieller Ernährungspartner des Schleck Gran Fondo, der vom ehemaligen Tour-de-France-Fahrer Frank Schleck veranstaltet und persönlich betreut wird. Das „Schleck Gran Fondo“ startet am 20. Mai mit Start und Ziel in Bad Mondorf im Großherzogtum Luxemburg.

Der Begriff Gran Fondo genießt im Radsport einen exzellenten Ruf. Und in der „UCI Granfondo World Cup Serie“ sind sozusagen die besten und schönsten Jedermannrennen der Welt vertreten. Krönender Abschluß dieser internationalen Rennserie ist die Jedermann WM Ende August in Frankreich.

„Die Nutrixxion-Produkte passen ausgezeichnet zu unserer Veranstaltung. Auf den anspruchsvollen Strecken über 89 Kilometer mit 1400 Höhenmetern oder 162 Kilometer und 2400 Höhenmetern brauchen die Fahrer bis zum Schluss Energie. Und wer Luxemburg kennt, der weiß, dass die Topografie nicht einfach ist“, erklärt der Tour-de-France-Dritte von 2011 und Tour-de-Suisse-Sieger von 2010, warum er in puncto Ernährung auf Nutrixxion setzt. Er kenne die Qualität und schätze die zahlreichen Geschmacksrichtungen der Nutrixxion-Produkte, so Schleck. Zumal Nutrixxion in Luxemburg quasi ein Begriff in Sachen Sporternährung ist. Die MTB-Rundfahrt Mill-Man-Trail durch das sogenannte Mullerthal setzt ebenso auf Nutrixxion wie das luxemburgischer Pro-Team Leopard.

Und was bei den Profis bestens ankommt, dürfen jetzt auch die Jedermänner probieren. Landschaftlicher Höhepunkt sind dabei die Strecken entlang der Mosel und durch das Mullerthal. „Wir sind natürlich schon stolz darauf, dass wir als Ernährungspartner Teil eines solch hochklassigen Jedermannrennens sind“, freute sich Nutrixxion-Gründer Mark Claußmeyer auf die Zusammenarbeit mit dem Luxemburger Nationalhelden Frank Schleck.

Weitere Infos finden Sie auch: www.schleckgranfondo.com

NUTRIXXION® bestätigt Zusammenarbeit mit MTB-Festival in Willingen

Wenn sich Europas MTB-Elite in Willingen trifft, darf eins nicht fehlen. Premium-Sporternährung für die Teilnehmer des Festivals. Für Wunschkandidat Nutrixxion  war es dabei ein leichtes die weitere Zusammenarbeit zu bestätigen. Keine Geringeren als die Profis vom Team Bulls unter Führung von Karl Platt und Urs Huber setzen bereits seit Jahren auf die Produkte von Nutrixxion. So bringt es MTB-Profi Karl Platt auf den Punkt: „Mit Nutrixxion XX-Force Gels kann ich zum Schluss noch mal richtig in den Drehzahlbegrenzer“.

In der Nutrixxion Zentrale ist man sichtlich stolz, ein Teil der unglaublichen Erfolgsstory des MTB-Festivals zu sein. „Das Festival ist schon seit Jahren ein Mekka für MTB-Sportler. Es auch weiterhin als Partner begleiten & unterstützen zu dürfen macht uns stolz und bestätigt uns in unserer Entwicklung“, zeigt Nutrixxion Gründer Mark Claußmeyer auch von der weiteren Kooperation angetan. Drei Tage vom 19. bis 21. Mai verwandeln die besten MTB-ler die Region rund um Willingen in ein Mekka des Bike-Sports. Nirgendwo sonst gibt es solch eindrucksvolle Trails oder spektakuläre Downhills wie beim MTB-Festival in Willingen.

R2NSC – Outer Ruhr Tour 2017

Im letzten Jahr bin ich mehr zufällig an einen Startplatz für die Ruhr-Around-Challenge mit 200km gekommen. Weil das Spaß gemacht hat und weil ich einen guten Bike-Buddy gefunden habe, wollte ich dieses Jahr das komplette Trippel aus 100, 200 und 300 km fahren.

Und so kam es, dass ich heute morgen um kurz vor 8 an der Arena in Duisburg stand und es kurz danach los ging: Ein Mal Schloss Raesfeld und zurück bitte.

Ich sag mal: Lief.

Nach ziemlich genau 3 Stunden (3:01 auf dem Garmin, 3:02 auf Strava) hatte mein Team mit 4 guten Fahrern die Runde beendet. Da meine 3 Begleiter einen taktischen Fehler gemacht haben, bin ich sogar als Erster über die Ziellinie 🙂

Das Wetter war heute morgen eher ungemütlich und kalt, weswegen ich zu Armlingen, Beinlingen, Schühüberziehern und Windweste gegriffen habe. Rückblickend eine gute Entscheidung, denn der Windchill war schon nicht ohne.

Trotzdem kam relativ schnell die Sonne raus und machte uns das Leben zum Traum.

Das kann man über die Orga leider nicht sagen. Bei (ungefähr) KM 22 überholte uns das Team für den Verpflegungspunkt bei KM 25 und als wir dort waren, waren die Team-Mitglieder gerade ausgestiegen.

Der Checkpoint bei 25 KM ist auch der bei 75 KM und wir waren überrascht, dass der so spät aufgebaut wurde. Auch überrascht, um nicht zu sagen ziemlich angesäuert, waren wir allerdings bei KM 50, dem Schloss Raesfeld.

Wir hatten mit dem Veranstalter ausgemacht, dass wir nix zu Essen brauchen, dort aber Getränke. Letztes Jahr hätte mir eine Warnung sein sollen, denn wie damals war auch heute vom Orga-Team niemand zu sehen. Es war kein Mensch da.

Letztes Jahr schrieb ich:

Für das „Chaos“ bei der Organisation möchte in an dieser Stelle dem Veranstalter keinen Vorwurf machen. Das wir so geheizt sind, war ja unser eigener Wunsch und das wir damit den Zeitplan – und vor allem den Ressourceneinsatz sprengen – kann man ihm nicht anlasten.

Das kann ich dieses Jahr NICHT so stehen lassen.  Vor allem aus einem Grund nicht:

Im Profil sind alle Fahrer aufgefordert, eine Durchschnittsgeschwindigkeit einzutragen. Da steht unter anderem bei mir, relativ eindeutig: 30 km/h

Und so stand ich heute morgen auch im 30 km/h Startblock!

Wenn ich sowas schon abfrage und wenn ich die Startblöcke schon so baue, dann muss ich als Veranstalter auch dafür sorgen, dass (nach einer einfachen Rechnung) bei 30 km/h auf 50 KM auch nach 1,5 Stunden mit einer Ankunft zu rechne ist.

Na gut 1,6 oder so – aber es war schlicht niemand dort!

Logischer Weise war dann im Ziel (100 km durch 30 km/h – so schwer nicht) eigentlich niemand der uns weiterhelfen konnte.

Die Jungs die das Zielgitter aufgebaut hatten, haben sich total erschreckt als wir kamen und sprachen kein Deutsch. Gut, wir konnten uns auf Englisch unterhalten, aber das ist nicht Sinn der Übung.

Zumal die Jungs nix vom Finisher-Foto, der Urkunde oder sonstwas wußten. Oder auch nur hätten sagen können, wie es jetzt weiter geht.

Ich muss sagen, das Fahren selbst war angenehm. Der GPX-Track präzise, die Strecke deutlich besser Rennrad-tauglich als letztes Jahr.

Aber die Organisation der Verpflegungspunkte war ein echtes Desaster. Was bei 100km nicht schlimm ist, da komme ich mit 2 Falschen am Bike und den Gels im Trikot aus. Bei 200km und 300 km sieht das aber natürlich ganz anders aus.

Und hier muss dringend nachgebessert werden!

MTB Festival in Riva am Gardasee setzt auch weiterhin auf NUTRIXXION

Europas größtes MTB-Festival in Riva am Gardasee wird auch weiterhin auf Premiumsporternährung von Nutrixxion setzen. Die weitere Zusammenarbeit wurde von der Hamburger Agentur Ley und dem Hause Nutrixxion bestätigt.

„Warum ein Erfolgsteam neu besetzen, wenn die vergangenen Jahre erfolgreich verlaufen sind. Sowohl aus Teilnehmer-  als auch Veranstaltersicht kann man mit dieser Zusammenarbeit sehr zufrieden sein“, so die Veranstalteragentur aus Hamburg. Auch aus der Nutrixxion-Zentrale kommen nette Worte. „Wir sind froh einen Teil zum Gelingen dieser Topveranstaltung beitragen zu können“, so Nutrixxion Gründer Mark Claußmeyer.

Seit 2014 ist Nutrixxion bereits Partner des Bike-Festivals und keine geringeren als die Profis des Team Bulls um Karl Platt und Urs Huber, Sieger von 2014 & 2016, setzen bereits seit Jahren auf die Produkte „made in Germany“.

Vom 28. April bis 01. Mai öffnet Europas führendes MTB-Festival in Riva am Gardasee die Tore. Dann heißt es Landschaft, Strecke und Atmosphäre dieser Veranstaltung zu geniessen. Weitere Infos finden sich auch unter http://riva.bike-festival.de/en/news.html

Montag Anmeldestart für Sparkassen Münsterland Giro.2017

Die Straßensaison der Profis ist eröffnet und so langsam heißt es auch für die Hobbyradsportler die Saison zu planen: Wenn die Profis traditionell am 3. Oktober ihr Rennen der UCI-Kategorie 1.HC bestreiten, können die Jedermänner auch wieder drei Strecken über 70, 95 oder 120 Kilometer in Angriff nehmen. Schwerpunktmäßig werden die Strecken durch den Kreis Warendorf führen. Hierzu wird am kommenden Montag, den 30. Januar 2017, die Online-Anmeldung für die Jedermannrennen geöffnet. Die Anmeldung wird pünktlich um 0 Uhr freigeschaltet.

Die drei Jedermannrennen um den «Cup der Sparkasse Münsterland Ost», den «Cup der Westfälischen Provinzial Versicherung» und den «Cup der LBS» führen von Münster aus in den Osten des Münsterlandes. Nachdem der Sparkassen Münsterland Giro.2015 aufgrund einer Baustelle in Telgte den Kreis Warendorf nicht befahren konnte, werden sich die Jedermannstrecken und auch das Profirennen in diesem Jahr fast ausnahmslos im Kreis Warendorf bewegen.

Für Frühbucher gibt es traditionell gestaffelte Rabatte, die bares Geld sparen, sowie auch attraktive Verlosungen. So wartet schon vor dem Rennen die erste Gewinnchance auf die Teilnehmer. Wer sich bis zum 15. Februar angemeldet hat, kann mit etwas Glück ein nagelneues XEON CDX-3000 in der Farbe UD-carbon/shiny-red im Wert von 2.399 Euro des Radsportversenders und Veranstaltungspartner ROSE gewinnen. Außerdem wird unter allen bis zum 30. April angemeldeten Teilnehmern ein Reisegutschein in Höhe von 1.500 Euro eines Sponsors des Sparkassen Münsterland Giro.2017 verlost.

Die Startgebühr für den Sparkassen Münsterland Giro.2017 liegt für Frühbucher bis zum 15. Februar abhängig von der Streckenlänge bei 46 bis 48 Euro. Bis zum 30. April werden 51 bis 53 Euro fällig. Danach wird es noch einmal teurer.

Nutrixxion 2017

Dieses Wochenende war das traditionelle „Einkleiden“ bei Nutrixxion angesagt. Seit 2013 gehöre ich jetzt – mit kurzer Unterbrechung dem Team an und… was soll ich sagen: Es hat Höhen, es hat Tiefen, aber meistens hat man Spaß 😀

Auch dieses Jahr fand das Treffen wieder im sehr schönen Hotel l’Arrivee in Dortmund statt und ungefähr 160 Teamer haben es sich nicht nehmen lassen, persönlich vor Ort die Team-Pakete abzuholen.

Erfreulicher Weise sind die meisten dann auch gleich zum Essen geblieben und viele haben auch vor Ort übernachtet.

Am Sonntag fand dann die gemeinsame erste Ausfahrt statt und zwar waren deutlich weniger Teilnehmer dabei, als im Vorjahr – aber auch hier war das Spaßniveau sehr hoch.

Etwas irritierend war, dass eine Reihe der MTB-Männer meinte, den Rennradfahrern zeigen zu müssen, dass sie auch Tempo 30 fahren können. Völlig überflüssig, weiss doch jeder, dass MTB-Fahrer mehr Power haben als Rennradfahrer 😉

Nach der Gruppentrennung wurde es dann aber deutlich entspannter und wir haben dann noch für Irritation gesorgt, weil wir im Team-Outfit in eine CTF des WWBT gekommen sind. Hier dachten übrigens die Jungs, die vorher noch Rennräder gejagdt hatten, dass es Extra-Punkte für die Nutrixxion-Trophy gibt, wenn man möglichst viele CTFler überholt. Die armen Männer und Frauen wußten gar nicht wie ihnen geschah 😉

In der Zusammenfassung war es aber einfach mal wieder ein Sackgeiles Wochenende mit alten Bekannten und neuen Freunden.

Und es hat mal wieder gezeigt, was das Nutrixxion-Team so besonders macht: alle haben einen an der Klatsche – aber viel Spaß dabei 😉

Aus! Aus! Die Sainson ist aus! Und die Münsterland-Giro auch ;-)

Heute stand das letzte Rennen für 2016 auf dem Plan, die Münsterland-Giro und hier die Kurzstrecke mit 70km.

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Mit dem Ergebnis kann ich sehr zufrieden sein: Platz 61 von 220 in meiner Altersklasse, bzw. 253 von 1209 Starter/-innen. Und nur 15 Minuten hinter dem Ersten durch das Ziel gerollt.

Ein sehr schönes, schnelles Rennen (dank super Gruppe), dass mir vor allem aber wegen des dichten Nebels und der vielen Crashes in Erinnerung bleiben wird. Vor allem die Gruppe, die sich auf der Ziellinie völlig unnötig lang gemacht hat… naja, sei es drum.

2016 war Rad-technisch ein komisches Jahr. Ich bin deutlich weniger Rennen gefahren als geplant. Und die, die ich gefahren bin, waren schon irgendwie „durchwachsen“. Neben den Rennen standen auch einige Touren auf dem Programm, die mir gut in Erinnerung geblieben sind.

So bin ich ja im Mai eher spontan die „Ruhr Around Challenge“ gefahren. Seit bestimmt 20 Jahren keine Distanz über 100km abgerissen und dann mal eben 200km gefahren. Kann man machen, ist aber sehr speziell. Aber es hat mit meinem Mitfahrer Tobi so viel Spaß gemacht, dass wir 2017 alle 3 Touren (100, 200 und 300km) fahren werden. Außerdem hat unser „Fahrstil“ zu einer Neuplanung beim Veranstalter geführt, die wir testen dürfen.

Insgesamt war ich überrascht, wie gut die 200km liefen 🙂

Ein geplantes „Highlight“ war natürlich auch 2016 das 24h-Rennen von Duisburg. Das dieses Jahr allerdings so grottenschlecht war, dass wir unsere Teilnahme für 2017 abgesagt haben.

Im gleichen Monat folgte auch der Marathon Grafschaft, der mich emotional extrem (über)(ge)fordert hat. Leider, denn eigentlich ist Grafschaft ja ein „Must Have“ für mich.

Nachdem ich aber über 20 Jahre nicht mehr an einem Rennrad-Rennen teilgenommen habe, war ich dann im September beim Race am Rhein. Und ich war total geflasht. Nicht nur, weil es auf Anhieb wirklich gut lief und ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden war. Sondern auch wegen des „warum habe ich eigentlich damals damit aufgehört“-Gefühls 🙂

Was dann letztlich dazu führte, dass ich heute morgen in Münster stand. Und eine wirklich irre Runde gefahren bin. Mit Gegenwind, Seitenwind, Rückenwing, Nebel mit Sichtweiten um die 50 Meter und Spässkes inne backen.

Abschließend gab es dann Verpflegung bei Nutrixxion am Bus. Und hier liegt jetzt mein Formular für Nutrixxion 2017 – ich werde dem Team wohl treu bleiben. 🙂

Jetzt steht erst mal die obligatorische Herbst-Leistungsdiagnostik bei Steffi an.  Darauf folgt dann, was niemand so richtig mag: Das Wintertraining mit viel Rolle. Aber mal gucken: in 2017 möchte ich definitiv mehr Rennrad-Rennen fahren und vielleicht reiße ich mich auch endlich mal zusammen und nehme ab 😉 Denn mal ehrlich: 15 Minuten auf 70 km sollten doch irgendwie zu machen sein 😉

Für das abgelaufene Jahr muss ich aber ein paar Leuten danke sagen:

  • Julia, dafür, dass sie allen Quatsch mit macht, immer dabei ist und auch aufopferungsvoll pflegt, wenn ich mich mal wieder abgelegt habe.
  • Nutrixxion für die Betreuung. Die ist zwar, wie immer, ausbaubar, aber ich habe viel Spaß im Team. Vielen Dank auch für die unzähligen Gele, Flaschen, Getränke. Besondere Grüße an dieser Stelle an Volker, den Chefmotivator 😉
  • Powerbar aus Voerde, die uns als „Heimlieferant“ mit zusätztlichen Riegeln und Muffins versorgt haben 🙂
  • Garmin für die neuen Geräte, die wir im Training und Rennen nutzen dürfen.
  • Chalkr, die uns bei unserem Alternativ- und Wintersport, dem Klettern so tatkräftig unterstützen.
  • ERG 1900 e.V., unsere sportliche „Wahlheimat“. Vor allem für die unzähligen gemeinsamen Trainingsrunden 🙂

 

Race am Rhein: Pleiten, Pech und Erfolge

Manchmal hat man ja so Tage, wo man am Ende mit einem Glas Whisky in der Hand in seinem Ohrensessel liegt und denkt:

Wie irre war das denn jetzt?

Heute war so ein Tag. Denn heute war Race am Rhein-Tag.

Zum RaR hatte ich mich schon ziemlich früh angemeldet. Unmittelbar nachdem bekannt wurde, dass ein Teil der zweiten Etappe Tour de France 2017 als Jedermann-Rennen „getestet“ werden soll und da die in Düsseldorf startet… quasi ein Heimrennen.

Am Samstag konnte bereits die Starterpakete abgeholt werden und ich fand das ziemlich klasse organisiert. Mein erster Eindruck war nämlich: Uff, ist das voll hier. Aber offensichtlich hilft gute Organisation: Tisch 1 Startunterlagen abholen. Tisch 2 Starterpaket abholen. Tisch 3 Transponder testen. Fertig. Trotz 20 Leuten vor mir hat das keine Viertelstunde gedauert.

Sonntag Morgen dann Raceday. Für mich sollte Start um 11.45 sein und deswegen habe ich den Zug um 10:14 genommen. Der sollte um 10:56 in Düsseldorf sein. Der Start war Fußläufig 10 Minuten vom Bahnhof, also mit einigen Umwegen perfekt zum Warmfahren zwischen Hauptbahnhof und Start. Und selbst 30 Minuten Verspätung wären maximal drin gewesen.

Hätte, könnte, wäre, würde. Denn ich, der ich so gerne den Leuten erkläre, warum ich viel lieber mit der Bahn zur Arbeit pendel als mit dem Auto musste wieder lernen: Wenn Du überlegst um 9:14 zu fahren oderr 10:14 und Du denkst 9:14 ist zu früh… mach es trotzdem.

Denn unmittelbar nach dem Einsteigen fiel auf, dass unter bestimmten Bedinungen nicht nur die Türseite zum Bahnhof geöffnet werden kann, sondern auch die andere. Den Triebwagenführer störte das soweit nicht, die Zugbegleiter schienen es im Griff zu haben.

Bis in Duisburg der Triebwagenführer wechselte. Und ich den Neuen sagen hörte „so fahren wir nicht!“ Es war 10:42.

Ich habe dann explizit gefragt: Fahren Sie oder sollen wir umsteigen? Nein, wir fahren, das dauert nur ein paar Minuten. Und nach ein paar Minuten kam die Durchsage: Es dauert ungefähr 10 Minuten.

Um 10:52 kam auf dem Nachbargleis ein Zug nach Düsseldorf. Und fuhr um 10:53 weiter. Und um 10:55 hieß es bei uns: Nichts geht mehr, der Zug endet hier.

Jetzt war ich nicht der Einzige im Zug, der zum RaR wollte. Aber offensichtlich der Einzige, der um 11:45 starten wollte. Denn der nächste Zug kam erst um 11:22 und es war klar: selbst bei planmäßiger Ankunft um 11:37 wird das knapp.

Dummerweise war aber der Zug um 11:22 natürlich super voll – er musste ja auch alle Leute aus unserem Zug aufnehmen. Was bedeutete, dass wir am Zwischenhalt Airport relativ lange gebraucht haben: Wir Zusteiger mussten raus, die Aussteiger stiegen aus, wir wieder ein.

Das Rennen war abgehakt.

Ich musste aber ja eh nach D’dorf um den Transponder zurück zu geben. Also dachte ich: Feuerst Du eben die anderen an. Bin dann auch vom Bahnhof aus zum Start gerollt, wo alles bereit stand und es kurz vor dem Startschuss war. Die Blöcke waren natürlich geschlossen, ich hätte irgendwo vorne in B gestanden.

Wie ich da so deprimiert an der Startaufstellung langrolle, neben mir auf ein Mal betriebsame Hektik: Eine Ordnerin sprintet auf mich zu, schreit mich an: „Hier rein! Schnell!“ und macht den Zaun auf. Keine 10 Sekunden später: Startschuss.

Ich hatte meine Kopfhörer noch drin, die Handschuhe nicht an und nicht mal meine Windjacke richtig an, da war ich schon im Rennen. Oder warm fahren, ohne den geplanten Riegel ohne alles, war ich mitten drin. Völlig unerwartet.

Die kurze Strecke bis zum Tunnel konnte ich nutzen um mich etwas frei zu fahren und nach dem Tunnel war die Taktik: Vollgas und überleben. Mir war klar, dass die 46km nicht viel mehr als eine Stunde dauern dürften. Also musste ich nicht sparen, sondern konnte einfach Gas geben.

Ursprünglich war meine Taktik, die ersten 8km langsamer zu fahren und dann in den ersten Anstieg herein Gas zu geben, auch wegen der Bergwertung. Das war natürlich jetzt obsolet.

Tatsächlich habe ich die langsamere Bergfahrt dann genutzt, meine Windjacke zu verstauen, die Kopfhörer los zu werden, ein Gel zu nehmen.

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Nach dem ersten „Berg“ hieß es dann: Gruppenspringen.

Ich bin immer so lange in einer Gruppe geblieben, bis eine überholte die schneller war. So lange bis ich in einer Gruppe war, die so fuhr wie ich mir das vorstellte. So sind wir dann in den zweiten Berg gekommen und gefühlt bin ich sehr gut dabei gewesen.

Nach dem zweiten „Berg“ ging es ja mehr oder weniger bergab und unsere Gruppe hat ordentlich Stoff gegeben. Der Haken war, dass von den ganzen Fahren am Ende nur noch 5 übrig waren. Dann 3. Dann 2.  Wir trafen noch ein paar Leute und wurden wieder mehr, dann weniger.

Kurz vorm Ziel war ich wieder vorne und Blick nach Hinten: Mein Mitfahrer, der mich über weite Strecken in seinem Schatten hat fahren lassen, war weg!

Er konnte nicht mehr. Also habe ich rollen lassen, weil ich nicht so arschig sein wollte, vor ihm über die Ziellinie zu rollen. Schließlich sind wir Hand in Hand durch den Zielbogen und haben die Finisher-Medallie umgehängt bekommen:

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Absolut Irre. Und im Ergebnis war ich mehr als zufrieden:

  • Platz 147 aus unglaublichen 1409 Männern und
  • Platz 40 von 314 in meiner Altersgruppe

So gut war ich schon lange nicht mehr in einem Rennen. Was ich aber in großen Teilen meinen Mitfahrern verdanke.

In der Team-Wertung landete Nutrixxion auf Platz 4:

  • 1023 Haseleu, Christian 01:06:50.914 34
  • 1122 Meiners, Stefan 01:13:25.638 154
  • 2037 Oehl, Holger 01:15:07.692 263
  • 1125 Hamburger, Stefan 01:15:09.637 266

Insgesamt bin ich ziemlich geflasht gewesen.

Übrigens auch vom Rennen an sich: Nicht nur war die Strecke sehr gut gewählt und präpariert. Auch die Anzahl an Ordnern und helfenden Händen war beeindrucken.

Der Nachziel-Bereich dann aber übertraf eigentlich alles:

Erst Getränke von Dextro. Dann Obst, Laugenstangen, Kuchen. Dann alkoholfreies Bier und Red Bull. Dann der Grohe-Duschtruck, in den wir uns ja schon damals in Duisburg verliebt haben….

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Dann die Gepäckausgabe, die Transponder-Rückgabe. Alles flüssig, nirgendwo schlangen und alles so abgesperrt, dass wirklich nur Fahrer/-innen sich dort aufhalten konnten. Irre, was Düsseldorf für 50€ Stargebühr geboten hat. Bzw verglichen damit peinlich was andere ähnlich teure Veranstaltungen nur bieten.

Zusammenfassend: Ich bin echt glücklich über meine Zeit. Warm gefahren und weniger mit Metzchen hätte ich vielleicht sogar noch 30 Sekunden  bis 1 Minute raus holen können. Alles in allem aber ein super Rennen. Von der Anmeldung am Samstag bis zum Zug nach Hause am Sonntag Nachmittag.

Sieht man mal von der „kleinen“ Katastrophe morgens ab. Denn da war ich mir echt sicher, dass das Rennen gelaufen ist. Gut, dass ich mich geirrt habe.

P.S. Wie Arschgeil war denn bitte die Tunneldurchfahrt vor dem Ziel? Das brauche ich jetzt öfter, bitte!

Marathon Grafschaft – eine Lektion in Demut

Ich bin dieses Jahr sehr viel Rennrad und wenig MTB gefahren. Deswegen habe ich mir auch nur für ganz wenig Marathons angemeldet und einer davon war vergangene Woche der in Grafschaft.

In Grafschaft fahre ich, seit ich MTB fahre. Normaler Weise die Mitteldistanz, weil ich dann einen ungefähren Benchmark meiner eigenen Entwicklung habe.

Für dieses Jahr habe ich mich zur Kurzstrecke angemeldet und dachte: hmm… 880 Höhenmeter ist eine Menge, aber es sind nur 33km. Sollte also kein großes Problem sein.

Marathon_Grafschaft_Kurzstrecke

Ja Scheisse.

Direkt auf der ersten Steigung hatte ich Seitenstechen, dass mich die ersten 5km oder so begleitet hat. Dann war meine Flasche weg und ich habe ungefähr bis KM 10 gebraucht, um „meinen“ Tritt zu finden.

Das Garmin piepste regelmäßig „Puls zu hoch“, aber das bin ich ja im Rennen gewohnt. Trotzdem war ich total platt und bin bergauf von vorne nach hinten einfach durchgereicht worden. So langsam war ich schon lange nicht mehr.

Im Ziel war ich mir sicher, dass ich zu den letzten gehöre. Zu meiner großen Überraschung war ich aber Platz 29 von  52 meiner Altersklasse. Nicht toll, aber auch nicht schlecht.

Wieder zu Hause habe ich versucht, das zu verstehen. Klar ist: Die Masse die mich am Berg überholt hat, habe ich bergab nicht wieder eingesammelt. Obwohl ich auf den technisch leichten Abfahrten viele überholen konnte.

Ein Blick auf die Pulsauswertung offenbart aber grauenvolles:

GrafschaftDemnach bin ich die gesamten 33km am Anschlag gefahren. Und zwar volle Pulle. Und das ohne jeden Grund:

Normaler Weise würde ich sagen: Ich bin krank. Irgendein Infekt oder so, das kann sonst nicht sein. Aber das kann ich ausschließen, denn am Tag nach dem Marathon bin ich eine RTF mit viel Gegenwind gefahren:

BocholtAlles total normal.

Was also könnte die Ursache für mein Versagen in Grafschaft sein? Körperlich geht es mir wirklich gut und konditionell bin ich sauber aufgestellt. Mein Pfunde zu viel habe ich immer noch, aber die waren ja schon immer da.

Strava sagt mir, dass ich sogar ein paar PR aufgestellt habe. Einige davon belegen auch eine wirklich nachhaltige Entwicklung.

UnbenanntWas also ist der Grund für mein (gefühltes) Versagen?

Das ich mich die ganze Zeit über zum Kotzen gefühlt habe, kann ich mit der Puls-Höhe erklären. Aber die Ursache dafür? Keine Ahnung.

Ich bin ratlos. Vielleicht muss ich mal mit meiner Trainerin sprechen…