Archiv der Kategorie: Allgemein

Liebe Falschparker – ich hab sowas von die Schnauze voll von Euch!

Achtung rant 🙂

Ich bin heute 30km nach Hause gefahren und hätte kotzen können: Alle paar KM steht irgendein Depp auf dem Radweg!

Mehr oder willkürlich mal 3 Beispiele auf den ersten 10km:

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich das Foto machen konnte, weil mein Handy aus war.

Während dessen kam schon jemand aus dem Haus und erklärte mir, dass das schon ok wäre:

Der Mensch wäre ja nicht von hier (sah man am Kennzeichen) und kenne sich nicht aus. In einer Stunde wäre er wieder weg.

What the fuck? Kein „ich fahre das Auto sofort weg“ oder „sorry“, sondern sowas? Ich fasse es nicht.

Weiter geht die Tour und die Tour geht weiter bis vor einer Pizzeria Kandidat Nummer 2 steht:

Der ist natürlich dabei, sich eine Pizza zu holen.

Und erklärt mir, dass ich sein Auto nicht fotografieren dürfte. Das würde gegen seine Persönlichkeitsrechte (sic!) verstoßen.

Ich habe ihn dann gefragt, dass abgesehen von der Unsinnigkeit seiner Aussage er mir erklären möchte, dass er verbotwidrig auf dem Radweg parken darf, man das aber nicht sanktionieren darf?

Er meinte dann irgendwas von wegen Radfahrer wären eh alles *beliebiges Schimpfwort hier einfügen*

Kurz danach dann Kandidat 3:

Die Besonderheit hier ist, dass man um eine Ecke fährt, die nicht einsehbar, aber ein benutzungspflichtiger Radweg ist.

Direkt dahinter wird der Radweg sehr schmal und… das Auto steht da. Völlig unerwartet und wenn man schneller unterwegs ist, eine Crash-Gefahr, die extrem hoch ist.

Das sind nur 3 der über 10 Falschparker, die ich heute auf dem Weg nach Hause erlebt habe. Und ich bin es leid:

Ab sofort halte ich bei jedem einzelnen Radwegblockierer an und nutze die Wegeheld-App.

Denn ich habe das Gefühl, die Uneinsichtigkeit der Autofahrer wird immer größer und lernen geht offenbar nur über Schmerz. Also gut, könnt Ihr haben.

Und ja, wer mich so parken sieht, darf mir nicht nur ein Knöllchen über Wegeheld schicken: Bei einem Fotobeweis gibt es eine Kiste Bier.

Wesenloser LKW tötet (mal wieder) eine Radfahrerin

Am frühen Morgen kam es in Berlin zu einem tödlichen Verkehrsunfall mit einer Radfahrerin. Unter anderem berichtet der Tagesspiegel und es ist leider wie immer:

Der getöteten Person steht ein wesensloser LKW gegenüber. Wie immer war es nicht der Fahrer oder die Fahrerin, sondern der LKW, was irgendwie den Eindruck des Unvermeidlichen macht:

Ein rechtsabbiegender Lastwagen tötet eine Radfahrerin.

oder, im gleichen Artikel:

Die Radfahrerin wollte von der Kolonnenstraße kommend nach links in die Hauptstraße abbiegen. Der dreiachsige Lastwagen kam aus der gleichen Richtung und wollte nach rechts in die Hauptstraße, also Richtung Kleistpark abbiegen. Dabei erfasste der Lastwagen die Radlerin.

Müssig zu erwähnen, dass nicht der LKW nach rechts abbiegen wollte. Sondern der/die Person am Lenkrad.

Was aber fast noch betroffener macht ist die Einleitung des Artikels:

Es ist der klassische Unfall

So weit ist es mittlerweile also, dass wir solche Unfälle als „Klassich“ hinnehmen. So als hätten wir uns dran gewöhnt oder müssten uns dran gewöhnen, dass solche Klassiker halt irgendwie „passieren“.

Ich wünschte mir, die Presse würde endlich aufhören, die Unfallgegner hinter ihren Gefährten zu verstecken.

Noch mehr wünschte ich mir allerdings, dass solche Unfälle nicht die Klassiker sind. Sondern die Ausnahme von der Ausnahme der Ausnahme.

Aber das wird ein frommer Wunsch bleiben.

Garmin Forerunner 645 Music

Die Älteren unter Euch werden sich vielleicht noch erinnern:

Bereits im Mai 2017 habe ich mich gewundert, dass Garmins Flagship Fenix 5x zwar mit 12GB Speicher daher kommt – aber keine Musik abspielen kann.

In der Folge hatte ich auch einige Kommunikation mit Garmin dazu, die ich insgesamt wenig befriedigend fand. Und was sehen meine rot entzündeten Augen heute?

Garmin stellt die neue Forerunner 645 Music vor.

Und ratet mal, was das Key-Feature der Uhr ist? Man kann bist zu 500 Songs direkt auf der Uhr speichern und sie direkt mit BT-Kopfhörern verbinden.

Also ziemlich genau das was andere und ich schon seit geraumer Zeit fordern.

Eine Speichergröße gibt Garmin nicht an.  Allerdings eine maximale Anzahl von Songs. Vermutlich wieder so eine Garmin-Spezialität, eine künstliche Beschränkung einzubauen (wie die dämliche Beschränkung verknüpfbarer BT-Devices beim Edge1020).

Für die Nutzer der Fenix 5x stellt sich jetzt die Frage, ob Garmin das Feature noch per Software nachrüsten wird – oder ob das (neben Garmin Pay und anderem Spielkram) ein USP der kommenden Fenix (6? 5Plus?)-Serie sein wird.

Böse Kampfradlerin rammt unschuldigen LKW!

Ich bin mal wieder auf einen klassischen Fall von sich selbst verletztenden Radfahrern gestoßen. In diesem Fall scheint es sich um einen besonders brutalen Bike-Rambo zu handeln.

Der Tagesspiegel schreibt:

In Weißensee bog gegen 13 Uhr ein 58-jähriger LKW-Fahrer von der Prenzlauer Promenade in Richtung Straße am Steinberg in die Gustav-Adolf-Straße, als ihm eine 80-jährige Radfahrerin gegen das Fahrzeug fuhr. Dabei stürzte sie und kam mit schweren Kopfverletzungen in eine Klinik.

Schade, dass man in der Inkonsequenz dann darauf verzichtet hat zu schreiben, dass sie an den Kopfverletzungen ja selber schuld war, weil sie keinen Helm trug.

 

Ob sich an dieser Art der Berichterstattung irgendwann man was ändert?

Stadtradeln 09-2017

Heute beginnt die neue Stadtradel-Periode und Voerde hat zum ersten Mal ein eigenes Teams am Start.  Ehrensache, dass Julia und ich da mit fahren.

Heute war Tourauftakt. Von Voerde nach Wesel, wo wir auf die Gruppe aus Hamminkeln trafen, und von dort dann nach Rheinberg zum Ziel der Sternfahrt.

Das Wetter war bombastisch gut und ich fand es richtig Klasse, dass den Aufrufen zur Teilnahme, u. a. auch vom ADFC Dinslaken-Voerde, schon alleine bei uns über 30 Teilnehmer/innen mit allen Arten Rädern und in jedem Lebensalter gefolgt sind.

Das Tempo war so gewählt, dass alle mitkamen. Spätenstens ab Wesel war das eine Herausforderung, weil es ja dann noch mehr, ich schätze insgesamt 40 bis 45, Radler/innen waren.

Die Strecke war aber, gemessen an den verfügbaren Routen, sehr gut gewählt und auch das Fahren im Verband klappte nach leichten Startschwierigkeiten dann recht gut. Einzig der fast beständige Gegenwind war für einige doch eher ungewohnt und eine Herausforderung. Aber: Es kamen alle ins Ziel und das ist ja die Hauptsache 🙂

In Rheinberg angekommen gab es Waffeln, Würstchen und kalte Getränke, die auch reichlich in Anspruch genommen wurden. Und im Anschluss machten sich die Teilnehmer/-innen dann in den unterschiedlichsten Gruppen auf den Weg.

Julia und ich sind alleine gefahren und dann über die Fähre Orsoy, um noch mal ein bisschen Tempo machen zu können. Was dank des dann im Rücken blasendne Wind auch hervorragend geklappt hat.

Fazit: Sehr schöne Tour und die ersten 48km im Stadtradeln-Tagebuch eingeloggt 🙂

 

P.S: Mehr zu lesen gibt es bei Rene: Klick!

Madrid verbannt Autos aus der Innenstadt

Na gut, nur auf 70 Meter, aber es ist ein Anfang:

Tatsächlich ist Madrid bekannt für seine atemberaubend schlechte Luft, sorry für das Wortspiel. Um Gegenzusteuern läuft gerade ein Versuch, bei dem eine erste Straße, bzw. ein Abschnitt für Autos gesperrt wurde. Auf Nextcity gibt es einen interessanten Artikel dazu:

Calle Galileo looks different than a typical downtown street too. Bar tables spill off the sidewalk and onto what would normally be car territory. Small trees, large plants in concrete troughs and solid wooden benches serve as borders. Bright yellow road markings warn motorists to stay away.

They’re all part of a 12-month pilot project, begun in late June, designed to promote more walking and less driving in Madrid, which is consistently named one of the cities with the worst air quality in Europe.

Selbstverständlich geht das nicht ohne Proteste:

„Of course we want safer spaces for our children and cleaner air for everyone, but it was obvious that type of scheme won’t work here,” says spokesperson Belen Arsuaga Ferreras as she puts up fresh posters advertising a demonstration against the project. “This is central Madrid, not New York or a completely different city many thousands of miles away.”

One key objection, voiced prior to the erection of the barriers, was that, far from becoming a child-friendly space, the closed-off section of road would instead serve as a new addition to Madrid’s famously vibrant nightlife scene.

“The benches and tables are just used for botellons [street drinking in groups] and so now it’s far noisier than it was when you had cars coming through here,” says Arsuaga Ferreras. This project, and others designed to make central Madrid less reliant on the car, are “an insult to older people” she adds.

Wobei das natürlich eine interessante Argumentation ist. Eine Stadt mit weniger Autos ist also eine Beleidigung alter Menschen und das Menschen auf der Straße sind ist kein bisschen besser als wenn es Autos sind? Nun ja, bemerkenswert ist schon der Name der „Bürgerbewegung“: Chamberí Defends Itself

Die dahinter liegende Idee, die ursprüngliche Vernetzung von Leben und dem anliegenden Park zu fördern, finde ich spannend. Auch glaube ich, dass die im Text beschriebenen Spannungen zwischen Betreibern von Lokalen (freuen sich) und Geschäften (freuen sich nicht) noch näher beobachtet werden sollten.

Und man darf ja auch nicht vergessen, dass es gar nicht darum geht Autos komplett zu verbieten. Sondern darum, Menschen wieder mehr (Lebens-)Raum zu bieten, in dem sie sich sicher bewegen können – mal abgesehen von den Vorteilen für die Umwelt, wenn man die Belastung durch PKW reduziert.

Das Argument, Madrid sei nicht New York, weil das ja weit weg sei, ist natürlich putzig. Andersherum kann man nämlich sagen, dass z. B. das Dreigestirn New York, London und Koppenhagen zeigt, dass eine Förderung von Fußgängern und Radfahrern und eine Reduktion von PKW-Verkehr praktisch überall möglich ist. Wenn man denn will.

Und das die Auswirkungen in der Regel positiv sind: Für die Menschen, die Umwelt und auch die Wirtschaft.

Ich bin sehr gespannt, wie das in Madrid ausgeht.

Mal wieder eine tragische Selbstverletzung eines Radfahrers.

Der ohne Helm fuhr !!!111ELF

Denn der Helm hätte ihn vor dem Fehler des Autofahres bewahrt:

Das einzige was der Neuen-Westfälischen – bzw. der Polizei, üblicherweise schreibt die NW das wortwörtlich ab – einfällt ist: 23-Jähriger trug keinen Helm, Nicht „Autofahrer beachtet Grundregeln nicht“. Der Radfahrer hat sich dabei natürlich selbst verletzt (wobei sich die Meldung dabei nicht sicher ist, er könnte auch verletzt worden sein). Niemals hat dies jedoch explizit der KFZ-Fahrer getan!

Mehr drüben bei Andreas: Klick!

Man kann es Garmin nicht recht machen ;-)

Zum Training verwende ich ja die Fenix 5 und das Edge 820. Die Daten laufen in der Garmin Connect-App und auf Garmin-Connect zusammen. So weit so gut.

Das das nicht reibungslos funktioniert, hatte ich schon ausgeführt. Aber jetzt ist mir noch was anderes aufgefallen:

Über die App und Website kann ich prüfen, wie gut ich trainiere. Das mache ich eigentlich mit Strava, das mir hier ein paar nützliche Tools liefert.

Strava Form-Kurve
Strava Form-Kurve

Garmin Connect bietet mir zwar eine Unmenge an Daten an, aber keine vernünftige Aufbereitung. Das, was dem am nächsten kommt ist die Anzeige der Trainings-Performance in der Connect-App:

Und genau hier habe ich ein Problem: Denn Garmin verrät mir nicht, was an meinem Training nicht stimmt. Ich bekomme in der App nur den Hinweis, dass mein Training nicht intensiv genug ist.

Verringere ich jetzt die Dauer des Grundlagentrainings und erhöhe die Intervalle und Schwellen-Belastungen, passiert genau das, was man nicht möchte:

Statt zu wenig, mache ich jetzt angeblich zu viel!

Das irritiert total. Denn ich weiß weder warum Garmin den „optimalen Bereich“ angepasst hat, noch welches Training in welcher Intensität und Frequenz mich in diesen Bereich rücken würde.

An dieser Stelle ich die Trainingsunterstützung von Garmin leider total für die Tonne. Was zusätzlich verschlimmert wird dadurch, dass Garmin sich weigert mir meinen Leistungsstand anzuzeigen:

Trainingszustand? Nicht für dich!
Trainingszustand? Nicht für dich!

Tja und warum? Nun, weil x Mal die Woche auf’s Rad steigen eben nicht ausreicht. Es muss schon Laufen sein:

Bitte gehen Sie laufen. 2 Mal. Mindestens!
Bitte gehen Sie laufen. 2 Mal. Mindestens!

Und da ich nicht laufen gehen, habe ich völlig absurde Ergebnisse. Demnach ist meine VO2max gerade mal 32:

Keine Power!
Keine Power!

Dafür meine Trainingsintensität aber am anderen Ende der Skala:

Soll ich Pause machen?
Soll ich Pause machen?

Das macht natürlich absolut keinen Sinn. Und hier sollte Garmin dringend nachbessern. Ebenso bei der schon kritisierten Tatsache, dass trotz „TrueUp“ eben doch kein vernünftiger Datenaustausch statt findet:

Trainiere ich mit dem Edge, kriegt die Uhr nach wie vor nix davon mit und behauptet im Trainings-Modul, ich hätte nicht trainiert. Während aber in der Tagesübersicht die Einheit natürlich angezeigt wird.

Hier muss Garmin dringend nachbessern, vor allem für all die Sportler die eben nicht Laufen gehen wollen/können und für die, die mehr als ein Gerät nutzen.

Macht Garmin das nicht, ist Garmin Connect an sich wirklich nur eine Datenschleuder von den Geräten zu Strava. Und das wäre doch Schade.