Ziener BIKE Festival Willingen powered by MINI – viele Neuheiten im 19ten Jahr

Willingen, 24. Mai 2016 – Vom 27. bis 29. Mai 2016 kehrt das Ziener BIKE Festival powered by MINI zurück nach Willingen.

Ziener BIKE Festival Willingen powered by MINI 2015 -  Expo, Messe,
Ziener BIKE Festival Willingen powered by MINI 2015 –
Expo, Messe,

Rund 150 Aussteller und mehr als 300 Marken präsentieren über 35.000 Festival-Besuchern wieder die Neuheiten für die Saison. Parallel dazu bietet die beliebte Outdoor-Messe ein ganzes Wochenende lang über 3.000 Sportlern im Upland die komplette Bandbreite des Mountainbike-Sports – inklusive zahlreicher Neuheiten.

Erstmals im Festival-Angebot ist in diesem Jahr der CANNONDALE Road Riot powered by Panaracer, ein Gravel-Race-Format, das in Willingen seine Premiere feiert und damit das große Event-Angebot in der Breite ergänzt. 

Ziener BIKE Festival Willingen powered by MINI 2015 -  Marathon
Ziener BIKE Festival Willingen powered by MINI 2015 –
Marathon

Auf einem 5,39 km langen Rundkurs, der fünf Mal bewältigt werden muss, geht es auf Renn- sowie Gravel-Rädern über Schotter, Wald- und Wiesenwegen durch Willingen.

Ebenfalls zum ersten Mal Teil des Sportprogramms ist mit dem RADON Pump Battle ein weiteres spannendes Rennformat. Der sechste und letzte Stopp der internationalen Pump Battle World Series im Dual Pump liefert am Freitagabend aufregende Kopf-an-Kopf-Duelle. 

Auf zwei identischen, parallel nebeneinander aufgebauten Pumptrack-Kursen kämpfen immer zwei Fahrer um den Einzug in die nächste Runde; und im Finale um den Titel „Pump Battle König Willingen“.

Ziener BIKE Festival Willingen powered by MINI 2015 -  Marathon
Ziener BIKE Festival Willingen powered by MINI 2015 –
Marathon

Am Samstagmorgen folgt direkt im Anschluss an den Rocky Mountain BIKE Marathon, dem Festival-Klassiker und Aushängeschild europäischer Marathon-Events, das jedes Jahr knapp 2.000 Athleten dank vier unterschiedlich langer Runden nach Nordhessen lockt, die Premiere des BOSCH eMTB Marathon supported by Trek. 

Auf einer eigens angelegten Strecke kämpfen Mountainbiker auf eBikes mit einer maximalen Motorunterstützung von 25 km/h um den Sieg.

Außerdem können sich die Downhill-Fans am Sonntagnachmittag auf ein Upgrade freuen. 

Nachdem in den letzten beiden Jahren die nationale Serie auf der ehemaligen Weltcup-Strecke am Ettelsberg gastierte, findet 2016 erstmals ein Stopp der iXS European Downhill Cup-Tour statt.

Darüber hinaus gastiert erneut die SRAM-Specialized Enduro Series in Willingen, während weitere Side-Events wie die SCOTT Junior Trophy oder der CANYON Pumptrack powered by mtb-academy das MTB-Wochenende in Hessen abrunden, das dank seines riesigen Expo-Geländes unterhalb der Ettelsberg Seilbahn knapp 35.000 Zuschauer in seinen Bann ziehen wird.

Rund 150 Aussteller und über 300 Marken stellen im Rahmen von Deutschlands größter Outdoormesse nicht nur die Neuheiten der Saison einer interessierten Besucherschar vor, sondern locken auch mit zahlreichen Test-Events, Schnupperkursen sowie speziellen Festivalpreisen.

Nirgendwo sonst kann man so direkt mit der Industrie in Kontakt treten.

Geführte Touren mit erfahrenen Bike-Guides, bei denen man das Hochsauerland mit seinen attraktiven Trails kennenlernen kann sowie eine Trial-Show von und mit dem sechsfachen Weltmeister Marco Hösel sind ebenfalls Teil des dreitätigen, actiongeladenen Event-Programms.

Weitere Informationen zum Festival-Programm, Hinweise zu Unterkünften und Anmeldeformulare für die unterschiedlichen Events stehen unter willingen.bike-festival.de zur Verfügung.

Bike-Marathon Bad Wildbad: Kleiber versiert im Downhill

Beim 16. Bike-Marathon in Bad Wildbad hat Andreas Kleiber vom Lexware Mountainbike Team Platz fünf belegt. Der Freiburger überzeugte vor allem mit seinen Downhill-Qualitäten.

 

Für Andi Kleiber lief sein Einsatz im Nordschwarzwald mehr als zufriedenstellend. „Ich habe mich das Rennen über recht wohl gefühlt“, meinte er hinterher. Das einzige Problem für ihn war das Tempo, das der Schweizer Hansueli Stauffer zu Beginn der 89 Kilometer anschlug. „Der ist gleich auf und davon“, berichtet Kleiber, der auch die Drei-Mann-Gruppe dahinter verpasste.

Er fand sich in der zweiten, einer vierköpfigen Verfolgergruppe wieder. In diesem Quartett war Kleiber der Versierteste im Downhill, so dass er in dne folgenden Anstiegen jeweils von einem kleinen Polster zehren konnte.

„Dadurch ist die Gruppe dann anfangs der zweiten von drei Runden auseinandergefallen“, so Kleiber zum Renngeschehen. Nur noch Wolfgang Mayer aus Murg-Niederhof hielt mit dem Lexware-Fahrer mit.

In der letzten Runde konnte sich der Biker aus dem Hochschwarzwälder Team dann sogar von Mayer absetzen und mit 9:06 Minuten Differenz auf Stauffer (3:37:20) Fünfter werden. „Damit bin ich schon recht zufrieden“, konstatierte der Freiburger. „Die Strecke war echt cool und für einen deutschen Marathon mit erstaunlich vielen Trails.“

Zwei Tage vor der Abgabe der Masters-Arbeit seit das „eine schöne Abwechslung“ gewesen.

Kleibers nächster Stopp: Der Tegernsee-Marathon in zwei Wochen.

 

Ruhr Around Challenge – 200km ohne Training? Kann man machen. Ist dann halt speziell.

Ich hatte mal mit der Idee geliebäugelt, die „Ruhr 2 Northsea Challenge“ zu fahren – und die Idee dann irgendwie wieder verworfen. U. a. weil ich schon seit gefühlt 100 Jahren nicht mehr so lange auf dem Bike saß.

Am Freitag erreichte mich dann die Nachricht, dass ein Kollege aus dem ERG leider nicht bei der Vorbereitungstour „Around Ruhr Challenge“ starten kann. 200km. Und da ich noch nie zu den klügsten gehört habe, habe ich das Ticket übernommen.

Und so trafen sich dann am Sonntag morgen 80 Fahrer und Fahrerinnen aller möglichen Altersklassen mit Rädern aller Arten in Duisburg am MSV-Stadion und starteten um 7 Uhr den Rundkurs.

(Auf Strava)

Schnell war klar, dass es defintiv eine Runde ist wie ausgeschrieben werden würde: Durschnitt 18km/h und 2h Pause waren die Richtschnurr. Dazu hatte ich allerdings keinen Bock und das aus einem ganz einfachen Grund: Ab Nachmittag / frühem Abend sollte es ordentlich gießen.

Also nach vorne, wo wir dann relativ schnell eine Führungsruppe von 2 Rennrädern, einem Triathleten und einem Crosser waren. Und uns schon nach wenigen KM sehr weit abgesetzt hatten.

Am Baldeneysee hätte der erste Verpflegungspunkt sein sollen. Als wir ankamen, war da nur leider niemand. Und um die Spannung vorweg zu nehmen: Mit Ausnahme einer „Notstation“ in Dortmund war keine einzige Verpflegungsstation besetzt, als wir durch kamen. Man hatte einfach nicht damit gerechnet, dass es Leute gibt die ohne die geplanten Mahlzeigen (Frühstück, Mittag und Kaffee & Kuchen) durchfahren würden!

Foto (c) TPI
Foto (c) TPI

Die ersten 60km liefen auch völlig ereignislos.

Wir konnten ein gutes Durchschnittstempo halten und kamen relativ schnell am Kemmnader See an. Hier zerfiel unsere Gruppe dann leider spontan, weil 3 aus ihr zum Frühstück anhielten – das offensichtlich gerade erst aufgebaut werden sollte. Tobias, der Triathlet und ich sind dann zu zweit weiter gefahren.

IMG_7694Um uns kurz darauf am falschen Ort zu wähnen.

Denn plötzlich standen wir vor einer Fähre. Der GPS-Track war sich einig: Dort müssen wir rüber. Leider stand das nicht in der Ausschreibung und da die Fähre nur „Bezahlt was ihr wollt“ als Motto habt, man aber kein Geldwechseln kann und wir beide nur Scheine hatten, sind wir „schwarz gefahren“. Mit Genehmigung des Fährmanns. Den ich übrigens gefragt habe, ob schon andere mit Startnummern vorbei gekommen wären. Um mich dann von Tobias belehren zu lassen, dass wir ja die ersten wären 😉

IMG_7695Landschaftlich waren wir natürlich schwer angetan.

Von den „Radwegen“ leider nicht, denn nach der Fähre fing es mit Schotterpisten an.  In der Beschreibung auf der Website hieß es:

 Gefahren wird beinahe ausschließlich auf Radwegen oder kleinen Straßen.

Leider vergessen wurde der Hinweis, dass die Strecke für Rennräder eigentlich gar nicht geht. Crosser, MTB, Tourenrad, alles okay. Aber für Rennräder…. übelst. Insbesondere im zweiten Teil, wenn es über einige (von diversen CTF(!) bekannten) Kanal-„Rad“-Wege ging. Um es vorweg zu nehmen: Nicht nur dürfen jetzt die Laufräder zentriert werden, es hat uns auch ordentlich Zeit gekostet 🙁

IMG_7696Das es schließlich sogar durch den Wald ging, ist da fast keine Erwähnung mehr wert. Vor allem nicht, wenn der Depp mit dem GPS (ich) nicht aufpasst und falsch abbiegt. Die grobe Richtung stimmte zwar, aber Treppen auf dem Jakobsweg waren nun doch nicht das, was wir erwartet hatten. Den Triathleten freut es vermutlich mal laufen zu können – den faulen Sack nicht.

IMG_7699Der Wald war aber nicht die einzige Überraschung.

Eine weitere war, dass wir durch(!) ein Volksfest mussten. Wer da bei der Genehmigung der Strecke gepennt hat, ist ja egal – aber für die hinter uns dürfte das auch eine unangenehme Überraschung gewesen sein.

IMG-20160522-WA0038_resizedNachdem an dem Verpflegungspunkt „Mittagspause“ niemand war, sind wir auch dort einfach weiter. Gott sei Dank gab es noch eine Trinkhalle für Apfeschorle 🙂

An dem letzten „Verpflegungspunkt“ sollte es Kaffee und Kuchen geben und wir haben sogar jemanden gefunden, der aufschließen konnte. Kuchen haben wir nicht gegessen, aber wir konnten noch zwei Bananen erbetteln, die eine wichtige Alternative zu den Gels und Riegeln waren. So „gestärkt“ ging es dann in den „Endspurt“.

IMG_7704Nach einer Fahrzeit von Netto 7 Stunden und 50 Minuten waren wir dann am Seehaus an der Wedau. Ich sag mal: Mit nur Asphalt wären wir mindestens 30 Minuten schneller gewesen.

Dummerweise war man auch am Seehaus nicht auf uns vorbereitet. Das Buffet war (logisch) noch nicht fertig und man half uns zumindest mit Pizza und alkoholfreiem Bier aus dem tiefsten Loch heraus.

Tobias ist dann gefahren und ich habe noch auf ein paar eintreffende Mitfahrer gewartet. „Leider“ hat Julia mich jedoch um 18 Uhr abgeholt. In der Zeit von irgendwie 16 bis 16:30 (weiss nicht genau wann wir da waren) und 18 Uhr fing es dann an so richtig zu schiffen – nur Rafahrer sah ich keinen mehr 🙁

Bin dann ins Auto gekrabbelt und nach Hause gefahren, mit der Hoffnung das alle anderen Fahrer/-innen auch gut ankommen. Auf Strava konnte man allerdings den einen oder anderen Abbruch sehen.

Für das „Chaos“ bei der Organisation möchte in an dieser Stelle dem Veranstalter keinen Vorwurf machen. Das wir so geheizt sind, war ja unser eigener Wunsch und das wir damit den Zeitplan – und vor allem den Ressourceneinsatz sprengen – kann man ihm nicht anlasten.

Beschwert habe ich mich aber über die Formulierung zur Strecke:

Die ziemlich genau 200 Kilometer lange Strecke ist fast vollständig asphaltiert und damit für quasi jedes Rad geeignet.

Denn die war defintiv nicht für Rennräder geeignet. Ich habe angeregt, dass zu ändern. Man hat mir aber versichert, dass die 300km-Tour nach ähnlicher Kritik im letzten Jahr inzwischen 100% Rennradtauglich ist.

An der Stelle muss ich übrigens noch mal kurz ein Loblied auf „Bergetappe“ in Essen singen:

Ich lasse ja meine Bikes dort fitten und kann nach gestern sagen, dass auch 8h Fahrt nicht zu Schwielen oder gar Schmerzen führen. Keine wunde Stelle, kein schmerzender Rücken oder einschlafende Hände. Insbesondere vor dem Hintergrund der Schlaglochpisten gestern muss ich sagen, dass jeder € den man in ein perfektes Sitzen investiert, ein gut investierter Euro ist!

Und zum Schluss noch mal vielen Dank an Tobias für die guten Tipps und die Motivation auf der langen Strecke! Alleine wäre mein Schnitt deutlich niedriger gewesen und zu zweit über den RS1 zu düsen ist schon ziemlich genial 🙂

 

Melanie Heßling fährt auf´s Podium

Melanie Heßling hat beim Rundstreckenrennen in Enkhuizen am holländischen Ijsselmeer ihren ersten Podestplatz in der Saison 2016 eingefahren.

imageDie Radsportlerin aus dem Team Abus-Nutrixxion, die seit Anfang des Jahres auch für ein niederländisches Profi-Team im Sattel sitzt, holte sich hinter Vera Koedooder und Moniek Tenniglo Rang drei. „Ich hatte noch etwas gutzumachen. Und das ist mir gelungen“, freute sich die 34-Jährige über Rang drei in ihrem fünften Rennen.

Enkhuizen am Ijsselmeer besitzt in der Radsport-Szene einen ausgezeichneten Ruf. Enge Straßen, das übliche Kopfsteinpflaster, ein superschnelles Rennen über 35 Runden. Für Melanie Heßling war es der dritte Start in ihrer langen Laufbahn. 2014 wurde sie in dem schönen Hafenstädtchen Zweite. Keine guten Erinnerungen hat sie indes an 2015. „Da konnte ich wegen fehlender Form und einem dummen Fehler in der Startphase leider der Spitzengruppe nur hinterherwinken und wurde zusammen mit dem ganzen Hauptfeld einige Runden vor Schluss aus dem Rennen genommen“, erklärte die Münsterländerin. Der Stachel saß also tief. Ein guter Grund, es diesmal viel besser zu machen.

In der Startliste standen am Renntag einige große Namen: Amy Pieters von Wiggle High 5, Floortje Mackaij von Liv-Plantur, Vera Koedooder von Parkhotel Valkenburg, Roxane Knetemann und Moniek Tenniglo von RaboLiv. Einige hatten noch Teamkolleginnen mitgebracht, so dass acht von 75 Starterinnen „echte“ Profis waren. Der Rennverlauf ist schnell erzählt. Von Anfang an folgte eine Attacke auf die andere, niemand war bereit, der anderen etwas zu schenken. „Nach zwei Dritteln des Rennens attackierte dann Moniek Tenniglo und ich war mit dabei“, so Melanie. Zusammen fuhr das Duo einen kleinen Vorsprung heraus, bevor in der vorletzten Runde Vera Koedooder noch aufschloss. Diese attackierte dann in der letzten Runde erneut und konnte den Sieg einfahren. Moniek Tenniglo wurde Zweite, Melanie Heßling Dritte.

21% weniger PKW-Verkehr in Barcelona?

Im Guardian ist ein sehr interessanter Artikel über Barcelona:

In the latest attempt from a big city to move away from car hegemony, Barcelona has ambitious plans. Currently faced with excessive pollution and noise levels, the city has come up with a new mobility plan to reduce traffic by 21%. And it comes with something extra: freeing up nearly 60% of streets currently used by cars to turn them into so-called “citizen spaces”. The plan is based around the idea of superilles (superblocks) – mini neighbourhoods around which traffic will flow, and in which spaces will be repurposed to “fill our city with life”, as its tagline says. (continue)

 

UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano in Albstadt Epische Duelle im Hexenkessel

Zum vierten Mal kreuzen am Wochenende in Albstadt, Deutschland, die besten Mountainbiker der Welt ihre Klingen. Beim zweiten Saisonrennen um den UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano deutet vieles wieder auf ein Duell zwischen Nino Schurter und Julien Absalon hin. Bei den Damen gilt Vorjahres-Siegerin Jolanda Neff als Topfavoritin. Die Gonso Albstadt MTB Classic bieten aber noch mehr Rennen, viel interessanten Stoff und erwarten mehr als 10000 Zuschauer.

 150531Albstadt_leadinggroupG_by Lynn SigelAlbstadt, das fehlt noch im ständig wachsenden Palmares von Weltmeister Nino Schurter (Scott-Odlo). Im vergangenen Jahr stand er schon vor seinem ersten Sieg auf der Schwäbischen Alb, doch dann rutschte er wenige hundert Meter vor dem Ziel mit dem Vorderrad weg und stürzte.

„Ich fühle mich gut und möchte mein Leader Trikot verteidigen. Albstadt ist nicht gerade meine Lieblingsstrecke, aber trotzdem hoffe ich den verpatzten Sieg vom letzten Jahr nachzuholen“, erklärt Schurter.

So konnte Julien Absalon (BMC Racing) voriges Jahr also seinen 2014er-Sieg wiederholen und gleichzeitig seinen historischen 30. Weltcup-Erfolg feiern. In Cairns hatte er zum Weltcup-Auftakt Pech mit einem frühen Defekt und bedauerte das umso mehr als er sich fühlte „wie nur selten in meiner Karriere“.

Nimmt man das und seine Vorstellung bei der EM in Schweden als Gradmesser, dann ist er gewappnet für den Hattrick. Allerdings folgt eine Woche später sein Heimrennen in La Bresse. „Ich mag Albstadt, aber La Bresse steht dieses Jahr noch höher im Kurs“, sagt Absalon vor dem nächsten epischen Duell mit dem Schweizer.

 

So oder so: Diese beiden Koryphäen muss im Hexenkessel Bullentäle schlagen, wer am Sonntag die dann genau dreijährige Zeit beenden will, in der nur Schurter, Absalon und London-Olympiasieger Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing) aus Tschechien ganz oben auf dem Treppchen standen.

Der Schweizer Mathias Flückiger (Stöckli Pro Team) ist einer, dem das an einem guten Tag vielleicht gelingen kann. Einer, der sehr gut klettern kann, was in Albstadt notwendig ist. Und einer, der fahrtechnisch Nino Schurter in nichts nachsteht.

„Ich will das schaffen, was in den vergangenen drei Jahren und drei Fahrern gelungen ist“, sagt Mathias Flückiger mit einem Augenzwinkern. Allerdings will er auch nicht großspurig daher kommen. „Ich habe ja noch keinen Weltcup gewonnen, aber es ist mein Ziel“, sagt Flückiger. Ist bei einem Fahrer seines Formats aber auch fast logisch.

Sein Landsmann Florian Vogel (Focus XC) hat immerhin bereits zwei Weltcupsiege auf seinem Konto. Er könnte in die Phalanx eingreifen, genauso wie Ondrej Cink (Cze, Multivan-Merida), der zuletzt Woche für Woche stärker wurde und Maxime Marotte (Fra, BH-Sr Suntour-KMC)

 

Fumic und Milatz als deutsche Hoffnungsträger

Der Deutsche Meister Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing) muss sich etwas zurückhalten mit seinen Prognosen. Erstens hat er 2016 noch kein Erfolgserlebnis verbucht und zweitens war er über Pfingsten krank. „Es war natürlich kein besonders günstiger Zeitpunkt. Deshalb kann ich auch nicht sagen: ich fahr’ in Albstadt aufs Podium. Aber ich hoffe, dass ich nicht weit davon entfernt raus kommen kann. Ich konnte einige Tage nicht trainieren, aber einen echten Substanzverlust habe ich nicht erlitten“, meint der Kirchheimer, dem das Profil in Albstadt nur bedingt entgegen kommt.

Moritz Milatz hat zuletzt Aufwärtstendenz gezeigt und versucht sich an Pfingsten mit zwei Straßenrennen schnelle Beine zu holen. „Albstadt liegt mir und ich hoffe, dass es noch mal einen Schritt nach vorne geht“, erklärt der Freiburger. Er hat allerdings das Handicap eines schlechten Startplatzes.

Markus Schulte-Lünzum (Focus XC) hat, siehe unten, zumindest im U23-Bereich in Albstadt schon für Furore gesorgt. Auch bei ihm zeigte die Formkurve jüngst nach oben. Wenn er das fortsetzen kann, ist ein Ergebnis unter den besten 30 drin.

 

 

Damen: Jolanda Neff in einer eigenen Liga?

Zwei schnelle erste Runden und der Abstand zu den Verfolgerinnen war hergestellt. Danach lieferte Jolanda Neff (Stöckli Pro Team) dem Albstädter Publikum eine Solo-Show und feierte damals ihren dritten Weltcupsieg in Folge.

Ob’s am Sonntag wieder so kommt? Dieses Szenario erscheint zumindest denkbar.

Wer könnte diesen Alleingang verhindern? Die Norwegerin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Multivan-Merida) zum Beispiel, die bei der EM keinen guten Tag erwischte, aber im Prinzip in einer sehr guten Verfassung scheint.

Oder die Dänin Annika Langvad (Specialized Racing), die im Weltcup-Leaderjersey an den Start geht, sich aber bei den Europameisterschaften Jolanda Neff klar geschlagen geben musste. Allerdings hat die Schweizerin im Gegensatz zu Langvad auf den Australien-Trip verzichtet und war deshalb sicher besser vorbereitet.

Schon im vergangenen Jahr hatte man die Dänin auf der Rechnung, doch dann reichte es nur zu Platz 14. „Ich bin konstanter geworden und weiß jetzt sehr viel besser, was ich brauche um schnell zu fahren. Das zu lernen, dafür habe ich viel Zeit gebraucht“, sagt die Spät-Einsteigerin.

 

Deutsches Damen-Trio vor heimischem Publikum ums Olympia-Ticket

Die deutschen Damen werden um den Sieg wohl nicht mitfahren können, doch Top-Ten-Resultate ist für ein Trio drin. Sabine Spitz (Murg-Niederhof) hat sich in diesem Frühjahr bis jetzt hervorragend präsentiert. Weil ihr das Terrain im Bullentäle nicht liegt, bleibt sie aber zurückhaltend in ihrer Ansage.

„Nach der schweren EM war es eine Gratwanderung, einerseits die Erholung zu schaffen und andererseits weiter zu trainieren. Top Fünf wäre arg optimistisch, aber auf die Top Acht mache ich mir Hoffnungen“, erklärt die 44-Jährige, die am Sonntag wohl ihren den letzten Albstadt-Weltcup ihrer Karriere bestreiten wird. Zweimal war sie auf der Alb Elfte, insofern wäre das dann eine Verbesserung ihrer persönlichen Bestmarke.

Die amtierende Deutsche Meisterin Helen Grobert (Ghost Factory Racing) hatte bei der EM ein Negativ-Erlebnis zu verdauen, dann aber den Blick rasch wieder nach vorne gerichtet. „Ich habe das abgehakt und bin für Albstadt motiviert. Ich will da ein gutes Rennen fahren und dem Bundestrainer zeigen, dass ich seine Fahrerin für Olympia bin“, kündigt die Freiburgerin an.

Darum geht es für die 24-jährige Vorjahres-Sechste in erster Linie. Ihre direkte Konkurrentin um einen Olympia-Startplatz ist, neben Sabine Spitz, mit Adelheid Morath eine weitere Schwarzwälderin. Die musste aus gesundheitlichen Gründen die EM sausen lassen.

„Ich hatte im Frühjahr eine super Vorbereitung und war deshalb mega enttäuscht. Aber jetzt geht es wieder besser und ich freue mich auf Albstadt. Ich mag den Kurs. Allerdings weiß nicht so genau wo ich stehe“, sagt die ebenfalls in Freiburg lebende 31-Jährige, die 2014 in Albstadt schon mal Sechste war.

Auch Elisabeth Brandau (Radon-EBE Racing) darf man nicht aus den Augen verlieren. Die Schönaicherin könnte für ein Überraschungs-Resultat sorgen. 

U23-Weltcup: Zwiehoff will beim Heimspiel überzeugen

2013 gab es im U23-Rennen einen deutschen Heimsieg. Markus Schulte-Lünzum (Focus-XC) aus Haltern am See stand ganz oben auf dem Podest. Wenn das vor heimischem Publikum wieder einem Nachwuchs-Fahrer gelingen könnte, dann Ben Zwiehoff (Bergamont-Hayes) Der U23-EM-Vierte aus Essen hat sich Albstadt als vorläufigen Saisonhöhepunkt ausgewählt. Aber auch ein Podiums-Platz wäre aller Ehren wert. Auftaktgewinner in Cairns war der Neuseeländer Sam Gaze (Specialized Racing).

Bei den U23-Damen, die schon am Samstag dran sind, war das in Australien die US-Amerikanerin Kate Courtney (Specialized Racing). Dort fehlte allerdings ein Großteil der Europäerinnen, so dass man auf die neue Situation gespannt sein darf.

 

UCI Junior Serie: Über 200 Talente auf dem Kurs

Für die Rennen der UCI Junior Serie standen Anfang der Woche knapp 70 weibliche und 160 männliche U19-Biker auf den Meldelisten. Sie verteilen sich auf 22 verschiedene Nationen. Mit dabei sind neben den frisch gebackenen Europameistern Sofie Wright (Großbritannien) und Thomas Bonnet (Frankreich) auch alle anderen vier Junioren, die bei der EM in Schweden die Medaillen abgeräumt haben.

 

Streckenanpassungen

Die Fahrer bekommen es am Wochenende mit zwei Änderungen an der Strecke zu tun. Erstens werden sie in Runde eins auf einer neuen Trasse geradeaus den Berg hinauf geschickt, um das Problem mit dem Stau, den es im ersten Singletrail gibt, etwas zu entschärfen.

Zweitens wurde die Passage, die auf der rechten Seite des Bullentäles liegt völlig neu gestaltet. Sie ist jetzt flüssiger zu fahren und auch zum Überholen geeignet.

 

Gonso Albstadt MTB Classic Kurz-Marathon

Die elfte Auflage des Kurz-Marathons steuert erneut auf eine Teilnehmerzahl über der 1000er-Marke zu. Besonders erfreut registriert man die 130 Biker, die für das Generation Race gemeldet haben.

Matthias Pfrommer von Centurion-Vaude und Silke Schmidt waren über die 46 Kilometer die Sieger 2015. Schmidt verzichtet allerdings. Aus gutem Grund. Die Deutsche Marathon-Vizemeisterin heiratet.

 

Retro Zäpfle Race

Am Samstagabend wird’s lustig. Das Retro Zäpfle Race ist ein Spaß-Rennen für Jedermann, vorausgesetzt der Teilnehmer tritt mit einem Bike an, das 20 Jahre und älter ist. Und möglichst auch in alten Klamotten.

Dann dreht man auf einer kleinen Cross-Country-Runde im Bullentäle seine Runden und darf abkürzen. Allerdings folgt das Strafmandat auf dem Fuß: Rothaus Bier-Genuss, zwei Bananen essen oder durchs Schaumbad fahren.

 

Zahlen, Zahlen, Zahlen

Die Meldelisten für den UCI Mountainbike Weltcup presented by Shimano wurden am Montag geschlossen. Für die vier Rennen wurden 457 Meldungen aus 41 Nationen und allen Kontinenten außer der Antarktis abgegeben.

Die meisten Teilnehmer stellt: nein, nicht Gastgeber Deutschland, sondern die Nachbarn aus der Schweiz. 61 Eidgenossen sind gemeldet. Dann folgen Schwarz-Rot-Gold mit 57 und die Franzosen mit 51.

Mehr als 200 Kinder und Jugendliche für die Rennen der Alb-Gold Juniors-Cup am Freitag erwartet, so dass sich die Gesamt-Teilnehmer-Zahl am Wochenende wohl wieder bei etwa 2000 einpendeln wird.

Insgesamt werden wieder mehr 10000 Zuschauer in Albstadt-Tailfingen erwartet.

www.world-cup-albstadt.de

Foto: 

Herren-Rennen 2015 mit Julien Absalon an der Spitze, vor Nino Schurter, Florian Vogel und Jaroslav Kulhavy ©Lynn Sigel 

Versicherungen für den Radsport?

Nicht erst seit meinem Crash mit dem nicht versichtern Hund treibt mich die Frage um, wie das eigentlich mit dem Thema Versicherungen für Radfahrer ist.

Das trifft Fragen nach der „richtigen“ Versicherung für Unfälle, gegen Diebstähle und natürlich auch die Haftpflicht. Nicht zuletzt auch, weil wir ja selbst zwei Vierbeiner haben, die schon mal das Draussen unsicher machen.

Bei meiner Suche nach der richtigen Lösung  bin ich noch nicht wirklich am Ziel. Versicherungen für Räder nehmen normalerweise Sportveranstaltungen aus, Diebstahlversicherungen haben oft Fußangeln die kein Mensch versteht. Die Unfallversicherung habe ich schon seit hundert Jahren und noch nie hatte ich einen Unfall bei dem sie auch irgendwas gezahlt hätte. Das ist allerdings ja nicht unbedingt negativ 😉

Zumindest bei der Haftpflichtversicherung komme ich aber langsam ein Stück weiter. Dabei habe ich ein interessantes Vergleichsportal gefunden: „Netzsieger“ und dort dann ein aktueller Vergleichstest verschiedener Anbieter von Haftpflichtversicherungen.

Das ganze scheint noch ein junges Start-Up zu sein. Das sieht man auch daran, dass sich die Haftpflichtversicherungen z. B. noch nicht über das Menü finden lassen  – alles in allem wirkt die Website noch ein bisschen provisorisch.

Der Test an sich hat mir allerdings recht gut gefallen. Sehr schön ist nämlich, dass hier nicht nur ein eigenes Testmuster zur Anwendung kommt, sondern das auch noch erklärt wird. Bei den meisten Vergleichsportalen ist es schwierig nachzuvollziehen, warum eine Versicherung besser sein soll – als eine andere. Hier sind die wesentlichen Fakten in Tabellenform dargestellt und darunter wird der eine oder andere Sachverhalt noch mal erklärt.

Insgesamt ist Netzsieger ein spannendes Angebot. Wenn man vielleicht die Homepage noch ein bisschen aufräumt und sich mehr auf die wesentlichen Inhalte fokussiert 😉

 

 

See-Bar in Essen am Baldeneysee: Radfreundlich?

Am Pfingstmontag sind wir eine längere Grundlageneinheit bis zum Baldeneysee und zurück gefahren. Und was liegt da näher, als am See einen Kaffee zu trinken?

Da unser Stamm-Cafe leider zu hatte, sind wir in die See-Bar und dort in den Biergarten. Bzw. wir wollten.

Außer uns waren noch 5 Leute in dem weitläufigen Biergarten. Wir also hin, die Räder schön an den Rand und in Sicht- und Greifweite und warten auf die Bedienung.

Die kam auch irgendwann. Nur bedienen wollte sie uns nicht. Wir mögen bitte unsere Räder außerhalb des Biergartens (hinter einer Hecke, bzw. einer Hausecke) abstellen.

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Unser Hinweis, dass wir die Rennräder leider nicht abschließen können und sie ja ganz am Rand stehen, nahm sie zur Kenntnis.

Aber: Wenn sie uns erlauben würde, die Räder dort auf der Innenseite des Biergartens stehen zu lassen, würden sich alle anderen Radfahrer auch aufgefordert fühlen und dann käme man vor lauter Rädern nirgendwo mehr durch.

Die 5 Fußgänger, die dort bei Bier und Essen saßen, sahen jetzt nicht so aus als würden sie gerade überlegen, das nächste Mal mit einem teuren Rad anzureisen. Die Massen anderer Radtouristen ist uns auch verborgen geblieben.

Das änderte nichts daran, dass die Bedienung keinen Zweifel daran ließ, dass wir nicht willkommen wären. Sie verabschiedete uns mit den Worten „Räder dürfen sie auch in keinen anderen Biergarten mitnehmen.“

Wir haben drauf verzichtet zu erklären, dass man das in unserem Stamm-Cafe, dem Haus am See wohl anders sieht. Das auszudiskutieren hätte nichts gebracht, denn die Message war klar: Sportliche Radfahrer und die See-Bar passen nicht zusammen.

 

TIL: Strava in der Städteplanung

Im Internet steht TIL für Today I Learned. Und meine Lektion des Tage ist:

Was ich vor einem halben Jahr vorschlug….

Wie wäre es denn, wenn Strava die anonymisierten Daten seiner Fahrer für (kleines) Geld an Kommunen verkaufen würde, damit diese ihre Radwege-Planung anpassen können?

…wird aktuell von fast 80 Städten und Metropolregionen umgesetzt:

Horvath said 76 cities and regions around the world were now using Strava Metro data, including Glasgow, Reykjavik, Stockholm and Brisbane. “It helps show the return on investment, on the tax dollars being used by authorities for things like cycle lanes,” he said. “They want to be able to show this was money well spent, or to learn that there was something they could have done better.”

Nicht schlecht, Herr Specht!