Hopp Hopp auf Hoppenbruch

(manche Wortspiele sind so schlecht…)

Gestern war ich mit dem neuen Radon mal auf der Halde Hoppenbruch in Herten…

IMG_8054Weil 160mm Federweg wollen ja angemessen ausgeführt werden und auf Hoppenbruch und Hohewardt gibt es dank des Freeride Club Herten ja einige angelegte Trails zu fahren.

Also bin ich gestern mal nach Herten gefahren und habe mich da mit ein paar Abfahrtsorientierten Mountainbikefahrern getroffen. 🙂

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Und nach ein paar Abfahrten (und dem obligatorischen wieder hoch schieben) bin  ich ziemlich angetan von dem neuen Radon Slide Carbon 160 9.0 (was für ein Name).

Die Bremsen (XT, 2016) verzögern gewohnt zuverlässig und nach dem Tausch der vorderen Scheibe von 180mm auf 203mm sind auch genug Reserven für schwere Fahrer wie mich vorhanden.

Aber wer will schon bremsen?

Das Fahrwerk vom Slide will nämlich nicht langsam. Es will mit offenen Bremsen von oben bis unten durch. Dabei bügelt es den Untergrund absolut glatt und auch die hier und da schon fast zwangsläufigen Sprünge absolviert es mit traumwandlerischer Sicherheit – selbst bei so technisch wenig versierten Fahrern wie mir.

Wow.

Auch wenn das Radon ein paar Sachen hat, die ich gerne anders gelöst gesehen hätte: Man bekommt verdammt viel Bike für sein Geld mit dem Slide. Und jetzt freue ich mich um so mehr, mit einer guten Freundin nächste Woche mal ins Sauerland zu fahren.

Denn das Problem an Hoppenbruch: Kaum hat man das Grinsen im Gesicht, ist der Weg auch schon zu Ende und man schiebt wieder hoch. 😉

Urlaubsendrunde mit der ERG

Alles geht einmal zu Ende. Und heute ist es mein Urlaub.

Um so schöner, dass die Jungs und Mädels von der ERG1900 für heute zu einer Runde aufgerufen haben.

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Ausgedacht hat sich die Runde Martin, und sie hatte es durchaus in sich! Angedacht war, vom Lukas am Baldeneysee mal hoch zur Hohensyburg zu fahren und wieder zurück.

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Denn das, was vermutlich alle unterschätzt haben, war das Wetter. Aber wer rechnet denn schon damit, dass die Sonne so (>3°C) auf uns herniederbrennen würde.

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Entsprechend froh waren alle, als wir am Wendepunkt die Flaschen auffüllen konnten. Von da dann noch schnell hoch zum Denkmal…

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Schnell das obligatorische Gruppenfoto…

Foto (c) Rainer
Foto (c) Rainer

… undab nach “Hause”, also wieder zum Baldeneysee.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Runde mit ihren 1500hm gut fahrbar ist. Das man sie an solchen Tagen aber vielleicht nicht über die Mittagszeit fahren sollte 😉 Und das ich Martin dankbar bin, dass er es hat damit gut sein lassen  – wenn wir so auch die 100km-Marke knapp verfehlt haben.

Jetzt bin ich bereit, morgen Arbeiten zu gehen. Ne gelogen, ich würd natürlich morgen wieder fahren wollen. In wirklichkeit bin ich jetzt bereit für einen Dönerteller. Und um es mit Peter Lustig zu sagen:

Das große Finale der TOUR Transalp – Svenja und Jennifer nach einer Woche im Ziel in Riva

Die TOUR Transalp 2016 ist geschafft. Die Nutrixxion-Fahrerin Svenja Renner erreichte zusammen mit Jennifer Eisenhuber den Finalort Riva del Garda. Das Team Ladykracher hatte sich über 901 Kilometer, 19500 HM und 22 Alpenpässen vom Startort Imst zum Gardasee gekämpft. Ein Weg voller Emotionen, Regen und Hitze. Am Ende der Woche stand Rang 11 in der Gesamtwertung der Frauen. Angesicht der Sitzprobleme von Svenja Renner ein höchst respektabler Platz in dieser anspruchsvollen Etappenfahrt. „Ich wollte unbedingt das Ziel erreichen – und das habe ich geschafft“, zeigte sich Svenja Renner absolut glücklich mit ihrem Abschneiden beim größten und härtesten Etappenrennen für Jedermänner in Europa. Am Ende der Woche konnte die Nutrixxion-Athletin kaum noch sitzen, keine Pässe mehr sehen und war insgesamt ziemlich müde. Umso höher schlugen die Emotionen beim Zieleinlauf in Riva am Gardasee.

Nach sechs harten Etappen – davon gingen drei durch die Dolomiten – stand Anfang Juli das große Finale an. Es ging von Levico Therme im Trentino nach Riva del Garda über eine Strecke von 96 km und 2506 HM. Svenja Renner schildert im Transalp-Tagebuch die letzte Etappe:

„Zum letzten Mal um 06.30 Uhr aufstehen und sofort den Zwang verspüren, sich schon wieder mit Essen zu versorgen. Hinein passt in meinen Magen eigentlich nichts, aber ich muss ja irgendwie die letzten vier Hügel heute noch hinter mich bringen. Nachdem ich gestern zwangsweise pausieren musste – (Gott ist mir das schwer gefallen) – wollte ich unbedingt mit Jenni in Riva einfahren und offiziell als Finisher in die TTA-Analen eingehen. DNF gibt es nur, wenn ich tot bin! Wie immer standen wir um kurz nach 08.00 Uhr im Startblock, leider diesmal in “D”. Da wir, dank mir, auf Etappe 6 eine fette Zeitstrafe kassiert haben, war ein Start aus unserem bisherigen Block nicht möglich. Uns vorzumogeln kam nicht in Frage, wir hätten so ggf. eine weitere Zeitstrafe kassiert.

Nach dem Start ging es neutralisiert in kleinen Schleifen durch Levico Therme, um nach ca 5 km den Kaiserjägerweg in Angriff zu nehmen. Es handelt sich um eine alte Militärstrasse aus dem 1. Weltkrieg….schmal, kurvig und ätzend steil! Mit meinen Sitzproblemen ging das mehr schlecht als recht, aber irgendwie bin ich hochgekommen. Es ging dann leicht wellig weiter, zu allem Überfluss setzte Regen ein. Leider hat es auch einige unserer Mitstreiter zerlegt; wie ärgerlich, dass sowas noch am letzten Tag passieren muss. Jenni und ich kommen mit solchen Verhältnissen super zurecht, wir haben den Jungs mal gezeigt, wie man bergab fährt.

Bis zur Zeitmessung ca 10 km vor Riva galt es nun ein letztes Mal die Konzentration aufrecht zu erhalten, die Abfahrt war sehr kurvig, z.T. auf nassen Straßen und stellenweise auch recht steil. Dafür war der Zieleinlauf in Riva, direkt am Hafen, sehr emotional. Voller Stolz haben wir unsere sehr hart erarbeitete Medaille und das Trikot in Empfang genommen. Im Anschluß haben wir den Tag mit Feiern ausklingen lassen.“

Marathon DM in Saalhausen – Bettingers unglückliches Aus

Lexware Mountainbiker Matthias Bettinger hatte bei den Deutschen Marathon-Meisterschaften in Saalhausen kein Glück. Nach einem Sturz musste er verletzt aufgeben.

 

Matthias Bettinger lag prima im Rennen. 60 von 108 Kilometer waren gefahren, der Hochschwarzwälder lag an fünfter Stelle und es sollte sich vor dem nächsten längeren Anstieg noch mal eine achtköpfige Spitzengruppe bilden.

Mit Sascha Weber, Simon Stiebjahn und Karl Platt hatten sich drei Fahrer abgesetzt, doch Bettinger arbeitete mit dem späteren Meister Markus Kaufmann erfolgreich daran die Ausreißer wieder einzuholen.

Dann aber blieb Matthias Bettinger beim Überholen eines Fahrers von der Kurzdistanz an einem Begrenzungspfosten hängen. Er kam zu Fall und flog so unglücklich auf das Handgelenk, dass er danach den Lenker nicht mehr richtig halten konnte.

Damit waren die Deutschen Marathon-Meisterschaften für Bettinger vorzeitig beendet. Entsprechend enttäuscht war der Breitnauer, nachdem er sich gezielt auf die DM vorbereitet hatte.

„Sehr schade. Ich hatte schon wieder gute Beine, aber kein Glück bei der DM“, bedauerte Bettinger sehr enttäuscht.

 

KMC Bundesliga Albstadt – Eliminator: Felix Klausmann überrascht die Favoriten

Beim Eliminator Sprint der KMC Bundesliga in Albstadt hat sich Felix Klausmann den Sieg geholt. Er hielt im Finale der besten Vier den WM-Dritten Fabrice Mels aus Belgien und Ex-Europameister Jeroen Eck aus den Niederlanden in Schach.

 

Felix Klausmann erwischte im Finale einen blendenden Start und ging an erster Stelle in die erste Kurve, vor Toni Partheymüller. Das brachte Fabrice Mels und Jeroen van Eck in Zugzwang.

„Ich wollte gleich angreifen, aber die beiden haben die Türe zugemacht“ erklärte Mels, „aber das gehört zum Sprint.“

Nach der Hälfte der 600-Meter-Runde unterlief Partheymüller an zweiter Stelle liegend ein Fehler. Er blieb mit dem Lenker in der Begrenzung hängen. Das zwang auch Mels zum Abbremsen, so dass Klausmann eine kleine Lücke quasi geschenkt bekam.

„Dadurch war ich auf der Zielgerade nicht nah genug dran. Um aus dieser Situaion noch was zu machen, dafür ist sie einfach zu kurz“, kommentierte Mels. Der Weltmeister von 2014 zeigte sich „leicht enttäuscht“, wie er sagte. „Das hätte ich heute gewinnen müssen.“

 

Gewonnen hat aber Felix Klausmann. Der legte alles in einen guten Start. „Das war definitiv die Entscheidung. Danach war es sehr schwierig noch mal vorbei zu kommen“, erklärte Klausmann, der aber auch auf der Zielgerade noch die Power hatte, sich gegen Fabrice Mels zu wehren. Er jubelte unbändig über seinen Sieg über einen der ganz Großen im Eliminator Sprint.

„Ich bin schon ein bisschen überrascht, aber ich wusste auch, dass ich gut starten kann“, meinte Klausmann, der bei der Deutschen Meisterschaft in Bodenmais Pech hatte, als ihm auf der Startgerade der Reifen platzte.

„Das ist definitiv ein großer Erfolg für mich. Es lief heute besser als bei der WM vergangene Woche“, meinte Klausmann nach seinem ersten Sieg in der KMC Bundesliga.

 

Van Eck verschläft den Start

Jeroen van Eck verschlief den Start etwas und war dann hinter Mels im Prinzip chancenlos. „Wenn ich die Lücke sah, hat er sie genutzt“, erklärte van Eck. „Aber in der letzten Kurve konnte ich noch Platz drei erobern.“

 

Platz fünf ging an den Breitnauer Simon Gutmann, der sich mit einem starken Start im kleinen Finale gegen seinen Teamkollegen Vinzent Dorn (Kirchzarten), Pascal Ketterer (Titisee-Neustadt) und Vitus Wagenbauer durchsetzte.

 

Weltmeister Daniel Federspiel war sehr unglücklich bereits im Viertelfinale ausgeschieden. In der zweiten Kurve fiel im die Kette herunter, so dass er keine Chance mehr hatte. „Besser heute, als vor einer Woche bei der WM“, meinte der Österreicher.

 

09./10.04.      XCS/XCO       Bad Säckingen (HC)

18./19.06.      XCO                Heubach (HC)

27./28.08.      XCE/XCO       Ortenberg (C2)

17./18.09.      XCE/XCO       Titisee-Neustadt (C1)

 

Weitere Informationen auf mtb-bundesliga.net

(Bike-)Urlaub im Paradies

Wenn es für Mountainbiker in Europa sowas wie das Paradies gibt, dann ist es sicherlich die Gegend zwischen Leogang und Saalbach-Hinterglemm.

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Und wir müssen es wissen, denn wir waren für 10 Tage da 🙂

Aber der Reihe nach:

Für den Urlaub dieses Jahr hatten wir uns Saalbach-Hinterglemm ausgesucht, dass wir mal ausprobieren wollten. Ein wenig enttäuscht waren wir ja letztes Jahr von Meran.

In Hinterglemm hatten wir im Hotel Hasenauer ein paar Übernachtungen gebucht.  Das Hasenauer wirbt für sich selbst als “Sport- und Wohlfühlhotel” und beides ist mit absoluter Sicherheit nicht übertrieben.

In dem familiär geführten Betrieb wird viel Wert darauf gelegt, dass sich die Gäste wohl fühlen. Und das wird vor allem über “Kleinigkeiten” erreicht: Das Essen ist morgens wie abends einfach super (wir hatten HP gebucht) und die Kräfte die dort arbeiten wissen ab dem zweiten Tag, welche Eigenart welcher Gast hat. Dementsprechend muss man auch nie sagen, welche Zimmernummer man hat oder das man einen Kaffee zum Frühstück möchte.

Daneben gibt es täglich geführte Wandertouren, auf Wunsch Bike-Guides und so weiter und so fort.

Die Zimmer sind auch wirklich angenehm eingerichtet, in unserem Fall zusätzlich mit großem Bad und Balkon. Herrlich. Insgesamt ist das Hotel uneingeschränkt empfehlenswert.

Angekommen stellt sich dann aber die Frage: was machen wir denn jetzt?

Das Problem ist nämlich: man kann so viel machen, dass man gar nicht weiß womit man anfangen möchte 🙂

Wir haben uns für die erste Aktion überlegt, die Milka-Line zu fahren – angeblich auch Hardtail-tauglich. Weil wir ja nun mal nichts anderes mit hatten, als unsere Hardtails 😀

DSCF1287Hier offenbarte sich dann auch gleich ein “Problemchen”: Julias für Marathons im Sauerland getrimmtes Trek hatte nur sehr (sehr) kleine Bremsscheiben. Das geht auf die Dauer in die Hände.

Aber in  Saalbach sollte es doch kein Problem sein, die Bremsscheibe zu wechseln?

Ist es auch nicht: Der Laden gegenüber vom Hotel montierte die neue Bremsscheibe (ohne Aufpreis für die Montage) und schickte uns zum nächsten Laden, wo es den passenden Bremsadapter gab 😀

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Wenn doch nur alles so unkompliziert wäre im Leben 🙂 Kein “Haben wir nicht, kriegen wire nicht”,  sondern überall ein “das kriegen wir schon hin”.  Wer mal ein ganzes Tal erleben will, dass sich auf den Kunden einstellt, der sollte mal versuchen dort ein “unlösbares” Problem zu haben.

Anyway, mit neuer Bremse wiedser auf den Weg zum Trail!

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Für den nächsten Tag hatten wir uns bei Bike ‘n Soul zum XC-Training angemeldet. Inhaltlich war das für uns jetzt eher… nicht so ergiebig. Es hatte aber den interessanten Nebeneffekt, dass wir einige witzige Leute kennen gelernt haben – mit einigen davon haben wir dann auch noch mehrfach was unternommen.

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Nach dem Technik-Training war noch eine gemeinsame Tour geplant, die wir leider absagen mussten. Ich hatte mich mit einem Bekannten verabredet, den Adolari-Klettersteig zu gehen.

DSCF1301Nach den Trockenübungen im Landschaftspark unser erster richtiger Klettersteig. Bei dem Julia leider raus fand, dass das nicht ihr Sport ist. Ganz im Gegensatz zu mir: Ich finde das ausgesprochen cool 🙂

Aber wir waren alle erfolgreich und am Ende gibt es ja eine Zwangs-Belohung bei diesem kurzen, aber schönen Steig:

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Die Rückfahrt sind wir dann mal andersherum angegangen. Dazu muss man wissen, dass man mit dem Rad vom Hotel in 20km am Steig ist. Über den Berg. Mit dem Auto aber sind es 60 – um den Berg herum. Und die Idee war: Wenn man links rum fahren kann … steht man rechts rum im Kuhstau 😀

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Am nächsten Tag sind wir dann noch mal zu Bike ‘n Soul und haben eine Tour mit den Leute vom Vortag gefahren. Die war technisch jetzt nicht sonderlich anspruchsvoll, hatte aber schon ein paar Höhenmeter.

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Morgenradfahrt

In Leogang haben wir aber den Lift nach oben genommen 😉

IMG_7955Von Leogang ging es dann noch mal nach Saalbach zurück und dort noch mal die Milka-Line runter. Die übrigens eine schöne Verlängerung des Panorma-Trail ist.

Der nächste Tag führte uns dann zur Bike-Academy von Kurt Exenberger.  Dort hatten wir ein mehrstündiges Individualtraining gebuchgt, für das sich unser Coach Rainer auch ordentlich Zeit nahm.

Dabei fiel allerdings sehr schnell auf, dass Julia deutlich besser ist. Ich habe die Weichei-Variante des Trainings genossen 😉

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Und falls Ihr Euch fragt, was das da auf dem Parkplatz ist:

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Das ist  die Euro-Bike. Bzw. die Eurobike-Mediadays, zu der nur Journalisten Zugang hatten. Und so wurden, während wir Training hatten, rund um uns die Fotos für die Zeitschriften der kommenden Monate geknipst.

Übriges, Training: Gleich zu Anfang haben wir gelernt, dass wir total “oldschool” sind. Und Julia hat dann im Anschluss ein paar “Videosichtungen” vorgenommen und festgestellt: So wie Rainer das sagt, fahren heute wirklich die Profis. Kein Wunder, sind doch auch so Größen wie Lakata dort Kunde.

Am Tag danach war mal wieder biken angesagt, diesmal mit den Leuten von Bike ‘n Soul – aber ohne Bike ‘n Soule. Auf dem Programm. Nachdem inzwischen Juli war und damit alle Lifte liefen, konnten wir auch den Berg direkt hinter dem Hotel in Angriff nehmen. Dor gehen der Hackelberg Trail 1 in den Trail 2 über und der direkt in den Buchegg-Trail übergeht. Etwas über 10 KM mit über 1000 Tiefenmetern.

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Da man ja nicht immer nur Rad fahren kann, musste natürlich Abwechslung her. Für Julia hatte ich mir da schon im Vorfeld etwas ausgedacht und so sind wir zum Flying Fox XXL in Leogang gefahren. Nicht billig, aber war ja Geburtstag 😉MST_4819

Den Geräuschen nach war es allerdings entweder besonders gut – oder besonders grausam, mit weit über 100km/h nur an einem Drahtseil hängend über das Tal zu rasen 😀

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Gemeinsam abgewechselt vom Radfahren haben wir uns dann beim Rafting auf der Salzach, wo wir etliche Stunden (4? 5?) gemeinsam mit unserem Guide vom Raftingcenter Taxenbach doch eine Menge Spaß hatten.

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Der Fluß ist zwar deutlich ruhiger als der Kicking Horse River, aber durch die Länge der Tour wurde es schon ganz schön anstrengend 🙂

Eine Stelle muss leider umgangen werden, weil dort vor einigen Jahren mal eine ganze Bootsladung verunfallt und in der Folge nur noch tot geborgen werden konnte.

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Man darf halt nicht vergessen, dass bei all der Technik die Natur gerne mal am längeren Hebel sitzt. Aber bei uns ging alles gut und es landete nur der im Wasser, der freiwillig rein gesprungen ist 😉

In Saalbach war übrigens während unserer Anwesenheit die European Bowhunter Championchip 2016, eine Veranstaltung zu der mal eben 2000 Bogenschützen aus der ganzen Welt angereist kamen.

MST_4799Und da die Austragungsorte über das ganze Tal verteilt waren, hatte das zwei Folgen: die erste war, dass schon Lifte liefen die eigentlich im Juli erst öffnen. Die zweite Folge war, dass wir quasi überall auch auf Bogenschützen trafen.

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Und so langsam kann unser Urlaub dann auch zum Ende kommen – denn die 10 Tage waren viel zu kurz um all das zu machen, was wir uns vorgenommen hatten.

Doch halt! Eins fehlt noch! Das Kitzsteinhorn!

Denn was wäre ein Besuch in den Alpen, ohne wenigstens mal einen hohen Berg zu erklimmen? Also in dem Fall ohne die zahlreichen Seilbahnen zu nutzen? Eben, nichts.

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Also sind wir am letzten Tag noch hoch auf den Gipfel, wo es uns sogar gelang, so zu tun als wäre das Wetter gar nicht so schlecht:

MST_4895Denn in Wahrheit wechselte die Wetterlage quasi sekündlich zwischen “geht doch”

IMG_8037und “man sieht die Hand vor Augen nicht”:

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Aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben ;-)Allerdings  haben die schlauen Österreicher vorgesorgt: Im (!) Gipfel findet man den Eingang zu einem Museums-Stollen:

MST_4880Und in dem Musium erfährt man dann einiges über die Geschichte und die Geologie des Berges auf / in dem man sich gerade herum treibt:

MST_4885Und das alles für 0€ 🙂

Übrigens, am Fuße des Kitzsteinhorn liegt die Sigmund-Thun-Klamm, die auch einen eigenen Besuch wert ist:

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Und wenn man den Weg noch ein wenig ausdehnt, kommt man am Ende der Klamm zu einem der typsischen Wasserkraftwerke…

MST_4854Und wenn man den Damm erklimmt, kann man sogar noch eine Runde um den Stausee drehen…MST_4864

Das war jetzt der Versuch, 10 absolut unglaubliche Tage im Herzen Europas zu beschreiben. Eigentlich kann ich aber nur zusammenfassend sagen: Wer gerne draußen ist, egal ob zum Wandern, Biken oder sonst wie: das Salzburger Land, Saalbach und Umgebnnung haben wahnsinnig viel zu bieten. Und mit der Joker-Card erübrigt sich in den meisten Fällen auch die Angst vor Zusatzkosten.

Und während wir vorher noch über den Slogan Witze gemacht haben, sagen auch wir jetzt:

Saalbach – Home of Lässig!

UCI statement on motorcycle incidents at road races

Following the crash involving several riders and two motorcycles at the Tour of Belgium on Saturday May 28, 2016, in which one rider was seriously hurt, the Union Cycliste Internationale (UCI), in partnership with the Belgian cycling federation the Royale Ligue Vélocipédique Belge (RLVB), is looking closely at the circumstances of the incident.
The UCI has recently introduced new rules governing the conduct of everyone who is in control of a car or motorcycle in a road race, and will be examining whether or not these rules were respected in the above mentioned case.
These new rules – available here (Chapter 2, point 4 “Circulation during the race”) – require absolute vigilance from all drivers and motorbike riders, who must at all times prioritise the safety of riders in the race, spectators and other vehicles.
The new rules also make it clear that everyone in charge of a vehicle must immediately comply with all directions from race commissaires. The need for safe driving, particularly when overtaking riders, has been given extra emphasis by commissaires during pre-race briefings.
These rules are backed by sanctions which will be applied by the UCI Disciplinary Commission if any driver is found to be acting negligently.
To address the important issue of vehicles being in close proximity with riders, the UCI is currently finalising along with key stakeholders an updated and comprehensive set of regulations and guidelines which will govern all aspects of a road race which have a bearing on safety and security. This will include rules limiting
the number of vehicles allowed in races and how these vehicles should be positioned at different points in the race.
The UCI is also carefully studying elements such as the size and power of motorcycles used in races and how these elements have evolved over recent years in order to assess the safety implications and how best to regulate this aspect of race security.
In order to ensure the right level of understanding and compliance with these new rules and guidelines, the UCI is significantly increasing the human resources being deployed at races as part of an improved event monitoring process.
The UCI will continue to consult its stakeholders and welcomes any input from all those who are concerned with riders’ safety.
UCI President Brian Cookson said:

“Safety is an absolutely vital issue for the UCI and our stakeholders, and it is crucial we do all in our power to protect the riders from unnecessary risks. We have seen too many incidents involving motorcycles, and that is why we recently adopted clear new rules governing how vehicles must be driven in races. Right now, our thoughts are with Stig Broeckx, his family, friends and
teammates from Lotto Soudal.”

Eine gemütliche Runde bis dann….IHR HABT DOCH DEN ARSCH AUF!

Achtung, es folgt ein Beitrag der geprägt ist, von einer ziemlichen Wut. Auf Autofahrer und Motorradfahrer. Aber lest selbst.

Vorab:

Ich halte mich für einen sehr routinierten Autofahrer, weil ich in manchen Jahren mehr KM auf den Straßen war, als andere in ihrem Leben. Das Gleiche gilt für das Radfahren. Das bedeutet nicht, dass ich keine Unfälle baue und schon gar nicht, dass ich mich auch mal versehentlich daneben benehme. Das bedeutet aber, dass ich lieber ein paar Minuten hinter anderen bleibe, als um jeden Preis an ihnen vorbei zu ziehen.

Zum “guten Autofahrer” macht mich aber vor allem auch, dass ich regelmäßig Fahr- und Sicherheitstrainings besuchen (muss/darf), die mich eins gelehrt haben: Egal wie gut Du im Grenzbereich bist: Wenn Du den verläßt, hast Du ein Problem.

Kommen wir zu gestern.

IMG_7719Gestern war ich froh und glücklich, mit Freunden von der ERG eine entspannte Grundlagenrunde ins Bergische Land unternehmen zu dürfen. Eine, wie sich heraus stellen sollte, völlig falsche Entscheidung.  Also nicht grundsätzlich wegen der Tour an sich. Sondern wegen der Arschlöcher auf der Straße.

IMG_7718Wir sind durch eine wirklich schöne Gegend gerollt und haben sowohl die Aussicht, als auch das tolle Wetter wirklich genossen.

Das Tempo war eher gemäßigt und die Stimmung gut. Naja, zumindest am Anfang.

Bis uns klar wurde, dass die Kombination von Feiertag und Sonne wohl bei vielen zu einem Kurzschluss im Hirn führt.

IMG_7717Denn auf unserer Tour über Hügel und durch Täler wurden wir Zeugen von Verhalten, dass absolut nicht mehr zu erklären oder gar gut zu heißen ist:

Nehmen wir zum Beispiel mal den jungen Mann, der uns in einer langgezogenen Linkskurve (unsere Sicht) entgegenkam. Viel zu schnell und offensichtlich bei dem Versuch, seinen Skoda Kleinwagen durch die Kurve driften zu lassen.

Mal völlig abgesehen von dem an sich schon dummen Unterfangen: Hat dieses Arschloch eigentlich eine Ahnung wie man sich als Radfahrer fühlt, wenn von der Gegenspur ein Auto mit völlig unangemessener Geschwindigkeit auf quietschenden Reifen in die eigene Spur driftet?

Selten wünsche ich Menschen böses. Ihn hätte ich aber am Kurvenausgang gerne im Baum landen sehen.

Oder nehmen wir den völlig irren VW-Kleinstwagenfahrer, der so eng überholte, dass ich ohne Armausstrecken sein Auto hätte anfassen können. Hat dieser Penner eigentlich eine Ahnung wie wenig Luft zwischen Leben und Tod eines Radfahrers in einer solchen Situation ist?

Oder nehmen wir den vermutlich unter Drogeneinfluss stehenden Mercedes-Oberklassefahrer, der nicht hinnehmen wollte, dass ein anderes Fahrzeug regelkonform mit dem Überholen unseres Verbunds wartet bis die Straße frei ist? Und versucht zu überholen, während der Wagen vor ihm versucht zu überholen? Stellt Euch das mal eben vor: 2 normale Fahrspuren, rechts eine Gruppe von 10 Radlern, daneben ein Auto das überholt und daneben das Arschloch im Mercedes, dass auf einer nicht existierenden dritten Spur überholen will?

Oder schauen wir uns mal das Pärchen im MX5 an. Die uns erst im Kreisverkehr die Vorfahrt nehmen, dann an der Ampel wild hupen, weil sie von der Straßenverkehrsordnung keine Ahnung haben und dann noch meinen ausfallend werden zu müssen.

Das sind nur ein paar Beispiele die Autofahrer betreffen.

Kommen wir jetzt zu den Motorradfahrern.

JA SEID IHR DENN VÖLLIG BESCHEUERT?

Mal abgesehen davon, dass viele Motorradfahrer die Landstraßen mit dem Nürburgring zu verwechseln scheinen, sind wir gestern auf vielleicht 60km im Bergischen Land an 6(!) Unfällen vorbei gekommen, deren Teilnehmer sicherlich nicht mehr in dieser Saison (einige nie wieder) auf dem Bock sitzen:

Da war der Vollhonk der in eine Verkehrsinsel gebrettert ist. Fast noch unverständlicher als die Supernase, die vor ein Verkehrsschild bretterte. Dann war der noch der Typ, der sich auf einer geraden(!) Straße bei einem Überholmanöver verschätzte – Straßensperre inklusive.

Schließlich war da auch noch der Loser des Tages, der auf einer kurvigen Straße im 90°-Winkel in einen Touareg knallte. Ich sag mal so: Dem Touareg hat das sichtbar weniger ausgemacht, als dem Weichziel Motorradfahrer.

Und grundsätzlich in einem Tempo unterwegs, dass nicht mehr nur fahrlässig ist.

Folgende Fragen stelle ich mir ernsthaft:

  1. Habt Ihr berittenen und befahrenen Vollidioten keine Familie, zu der Ihr Gesund zurück möchtet?
  2. Seid Ihr wirklich so hirnlos, dass Ihr schwere Verletzungen, ja sogar den Tod von anderen und Euch “ins Risiko einkalkuliert”?
  3. Rafft Ihr nicht, wie gefährlich Ihr seid?

Nach gestern kann ich verstehen, warum so viele Menschen Angst davor haben, mit dem Rad zu fahren. Und ich überlege ernsthaft, gegen den einen oder anderen heute noch Strafantrag zu stellen. bei 9 zusätzlichen Augenzeugen brauche ich dafür auch keine Videoaufzeichnung.

IMG_7716Kommen wir zurück zur Tour:

Nach einer angenehm erfrischenden Pause in einem Biergarten in Wipperfürth sind wir dann zurück nach Essen geradelt. Und ich muss sagen, dass – abgesehen von dem geschilderten Verhalten andere Verkehrsteilnehmer – es eine wirklich schöne Runde mit tollen Radfahrern gewesen ist.

Hoffentlich ist das Wetter am Wochenende schön genug für eine weitere Tour. Und hoffentlich liest der eine oder andere motorisierte Verkehrsteilnehmer das hier mal und schaltet zukünftig mit der Zündung nicht das Hirn aus.

Denn wir passen locker alle gemeinsam auf die Straßen, wenn wir ein klein wenig Acht auf alle anderen um uns herum geben.

So. Jetzt geht es mir besser.

 

Vom Kopf und Körper – Update

Mitte April hatte ich mal kritisch meinen Trainingsstand hinterfragt – und obwohl ich nicht zufrieden war, war ich sicher einen Aufwärtstrend zu spüren.

Jetzt sind wir einen guten Monat weiter. Das erste Rennen ist gefahren, der erste 200km Marathon und heute eine Grundlagenrunde die “mal eben” 1850 hm hatte – doch zu der morgen mehr.

Tatsächlich fühle ich mich im Moment sau wohl auf dem Bike, trotz einiger KG zu viel. Und dieses “ich fühle mich fit” kann ich dank Strava auch mit Inhalt füllen. Denn aktuell sieht meine Leistungskurve dort so aus:

trainingHier noch mal der direkte Vergleich bis Mitte April:

fittness