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Saisonende 2017: Die Münsterland-Giro

Wie schon in 2016 markierte die am 03. Oktober statt findende Münsterland-Giro für mich das Ende der Rennsaison. Wobei „Rennsaison“ vielleicht etwas übertrieben ist:

Denn in Wahrheit bestand das Jahr im Wesentlichen aus einem MTB-Marathon in Grafschaft, einem MTB-24h-Rennen in Idstein und eben Münster.

Angesichts des Wahlkampfes war in diesem Jahr ohnehin nicht an richtiges Training zu denken – in sofern ging es in Münster für mich auch nur um’s dabei sein.

Letztes Jahr reichte es für Platz 61 von 220 in meiner Altersklasse, bzw. 253 von 1209 Starter/-innen. Damals war ich nur 15 Minuten hinter dem Ersten durch das Ziel gerollt.

Und es wäre ein großer Erfolg gewesen, wenn ich das hätte wiederholen können.

Ich war gegen 6:30 in Münster, weil ich noch meine Startnummer abholen musste und Start um 8:12 sein sollte. Um die Zeit waren zwar schon einige Helfer unterwegs, die Stadt lag aber noch im Schlaf.

Einer der größten Vorteile, wenn man im Team Nutrixxion fährt ist sicher, dass man bei diversen Rennen im ersten Block starten darf. So auch in Münster, wo ich für die 65km-Runde eine schön kleine Startnummer bekommen hatte.

Das Wetter war okay, weil es nicht regnete. Leider hatte es aber die ganze Nacht davor geregnet und die Straße war (und sollte bis zum Ende des Rennens auch so bleiben) feucht bis nass. Das mag ich ja gar nicht mit dem Rennrad 🙂

Ab ca. 7:30 sammelten sich dann die Starter-/innen am etwas entfernten Start, der aber gut ausgeschildert zu finden war. Die Spannung stieg so langsam, ich stand in Reihe 3.

Mit dem Startschuss setzte sich das Feld direkt in Bewegung und ich konnte bei der „Führungsgruppe“ Anschluss finden. Wobei die Gruppe aus ungefähr 150 Fahrer/-innen bestand und vom Team Moskovskays geführt wurde. Die hatten sich wohl zum Ziel gesetzt die Gruppe durch ständige Tempowechsel zu zermürben.

Mir war das wurscht, ich konnte die Wechsel gut mithalten und mit einem Schnitt von nur knapp über 40km/h ging es durch das Münsterland.

Etwas unangenehm war, dass das Tempo in Kurven immer extrem niedrig wurde – das bedeutete, dass danach für kurze Zeit Vollgas folgte. Völlig unnötig.

Unnötig war auch der erste große Crash bei KM 40, der Teile der hinteren Hälfte der Gruppe raus riß: Zwei Fahrer waren sich zu nahe gekommen und der Rest ist Geschichte.

Bei KM 50 gab es den nächsten Crash, als in einer regennassen Kurve einer der Fahrer die Kontrolle verlor und abflog. Fast hätte er mich mitgerissen, ich konnte aber noch stoppen – muste dann aber den Anschluß wiederfinden.

1 km vor dem Ziel, unsere Gruppe war noch knapp 100 Leute groß, ging das Tempo dann hoch. Leider war es so dicht gedrängt, dass ich keine Chance hatte, irgendwie noch nach Vorne durchzukommen.

Und so kam ich dann nach 1 Stunde 35 Minuten und 37 Sekunden ins Ziel. Und dann die Überraschung:

Ich war 26. meiner AK (aus 272) und 81. Gesamt (aus 963).

So weit vorne war ich zuletzt als Schüler – mit 20kg weniger auf den Rippen! Irre. Total irre!

Und der absolute Hammer: ich war 11(!) Sekunden hinter dem Führenden.

Insgesamt sind von 1:35:26 bis 1:35:45 dann 91 Fahrer/innen über die Ziellinie geschossen – so groß war unsere Gruppe noch. Irre, eine Spitzengruppe mit über 90 Leuten 😀

Danach bin ich dann erst mal zur Dusche, Massage und dann habe ich mich über die gute Verpflegung von Nutrixxion gefreut.

Und so gehe ich mit dem breitesten Grinsen in das Wintertraining: Zwar habe ich mir nach dem Rennen eine tödliche Männergrippe eingefangen, aber 11 Sekunden nach dem Führenden? Holy Moly! Und das mit meinem Gewicht und Trainingsstand.

Was das für das nächste Jahr bedeutet, ist klar: ich will in die Top 10. Und mit etwas mehr taktischem Geschick und ein klein bisschen Glück sollte das auch möglich sein.

Ach übrigens: Wer auch Lust auf Team hat, kann sich jetzt bei Nutrixxion für das Team 2018 bewerben 🙂

Wieder ein Toter :-(

Aus der inzwischen traurig populären Gruppe „Das Fahrzeug war es“ gibt es einen neuen Beitrag.

Diesmal leider mit einem Toten.

Schon die Headline stellt allerdings klar, dass es auf keinen Fall an einem Menschen gelegen haben kann. Die MZ schreibt:

Auto fährt in Gruppe von Radfahrern

Nicht: Autofahrer fährt in Gruppe von Radfahrern. Auch nicht Auto fährt in Gruppe von Fahrrädern. Sondern Ding fährt in Mensch.

Und so geht es leider auch weiter:

Um die Mittagszeit war ein Pkw zwischen Lubast und Kemberg von der Fahrbahn abgekommen und in eine Gruppe von Radfahrern geraten.

Mehrere Menschen wurden verletzt, einer der Schwerverletzten erlag inzwischen seinen Verletzungen, (…)

Warum genau ist das eigentlich wird immer (noch) so geschrieben, als würden LKW und PKW völlig losgelöst von den in ihnen sitzenden Personen irgendwie in eine Situation kommen (eher zufällig), bei der dann Radfahrer und Fußgänger zu Schaden kommen?

Warum wird der Unfallgegner (-Verursacher?) immer hinter einer Sache versteckt? Warum steht da nicht, dass der Fahrzeugführer/ die -in mit dem Fahrzeug von der Straße abkam?

Der einzige Grund der mir einfallen will ist, dass (vielleicht sogar unbewußt) der Eindruck vermieden werden soll, dass Autos ganz schnell zu tödlichen Waffen werden. Über die Menschen oft(!) die Kontrolle verlieren. 

 

Der LKW war es!

Aus der Rubrik der sich selbst tödlich verletztenden Radfahrer. Bzw. aus der Unterrubrik „es war das Fahrzeug!!!EinsEinsElf„:

Wieder hat ein nach rechts abbiegender Lkw eine Radfahrerin überrollt und getötet. (…)

Nach ersten Angaben wollte der Lastwagen von der Oberspreestraße nach rechts in die Grünauer Straße abbiegen.

Das Unfallopfer war übrigens eine Radfahrerin, bzw. Frau. Den Unfallverursacher als LKW-Führer/-in zu bezeichnen oder wenigstens als Fahrer/-in kommt der Zeitung nicht in den Sinn.

Denn das würde die Mitwirkung ja personifizieren. So war es nur das Ding, dass sich falsch verhalten hat und einen Menschen getötet hat.

 

Stadtradeln 09-2017

Heute beginnt die neue Stadtradel-Periode und Voerde hat zum ersten Mal ein eigenes Teams am Start.  Ehrensache, dass Julia und ich da mit fahren.

Heute war Tourauftakt. Von Voerde nach Wesel, wo wir auf die Gruppe aus Hamminkeln trafen, und von dort dann nach Rheinberg zum Ziel der Sternfahrt.

Das Wetter war bombastisch gut und ich fand es richtig Klasse, dass den Aufrufen zur Teilnahme, u. a. auch vom ADFC Dinslaken-Voerde, schon alleine bei uns über 30 Teilnehmer/innen mit allen Arten Rädern und in jedem Lebensalter gefolgt sind.

Das Tempo war so gewählt, dass alle mitkamen. Spätenstens ab Wesel war das eine Herausforderung, weil es ja dann noch mehr, ich schätze insgesamt 40 bis 45, Radler/innen waren.

Die Strecke war aber, gemessen an den verfügbaren Routen, sehr gut gewählt und auch das Fahren im Verband klappte nach leichten Startschwierigkeiten dann recht gut. Einzig der fast beständige Gegenwind war für einige doch eher ungewohnt und eine Herausforderung. Aber: Es kamen alle ins Ziel und das ist ja die Hauptsache 🙂

In Rheinberg angekommen gab es Waffeln, Würstchen und kalte Getränke, die auch reichlich in Anspruch genommen wurden. Und im Anschluss machten sich die Teilnehmer/-innen dann in den unterschiedlichsten Gruppen auf den Weg.

Julia und ich sind alleine gefahren und dann über die Fähre Orsoy, um noch mal ein bisschen Tempo machen zu können. Was dank des dann im Rücken blasendne Wind auch hervorragend geklappt hat.

Fazit: Sehr schöne Tour und die ersten 48km im Stadtradeln-Tagebuch eingeloggt 🙂

 

P.S: Mehr zu lesen gibt es bei Rene: Klick!

Idstein 24h

Vor einer Woche hatten wir die Gelegenheit, in Idstein das 24h-Rennen zu fahren. Und unsere Erfahrung beschränkte sich ja auf die 24h von Duisburg.  Wo wir 2016 beschlossen haben, dass es uns  das Geld nicht mehr wert ist.

Idstein hat die gleiche Streckenlänge und ist mit knapp 500 Starterinnen nur ein Fünftel der fast 2500 Menschen in Duisburg groß. Die Videos aus den Vorjahren ließen jetzt auch nix schlimmes erwarten, die Startgebühr war auch noch preiswerter…. also spricht ja alles dafür und nix dagegen.

Little did we know…

Die Anreise erfolgte spontan schon Freitag Abend und nicht erst Samstag. Das war auch gut so, so konnten wir bequem mit den anderen unsere Wagenburg aufbauen. Der Team-Name für dieses Jahr war übrigens:

Das Eskalationskommando

Am Samstag Morgen konnten wir die Runde testfahren. Und oh weh, die Strecke war deutlich verändert und deutlich technischer als das die Videos aus den Vorjahren erwarten ließen.

Schon die ersten 1,5km enthielten einige Gemeinheiten, wie eine kleine Treppe bergauf, tiefe Löcher, Singletrails und Spitzkehren. Na super.

Von da aus ging es dann auf die „Arschlochwiese“ (so ist der Name des Segments auf Strava), auf der die Hitze einfach nur stand. Zusammen mit dem Regen in der Nacht von Freitag auf Sonntag, was das eine einzige Waschküche, in der sich kein Lüftchen regte.

Danach kan ein schönes Waldstück, dass aber trailtechnisch nicht ohne war. Die Trails waren gut fahrbar, aber manche Kurve barg unerwartete Schwierigkeiten. Und eine zwei wirklich interessante Stellen:

Das eine war eine wechselweise matschig und steile Abfahrt, an deren Ecke eine S-Kurve mit 2 mal 90° und einer rutschigen Brücke lag. Das zweite war eine Schlüsselstelle, die es schon länger gibt, mit großen Schieferplatten, die anfangs noch nass waren.

Organisatorisch war unser Team im Hintertreffen, weil wir ein Mix-Team waren mit 2 Frauen. Leider galt nicht die Regelung, dass wie in Duisburg die Frauen 30% der Runden gefahren sein müssen. Sondern wir hätten 4 Frauen haben müssen. Somit waren wir in der Wertung der 8er Männer.

Na super.

Tatsächlich stellte sich aber nach 1-2 Runden raus, dass die Arschlochwiese zwar ihrem Namen gerecht wurde, die Strecke insgesamt aber doch viel Spaß machte: Weniger Fahrer/-innen und mehr Trails als Duisburg –  alles Taco 😀

Nochmal richtig spannend wurde es, als die Nacht anbrach. Wer Duisburg gewohnt ist, wird Idstein hassen, denn der Wald ist nachts so dunkel wie… lassen wir das. Es ist jedenfalls VERDAMMT dunkel und wir haben echt alles an Licht, was wir mit hatten, an die Lenker und Helme geschraubt.

Damit aber durch die Trails zu heizen war schon episch. Und die Schlüsselstellen hatte das THW ausgeleuchtet. In soweit…

Schon ziemlich am Anfang deutete sich übrigens eine kleine Sensation an: Während Platz 1 und 2 in der 8er-Wertung weit vor uns lagen und das Rennen unter sich ausmachten, kämpften wir tatsächlich mit dem „Fürstentum Obergasse“ um Platz 3. Mal lagen die vorne, mal wir…

Die Schlacht entschied sich dann Sonntag Vormittag, als die Raketen in unserem Team es schafften, den Vorsprung auf 9 Minuten auszubauen. Und dann konnten wir noch eine Schlussrunde fahren und damit auf Platz 3 mit einer Runde Vorsprung vor dem Fürstentum feiern.

Wohlgemerkt: Platz 3 der angetretenen Männerteams. Mit einem Mix-Team. Wenn das nicht geil ist…

Insgesamt kann man das Rennen in Idstein nur loben: Die Organisation stimmte, die Infrastruktur stimmte, der Preis stimmte, die Fahrer/-innen der anderen Teams stimmten…. eigentlich alles Klasse.

Was aber letztlich dazu führte, dass Idstein einen Stein in unserem Brett hat, war die Siegerehrung:

Als wir auf das Podest durften, standen beide Fürstentum-Teams Spalier und haben uns abgefeiert. Und auf dem Rückweg abgeklatscht.

Überhaupt waren  noch fast alle Teams vor Ort, so vollständig anders als in Duisburg, wo nach dem Rennen kaum noch einer bleibt.

Ob wir nächstes Jahr noch mal dort fahren, weiß ich nicht. Aber Rückblickend kann ich sagen, dass Idstein alles das bietet, was man bei Duisburg vermisst. Und das es echt geil war, ein Teil des Eskalationskommandos gewesen zu sein 🙂

Madrid verbannt Autos aus der Innenstadt

Na gut, nur auf 70 Meter, aber es ist ein Anfang:

Tatsächlich ist Madrid bekannt für seine atemberaubend schlechte Luft, sorry für das Wortspiel. Um Gegenzusteuern läuft gerade ein Versuch, bei dem eine erste Straße, bzw. ein Abschnitt für Autos gesperrt wurde. Auf Nextcity gibt es einen interessanten Artikel dazu:

Calle Galileo looks different than a typical downtown street too. Bar tables spill off the sidewalk and onto what would normally be car territory. Small trees, large plants in concrete troughs and solid wooden benches serve as borders. Bright yellow road markings warn motorists to stay away.

They’re all part of a 12-month pilot project, begun in late June, designed to promote more walking and less driving in Madrid, which is consistently named one of the cities with the worst air quality in Europe.

Selbstverständlich geht das nicht ohne Proteste:

„Of course we want safer spaces for our children and cleaner air for everyone, but it was obvious that type of scheme won’t work here,” says spokesperson Belen Arsuaga Ferreras as she puts up fresh posters advertising a demonstration against the project. “This is central Madrid, not New York or a completely different city many thousands of miles away.”

One key objection, voiced prior to the erection of the barriers, was that, far from becoming a child-friendly space, the closed-off section of road would instead serve as a new addition to Madrid’s famously vibrant nightlife scene.

“The benches and tables are just used for botellons [street drinking in groups] and so now it’s far noisier than it was when you had cars coming through here,” says Arsuaga Ferreras. This project, and others designed to make central Madrid less reliant on the car, are “an insult to older people” she adds.

Wobei das natürlich eine interessante Argumentation ist. Eine Stadt mit weniger Autos ist also eine Beleidigung alter Menschen und das Menschen auf der Straße sind ist kein bisschen besser als wenn es Autos sind? Nun ja, bemerkenswert ist schon der Name der „Bürgerbewegung“: Chamberí Defends Itself

Die dahinter liegende Idee, die ursprüngliche Vernetzung von Leben und dem anliegenden Park zu fördern, finde ich spannend. Auch glaube ich, dass die im Text beschriebenen Spannungen zwischen Betreibern von Lokalen (freuen sich) und Geschäften (freuen sich nicht) noch näher beobachtet werden sollten.

Und man darf ja auch nicht vergessen, dass es gar nicht darum geht Autos komplett zu verbieten. Sondern darum, Menschen wieder mehr (Lebens-)Raum zu bieten, in dem sie sich sicher bewegen können – mal abgesehen von den Vorteilen für die Umwelt, wenn man die Belastung durch PKW reduziert.

Das Argument, Madrid sei nicht New York, weil das ja weit weg sei, ist natürlich putzig. Andersherum kann man nämlich sagen, dass z. B. das Dreigestirn New York, London und Koppenhagen zeigt, dass eine Förderung von Fußgängern und Radfahrern und eine Reduktion von PKW-Verkehr praktisch überall möglich ist. Wenn man denn will.

Und das die Auswirkungen in der Regel positiv sind: Für die Menschen, die Umwelt und auch die Wirtschaft.

Ich bin sehr gespannt, wie das in Madrid ausgeht.

Mal wieder eine tragische Selbstverletzung eines Radfahrers.

Der ohne Helm fuhr !!!111ELF

Denn der Helm hätte ihn vor dem Fehler des Autofahres bewahrt:

Das einzige was der Neuen-Westfälischen – bzw. der Polizei, üblicherweise schreibt die NW das wortwörtlich ab – einfällt ist: 23-Jähriger trug keinen Helm, Nicht „Autofahrer beachtet Grundregeln nicht“. Der Radfahrer hat sich dabei natürlich selbst verletzt (wobei sich die Meldung dabei nicht sicher ist, er könnte auch verletzt worden sein). Niemals hat dies jedoch explizit der KFZ-Fahrer getan!

Mehr drüben bei Andreas: Klick!

Garmin schickt ein Update zum Update für die Fenix 5

Vor wenigen Tagen erst hat Garmin die Version 5.1 der Firmware für die Garmin Fenix 5, Fenix 5s und Fenix 5x bereitgestellt.

Und nach der Installation war ich nicht der Einzige, der keine Verbesserung, dafür aber neue Fehler feststellen konnte. Garmin bittet in solchen Fällen um Reports an eine spezielle Mail-Adresse – eine Antwort auf meine zwei Fehlermeldungen habe ich natürlich nicht bekommen.

Heute dann taucht plötzlich das Update auf 5.3 auf:

Und das liest sich, „witziger“ Weise genau wie das Update auf 5.1:

Und ebenfalls interessant ist, dass im Changelog NICHT steht, dass es ein Update von 5.1 auf 5.3 ist. Sondern von 4.1. auf 5.3. Passend dazu ist im amerikanischen Forum der Post mit dem Update auf 5.1 nicht mehr zu finden, der untere Screenshot stammt aus dem deutschen Forum.

Offensichtlich gab es also massive Probleme mit dem Update auf 5.1. Doch statt transparent darüber aufzuklären und vor allem statt den Kunden zu sagen welche (neuen) Fehler in 5.3 behoben sind, verschleiert Garmin lieber.

Ob das eine gute Idee ist, lasse ich jetzt mal im Raum stehen. Angesichts der Qualitäten der Fenix 5 ist das aber schon rätselhaft, denn gerade die ist ja ein Paradebeispiel dafür, wie gut Garmin-Geräte sind.

Garmin und Software

Das Garmin gute Geräte baut, bei der Software aber oft versagt, ist ja bekannt. Aktuell zeigt das Unternehmen auch mal wieder eindrucksvoll, wie unfähig es manchmal ist 😀

Beim Update der Fenix 5x auf die 4er-Version trat auf ein Mal ein Fehler im Tracking beim Bergsteigen auf. Wenn man sich auf wenig Fläche auf und ab bewegt, spinnt das GPS. Auch wenn man Glonass zuschaltet.

Ich dachte erst, dass liegt daran das ich den Klettersteig im Landschaftspark genutzt habe – und der ist ja zwischen viel Stahlbeton. Allerdings findet man in den Foren und auf Facebook Leidensgenossen, denen das am Berg genau so passiert.

Die Antwort, die die meisten vom Support bekommen: „Setzen Sie die Uhr auf Werkseinstellungen zurück“. Nutzt natürlich gar nix.

Jetzt ist die Firmware Version 5.1 auf dem Markt und ich werde die Tage mal testen.  Aber noch vor dem Test fällt ein neuer Bug auf:

Beim Hallenschwimmen stelle ich die Bahnenlänge auf 25 Meter. Das hat früher perfekt funktioniert, die Uhr hat jeden Umschlag hervorragend erkannt.

Jetzt?

Jetzt erkennt sie den Umschlag auch, behauptet aber, die Bahnen wären zwischen 25 und 100 Meter lang. Egal ob mit automatischer Schwimm-Stil-Erkennung, Lap-Funktion oder nach einem Factory-Reset: Das Ergebnis ist total für die Tonne.

Im Garmin-Forum gibt es zahlreiche Klagen von Nicht-Fenix-Usern (Vivo-Geräte), die letztes Jahr(!) das gleiche Problem berichtet haben.

Ich wette, auf meine Support-Anfrage bekomme ich die Mitteilung, ich möge die Uhr resetten und still und heimlich wird der Fehler dann mit dem nächsten oder übernächsten Update wieder behoben.

Das ist echt ärgerlich, aber so typisch für Garmin.

Übrigens, beim Klettern trackt mein GPSmap auch im Landschaftspark alles genau so wie es sein sollte. Das ist aber auch schon ein paar Jahre alt und hat schon länger kein Update bekommen 😉