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Garmin schickt ein Update zum Update für die Fenix 5

Vor wenigen Tagen erst hat Garmin die Version 5.1 der Firmware für die Garmin Fenix 5, Fenix 5s und Fenix 5x bereitgestellt.

Und nach der Installation war ich nicht der Einzige, der keine Verbesserung, dafür aber neue Fehler feststellen konnte. Garmin bittet in solchen Fällen um Reports an eine spezielle Mail-Adresse – eine Antwort auf meine zwei Fehlermeldungen habe ich natürlich nicht bekommen.

Heute dann taucht plötzlich das Update auf 5.3 auf:

Und das liest sich, „witziger“ Weise genau wie das Update auf 5.1:

Und ebenfalls interessant ist, dass im Changelog NICHT steht, dass es ein Update von 5.1 auf 5.3 ist. Sondern von 4.1. auf 5.3. Passend dazu ist im amerikanischen Forum der Post mit dem Update auf 5.1 nicht mehr zu finden, der untere Screenshot stammt aus dem deutschen Forum.

Offensichtlich gab es also massive Probleme mit dem Update auf 5.1. Doch statt transparent darüber aufzuklären und vor allem statt den Kunden zu sagen welche (neuen) Fehler in 5.3 behoben sind, verschleiert Garmin lieber.

Ob das eine gute Idee ist, lasse ich jetzt mal im Raum stehen. Angesichts der Qualitäten der Fenix 5 ist das aber schon rätselhaft, denn gerade die ist ja ein Paradebeispiel dafür, wie gut Garmin-Geräte sind.

Garmin und Software

Das Garmin gute Geräte baut, bei der Software aber oft versagt, ist ja bekannt. Aktuell zeigt das Unternehmen auch mal wieder eindrucksvoll, wie unfähig es manchmal ist 😀

Beim Update der Fenix 5x auf die 4er-Version trat auf ein Mal ein Fehler im Tracking beim Bergsteigen auf. Wenn man sich auf wenig Fläche auf und ab bewegt, spinnt das GPS. Auch wenn man Glonass zuschaltet.

Ich dachte erst, dass liegt daran das ich den Klettersteig im Landschaftspark genutzt habe – und der ist ja zwischen viel Stahlbeton. Allerdings findet man in den Foren und auf Facebook Leidensgenossen, denen das am Berg genau so passiert.

Die Antwort, die die meisten vom Support bekommen: „Setzen Sie die Uhr auf Werkseinstellungen zurück“. Nutzt natürlich gar nix.

Jetzt ist die Firmware Version 5.1 auf dem Markt und ich werde die Tage mal testen.  Aber noch vor dem Test fällt ein neuer Bug auf:

Beim Hallenschwimmen stelle ich die Bahnenlänge auf 25 Meter. Das hat früher perfekt funktioniert, die Uhr hat jeden Umschlag hervorragend erkannt.

Jetzt?

Jetzt erkennt sie den Umschlag auch, behauptet aber, die Bahnen wären zwischen 25 und 100 Meter lang. Egal ob mit automatischer Schwimm-Stil-Erkennung, Lap-Funktion oder nach einem Factory-Reset: Das Ergebnis ist total für die Tonne.

Im Garmin-Forum gibt es zahlreiche Klagen von Nicht-Fenix-Usern (Vivo-Geräte), die letztes Jahr(!) das gleiche Problem berichtet haben.

Ich wette, auf meine Support-Anfrage bekomme ich die Mitteilung, ich möge die Uhr resetten und still und heimlich wird der Fehler dann mit dem nächsten oder übernächsten Update wieder behoben.

Das ist echt ärgerlich, aber so typisch für Garmin.

Übrigens, beim Klettern trackt mein GPSmap auch im Landschaftspark alles genau so wie es sein sollte. Das ist aber auch schon ein paar Jahre alt und hat schon länger kein Update bekommen 😉

 

Garmin Fenix 5x – Ein Zwischenbericht

Seit knapp einem Monat spiele ich jetzt mit der Garmin Fenix 5X (Amazon). Und ich bin nach wie vor sehr angetan.

Was mir am Besten gefällt ist vor allem die wirklich lange Akku-Laufzeit, selbst wenn man wie ich gerne mit der Uhr spielt. GPS ist (wenig überraschend) das was am meisten Strom zieht, ansonsten ist die Uhr extrem genügsam.  Auch wenn man die Pulsmessung dauerhaft an hat.  Gar kein Vergleich zur Apple Watch oder anderen Gadgets.

Was auch sehr gut funktioniert ist „MoveIQ“, also das automatische erkennen von Bewegungsabläufen: Meine Sportarten werden zuverlässig als solche erkannt.

Ebenfalls positiv ist das Wachstum der Apps und Widgets im Garmin eigenen App-Store.  Lediglich eine native Geocaching-App fehlt mir noch.

Ebenfalls überraschend gut funktioniert die Erkennung komplizierter Bewegungsabläufe, wie z. B. Wendemanöver beim Schwimmen. Auch das Betätigen der Tasten bei Nässe ist keine echte Herausforderung für die Uhr.

Also alles Taco?

Mitnichten, denn wo so viel Licht ist, ist natürlich auch Schatten:

Es gibt einige Dinge, die an der Fenix 5x noch nicht zu Ende gedacht oder zu Ende entwickelt sind. Das ist teils verzeihlich, denn die 5x betritt ja durch die Integration von Karten und Co auch ein Stück weit Neuland. Allerdings sind andere Probleme schon länger vorhanden und könnten langsam mal gelöst werden:

Das vermutlich größte Ärgernis ist, dass sich die verschiedenen Garmin-Geräte nicht austauschen. Das ist nicht verständlich, weil jedes Gerät sich mit der Garmin Connect-App und der Connect-Website synchronisiert.

Wie kann es also sein, dass ich sehr regelmäßig trainiere und die Fenix sagt, es gäbe keinen Trainingszustand?

Die Erklärung ist, dass z. B. die vom Edge aufgezeichneten Bike-Einheiten hier keinen Einfluß nehmen.

Jetzt könnte man natürlich sagen, jedes Gerät berichtet nur in Richtung App, nicht aber von der App ins Gerät. So einfach ist das aber nicht, weil die Bewegungszeit tatsächlich über die Geräte hinweg synchronisiert wird.

Diese halbherzige Synchronisation führt dazu, dass Trainingspeak 2.0 auf der Fenix völlig unbrauchbar ist – wenn man nicht nur die Uhr für den Sport nimmt. Sondern eben auch spezialisierte Geräte.

Auch nervend ist, wenn Garmin aus meiner Schritt-Zahl ableitet, heute sei ein Tag mit unterdurchschnittlicher Bewegung – und dabei die 150km Rennrad ignoriert.

Hier hat Garmin noch einiges zu korrigieren. Vor allem müssen die Geräte endlich den Datenbestand komplett austauschen. Das gilt auch für HFV und Co.

Übrigens, Garmin Connect App: Vielleicht könnte Garmin auch noch mal darüber nachdenken, der App einen lokalen Cache zu installieren. Dass ich die Uhr nur per Bluetooth mit der App synchronisieren kann, wenn die wiederum via UMTS oder WLAN im Internet ist. Das ist müssig, wenn man mal im Funkloch sitzt.

Ebenfalls nachbessern muss Garmin in der Navigation. Hier stören mich vor allem zwei Dinge:

Das Erste ist, dass die Uhr Karten falsch interpretiert. In Köln zum Beispiel werden Domplatz und Co als nicht begehbare Fläche erkannt und die zuführenden Wege als Sackgasse. In der Folge will einen die Uhr weiträumig umleiten.

Überhaupt ist die Zieleingabe eine echte Schwäche. Warum kann ich denn nicht in der App nach Adressen suchen und die dann an die Uhr übertragen? Warum ist das WGS84-Format abweichend von allen(!) anderen Garmin-Devices ausgeführt?

Die Basis-Funktionen wie Ort speichern, POI in der Nähe finden etc. funktionieren natürlich problemlos. Aber wenn ich erst eine Adresse mit dem Handy suchen muss, dann eine Website zum Umrechnen in GPS-Koordinaten und die dann über die Tasten eingeben muss… das ist echt nicht 2017.

Wobei, und hier kommen wir mal wieder zu den positiven Dingen des Lebens:

Die Bedienlogik über die Tasten ist nach kurzer Eingewöhnungszeit wirklich durchdacht. Niemand vermisst den Touch-Screen, wenn er die Idee der 5 verstanden hat. Was aber niemanden, der die die Uhr zum ersten Mal sieht, davon abhält über das Display zu wischen 😉

Im Zwischenfazit ist die Garmin nach wie vor die beste Sport-Smartwatch, die mir je untergekommen ist.

In der Bedienung zeigen sich aber, vor allem in der zugehörigen App, Mängel und nicht alle Funktionen scheinen ausgereift. Da das alles aber Software ist, steht hier Nachbesserungen nichts im Wege.

Außer vielleicht der Tatsache, dass gerade die Software immer die Schwachstelle von Garmin-Geräten war 😉

Canyon Lux CF 7.9 Race – Ein Zwischenbericht

Vor ein paar Wochen hatte ich mir ja eher spontan ein Canyon Lux 7.9 Race gekauft (hier die Website von Canyon). Inzwischen habe ich knapp 400 km mit dem Bike geradelt – Zeit für ein kleines Zwischenfazit.

Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Das Bike ist ein Spaß-Garant!

Auf gerader Strecke nicht so pfeilschnell wie das Bergamont Revox oder gar das Trek ProCaliber von Julia. Aber ausreichend 😉

Dafür ist es auf den Trails absolut genial. Durch die entsprechende Geometrie ist es sehr verspielt und zirkelt um deutlich engere Kurven als die beiden Anderen. Sowohl bergauf, als auch bergab.

Aber auch wenn sich die technische Ausstattung bei Canyon ja total gut las, ein paar Haken hatte das Bike dann doch:

1. Die Reifen

Ab Werk kam das Bile mit Conti RaceSport. Und ich liebe Conti. Das Problem war, dass ich die Mistdinger einfach nicht Dicht bekommen habe. Das Problem kenn ich ja von Conti schon, deswegen habe ich dann doch schweren Herzen Schwalbe aufgezogen. Und ihr könnt mir sagen, was Ihr wollt: Die sind auf trockenem, losen Boden nicht annähernd so bissig wie die Conti. Aus Pannenschutzgründen habe ich die TLE, nicht die Snake-Skin gewählt:

Wir wissen inzwischen, dass die Snake-Skin zwar auch extrem leicht auf TL umzurüsten sind (ist am Trek so passiert), aber dass sie eben auch deutlich empfindlicher z. B. auf Dornen reagieren. Und da ich eh nicht der filigranste unter den Fahrern bin…. 😉

 

2. Die Schaltung

Das Lux war mein erstes 1×11-Bike und ich war skeptisch, wie ich mit der Schaltung zurecht kommen würde. Und gerade die war eine herbe Enttäuschung.

Zuerst war mir nicht klar, was mich eigentlich so ansickt. Doch inzwischen kann ich sagen, dass es die XT-Kassette 46-11 ist. Bzw. die Abstände  zwischen den großen Ritzeln: 46-37-32-28

Das führte dazu, dass ich immer das Gefühl hatte, entweder einen zu leichten oder zu schweren Gang zu erwischen.

Jetzt habe ich mal eine SunRace-Kassette 50-11 installiert. Dort ist die Abstufung: 50-42-36-32-28 und ich bin mal gespannt ob das Besser ist. Die 46-11 wandert auf das Enduro, dass ich demnächst auf 1-fach umbaue.

Die SunRace ist natürlich riesig und mit 527 Gramm auch 50 Gramm schwerer als die XT. Andersherum kann man auch sagen, sie ist nur 50 Gramm schwerer und da ich schon bei den Reifen nicht so auf das Gewicht geachtet habe…

3) Der Rahmen

Offensichtlich spart man heute wo man kann: Das Lux ist top verarbeitet (unser Team-Schrauber ist voll des Lobes), aber offensichtlich nicht bis ins Letzte durchdacht:

Obwohl der Rahmen für eine Innenverlegung vorgesehen ist, laufen die meisten Leitungen auf dem Rahmen.  Sieht man ganz oben auf dem Bild gut.

Und das ist ein Problem:

Denn der Lack ist so dünn, das schon jetzt überall dort, wo Leitungen in rauem Gelände aufschlagen können, Macken im Lack sind.

Ich habe jetzt überall da, wo das passieren kann, Folien aufgeklebt. Bin aber ehrlich gesagt ein bisschen agepisst, weil das ja eigentlich nicht sein kann. Da muss ich doch als Hersteller entweder den Lack so aufbringen, dass er deutlich weniger empfindlich ist – oder die Leitungen anders verlegen.

Denn gerade das Lux ist ja kein Bike für die Straße. Das es da schon mal rauer wird, sollte klar sein.

4. Das Gewicht:

Mit den serienmäßigen Laufrädern, der fetten Kassette und ansonsten weitestgehend im Originalzustand kommt das Bike auf aktuell 11,21 KG

Das ist etwas schwerer als das Revox und deutlich schwerer als das Trek. Dafür nur etwas leichter als das Enduro. Für ein Marathon-Bike eigentlich schon recht schwer.

Interessanter Weise merkt man das kaum. Denn vor allem im Antritt bergauf ist es um ein vielfaches besser zu beschleunigen, als das Enduro, dass Stand heute (vor dem finalen Umbau) bei 12,5 kg liegt – was allerdings für so ein Bike schon ausgesprochen gut ist.

Fazit

Ich ärgere mich über den Lack. Aber das ist echt das Einzige, was ich wirklich an dem Bike auszusetzen habe. Das ich mit der Kassette nicht so glücklich werde, ist sicherlich eine Frage der Gewohnheit Und ich bin mal gespannt wie die sich am Enduro (28er Kurbel) macht, im Vergleich zu der 32-Kurbel am Lux.

Insgesamt aber muss ich sagen, dass das Canyon Lux sein Geld echt wert ist. Die Verarbeitung ist top, der Rahmen ausgesprochen Steif und auch mit meinem Gewicht von 95kg nicht überfordert.

Was das Verblüffenste ist, mit welcher Leichtigkeit es auch bergab etwas härtere Trails mit Stufen, Kickern und Wurzeln meistert. Das führt zu der lustigen Situation, dass Besuche auf Trails, auf denen ich sonst nur mit dem Radon oder Bergamont war, zu wilden Strava-PR-Sammelaktionen werden:

In der Zusammenfassung:

Wer nicht auf jedes Gramm schaut und ein wendigs und vortriebsstarkes Race Dully sucht, der ist mit dem Lux gut beraten.

Garmin Fenix 5x

Schon länger schaue ich mir recht aufmerksam den Markt der „Wearables“ an. Privat trage ich ein Garmin VivoSmart (Link zu Amazon) HR-Armband und fand das bisher auch völlig ausreichend.

Allerdings habe ich natürlich schon länger mit Smartwatches geliebäugelt. Wobei ich keine Apple Watch suche, die nichts ohne Handy wirklich kann. Sondern eher was robustes für Draußen und vor allem für den Sport: Biken, Klettern, Schwimmen, Laufen, Cachen… das alles wäre schon geil gewesen.

Gab es aber nicht. Natürlich gab und gibt es GPS-Uhren und ich habe einige ausprobiert, wie z. B. die Garmin VivoActive Sport (Link zu Amazon) oder die Suunto Ambit 3 (Link zu Amazon). Aber so wirklich begeistern konnte mich keine. Alle gingen zurück, es blieb beim Armband.

Um so gespannter war ich, als der UPS-Mann mir am Donnerstag ein Paket von Garmin brachte.

Und darin in einer wunderschön schlichten, aber eleganten Verpackung verbarg sich Garmins aktuelles Meisterstück:

Die Fenix 5X in der Version mit Metallarmband und Saphirglas.

Mit dabei ein zweites Armband aus schwarzem Silikon, ein USB-Ladekabel und eine kurze Anleitung – die vor allem den Hinweis enthält, das Metall-Armband bitte nur von einem Fachmann kürzen zu lassen 😉

Die Inbetriebnahme der Uhr gelingt völlig problemlos über die Garmin App oder Garmin Connect am PC.

Die Bedienung gelingt über die insgesamt 5 Tasten nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr gut. Gibt man die Uhr allerdings jemadem, der nicht Garmin gewohnt ist, folgt schnell die Ernüchterung: Kein Touchscreen.

Das dürfte allerdings dem doch sehr festen Sapphir-Glas geschuldet sein und auch nur mit den Tasten kommt man gut zurecht. Zumal man einiges eh lieber am PC machen möchte. Wie z. B. die Eingabe des WLAN-Passworts.

Damit sind wir auch schon bei der Ausstattung:

Die Fenix 5x kommt daher mit

  • GPS & Glonass
  • Bluetooth (zur Verbindung z. B. mit dem Smartphone)
  • WLAN (zur Verbidung mit Garmin Connect, eigentlich überflüssig bei BT-Verbindung zum Smartphone)
  • ANT+ für die üblichen Verdächtigen
  • Display mit 240×240 Pixel, Vollfarbe, 1,2 Zoll
  • 12 GB Ram, davon ca 6GB frei, wenn man alle Karten installiert hat
  • Maps für Europa, Asien, Nord- und Südamerika, Pazifik

Das ist übrigens das Besondere an der 5x: Als einziges Modell der Fenix5-Reihe verfügt die Uhr über eine Kartendarstellung.

240×240 Pixel auf weniger als 1,5 Zoll und Karte, geht das?

Es geht, und das sogar sehr gut!

Im Vergleich zu den anderen Uhren der Fenix5-Serie kann sie dann auch nicht 200 Punkte sondern 10.000 Punkte im Log speichern und 100 Tracks.

Wobei Garmin da eh einen eigenen Weg geht und leider schon immer geht: Gleichwohl die insgesamt 12 GB reichen, werden die Speicherplätze für Track-Punkte, Tracks und auch für Add-On von Garmin Connect IQ künstlich beschränkt.

Völlig unverständlich, warum das passiert und 2017 auch nicht mehr zeitgemäß.

Ebenfalls nicht zeitgemäß und unverständlich ist noch etwas. Zwar kann ich über die Fenix wie auch über die Armbänder die Musik-Wiedergabe an einem Smartphone remote steuern.

Warum aber kann ich keine Bluetooth-Kopfhörer an der Fenix koppeln und einfach MP3 direkt auf der Uhr ablegen? Speicher ist genug da und neben all der Technik noch einen MP3-Player zu „spendieren“ dürfte keinen finanziellen Unterschied machen.

Anyway,

ansonsten kann die Uhr alles, was man erwarten würde und was auch ein Edge 820 kann: Group Track, Smart Notifications; (Roundtrip-)Navigation, Tracking, Leistungstests und so weiter. Neben dem Radsport wird dann allerdings auch noch so ziemlich jede andere Sportart unterstützt: Bergsteigen, Schwimmen, Laufen, Golf, nennt was und ich sage Euch es geht 😉

Aber wo ich gerade Edge 820 schreibe: Der Kern der UHR ist ja ihre GPS-Funktionalität. Also wollte ich heute mal testen wie gut die wirklich ist und habe 3 Geräte mit auf den Trail genommmen: Die Fenix5x am Arm, das Edge 820 am Lenker und das GPSmap 64s als Referenz am Rucksack.

Dabei durften Edge und Fenix nur GPS, das GPSmap auch Glonass verwenden. Der Trail führte überwiegend durch wirklich dichten Wald.

Relativ schnell ist mir aufgefallen, dass die Fenix im Zweifel lieber einen Höhenmeter mehr zählt, als einen zu wenig.

Am Ende meiner ersten Runde war der Unterschied auf den Geräten deutlich, nach der zweiten Runde logischer Weise noch größer. Interessanter Weise nivellierte sich der Unterschied nach dem Upload auf Garmin Connect:

Der oberste Eintrag ist die Fenix 5X, der zweite das Edge 820 und der Dritte das GPSmap64s (Link zu Amazon) – wie man sehen kann liegen alle 3 Geräte beieinander. Aus meiner Erfahrung heraus ist das GPSmap das Genauste und der Eindruck, dass die Fenix 5x lieber einen Höhenmeter zu viel als zu wenig speichert, kann man da gut sehen.

Was man auch sehen kann ist, dass bei den Distanzen das Edge am großzügisten ist, während die Fenix nah an den Referenz-Wert kommt.

Die Durchschnittszeit darf nicht mit dem Edge verglichen werden, da das Edge auf Auto-Pause stand, während Fenix und GPSmap durchliefen.

Auf der Karte verglichen sind sowohl Fenix als auch Edge ziemlich gleich auf. Das eine Gerät weicht hier mal ab, das andere da:

Die Abweichung der Tracks betrug im Maximum etwas über 30 Meter:

Gleiches gilt auch, wenn ich das GPS-Map zu schalte, dass als einziges GPS und Glonass verwenden durfte:

Spannend fand ich auch die Frage nach der Pulsmessung: Die Fenix misst ja auf der Haut, während das Edge einen Brustgurt braucht.

Zu meiner erheblichen Verblüffung liegen beide sehr nah bei einander, trotz der teilweise geknickten Handhaltung und der anderen Unwägbarkeiten bei der Hautmessung:

Edge:

Fenix:

Interessant in den beiden Grafiken ist übrigens, dass Garmin wohl keine Korrektur-Funktion für die Temperatur in der Fenix 5x verwendet. Die von der Uhr ermittelte Temperatur überstieg die des Edge und des GPSmap deutlich.

Und das leidige Thema Akku?

Seit Donnerstag spiele ich mit der Uhr und teste. Ich habe x mal die Synchronisation via Bluetooth gestartet, diverse Apps installiert und gelöscht, hier versucht und da, mal Brustgurte verbunden, mal Tracks geladen und so weiter. Stand Samstag Abend ist der Akku jetzt bei 74%. Absolut top.

Fazit:

Die Garmin Fenix 5x (Link zu Garmin) ist die mit Abstand beste GPS-Smartwatch, die ich je in den Fingern hatte.

Die UVP von Garmin, knapp 900€ ist natürlich eine Ansage. Dafür bekommt man aber eine Uhr, die anders als andere Smartwatches eben auch ohne Handy ihre Stärken ausspielt. Die Technisch absolut auf der Höhe der Zeit ist und so solide wie ein Panzer wirkt.

Ganz persönlich kann ich sagen: Die gebe ich nicht mehr her.  😀

 


Disclaimer: Die Uhr wurde mir von Garmin kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt.  Es gab jedoch keine Vorgaben, was ich testen soll oder wie oder wie ich darüber schreibe.

Ja ist denn schon Weihnachten?

Julia und ich „nullen“ beide dieses Jahr an unseren Geburtstagen. Das nutzt der eine oder andere für hübsche Geschenke und dieses Wochenende kamen zwei etwas verfrüht ins Haus.

Bisher sind wir immer mit Brillen von SwissEye gefahren und waren auch super zufrieden damit. Inzwischen haben wir ein ganzes Arsenal an verschiedenen Brilen für verschiedene Anlässe.

OAKLEY Radar EV Path / Sapphire Iridium

Allerdings haben andere Firmen ja bekanntlich auch sehr schöne und leichte Brillen.

Und deswegen freut es uns, dass jetzt auch 2 Brillen von Oakley unsere Fahrten noch besser machen.

Für mich gab es die „Radar EV Path“ mit dem „Sapphire Iridium“-Glas. Einem relativ dunklen, polarisierten Glas. Das eine sehr interessante Farb- und Detailwahrnehmung erlaubt, die ich bisher noch bei keiner Brille erlebt habe.

 

OAKLEY Radar EV Path / PRIZM TRAIL

FürJulia gab es ebenfalls die „Radar EV Path“, allerdings mit den „Prizm Trail„-Gläsern.

Die sind kontrastverstärkend und nach einem ersten Test kann man nur sagen: holy moly!

Beide Brillen sind super leicht (unter 30 Gramm, ich dachte erst die Waage ist kaputt) und tragen sich auffallend unauffällig.

Insgesamt scheinen die beiden Brillen die Skala dessen, was man gut findet weit nach oben zu verschieben.

Ich glaube, dass ich bei wechselhaftem Wetter und bei anderen Sportarten als Biken trotzdem weiter meine SwissEye nutzen werde.  Aussortiert sind die nicht.

Aber die Oakley spielen halt in einer ganz anderen Liga. Vor allem bei Sonne und auch bei schnell wechselnden Lichtbedingungen auf dem Trail.

Und weil die so geil sind, bin ich mal so frech und verleite Euch mit einem Amazon-Affiliate-Link dazu, die selber mal zu testen:

Oakley Radar EV Path ab 99€

New Bike Day :-)

Ich hatte überlegt,  im Herbst 2017 ein neues Bike als Ersatz für das Bergamont Revox anzuschaffen. Herbst, weil dann üblicher Weise die Preise sinken, wenn die neuen Modelle für ’18 angekündigt sind.

Da ich gerne weiß was ich tue und niemals überstürzt etwas kaufen würde 😉 , habe ich angefangen, mich mal auf die Suche zu machen. Es sollte ein Hardtail werden, dass gewisse Kompromisse hinsichtlich meines Fahrstils (Technik: Keine) und Alters (Senioren II) eingehen sollte.

Ich kaufe ungern im Internet, also mal lokal lokal umgesehen: Rose in Bocholt hat nichts, was mich umgehauen hätte. Wüster in Voerde hat geile Bikes von Specialized und die Edelhelfer in Recklinghausen bietet geile Bikes von Trek.

Leider haben beide Marken aktuell nichts, was ich gleichzeitig geil und bezahlbar gefunden hätte.

Da ich vor einiger Zeit ja in Bonn bei Radon ein Slide 160 gekauft habe, führte mich der nächste Weg dorthin. Das Radon ZR Race ist ja nur in Alu erhältlich und das neue Hardtail aus Carbon ist ja das Jealous.

Und das ist, wenn man drau sitzt, ein echt geiles Bike. Nur die Form und Farbe… irgendwie… aber der Vortrieb ist phänomenal und Preis-/Leistung kamen mir eher entgegen.

Trotzdem: Umgehauen hat es mich gar nicht.  Es war „nice“ aber eben kein „burner“. Hätte aber trotzdem im Herbst in der engeren Wahl sein können.

Wenn ich aber schon bis Bonn fahre, kann ich auch nach Koblenz und so bin ich bis Canyon gefahren.  Zum Vergleich, das ist 200km einfache Strecke – das Bergamont kam aus Hamburg, 400km eine Strecke 😉

Ich hatte mir auf der Website das Exceed 7.9 angesehen. Klar, wegen der DI2 😉  Und erwartet hatte ich, was den Umgang mit Kunden angeht, nicht wirklich viel.

Und wurde „enttäuscht“. Nach einer kurzen Wartezeit, die man uns mit einem kostenlosen Kaffee verkürzte (Rose, hört Ihr das? 😉 ), hatten wir einen Berater an unserer Seite. Der hat uns erst mal vermessen hat und dann nach unseren Vorlieben und Erfahrungen ausfragte.

Schließlich holte er für Julia und mich passende Exceed in verschiedenen Ausstattungen aus dem Lager und wir konnten so viel probieren wie wir wollten. Hier war allerdings ein kleiner Wehmutstropfen:

Wegen schlechter Erfahrungen mit Kunden die sich überschätzt haben, durften wir nicht auf den Hauseigenen Pumptrack 😀

Dummerweise nur war ich sofort enttäuscht. Das Exceed ist im Vergleich zu meinem Bergamont ein wobbely-dobbely Bike, das mich so gar nicht überzeugen konnte. Na da, geht gar nicht 🙁

Julia kam dann auch die Idee, mal das Feld ein wenig zu erweitern und das Lux, das Race-Fully anzusehen. Wir bekamen 2 in M und L und ich fuhr meine Testrunde. Und noch eine. Und noch eine. Und noch eine. Was für eine Spaßrakete!

Und beim gemeinsamen Durchschauen der Konfigurationen ist aufgefallen, dass das Lux CF 7.9 Race eigentlich schon ziemlich genau so ausgestattet ist, wie ich es gern hätte.

Glücklicher Weise hatte ich alles zu Hause gelassen, was man bräuchte um ein Bike zu kaufen. Also sind wir, mit kurzem Stopp bei Freunden und einem Besuch im Godesburger heim gefahren.

Ich habe dann ein paar Tage mit mir gerungen. Gerade auch weil Canyon zwar einen „Store“ hat, der aber ja primär als Showroom gedacht ist. Die Räder bestellt man letztlich doch im Internet und bekommt sie nach Hause geliefert oder holt sie ab.

Das „Blöde“ ist nur, dass eigentlich alle Fahrradgeschäfte heute so arbeiten. Was letztlich an der Vielfalt möglicher Kombinationen von Komponenten liegt. Will man eine SRAM Eagle oder doch eine XTR? Eine Guide oder Magura?  Bei Rose hätte man mein Rad „custombuild“, bei den anderen Läden wäre auch ein wiederkommen angesagt gewesen. Ist das jetzt „lokal kaufen“?

Anyway, ich habe dann bei Canyon bestellt. Und war gespannt: Die Bestellung gint raus am 04.04 und als Liefertermin wurde der 17. bis 21. April genannt. Nur zu gut hatte ich die Lieferprobleme 2015 – 2016 in Erinnerung und wer das damals nicht mitbekommen hat: Das Internet ist voll davon.  Aber „Bezahlung bei Abholung“ lässt einen da entspannt sein.

Völlig überraschend kam aber schon am 12.04. die Mail, dass mein Bike abholbereit sei. Wow. Also sind wir am Ostersamstag nach Koblenz (erwähnte ich eigentlich, dass man von Voerde nach Koblenz mit dem Zug kann, ohne ein Mal umsteigen zu müssen?).

Die Abwicklung war ungefähr wie erwartet: Freundlich empfangen wurden wir an „unseren“ Schrauber durchgereicht, der das Bike schon im Aufbau hatte.

Canyon macht das ungefähr wie ein gutes Autohaus, was marketingtechnisch Genial ist. Schnell noch die mitgebrachten Pedale angeschraubt und schon ging es an eine grobe Anpassung an Körpergröße und Gewicht für die Federelemente. Das ist weit weg von einem Fitting, wie es z. B. die Edelhelfer machen, aber das war ja auch nicht bestellt.

Zudem wurde ausführlich auf die „Eigenheiten“ hingewiesen, z. B. das man den Speichenschutz an der Kassette selber entfernen kann, Canyon das aber nicht macht. Das die Aufkleber so angebracht sind, dass sie Rückstandslos ab gehen. Und natürlich der Hinweis auf das mitgelieferte Reflektorenset. Das hätte ich am Liebsten noch vor Ort dran gemacht 😉

Zudem gibt es noch einen Drehmomentschlüssel, Carbon-Montagepaste, Tubeless-Umrüstventile und eine Dämpferpumpe.

Danach konnte das Rad bezahlt werden, es gab noch was oben drauf und wir waren wieder raus. So leicht geht das 🙂

Wir sind dann zu Freunden (siehe oben) gefahren und mit denen erst mal eine „entspannte“ Runde durch das Siebengebirge. Denn ob ein Bike was kann oder nicht sieht man halt nicht auf dem Parkplatz von Canyon und da man 30 Tage Rückgaberecht hat, wäre das ein „Point of Return“ gewesen.

Um es kurz zu machen: Umtauschen werd ich das Bike mit Sicherheit nicht mehr 🙂

Es ist defintiv völlig anders als das Revox. Es entlastet als Fully den Rücken schon enorm und bietet satte Traktion. Wenn es schnell, richtig schnell, wird, ist es allerdings nicht so „panzerartig“ Spurstabil wie das Revox. Dafür ist es in den Trails deutlich wendiger.

Das Fahrwerk ist insgesamt extrem gut abgestimmt und die Geometrie macht klar, dass es kein Bike ist zum langsam fahren. Allerdings muss ich mich daran gewöhnen, dem Dämpfer zu locken: Die Float – CTD am Revox kann ich auch Bergauf gut im Trailmodus fahren. Leider haben die Federelemente am Lux nur den Zustand auf oder zu – und auf ist Bergauf eine Strafe, weil natürlich viel Kraft in Schwingbewegung verloren geht.

Ich habe aber eine andere sehr erfreuliche Entdeckung gemacht: es ist das erste Bike bei dem ich nicht das Gefühl habe, zum Fitting zu müssen. Ich muss den Vorbau 10mm kürzer haben und die Ergon-Griffe sind scheisse für meine verwöhnten zarten Hände. Aber alles andere passt auf Anhieb – einschließlich Sattel. Zumindest ist das mein Eindruck nach den ersten Trails und geraden Strecken gestern. Weitere Tests folgen natürlich.

Tja.

Und so kommt es, dass jetzt neben diversen anderen Marken auch die Marke Canyon in unserem Fuhrpark  zu finden ist.  Und ich glaube, das Lux und ich werden sehr, sehr gute Freunde.

P.S. Und natürlich endete der Abend wieder im Godesburger 😀

Garmin Edge 820 – das hyperaktive Kind gebändigt?

Schon beim ersten Test des Edge 820 fiel mir das überempfindliche Display auf. Bedienbar schien das Teil nur mit Handschuhen.

Heute installierte das kleine Gerätschen dann das Update auf Version 4.1 und überraschte mich mit folgendem Screen:

img_8872Laut Change-History für die einstellbare Sensibilität:

  • Added Touch Sensitivity setting to improve touchscreen performance with gloves and in wet conditions.

Tatsächlich aber hat nach dem Neustart sowohl das überhektische reagieren auf Finger, die noch gar nicht das Display berühren nachgelassen – als auch die Probleme die ich hatte, wenn ich das Gerät in der einen Hand hielt und mit der anderen bedient habe.

Was auch immer Garmin da gemacht hat: Es hat funktioniert 🙂

WLAN geht dafür immer noch nicht wieder 🙁

Aus! Aus! Die Sainson ist aus! Und die Münsterland-Giro auch ;-)

Heute stand das letzte Rennen für 2016 auf dem Plan, die Münsterland-Giro und hier die Kurzstrecke mit 70km.

m_nsterland_giro

Mit dem Ergebnis kann ich sehr zufrieden sein: Platz 61 von 220 in meiner Altersklasse, bzw. 253 von 1209 Starter/-innen. Und nur 15 Minuten hinter dem Ersten durch das Ziel gerollt.

Ein sehr schönes, schnelles Rennen (dank super Gruppe), dass mir vor allem aber wegen des dichten Nebels und der vielen Crashes in Erinnerung bleiben wird. Vor allem die Gruppe, die sich auf der Ziellinie völlig unnötig lang gemacht hat… naja, sei es drum.

2016 war Rad-technisch ein komisches Jahr. Ich bin deutlich weniger Rennen gefahren als geplant. Und die, die ich gefahren bin, waren schon irgendwie „durchwachsen“. Neben den Rennen standen auch einige Touren auf dem Programm, die mir gut in Erinnerung geblieben sind.

So bin ich ja im Mai eher spontan die „Ruhr Around Challenge“ gefahren. Seit bestimmt 20 Jahren keine Distanz über 100km abgerissen und dann mal eben 200km gefahren. Kann man machen, ist aber sehr speziell. Aber es hat mit meinem Mitfahrer Tobi so viel Spaß gemacht, dass wir 2017 alle 3 Touren (100, 200 und 300km) fahren werden. Außerdem hat unser „Fahrstil“ zu einer Neuplanung beim Veranstalter geführt, die wir testen dürfen.

Insgesamt war ich überrascht, wie gut die 200km liefen 🙂

Ein geplantes „Highlight“ war natürlich auch 2016 das 24h-Rennen von Duisburg. Das dieses Jahr allerdings so grottenschlecht war, dass wir unsere Teilnahme für 2017 abgesagt haben.

Im gleichen Monat folgte auch der Marathon Grafschaft, der mich emotional extrem (über)(ge)fordert hat. Leider, denn eigentlich ist Grafschaft ja ein „Must Have“ für mich.

Nachdem ich aber über 20 Jahre nicht mehr an einem Rennrad-Rennen teilgenommen habe, war ich dann im September beim Race am Rhein. Und ich war total geflasht. Nicht nur, weil es auf Anhieb wirklich gut lief und ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden war. Sondern auch wegen des „warum habe ich eigentlich damals damit aufgehört“-Gefühls 🙂

Was dann letztlich dazu führte, dass ich heute morgen in Münster stand. Und eine wirklich irre Runde gefahren bin. Mit Gegenwind, Seitenwind, Rückenwing, Nebel mit Sichtweiten um die 50 Meter und Spässkes inne backen.

Abschließend gab es dann Verpflegung bei Nutrixxion am Bus. Und hier liegt jetzt mein Formular für Nutrixxion 2017 – ich werde dem Team wohl treu bleiben. 🙂

Jetzt steht erst mal die obligatorische Herbst-Leistungsdiagnostik bei Steffi an.  Darauf folgt dann, was niemand so richtig mag: Das Wintertraining mit viel Rolle. Aber mal gucken: in 2017 möchte ich definitiv mehr Rennrad-Rennen fahren und vielleicht reiße ich mich auch endlich mal zusammen und nehme ab 😉 Denn mal ehrlich: 15 Minuten auf 70 km sollten doch irgendwie zu machen sein 😉

Für das abgelaufene Jahr muss ich aber ein paar Leuten danke sagen:

  • Julia, dafür, dass sie allen Quatsch mit macht, immer dabei ist und auch aufopferungsvoll pflegt, wenn ich mich mal wieder abgelegt habe.
  • Nutrixxion für die Betreuung. Die ist zwar, wie immer, ausbaubar, aber ich habe viel Spaß im Team. Vielen Dank auch für die unzähligen Gele, Flaschen, Getränke. Besondere Grüße an dieser Stelle an Volker, den Chefmotivator 😉
  • Powerbar aus Voerde, die uns als „Heimlieferant“ mit zusätztlichen Riegeln und Muffins versorgt haben 🙂
  • Garmin für die neuen Geräte, die wir im Training und Rennen nutzen dürfen.
  • Chalkr, die uns bei unserem Alternativ- und Wintersport, dem Klettern so tatkräftig unterstützen.
  • ERG 1900 e.V., unsere sportliche „Wahlheimat“. Vor allem für die unzähligen gemeinsamen Trainingsrunden 🙂

 

Fitness-Tracker: Von Polar zu Garmin

Zu Weihnachten 2013 bekam ich von der Herzdame einen Polar Loop Fittness-Tracker geschenkt. Ein Tool, dass seit dem selten nicht an meinem Arm war.

Was mir besonders gefallen hat, waren…

  • das schlichte, aber ansprechende Design
  • die lange Akkulaufzeit
  • das nette rote Display

Natürlich gab es auch Dinge, die mir nicht gefallen haben:

  • properitärer Ladestecker
  • properitärer Akku, fest verbaut
  • kein Vibrationsalarm

Insgesamt aber war das Gerät genau wie ich es mag: Easy to use und ein nettes Spielzeug. Leider war die App, die Polar damit vertreibt, alles andere als brauchbar: Dort habe ich nur ganz selten rein geschaut, weil es einfach nix brachte. Weder gab es sinnvolle Informationen, noch die Möglichkeit Aktivitäten nachträglich zu ändern.

Im Laufe der Zeit wurde die Connectivität (zu Apple Health, MFP, Garmin Connect) zwar besser und so wurden zum Beispiel Rad-Touren aus Garmin richtig in der Flow-App angezeigt. Da aber alle Sportarten in „virtuelle Schritte“ umgewandelt werden, hatte man halt zwischendurch schon mal ein paar Hunderttausend davon gesammelt.

Ganz besonders irritierend war auch die automatische Leuchtstärke, die mit einem falchen Vorzeichen programmiert scheint: Im Dunkel ist das Display sehr hell, während es in der Sonne bis zur unleserlichkeit abdunkelt. Aber nun ja…

Leider war die Benachrichtigung, wenn man mal wieder zu lange auf seinem Po gesessen hat, quasi „unsichtbar“. Hier fehlte schmerzlich ein Vibrationsalarm.

Sehr ärgerlich war auch, dass keine dynamische Anpassung an die Leistung vorgesehen war. Es gab Stufen, die man einstellen konnte, aber keine individuellen Ziele.

Dafür aber war der Akku super schnell geladen (30 Minuten, meistens) und hielt gefühlt ewig.

Was mit steigendem Alter natürlich dramatisch nachgelassen hat. Und so stand jetzt die Frage an: Was nun?

Eine Option war der Polar Loop 2, der zumindest im Bereich Vibrationsalarm nachgebesser hatte.  Aber irgendwie…

Nun hat sich ja ergeben, dass wir im Technikbereich seit einiger Zeit auf Unterstützung von Garmin bauen dürfen. Also habe ich mal dort nachgesehen und bin beim Garmin VivoSmart HR hängen geblieben.

FullSizeRenderZum einen kommt das VivoSmart HR zusätzlich mit einem optischen Pulssensor daher, den ich sehr praktisch finde. Und es gliedert sich in die Garmin-Connect-Umgebung ein, wo auch unsere Edges und GPSmaps verankert sind.

Anders als der HR+ hat der „kleine“ HR auch kein GPS an Board, das mag ich nicht am Handgelenk haben.

Aber als weiteres „Schmankerl“ gibt es einen barometrischen Druckmesser, über den Treppensteigen erkannt wird.  Die üblichen, auch beim Loop 2 vorhandenen „Smart-Funktionen“ wie Anrufbenachrichtigung, MP3-Fernsteuerung etc spielen für mich keine Rolle.

Der Pulsmesser scheint überraschend akkurat, nur beim Schwimmen war der Wert definitiv zu niedrig. Was aber vermutlich am Verhalten der Adern bei Kälte liegt.

Das Display ist allerdings eine echte Augenweide. Ich mochte zwar das unaufrdingliche Design des Loop, aber die Informationsfülle ist natürlich viel größer beim VivoSmart. Plus des „Allways On“. Die Bedienung ist super gelöst (wischen, tippen, eine Taste) und arbeitet auch nass sehr präzise.

Die individuellen Ziele werden übrigens aus den Vortagen abgeleitet. Hier darf man nicht zu viel Intelligenz erwarten: So hat das Garmin gestern gemerkt, dass ich wenig gelaufen bin und für heute mein Ziel herunter gesetzt um mich wieder „on Track“ zu bekommen. Dummerweise hatte wohl keinen Einfluss, dass ich das Armband erst ab Nachmittags trug und auch das Schwimmen spielte keine Rolle 😉

Thema Schwimmen: Das VivoSmarterlaubt, „sonstige Sportarten“ aufzuzeichnen und im Nachgang dann zu editieren. So konnte ich aus den 29 Minuten „Sonstiges“ dann „Schwimmen, 750 Meter“ machen.

Die Installation und Integration in Garmin Connect ist so problemlos wie alles was man erwartet. Die Ladezeit des Akkus ist allerdings deutlich länger als beim Loop, was vermutlich am höheren Energiebedarf der Sensoren liegt.

Was allerdings absolut behämmert ist: Meine GPS-Map, Edge 800 und 810 nutzen Mini-USB. Der Edge820 nutzt Micro-USB und das VivoSmarteinen properitären Stecker. Damit habe ich jetzt 3(!) unterschiedliche USB-Ladekabel am PC hängen. Da fragt man echt, ob die sie noch alle haben.

Der Vibrator im VivoSmartist übrigens auch als Wecker nutzbar. Ich habe heute morgen den Eindruck gehabt, dass ich das wesentlich angenehmer finde, als vom normalen Wecker aus dem Schlaf gerissen zu werden. Toll wäre jetzt noch, wenn die Schlafüberwachung so programmiert werden könnte, dass sie ab einer bestimmten Uhrzeit weckt, wenn man in den leichten Schlaf übergeht und nicht aus dem Tiefschlaf weckt. Das wäre genial.

Fazit:

Das Loop ist ein Schmuckstück, dass meine Basisbedürfnisse befriedigen konnte. Das VivoSmartHR ist dagegen stärker auf Integration in die „Sportwelt“ gepolt und bietet einige sehr interessante zusätzliche Features.

Wer es „Simpel“ mag und einen reinen Fittness-Tracker haben will, der dezent am Handgelenk baumelt und seinen Zwecke erfüllt: Polar Loop.

Wer dagegen mehr Zahlen, Daten, Fakten haben will und/oder eh andere Garmin-Geräte haben will, der sollte den VivoSmart HR kaufen.

 

Hinweis in eigener Sache: Unser Deal mit Garmin umfasst keine Vorgaben, ob und wie über Produkte der Marke zu berichten wäre.